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Der DFB-Kader für die März-Länderspiele
#1
Tor: Oliver Baumann (TSG Hoffenheim), Alexander Nübel (VfB Stuttgart), Jonas Urbig (FC Bayern München) 

Abwehr: Jonathan Tah, Joshua Kimmich (beide FC Bayern München), Waldemar Anton, Nico Schlotterbeck (beide Borussia Dortmund), David Raum (RB Leipzig), Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt), Malick Thiaw (Newcastle United), Antonio Rüdiger (Real Madrid), Josha Vagnoman (VfB Stuttgart) 

Mittelfeld: Leon Goretzka, Serge Gnabry, Aleksandar Pavlovic, Lennart Karl (alle FC Bayern München), Felix Nmecha (Borussia Dortmund), Jamie Leweling (VfB Stuttgart), Florian Wirtz (FC Liverpool), Pascal Groß (Brighton & Hove Albion), Leroy Sané (Galatasaray SK), Anton Stach (Leeds United) 

Angriff: Deniz Undav (VfB Stuttgart), Nick Woltemade (Newcastle United), Kevin Schade (FC Brentford), Kai Havertz (FC Arsenal)
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
Deutschland offenbarte zum Start ins WM-Jahr in der Schweiz zwar auch die ein oder andere Schwäche, doch am Ende dürften die positiven Eindrücke überwiegen. Vor allem der Auftritt von Florian Wirtz beim 4:3-Sieg wird in Erinnerung bleiben. 

Bundestrainer Julian Nagelsmann vertraute im ersten Länderspiel des WM-Jahres unter anderem auf Sané anstelle von Woltemade (Bank). Ansonsten war es die im Vorfeld erwartete DFB-Elf mit Baumann (Tor), Kimmich, Tah, Schlotterbeck, Raum, Goretzka, Stiller, Sané, Gnabry, Wirtz und Havertz, der nach mehr als einjähriger Verletzungspause wieder zurück war. 

Keine echten Überraschungen gab es auch bei den seit zehn Spielen ungeschlagenen Schweizern, die mit ordentlich Bundesliga-Erfahrung am Start waren. So bot Coach Murat Yakin mit Kobel (BVB), Widmer (Mainz), Elvedi (Gladbach) und Rieder (Augsburg) vier aktuelle BL-Profis in der Startelf auf, während mit Akanji, Rodriguez, Xhaka, Vargas und Embolo weitere Profis ebenfalls schon ordentlich Erfahrungen in Deutschlands höchster Spielklasse gesammelt hatten. 

Deutschland, das erstmals in den neuen blauen Auswärtstrikots spielte, weist zwar mit 36 Siegen, neun Remis und ebenso vielen Niederlagen eine exzellente Bilanz gegen die Eidgenossen auf, wartete aber auch seit 18 Jahren auf einen Sieg gegen den südlichen Nachbarn, der in dieser Zeit in vier Duellen einmal gewann und dreimal unentschieden spielte, zuletzt bei der EM 2024 (1:1)

Schlotterbeck beschenkt gnadenlose Schweizer
In Basel geriet die Nati nun aber zunächst ordentlich unter Druck, denn Deutschland startete energisch, attackierte hoch und machte das Spiel nach Ballgewinnen breit. Der Ball lief gut in den Reihen der DFB-Elf, die beim finalen Pass aber Mühe hatte. Der kam nicht wirklich an. Havertz (13.) und Gnabry (14.) näherten sich dennoch der Führung an. 

Die war dann allerdings den Schweizern vorbehalten, die gefühlt aus dem Nichts zuschlugen: Nachdem Widmer noch knapp verpasst hatte (16.), lud Schlotterbeck die Gastgeber mit einem furchtbaren Fehlpass ein - Xhaka sah, dass Kimmich seinen Posten rechts hinten verlassen hatte und spielte genau in diesen Freiraum zu Ndoye. Der spurtete anschließend in den Sechzehner, wurde dabei von Stiller nur begleitet und vollstreckte aus spitzem Winkel unter Mithilfe des linken Innenpfostens zum 1:0 (17.). 

Die DFB-Elf ließ sich von dem Rückschlag nicht aus der Bahn werfen, drängte fortan vielmehr auf den Ausgleich, den Goretzka noch ausließ (21.), Tah jedoch im Anschluss an eine kurz ausgeführte Ecke, bei der sich die Schweizer erstmals unkonzentriert zeigten, per Kopf nach Wirtz-Flanke erzielte (26.). Havertz (32., 36.) und Goretzka (39.) verpassten es anschließend, das Spiel zu drehen - und die Quittung folgte prompt. 

Wirtz glänzt auch mit zwei Vorlagen
Die Schweizer, die geduldig auf gegnerische Fehler lauerten, bekamen nämlich in der 41. Minute die Chance auf dem Silbertablett serviert, als Schlotterbeck der nächste Fehler im Aufbau unterlief und Tah etwas später bei Widmers Flanke am zweiten Pfosten keinen Zugriff auf Embolo bekam - 2:1. Die Nati hatte sich bis dato gnadenlos effizient gezeigt, in Minute 43 hatte Rieder dann aber Pech mit einem Lattenknaller. 

So kam es, dass die Eidgenossen doch nicht mit einer Führung in die Pause durften: Nach Elvedis folgenschwerem Ballverlust packte Wirtz einen traumhaften Vertikalpass auf Gnabry aus, der einen Hauch schneller als Akanji war und den Ball am herausstürzenden Kobel vorbei in die Maschen zum 2:2 lupfte (45.+1). 

Yakin wechselte zum Seitenwechsel viermal, brachte Zakaria, Muheim, Manzambi und Jashari für Widmer, Vargas, Rodriguez und Xhaka. Besonders das Fehlen von Xhaka machte sich im weiteren Verlauf bemerkbar, denn Deutschland wurde zusehends dominanter und erspielte sich über Gnabry (48.), Goretzka (55.), Wirtz (56.) und erneut Goretzka (59.) ein klares Chancenplus. 

Ein Tor für den Jahresrückblick
Das DFB-Team hatte sich die Führung zu diesem Zeitpunkt längst verdient. Wirtz war es schließlich, der sie besorgte - und das mit einem Traumtor: Nach kurz ausgeführter Ecke von Gnabry schlenzte der Liverpooler den Ball vom linken Strafraumeck aus genau passend in den rechten Knick - ein Tor zum Zungeschnalzen und für den Jahresrückblick (61.). 

Nagelsmann brachte danach Debütant Karl sowie Woltemade, der sich mit einem etwas zu ungenauen Kopfball dem 4:2 annäherte (71.). In dieser Phase spielte fast nur die deutsche Mannschaft, die es aber trotz guter Ballzirkulation verpasste, aus ihrer nun offensichtlichen Überlegenheit Kapital zu schlagen. 

Wieder folgte die Quittung: Diesmal traf der eingewechselte Monteiro perfekt wie sehenswert aus der zweiten Reihe zum 3:3 (79.). Anschließend stellten die Hausherren auf Fünferkette um, doch der an diesem Abend alles überragende Wirtz wollte sich nicht mit dem Remis abfinden und brachte das DFB-Team mit einem abermals sehenswerten 16-Meter-Schlenzer in den rechten Winkel zum zweiten und entscheidenden Mal in Führung (86.). 

Die DFB-Elf beendete damit eine 18 Jahre währende Sieglos-Serie gegen die Schweiz und kann nun frohen Mutes ins nächste Länderspiel am Montag (20.45 Uhr) gegen Ghana, das krachend 1:5 in Österreich unterlag, gehen. Die Schweiz testet tags darauf (18 Uhr) gegen Norwegen. 

Quelle: Kicker.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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