Vor 8 Stunden
Leandro Morgalla kämpft nach einer bitteren Auswechslung um seinen Platz beim VfL Bochum. Hat er am Sonntag die passende Antwort parat?
Leandro Morgalla sprintet mit hohem Tempo die rechte Seite des Spielfelds entlang, bekommt ein Zuspiel halb hoch und leitet den Ball dank seiner Technik und Spielübersicht perfekt in den freien Raum im Strafraum weiter auf Koji Miyoshi. Der Abschluss des Japaners allerdings gelingt nicht, eine gute Torchance ist vergeben. Morgalla hat aber keine Zeit, sich zu ärgern. Die Übung im Trainingsspiel besteht auch darin, möglichst schnell wieder umzuschalten – so wie es der VfL Bochum auch am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig (13.30 Uhr, Sky) tun muss. Und gerade Morgalla wird mit seiner Lauf- und Sprintstärke gefragt sein.
Am Mittwoch und Donnerstag in den ersten Einheiten dieser Woche hing sich der Leihspieler von Red Bull Salzburg richtig rein. Er wollte beweisen, dass die Botschaft im Spiel gegen den 1. FC Magdeburg (1:4) angekommen war. Den 21-Jährigen ereilte schließlich die Höchststrafe. Trainer Uwe Rösler nahm den Rechtsverteidiger bereits nach 32 Minuten vom Feld und brachte Oliver Olsen. Morgalla hatte einen bescheidenen Tag erwischt, trug eine Hauptschuld am ersten Gegentor und konnte auch sonst nicht das umsetzen, was von ihm verlangt war.
Morgalla hakt frühe Auswechslung ab
„Die Auswechslung nach 30 Minuten war für mich schon eine Ausnahme, das hatte ich noch nicht. Ich hoffe, dass es auch das letzte Mal war“, sagt Morgalla im Gespräch mit dieser Redaktion. Aber: „Ich habe es gut verarbeitet und das Team steht im Vordergrund. Ich habe am nächsten Tag mit dem Trainer darüber gesprochen und damit ist es für mich auch geklärt.“ Rösler selbst sagte bereits am Mittwoch, dass ihm die Auswechslung leid getan habe, in der Sache sei es aber zu diesem Zeitpunkt nötig gewesen. Die Reaktion, die Morgalla im Training gezeigt habe, sei dann die richtige gewesen.
Morgalla ist ohnehin nicht der Typ, der solche Rückschläge an sich heranlässt. Das ist schon allein mit Blick auf seine Vergangenheit nicht verwunderlich. Schließlich hat er mit seinen 21 Jahren gesundheitliche Rückschläge hinnehmen müssen, die eine frühe Auswechslung in einem Fußballspiel als nichtig erscheinen lassen. „Ich bin allgemein ein Typ, der solche Dinge professionell sieht“, sagt er selbst. „Alles andere bringt mir, dem Trainer und der ganzen Mannschaft nichts. Wir sind Fußballer, da steht der Mannschaftserfolg im Vordergrund.“
VfL Bochum wieder mitten im Abstiegskampf
Der ist nach zuletzt zwei Pleiten gegen die direkten Konkurrenten von Holstein Kiel und Magdeburg allerdings gefährdet. Die Abstiegsplätze kamen in den vergangenen beiden Wochen wieder gefährlich nah. „Es war ein herber Rückschlag, dass wir in Magdeburg so abgeschossen wurden. Dabei war die Art und Weise das Problem“, sagte Morgalla. Immergleiche Fehler bringen den VfL Bochum in die Bredouille. Vor allem die Innenverteidiger Noah Loosli und Philipp Strompf, die lange Zeit sehr anständig spielten, scheinen momentan nicht die nötige Frische im Kopf zu haben.
Längst wird daher inzwischen unter den VfL-Anhängern diskutiert, ob nicht Morgalla in die Innenverteidigung rücken könne. So wie er es lange bei 1860 München tat. Oder zu Saisonbeginn unter Dieter Hecking in einer Dreierkette. „Ich glaube, ich kann beide Positionen gut spielen und hätte kein Problem damit, in der Innenverteidigung aufzulaufen“, sagte er im Gespräch, verwies aber darauf, dass es die Entscheidung des Trainers sei. Und was sagt der? „Er kann auch innen spielen“, sagte Rösler, scheint aber eher Morgallas Konkurrent auf der rechten Seite im Zentrum zu präferieren. Denn auch Olsen könnte in der Innenverteidigung auflaufen.
