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VfL lässt Ruhrstadion explodieren
#1
Der VfL Bochum ringt Kaiserslautern nieder, das Ruhrstadion tobt vor Freude. Trainer Uwe Rösler und Torwart Timo Horn ordnen den Support ein. 

Minutenlang wollte einfach keiner gehen an diesem späten Samstagabend. Trainer Uwe Rösler zelebrierte in der zweiten Reihe schon seinen ersten Tanz vor und mit den tosenden Fans im Ruhrstadion zelebriert, als sich die Mannschaft hinhockte, dann in die Höhe hüpfte, ausgiebig feierte vor der Ostkurve. Eine lange Ehrenrunde durchs ganze Stadion ließen die Spieler des VfL Bochum folgen, ehe der eine oder andere ein kühles Fiege genoss in der Kabine. 

Welch ein irrer Ritt gegen Kaiserslautern. 1:0, 1:2, 3:2. Der VfL Bochum rang die nur auf Konter lauernden Pfälzer nieder und landete einen „Befreiungsschlag“, wie Torwart Timo Horn hinterher meinte. Nach drei Remis und der ernüchternden Pleite in Düsseldorf zeigten die personell auf fünf Positionen veränderten Bochumer eine kämpferisch einwandfreie Leistung, ließen das Stadion mit einem Doppelschlag binnen drei Minuten von Joker Callum Marshall und Heimtor-Premieren-Schütze Mats Pannewig explodieren. Vorausgegangen war eine Rudelbildung, die dem VfL half. Und das Stadion wiedererweckte. 

Wie der VfL Bochum die Fans auf seine Seite zieht
„Die Mannschaft, das Trainerteam, ich, wir waren alle selbstkritisch, haben uns nicht versteckt“, sagte Uwe Rösler rückblickend auf das 1:2 in Düsseldorf, als Biss und Aggressivität fehlten. Der Druck, er war da. „Wir wussten, dass die Zuschauer ins Stadion kommen und abwarten, wie wir reagieren“, erklärte der Coach. Nämlich ob sein Team Intensität und Einsatz zeigt, den „Bochum-Fußball“.

Das gelang von Beginn an, auch wenn nicht jeder Pass seinen Adressaten fand. „Wir haben es schnell geschafft, die Fans hinter uns zu bringen“, so Rösler. „Auch nach dem 1:2 standen sie hinter uns, weil sie gesehen haben, dass wir alles gegeben haben. Ohne die Zuschauer hätten wir es nicht geschafft.“ Gemeinsam habe man die Energie gefunden, die Partie nach dem Rückstand nochmal zu kippen. 

Horn: Pusht uns nach vorne
Auch Torwart Timo Horn lobte einmal mehr die Anhänger. Dass die Fans die Profis schon in Düsseldorf „nach einem schwachen Spiel“ aufgebaut hatten, „war nicht selbstverständlich. Daran haben sie heute nahtlos angeknüpft“, sagte Horn. „Das beeindruckt auch die Gegner und pusht uns nach vorne. Nur nach dem 1:2 wurde es mal kurz bisschen unruhig, dann ging es wieder los“, erklärte der Keeper.

Dabei heizte die Rudelbildung die Stimmung wieder an, und „spätestens nach dem 2:2 hatte ich das Gefühl, dass wir das Ding komplett auf unsere Seite ziehen können“, sagte Horn. „Da waren die Fans wieder ein entscheidender Teil von.“ Bochum sprang damit auf Rang neun, reist gestärkt zu Hertha BSC am kommenden Samstag. Der Klassenerhalt rückt mit 32 Punkten neun Spieltage vor Schluss nahe. Horn: „Ich denke, dass wir gefestigt sind, unsere Punkte zu holen.“ 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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