Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Presseberichhte zum 26. Spieltag Hertha - VfL
#1
Bochums Callum Marshall spielte gegen Kaiserslautern mit Blut im Schuh. Noch ist er nicht im Training, auch Holtmann fehlt. Reicht es für Hertha?

 Als Trainer Uwe Rösler 26 Profis nach dem 3:2-Fight gegen Kaiserslautern zur ersten Einheit auf dem unteren Trainingsplatz versammelte am Dienstagvormittag, arbeiteten zwei Offensivspieler des VfL Bochum im Kraftraum. Flügelstürmer Gerrit Holtmann und Angriffs-Terrier Callum Marshall strampelten auf dem Fahrrad. 

Drohen sie auszufallen beim schweren Auswärtsspiel bei Hertha BSC am kommenden Samstag, erneut zur Topspiel-Zeit um 20.30 Uhr? „Bei Gerrit wird es schwierig. Er ist nicht auf dem Platz, es geht nicht“, sagte Rösler nach der Einheit. Der Linksaußen hatte sich beim Spiel in Düsseldorf einen – wie es zunächst hieß – kleineren Muskelfaserriss zugezogen, der aber mehr Probleme macht als zunächst erhofft. Der 30-Jährige ist nun bereits seit elf Tagen nicht im Mannschaftstraining. Mit Holtmann ist in Berlin einmal mehr nicht zu rechnen. Für ihn könnten wie gegen Kaiserslautern Farid Alfa-Ruprecht oder der für ihn eingewechselte Kjell Wätjen starten. 

Steckpuppe schlitzt den Zeh auf
Anders ist die Stimmlage von Rösler bei der Frage nach Callum Marshall. „Ich bin frohen Mutes, dass Callum es mit Hilfsmitteln schaffen wird“, sagte der Trainer. „Er kann läuferisch arbeiten, mit Ball noch nicht.“

Rückblick. Am vergangenen Donnerstag verletzte sich der 21-jährige Nordire, ausgeliehen von West Ham United aus der englischen Premier League, auf kuriose Art. Er sei gegen eine Steckpuppe gerannt, die man etwa zur Bildung einer Mauer in den Rasen sticht, erläuterte Rösler. Mit so viel Energie und Wucht, „dass sie umgefallen ist“, erklärte der 57-Jährige den Unfall. „Im Nachholschritt ist er gegen die spitzen Kanten gekommen und hat sich am Zeh verletzt.“ Der wurde quasi aufgeschlitzt. „Es war eine ganz unglückliche Situation, das habe ich in meinen Jahren so noch nicht erlebt.“ 

Marshall trifft und feiert mit blutigen Socken
Der Fuß war dick geschwollen, Marshall aber biss sprichwörtlich auf die Zähne. Lange vor dem Anpfiff testete er, ob er spielen kann gegen Kaiserslautern, gab dann sein Okay. Auch dank starker Schmerzmittel. Nach 58 Minuten wechselte ihn Rösler ein. Marshall rudelte nach dem Schubser gegen Olsen giftig mit, vollstreckte kurz darauf mit Wucht und Willen zum 2:2. Nach dem Abpfiff sah man ihn auf blutigen Socken feiern.

Kein Wunder, dass Marshall am Dienstag noch individuell arbeitete. Doch der Angreifer, den sie in Bochum so gerne über das Leihende im Sommer hinaus halten würden, weil er zu Bochum und Rösler passt wie kaum ein Zweiter, lässt sich weiterhin nicht kleinkriegen. Im Zweifel will er auch in Berlin mit Schmerzmitteln angreifen. 

Das ist der Trainingsplan für Bochums Marshall
Am Dienstag sollte er sich morgens wie nachmittags auf dem Fahrrad fithalten. „Morgen läuft er. Callum wird die Sprints ohne Ball machen. Dann hoffen wir, dass er am Donnerstag und Freitag mit Ball voll einsteigen kann“, sagte Rösler. „Wegen dieser Mentalität haben wir ihn geholt.“

Mentalität, die zeigte das gesamte Team des VfL auch gegen Kaiserslautern, wie Rösler auch drei Tage später nochmal hervorhob. Zwei Beispiele: In Minute 85 wechselte Rösler gleich beide Außenverteidiger aus, die zu den besten Bochumern zählten. Maxi Wittek „hatte Krämpfe“, und der gefühlt dauersprintende Oliver Olsen „hat mehrmals angezeigt, dass er absolut fertig war“, erklärte der Trainer die Zwangswechsel. 

