02-27-2026, 04:50 PM
Der Video-Assistent bekommt mehr Befugnisse. Das bedeutet eine Abkehr von den Versprechungen bei der Einführung des "Hilfsmittels" - die Maschine übernimmt weiter.
Zwei Änderungen zum Vorgehen des Video-Assistenten stehen auf der Tagesordnung bei der Generalversammlung des Regelgremiums IFAB, das die Regeln im Fußball bestimmt. Ab Sommer soll der Video-Assistent Eckbälle und zweite Gelbe Karten, die zu einem Platzverweis führen, auf ihre Korrektheit überprüfen und Fehler melden.
Die Argumentation klingt logisch, Eckbälle und Gelb-Rote Karten können großen Einfluss auf den Ausgang eines Spiels haben. Doch die Änderungen sind ein kompletter Bruch mit der eigentlichen Idee des Video-Assistenten.
Das Versprechen war: ein Hilfsmittel bei "klaren und offensichtlichen Fehlern"
Zur Erinnerung: Bei seiner Einführung 2017 sollte der Video-Assistent nur ganz selten bei sogenannten "spielentscheidenden Situationen" und "klaren, offensichtlichen Fehlern" als "Hilfsmittel" eingreifen dürfen, um bei Toren, Strafstößen und Roten Karten die allerschlimmsten Fehler zu verhindern. Das war das Versprechen. Die neuen Eingriffsmöglichkeiten für den Video-Assistenten bei Eckbällen und Gelb-Roten Karte bedeuten die Abkehr von diesem Versprechen.
Der Verlauf der Diskussion in den kommenden Jahren ist vorhersehbar: Eckbälle gehören bald in die Zuständigkeit des Video-Assistenten. Aber können nicht auch Einwürfe eine "spielentscheidende Situation" sein? Und wenn man ab Sommer die zweite Gelbe Karten prüft - warum dann nicht auch die erste? Die macht doch schließlich die Hälfte des Platzverweises aus, der eine "spielentscheidende Situation" ist.
Die Zukunft: der "Field Assistant Referee"
Der Weg ist klar: In Zukunft wird fast alles eine "spielentscheidende Situation" sein und damit Sache des sogenannten Video-Assistenten. Die Sitzung des IFAB in Wales am Samstag wird weitreichende Folgen haben: Der wahre Assistent steht in Zukunft auf dem Platz. Der Field Assistant Referee (FAR) sozusagen, wird in zahlreichen Situationen zum menschlichen Verkündungsorgan des Video-Assistenten.
Vorangetrieben vom Weltverband FIFA wird die Technik immer mehr Teile des Schirijobs übernehmen. Dem Menschen auf dem Platz bleibt wohl nur noch die Moderation zwischen den Spielern. "Hohe Eingriffsschwelle"? "Spielentscheidende Situationen"? Solche Begriffe klingen schon heute nach einer antiquierten Fachsimpelei aus den 10er-Jahren, als Abseitslinien noch ohne KI-Erkennung von Menschenhand mit der Maus im Kölner Keller angelegt wurden - die gute, alte Zeit
Acht Fußballfunktionäre - vier von der FIFA und vier von den britischen Verbänden - werden am Samstag in Hensol Castle, einem Schloss in Wales, die Änderungen beschließen. Für den Fußball ist das definitiv eine "spielentscheidende Situation".
Quelle: Sportschau.de
Zwei Änderungen zum Vorgehen des Video-Assistenten stehen auf der Tagesordnung bei der Generalversammlung des Regelgremiums IFAB, das die Regeln im Fußball bestimmt. Ab Sommer soll der Video-Assistent Eckbälle und zweite Gelbe Karten, die zu einem Platzverweis führen, auf ihre Korrektheit überprüfen und Fehler melden.
Die Argumentation klingt logisch, Eckbälle und Gelb-Rote Karten können großen Einfluss auf den Ausgang eines Spiels haben. Doch die Änderungen sind ein kompletter Bruch mit der eigentlichen Idee des Video-Assistenten.
Das Versprechen war: ein Hilfsmittel bei "klaren und offensichtlichen Fehlern"
Zur Erinnerung: Bei seiner Einführung 2017 sollte der Video-Assistent nur ganz selten bei sogenannten "spielentscheidenden Situationen" und "klaren, offensichtlichen Fehlern" als "Hilfsmittel" eingreifen dürfen, um bei Toren, Strafstößen und Roten Karten die allerschlimmsten Fehler zu verhindern. Das war das Versprechen. Die neuen Eingriffsmöglichkeiten für den Video-Assistenten bei Eckbällen und Gelb-Roten Karte bedeuten die Abkehr von diesem Versprechen.
Der Verlauf der Diskussion in den kommenden Jahren ist vorhersehbar: Eckbälle gehören bald in die Zuständigkeit des Video-Assistenten. Aber können nicht auch Einwürfe eine "spielentscheidende Situation" sein? Und wenn man ab Sommer die zweite Gelbe Karten prüft - warum dann nicht auch die erste? Die macht doch schließlich die Hälfte des Platzverweises aus, der eine "spielentscheidende Situation" ist.
Die Zukunft: der "Field Assistant Referee"
Der Weg ist klar: In Zukunft wird fast alles eine "spielentscheidende Situation" sein und damit Sache des sogenannten Video-Assistenten. Die Sitzung des IFAB in Wales am Samstag wird weitreichende Folgen haben: Der wahre Assistent steht in Zukunft auf dem Platz. Der Field Assistant Referee (FAR) sozusagen, wird in zahlreichen Situationen zum menschlichen Verkündungsorgan des Video-Assistenten.
Vorangetrieben vom Weltverband FIFA wird die Technik immer mehr Teile des Schirijobs übernehmen. Dem Menschen auf dem Platz bleibt wohl nur noch die Moderation zwischen den Spielern. "Hohe Eingriffsschwelle"? "Spielentscheidende Situationen"? Solche Begriffe klingen schon heute nach einer antiquierten Fachsimpelei aus den 10er-Jahren, als Abseitslinien noch ohne KI-Erkennung von Menschenhand mit der Maus im Kölner Keller angelegt wurden - die gute, alte Zeit
Acht Fußballfunktionäre - vier von der FIFA und vier von den britischen Verbänden - werden am Samstag in Hensol Castle, einem Schloss in Wales, die Änderungen beschließen. Für den Fußball ist das definitiv eine "spielentscheidende Situation".
Quelle: Sportschau.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
