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Sonderlob für Rösler
#1
Erleichterung pur herrschte beim VfL Bochum nach dem 4:1 gegen Braunschweig. Geholfen haben auch Aussprachen zwischen Trainer und Team. 

Die Spieler klatschten im Rhythmus, während die Fans im Stadion ihre Lieder sangen. Es herrschte am Sonntagnachmittag im Ruhrstadion endlich wieder freudige Ausgelassenheit nach einem hochverdienten 4:1-Sieg gegen Eintracht Braunschweig. Zwar ist die Abstiegsgefahr noch immer nicht gebannt, doch der Sieg machte spürbar etwas mit dem VfL Bochum. Auf die triste Stimmung nach der Pleite gegen Holstein Kiel und vor allem der Klatsche gegen den 1. FC Magdeburg folgte Erleichterung. 

Noch am Osterwochenende sah die Stimmungslage deutlich anders aus. Plötzlich waren die Abstiegsplätze wieder nah, plötzlich musste erneut gezittert werden. Grund genug, unter der Woche ein paar Dinge anders zu machen. „Nach der Magdeburg-Leistung mussten wir uns hinsetzen. Ich habe viele Gespräche geführt, wir mussten alles auf den Tisch bringen“, sagte Trainer Uwe Rösler. Mit Erfolg. Er schaffte es, seine Spieler wieder aufzubauen, die Köpfe freizubekommen. „Uwe hat es überragend gemacht diese Woche, wir hatten viele Gespräche“, gab Gerrit Holtmann einen Einblick in die vergangene Woche. „Die Reaktion war richtig und wichtig.“ 

Rösler suchte den offenen Austausch
Es sei darum gegangen, die Situation zu verstehen, in der sich die Mannschaft befindet, sagte Rösler. Die Kritik, vor allem nach der Niederlage in Magdeburg, sei berechtigt gewesen. In diversen Videoanalysen hat der Trainer unter der Woche die Fehler der Spieler klar aufgezeigt. Die Gespräche seien offen und ehrlich gewesen – von beiden Seiten. Auch er hat von seinen Spielern Rückmeldungen bekommen, die er angenommen habe.

Der Schulterschluss zwischen Trainer und Mannschaft scheint geholfen zu haben. „Uwe ist ein Trainer, das habe ich so noch nicht erlebt. Er ist für seine harte Hand bekannt. Aber wie er auf uns eingegangen ist, war stark“, sagte Holtmann am Sonntag. „Er hat mich kritisiert, das war auch richtig, damit ich so ein Spiel heute abfeuere. Er hat eine Sache richtig gesagt, das hat mir so eine Motivation heute gegeben, dass ich so ein Spiel hinlegen kann.“ Bis zu seiner Auswechslung war der Sprinter der wohl beste Spieler auf dem Platz, hätte in der zweiten Halbzeit selbst dafür sorgen können, dass der Sieg sogar noch höher ausfällt. Doch er ließ zwei gute Gelegenheiten liegen. 

Holtmann hatte Gänsehaut
Gerächt hatte es sich nicht, der VfL Bochum spielte die Partie souverän zu Ende, nachdem Holtmanns Ersatzmann Farid Alfa-Ruprecht auf 3:0 erhöht hatte. Nicht einmal der zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Lino Tempelmann in der 84. Minute zum 1:3 ließ die zuletzt so wackelige Defensive noch nervös werden. Möglicherweise hatte dazu auch die Fanunterstützung beigetragen. Schon weit vor Anpfiff fingen sie an, ihre Spieler zu unterstützen. „Ich habe es selten erlebt, dass die Fans durchsingen. Das hat uns gereicht, ich hatte das ganze Warm-Up über Gänsehaut“, sagte Holtmann. 

All das hat offenbar dazu beigetragen, dass die Mannschaft die Last ablegen konnte, die sich zuletzt über sie gelegt hatte. Nun gilt es, dies in der kommenden Woche gegen Dynamo Dresden zu bestätigen. Ein weiterer Sieg – und der Klassenerhalt sollte dem VfL nicht mehr zu nehmen sein. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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