Rösler mahnt: „Wir haben noch nichts erreicht“
Es war ein Fight bis zum „Geht-Nicht-Mehr“ eben. Dank der totalen Energie habe man auch „das Spielglück“ erzwungen, sonst wäre der Schuss von Nataan Skyttä in der Nachspielzeit wohl reingegangen, meinte Rösler. „So ist Fußball: Es geht oft nur um ein paar Zentimeter. Wenn man die sich erarbeitet auf Strecke, wird man Erfolg haben.“

Und diesen Biss erwartet der Coach auch jetzt, nachdem seine Mannschaft nach dem 1:2 in Düsseldorf im Training wie im Spiel eine starke Reaktion gezeigt hatte. „Wir haben noch gar nichts erreicht, sind immer noch in Abstiegsgefahr, im Abstiegskampf“, mahnte Rösler. „Wir können uns nicht ausruhen, das sieht man an den anderen Ergebnissen“, fügte er etwa mit Blick auf das 2:1 von Fürth in Hannover an. 

Sechs Punkte beträgt der Vorsprung des VfL auf den Relegationsrang, sieben auf einen Abstiegsplatz. Gegen die Hertha, gegen die Röslers VfL-Zeit beim 3:2 im Hinspiel mit einer ähnlichen Willensleistung wie nun gegen Lautern begonnen hatte, soll ein weiterer Schritt gelingen. „Ich habe den Jungs gesagt: Wir hatten eine gute Energie letzte Woche beim Training. Wir müssen das Gleiche wieder diese Woche abliefern, vom ersten Tag an und dann im Spiel bei Hertha.“ 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Zitieren
#2
12.000 Fans waren beim letzten Auftritt des VfL Bochum bei der Hertha, als Schlotterbeck Geschichte schrieb. Fanklub lädt zum Treffpunkt ein. 

Es war ein emotionaler Moment der größtmöglichen Gegensätze im Berliner Olympiastadion. Hier ekstatischer Jubel. Dort tiefer Frust. Keven Schlotterbeck erzielte in der vierten Minute der Nachspielzeit das 1:1 für den VfL Bochum bei Hertha BSC an diesem historischen 20. Mai 2023. Der Abstieg der Berliner aus der Bundesliga war am vorletzten Spieltag besiegelt. Die Hertha-Fans reagierten geschockt, entsetzt, wütend. Die VfL-Anhänger indes feierten euphorisch einen wichtigen Punkt. Eine Woche später machte Bochum mit dem 3:0-Heimsieg gegen Leverkusen den Klassenerhalt perfekt. 

Erstmals treffen die beiden Traditionsteams an diesem Samstag zur Primetime um 20.30 Uhr (Sky und RTL) erneut in Berlin aufeinander. Hertha hängt seit dem Schlotterbeck-Knockout in der 2. Liga fest, Bochum gesellte sich erst in dieser Saison wieder dazu. Das Hinspiel gewann der VfL beim Debüt von Trainer Uwe Rösler nach einem intensiven Krimi mit 3:2. 

Von der Brisanz vom Mai 2023 ist die Partie weit entfernt. Hertha hat als Sechster mit acht Punkten Rückstand auf Rang drei nur noch geringe Aufstiegschancen. Bochum steckt zwar noch im Abstiegskampf, hat aber als Neunter sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. 

Bochum im Mai 2023: „Alle für Stadt und Verein“
„Alle für Stadt und Verein“ hieß das Motto der VfL-Fans vor knapp drei Jahren. 12.000 Anhänger rasteten im sonnigen Olympiastadion am Ende aus, ein Bundesliga-Auswärtsfahrer-Rekord für den Revierklub. Auch diesmal werden sich viele VfL-Fans auf den Weg in die Hauptstadt machen, auch wenn die Zahlen von damals bei weitem nicht erreicht werden. Gut 5200 Gästetickets waren bis zum Mittwochmittag verkauft, teilte der Klub mit. Angesichts der Situation eine stattliche Zahl. Mehr Auswärts-Fans zählte der VfL in dieser Saison nur auf Schalke (6.400) und zuletzt in Düsseldorf (10.000).

