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Vergleich mit Bundesliga-Abstieg?
#1
Nach der deutlichen 1:4-Niederlage in Magdeburg steckt der VfL Bochum wieder tief im Abstiegskampf – gelingt jetzt die Wende im Heimspiel? 

Eine Erklärung hatte Maximilian Wittek nicht, auch Timo Horn tat sich schwer, die richtigen Worte zu finden. Bloß nicht zu sehr draufhauen. Aber bloß nichts schönreden. So lautete offenbar die Devise der Führungsspieler des VfL Bochum nach der 1:4-Pleite gegen den 1. FC Magdeburg, der seit November kein Heimspiel gewonnen hatte. In ruhigem Ton sprachen sie zu den wenigen Medienvertretern aus Bochum, während die Magdeburger vor dem berüchtigt lauten Block U noch ihren Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt feierten. 

Durch die Pleite rutscht der VfL Bochum nun wieder richtig rein in den Überlebenskampf. Vier Punkte trennt die Mannschaft von Uwe Rösler derzeit noch von einem direkten Abstiegsplatz. Die direkte Konkurrenz allerdings spielt erst am Ostersonntag, kann den Abstand also spürbar verkürzen. Doch nicht nur das Auf-der-Stelle-treten ist inzwischen besorgniserregend. Auch die Art und Weise der Niederlagen wirft kein gutes Bild auf die Profis des VfL Bochum.

Rösler will Verteidiger stärken
Wir haben das, was wir haben“, sagte Rösler über seine Spieler. Sie hätten ja bereits nachgewiesen, dass sie in der Zweiten Liga mithalten könnten. 30 Punkte haben sie in einem Zwischenspurt nach nur drei Punkten aus den ersten acht Spielen geholt. Doch seit Wochen kassiert der VfL wieder Gegentore, die den Trainer verzweifeln lassen dürften. „Die Lösung liegt in der Kabine. Wir müssen versuchen, den Verteidigern ein gutes Gefühl zu geben. Die Spieler müssen ihre Qualität abliefern und umsetzen, was wir erarbeiten“, sagte Rösler und stellte seine Spieler offenbar auf eine schwierige Woche ein. „Ich habe denen gesagt, dass der Wind rau wird. Man sollte auf das hören, was in der Kabine gesagt wird.“

Nachdem der VfL Bochum vor einigen Wochen noch so wirkte, als könne er trotz der schwierigen Saison und teils grausamer Fehlerketten die Klasse relativ sicher halten, betonte Rösker stets, dass es bis zuletzt um den Ligaverbleib gehen würde. Dieser Fall tritt nach zwei zuletzt verloren gegangenen Sechs-Punkte-Spielen nun ein. „Die Wahrheit liegt auf dem Platz. Wir müssen das kritisch ansprechen und versuchen, im nächsten schweren Spiel nächste Woche ein anderes Gesicht zu zeigen. Wir müssen alles auf dem Platz lassen“, forderte Wittek nun ein. 

Wittek will nicht auf andere schauen
Zwar hätte der VfL Bochum in den vergangenen Wochen Möglichkeiten gehabt, „mehr Puffer zu verschaffen und es rechnerisch weit zu bringen“, doch darüber wolle er nicht mehr reden. Schon gar nicht will er auf die anderen Mannschaften im Kampf um den Klassenerhalt schauen. „Es liegt an uns selbst. Wenn wir unsere Hausaufgaben nicht machen, wird es schwierig. Wir müssen bei uns bleiben, es hilft uns nicht, auf die anderen zu sehen, und uns darüber zu freuen, dass sie verlieren. Wir sind selbst schuld und am Ende die Blöden“, sagte Wittek.

Die Parallelen zu den vergangenen beiden Saisons, als es so wirkte, der VfL könne in der Bundesliga einem ruhigen Frühjahr entgegenblicken, und am Ende einmal beinahe, einmal tatsächlich abstieg, sind frappierend. Und dennoch sieht Horn das aktuelle Team besser aufgestellt. „Die Mannschaft ist kompakter und intakter“, sagte er. „Wir haben in der Mannschaft viele Jungs, die ihr Herz auf dem Platz und in der Kabine lassen. Denen ist es nach dem Training nicht egal, was passiert. Sie machen sich viele Gedanken um den Verein.“ So könne man nicht absteigen, sagte er und sprach von zwei Siegen, die für den Klassenerhalt noch nötig seien. Die nächste Chance auf einen Dreier bietet sich nächsten Sonntag im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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