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Neue U-21-Liga: DFL führt zusätzlichen Wettbewerb ein
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Auf der DFL-Mitgliederversammlung am Dienstag haben sich die 36 Profi-Klubs der Bundesliga und 2. Liga auf die Gründung einer eigenen U-21-Liga geeinigt. Diese soll schon zur kommenden Saison eingeführt werden. 

Die Premier League dient bereits seit Jahren als Vorbild, Jürgen Klopp fordert schon länger die Einführung in Deutschland - und nun haben die 36 Profi-Klubs der Bundesliga und 2. Liga wie erwartet tatsächlich den Weg frei gemacht für die Gründung einer eigenen U-21-Liga. 

Auf der DFL-Mitgliederversammlung am Dienstag stimmten die Klubs ohne Gegenstimme für die Einführung einer U-21-Liga ab der Saison 2026/27. Ziel ist es, jungen Talenten mehr Zeit für die Entwicklung zu ermöglichen und dem Nachwuchs den Übergang in den Profi-Bereich zu erleichtern. 

"Ich bin absolut davon überzeugt, dass uns eine eigene U-21-Liga helfen würde", hatte Klopp im Oktober 2025 im kicker-Interview betont, der solch ein System aus seiner Zeit als Cheftrainer beim FC Liverpool kennt. In der Premier League gibt es bereits seit 2012 in unterschiedlichen Formaten eine eigene Nachwuchsliga - die Premier League 2. Seit 2022 treten dort die U-21-Teams der englischen Profi-Klubs gegeneinander an. 

Klopp Teil einer Expertengruppe
Klopp gehörte gemeinsam mit Markus Krösche (Eintracht Frankfurt), Andreas Bornemann (FC St. Pauli), Jochen Sauer (FC Bayern), Joti Chatzialexiou (1. FC Nürnberg), Andreas Rettig (DFB), 2014er-Weltmeister Sami Khedira und DFL-Geschäftsführer Dr. Marc Lenz einer Expertengruppe an, die über das Thema auch für die Bundesliga und 2. Liga sowie über weitere Entwicklungsschwerpunkte für den deutschen Profi-Fußball beraten sollte. 

Mit dem grünen Licht für die U-21-Liga folgt die DFL-Mitgliederversammlung nun "einer in der Expertengruppe ausgearbeiteten und eng mit den DFL-Kommissionen abgestimmten Empfehlung, die auch vom Präsidium des DFL e.V. einstimmig befürwortet wurde", wie es in einer Pressemitteilung heißt. 

"Eine Top-Nachwuchsentwicklung ist ein wichtiger Faktor für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Bundesligen", wird DFL-Geschäftsführer Lenz in der Mitteilung zitiert. "Allerdings sind die Ergebnisse im Nachwuchs- und Übergangsbereich in den vergangenen Jahren nicht ausreichend. Unzureichende Spielzeit für Talente ist einer der durch Experten und Kommissionen identifizierten Gründe." Mit dem neuen Wettbewerb sollen Talente mehr Einsatzzeit auf Wettbewerbsniveau bekommen können, wodurch ihre Ausbildungszeit verlängert wird. 

Teilnahme an der U-21-Liga ist freiwillig
Die Teilnahme an der neuen U-21-Liga ist für die 36 Profi-Klubs der Bundesliga und 2. Liga freiwillig und soll das bestehende Ligensystem ergänzen, "ohne dass zweite Mannschaften ausgegliedert werden". Bereits bestehende U-21-Teams werden also auch weiterhin in ihren "regulären" Ligen antreten. 

Die Altersuntergrenze soll bei 16, die -obergrenze bei 21 Jahren liegen. Auch bis zu vier ältere Spieler sollen eingesetzt werden können, "um sowohl junge Talente gezielt zu fördern als auch beispielsweise verletzten Spielern nach längeren Pausen die Rückkehr in den Spielbetrieb zu erleichtern". 

Partien der Nachwuchs-Liga vorerst ohne Fans
Planmäßig soll in zwei Saisonhälften mit jeweils drei bis sechs Spielen pro Mannschaft gespielt werden, in zwei eigenständigen Serien im Liga-Modus, für die die Klubs ihre Teams jeweils anmelden müssen. Die DFL verspricht dabei "ein hohes Maß an Flexibilität" beispielsweise bei der Terminierung der Spiele oder der Kaderbenennung. 

Fans werden bei den Partien nicht zugelassen, um den organisatorischen Aufwand sowie finanzielle Belastungen möglichst gering zu halten. Offen ist aktuell noch, ob das Finalturnier im Sommer 2027 womöglich mit Zuschauern stattfinden kann sowie ob und wo die Partien im TV oder Stream übertragen werden. 

Quelle: Kicker.de
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