Fanklub „Bochumer Botschaft“ schippert über die Spree zum Olympiastadion
Etliche Fanklubs nutzen die gute Anstoßzeit an einem Samstagabend zu einem längeren Wochenende. Und auch vor Ort behält die „Berliner Botschaft“ ihre gute Tradition bei, teilte der VfL-Bochum-Fanklub aus der Hauptstadt mit: Es gibt wieder eine Bootsfahrt auf der Spree zum Spiel. Die Tour startet um 15 Uhr am „Märkischen Ufer“ in Berlin-Mitte und endet um 17.30 Uhr am „Tegeler Weg“ in Berlin-Charlottenburg. Die gemeinsame Weiterreise bis zum Olympiastadion erfolge mit der S-Bahn.

Die Bootstour ist mit 250 VfL-Fans von der Bochumer Botschaft (180 Mitglieder) und anderen VfL-Fangruppen ausgebucht. „Mitfahrgelegenheiten auf dem Schiff bestehen nicht mehr“, schreibt daher die Berliner Botschaft. „Allerdings freuen wir uns über alle VfLer, die uns am Ufer der Spree begrüßen oder am Tegeler Weg zu uns stoßen.“ 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Zitieren
#3
   
.
„Brauchen volle Energie“
.
Das nächste Flutlichtspiel am Samstagabend (14. März, Anstoß: 20:30 Uhr). Für den VfL Bochum 1848 geht es die Bundeshauptstadt, die Blau-Weißen gastieren bei Hertha BSC. VfL-Cheftrainer Uwe Rösler beantwortete vorab auf der obligatorischen Pressekonferenz die Fragen der anwesenden Journalisten. 
.
VfL-Cheftrainer Uwe Rösler über…
.
…die Personalsituation: „Mats Pannewig fehlt Gelb-gesperrt. Gerrit Holtmann wird sein Pensum weiter erhöhen und könnte nächste Woche wieder dabei sein, sofern alles nach Plan läuft. Marcel Sobottka steht aufgrund von muskulären Problemen nicht zur Verfügung. Ansonsten sind alle Spieler einsatzbereit.“ 
.
…den zuletzt angeschlagenen Callum Marshall: „Callum hat in dieser Woche individuell trainiert, hauptsächlich läuferische Einheiten gemacht. Er wird im Kader sein. Wie sehr ihn das beeinträchtigt, ist noch nicht abzusehen. Gegen Kaiserslautern hat er gezeigt, dass es dennoch sehr gut ging. Callum ist ein Mentalitätsspieler, der alles auf dem Platz lässt und volle Energie mitbringt. Genau das brauchen wir in Berlin.“
.
…den Gegner: „Wenn man sich mit Hertha BSC beschäftigt, sieht man sehr, sehr schnell, dass sie eine hohe Qualität haben. Sie haben sehr gute Abläufe, speziell auf den Außenbahnen. Sie haben auch eine sehr gute Mischung in der Mannschaft – bestehend aus Zockern, athletischen Spielern und Unterschiedsspielern. In der Breite und auch in der Spitze gehören sie zu den absoluten Top-Teams der Liga. Im Umschaltspiel ist Hertha die beste Mannschaft der Liga.“ 

…die Marschroute für das Spiel: „Wir müssen unnötige Ballverluste vermeiden und unsere Chancen nutzen. Wir dürfen nicht passiv werden – so wie in Düsseldorf. Wir wollen an der vergangenen Woche anknüpfen, dynamisch spielen und die Herthaner attackieren. Um in Berlin zu gewinnen, braucht es Tore. Es geht eher nicht 0:0 aus. Für beide Seiten sind Tore möglich. Wir müssen hart dafür arbeiten, dass wir mindestens ein Tor mehr schießen. Dafür geben wir alles.“

…die Bilanz der 17 VfL-Ligaspiele in seiner Amtszeit: „Wir haben in 17 Spielen 29 Punkte geholt. Das ist schonmal nicht schlecht, wenn man sieht, wo wir hergekommen sind. Was geblieben ist, ist der Kampf gegen den Abstieg. Das sieht man Woche für Woche. Wir verlassen uns nicht gerne auf andere, haben das Schicksal lieber in der eigenen Hand. Das ist ein gutes Gefühl, das spürt die Mannschaft auch. Heute hat die Mannschaft wieder sehr spritzig und aufmerksam trainiert. Wir freuen uns alle auf das Spiel und auf die Möglichkeit, im Berliner Olympiastadion Punkte zu holen. Es wird sehr, sehr schwer. Wir brauchen aber weiterhin Punkte, wir befinden uns mitten im Abstiegskampf.“
.
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Zitieren
#4
Lange Zeit war Hertha BSC gegen den VfL Bochum in Führung gelegen, doch am Ende stand dennoch ein Remis. In der Nachspielzeit gelang einem Gäste-Joker das erste Profitor. 

