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Auch Folgen für Fans des VfL Bochum möglich
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Nach heftigen Ausschreitungen beim Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC drohen nun auch Konsequenzen für Fans des VfL Bochum. Wie drastisch werden die Maßnahmen? 

Szenen in der Form hatte man in Deutschland schon lange nicht mehr gesehen. Sie wären im Zuge der Diskussionen rund um möglicherweise künftig verschärfte Sicherheitsmaßnahmen in Fußballstadien durch die Innenministerkonferenz auch nicht für möglich gehalten worden. Doch am Samstagabend im Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC griffen sich Anhänger beider Klubs gegenseitig auf den Tribünen an, bewarfen sich mit Pyrotechnik. Dutzende Dresdener Krawallmacher schafften es entlang der Sponsorenbanden sogar unbehelligt bis vor den Gästeblock und rannten später über den Platz zurück in den K-Block. 

Die Bilder verursachten einen Aufschrei. Und sie hallen nach. Auch in den kommenden Tagen und Wochen. Die Polizeidirektion Dresden leitete mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren ein. Die Vorwürfe lauten auf Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Ticketbetrug. Auch der DFB teilte bereits mit, dass er nach den schwerwiegenden Vorfällen, nach denen das Spiel für 20 Minuten unterbrochen war, Ermittlungen einleiten wird. Dies dürfte am Dienstag passieren. In einem ersten Schritt werde man beide Vereine schriftlich zu Stellungnahmen auffordern. 

Fans des VfL Bochum eventuell betroffen
Möglicherweise wird das Ergebnis auch Einfluss auf die Partie des VfL Bochum in gut zwei Wochen im Rudolf-Habig-Stadion haben. Dann wird die Mannschaft von Uwe Rösler nach dem Remis gegen Hertha (1:1) und dem Spiel beim 1. FC Magdeburg (1:4) im dritten Auswärtsspiel in Serie in den Osten Deutschlands reisen. Am 18. April steht das Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden an. Offen ist, ob nach der Krawallnacht von Karsamstag für dieses Spiel überhaupt Zuschauer zugelassen werden.

In der Vergangenheit wurden ähnliche Ausschreitungen mit Teilausschlüssen oder gar Geisterspielen sanktioniert. Vorstellbar erscheint, dass Dynamo Dresden die Heimkurve sperren muss, wodurch auch die Ultras Dynamo betroffen wären. Dann dürften Anhänger des VfL Bochum allerdings normal zum Auswärtsspiel reisen. Sollte es ein Geisterspiel geben, wären auch Fans des VfL betroffen. Auch die Verantwortlichen in Bochum müssen nun die Entscheidungen von DFB und Co. abwarten. 

Innenminister fordert harte Strafen
Ein Faktor bei der Strafe dürfte auch die anstehende Innenministerkonferenz Mitte Juni sein. Seit Monaten behaupten Politiker, der Fußball sei nicht sicher, ohne dass bislang die Zahlen dies belegten. Ereignisse wie in Dresden sind Wasser auf die Mühlen jener, die eine härtere Gangart fordern. Der sächsische Innenminister Armin Schuster will die Ausschreitungen entsprechend genau aufgearbeitet bekommen. „Nach diesem erneuten Skandalspiel kann es für die weiteren Verhandlungen oder Gespräche kein Pardon mehr geben. Meine Geduld hat hier endgültig ein Ende“, sagte er. 

Gut möglich also, dass auch auf Druck aus der Politik schärfere Maßnahmen als in der Vergangenheit durchgesetzt werden. „Die Ergebnisse einer präzisen Aufarbeitung dieses Spiels durch die Vereine und die Stadt in Zusammenarbeit mit der Polizei lasse ich mir persönlich vorlegen“, betonte Schuster. „Der Charakter einer kommenden Innenministerkonferenz wird auch maßgeblich davon geprägt sein, wie drakonisch die Konsequenzen sind, die aus diesen Krawallexzessen gezogen werden. DFB, DFL und die Vereine können nur noch mit Wirkung überzeugen.“ 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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