Morgalla in der Innenverteidigung?
Wahrscheinlicher ist momentan aber, dass einer von beiden wie gewohnt die rechte Seite beackert, der andere als Backup auf der Bank sitzen wird. „Das Wichtigste ist, dass wir uns am Sonntag zusammenreißen“, sagte Morgalla ohnehin. Da sei es nicht so wichtig, wer spielt, es sei schließlich „ein brutal wichtiges Spiel. Wir haben eine bessere Ausgangslage verspielt, jetzt geht es Schlag auf Schlag. Wir müssen zusammen dieses Spiel gewinnen. Egal, wer auf dem Platz steht.“
Es gehe darum, die Sinne zu schärfen, alles auf den Platz zu bringen und „scharf“ zu sein, die Zweikämpfe zu gewinnen. „Ein Blick auf die Tabelle reicht, es ist purer Abstiegskampf. Es geht um Nuancen. Die Spiele sind immer eng und du musst von Beginn an wach sein, weil es in der Zweiten Liga nie einen klaren Favoriten gibt“, sagte der Mann, der in der kommenden Saison möglicherweise in der Bundesliga spielen könnte. Interessenten gibt es, der VfL Bochum wird ihn jedenfalls nicht halten können. Zumal Morgalla nur ausgeliehen ist. Zwar besitzt der Klub eine Kaufoption, die hätte allerdings nur im Aufstiegsfall gegriffen.
Morgalla wehrt sich gegen Kritik an Leihspielern
Möglicherweise auch deshalb bekommt er – wie die anderen Leihspieler – momentan viel von einigen Fans ab. Sie seien nicht mehr mit vollem Herzen dabei, heißt es immer wieder. „Von außen kann es immer eine andere Wahrnehmung geben, wenn Fans denken, als Leihspieler würde man seine eigenen Ziele im Kopf haben“, sagt er selbst. „Hier ist das aber bei keinem einzigen Spieler der Fall. Solange wir hier spielen, geben wir alles auf dem Platz für diesen Verein. Wir haben ein klares Ziel und sind Spieler vom VfL. Da nehme ich auch jeden Spieler in die Pflicht, dass er bis zum Ende Vollgas gibt.“ Beweisen können es er und seine Kollegen am Sonntagmittag.
Quelle: WAZ.de
Leandro Morgalla sprintet mit hohem Tempo die rechte Seite des Spielfelds entlang, bekommt ein Zuspiel halb hoch und leitet den Ball dank seiner Technik und Spielübersicht perfekt in den freien Raum im Strafraum weiter auf Koji Miyoshi. Der Abschluss des Japaners allerdings gelingt nicht, eine gute Torchance ist vergeben. Morgalla hat aber keine Zeit, sich zu ärgern. Die Übung im Trainingsspiel besteht auch darin, möglichst schnell wieder umzuschalten – so wie es der VfL Bochum auch am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig (13.30 Uhr, Sky) tun muss. Und gerade Morgalla wird mit seiner Lauf- und Sprintstärke gefragt sein.
Am Mittwoch und Donnerstag in den ersten Einheiten dieser Woche hing sich der Leihspieler von Red Bull Salzburg richtig rein. Er wollte beweisen, dass die Botschaft im Spiel gegen den 1. FC Magdeburg (1:4) angekommen war. Den 21-Jährigen ereilte schließlich die Höchststrafe. Trainer Uwe Rösler nahm den Rechtsverteidiger bereits nach 32 Minuten vom Feld und brachte Oliver Olsen. Morgalla hatte einen bescheidenen Tag erwischt, trug eine Hauptschuld am ersten Gegentor und konnte auch sonst nicht das umsetzen, was von ihm verlangt war.
Morgalla hakt frühe Auswechslung ab
„Die Auswechslung nach 30 Minuten war für mich schon eine Ausnahme, das hatte ich noch nicht. Ich hoffe, dass es auch das letzte Mal war“, sagt Morgalla im Gespräch mit dieser Redaktion. Aber: „Ich habe es gut verarbeitet und das Team steht im Vordergrund. Ich habe am nächsten Tag mit dem Trainer darüber gesprochen und damit ist es für mich auch geklärt.“ Rösler selbst sagte bereits am Mittwoch, dass ihm die Auswechslung leid getan habe, in der Sache sei es aber zu diesem Zeitpunkt nötig gewesen. Die Reaktion, die Morgalla im Training gezeigt habe, sei dann die richtige gewesen.
Morgalla ist ohnehin nicht der Typ, der solche Rückschläge an sich heranlässt. Das ist schon allein mit Blick auf seine Vergangenheit nicht verwunderlich. Schließlich hat er mit seinen 21 Jahren gesundheitliche Rückschläge hinnehmen müssen, die eine frühe Auswechslung in einem Fußballspiel als nichtig erscheinen lassen. „Ich bin allgemein ein Typ, der solche Dinge professionell sieht“, sagt er selbst. „Alles andere bringt mir, dem Trainer und der ganzen Mannschaft nichts. Wir sind Fußballer, da steht der Mannschaftserfolg im Vordergrund.“
VfL Bochum wieder mitten im Abstiegskampf
Der ist nach zuletzt zwei Pleiten gegen die direkten Konkurrenten von Holstein Kiel und Magdeburg allerdings gefährdet. Die Abstiegsplätze kamen in den vergangenen beiden Wochen wieder gefährlich nah. „Es war ein herber Rückschlag, dass wir in Magdeburg so abgeschossen wurden. Dabei war die Art und Weise das Problem“, sagte Morgalla. Immergleiche Fehler bringen den VfL Bochum in die Bredouille. Vor allem die Innenverteidiger Noah Loosli und Philipp Strompf, die lange Zeit sehr anständig spielten, scheinen momentan nicht die nötige Frische im Kopf zu haben.
Längst wird daher inzwischen unter den VfL-Anhängern diskutiert, ob nicht Morgalla in die Innenverteidigung rücken könne. So wie er es lange bei 1860 München tat. Oder zu Saisonbeginn unter Dieter Hecking in einer Dreierkette. „Ich glaube, ich kann beide Positionen gut spielen und hätte kein Problem damit, in der Innenverteidigung aufzulaufen“, sagte er im Gespräch, verwies aber darauf, dass es die Entscheidung des Trainers sei. Und was sagt der? „Er kann auch innen spielen“, sagte Rösler, scheint aber eher Morgallas Konkurrent auf der rechten Seite im Zentrum zu präferieren. Denn auch Olsen könnte in der Innenverteidigung auflaufen.
Morgalla in der Innenverteidigung?
Wahrscheinlicher ist momentan aber, dass einer von beiden wie gewohnt die rechte Seite beackert, der andere als Backup auf der Bank sitzen wird. „Das Wichtigste ist, dass wir uns am Sonntag zusammenreißen“, sagte Morgalla ohnehin. Da sei es nicht so wichtig, wer spielt, es sei schließlich „ein brutal wichtiges Spiel. Wir haben eine bessere Ausgangslage verspielt, jetzt geht es Schlag auf Schlag. Wir müssen zusammen dieses Spiel gewinnen. Egal, wer auf dem Platz steht.“
Es gehe darum, die Sinne zu schärfen, alles auf den Platz zu bringen und „scharf“ zu sein, die Zweikämpfe zu gewinnen. „Ein Blick auf die Tabelle reicht, es ist purer Abstiegskampf. Es geht um Nuancen. Die Spiele sind immer eng und du musst von Beginn an wach sein, weil es in der Zweiten Liga nie einen klaren Favoriten gibt“, sagte der Mann, der in der kommenden Saison möglicherweise in der Bundesliga spielen könnte. Interessenten gibt es, der VfL Bochum wird ihn jedenfalls nicht halten können. Zumal Morgalla nur ausgeliehen ist. Zwar besitzt der Klub eine Kaufoption, die hätte allerdings nur im Aufstiegsfall gegriffen.
Morgalla wehrt sich gegen Kritik an Leihspielern
Möglicherweise auch deshalb bekommt er – wie die anderen Leihspieler – momentan viel von einigen Fans ab. Sie seien nicht mehr mit vollem Herzen dabei, heißt es immer wieder. „Von außen kann es immer eine andere Wahrnehmung geben, wenn Fans denken, als Leihspieler würde man seine eigenen Ziele im Kopf haben“, sagt er selbst. „Hier ist das aber bei keinem einzigen Spieler der Fall. Solange wir hier spielen, geben wir alles auf dem Platz für diesen Verein. Wir haben ein klares Ziel und sind Spieler vom VfL. Da nehme ich auch jeden Spieler in die Pflicht, dass er bis zum Ende Vollgas gibt.“ Beweisen können es er und seine Kollegen am Sonntagmittag.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."