Beim 2:1 in Münster hatte Hertha den zweiten Sieg in Folge eingefahren, zugleich aber Reese aufgrund seiner 5. Gelbe Karte für das nächste Spiel verloren. Am Samstagabend wäre der Kapitän eigentlich von Winkler ersetzt worden, doch auch dieser musste wegen Magen-Darm-Beschwerden passen. So rückte Dudziak in die Startelf, während die zuletzt verletzten Demme und Krattenmacher (beide Bank) ihr Kadercomeback feierten 

Auch VfL-Coach Uwe Rösler wäre wohl ohne personelle Veränderung ausgekommen, hätte Torschütze Pannewig in der Vorwoche (3:2 gegen Kaiserslautern) nicht ebenfalls seine 5. Gelbe Karte gesehen. Den Mittelfeldmann ersetzte Lenz positionsgetreu. 

Verhaltener Beginn - Brekalo schlenzt drüber
Es war ein gemächlicher Start im Olympiastadion, wo die Gäste die Hausherren zumindest früh unter Druck setzten. Zu nennenswerten Ballgewinnen oder Offensivaktionen führte das Bochumer Pressing allerdings nicht, sodass Hertha-Keeper und VfL-Eigengewächs Ernst lange Zeit wenig zu tun hatte. 

Mit zunehmender Spieldauer kam schließlich das Team von Stefan Leitl zu mehr Kontrolle, agierte im letzten Drittel aber ebenfalls harmlos. Die beste Möglichkeit bot sich in der 25. Minute, als Brekalo aus guter Position über das Gehäuse schlenzte. 

Kownacki belohnt Hertha vor der Pause
Nachdem Hertha es lange Zeit erfolglos über die rechte Außenbahn probiert hatte, erzwang Karbownik durch eine Einzelaktion eine aussichtsreiche Chance für Kownacki. Seinen ersten Schuss setzte der Pole, der an diesem Abend seinen 29. Geburtstag feierte, aber deutlich drüber (31.). 

Besser lief es für den Jubilar knapp eine Viertelstunde später: Am linken Strafraumeck kam der Stürmer vor Loosli an den Ball, sodass dieser einen Foulelfmeter verursachte. Kownacki selbst übernahm die Verantwortung, verlud Horn und traf zur verdienten 1:0-Pausenführung für Hertha BSC (45.). 

Zwei VfL-Wechsel zur Pause - Bittere Verwarnung für Cuisance
Ohne Elfmeter-Verursacher Loosli sowie den vorbelasteten Olsen, die für Vogt und Morgalla weichen mussten, kamen die Bochumer aus der Kabine. Nahezu deckungsgleich zum ersten Durchgang blieben Gefahrensituationen in der Folge Mangelware. Der VfL trat indes vergleichsweise etwas aktiver und gefestigter auf. 

Zahlreiche kleine Unterbrechungen bremsten den Spielfluss - eine davon ging mit einer kuriosen Verwarnung einher. Da Schiedsrichter Michael Bacher einen Freistoß noch nicht freigegeben hatte, resultierte Cuisances schnelle Ausführung in seiner 5. Gelben Karte. Er fehlt damit am nächsten Wochenende in Düsseldorf. 

Morgalla schockt Hertha in der Nachspielzeit
Mit dem Ziel, die dritte Niederlage unter Rösler zu verhindern, intensivierten die Gäste zwischenzeitlich ihre Offensivbemühungen. Im unmittelbaren Anschluss an einen abgefälschten Distanzschuss von Onyeka (73.) köpfte Hofmann bei einer Wittek-Ecke allerdings knapp am langen Eck vorbei. 

Nachdem sich die Berliner der Vorentscheidung über den eingewechselten Krattenmacher angenähert hatten (78.), sorgte ein Joker auf der Gegenseite für den bitteren Schlusspunkt aus Hertha-Sicht: Nach einer Ecke traf Morgalla aus kurzer Distanz in die Maschen - und mitten ins Berliner Herz (90.+1). Für den 21-Jährigen war es der erste Treffer auf Profiebene. 

Sowohl die Berliner, die insgesamt mehr vom Spiel hatten, als auch die bis zum Schluss kämpfenden Bochumer sind am nächsten Wochenende erst am Sonntag (je 13.30 Uhr) wieder im Einsatz. Während Hertha in Düsseldorf zu Gast ist, empfängt Bochum das Kellerkind aus Kiel. 

Quelle: Kicker.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste