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Warum Oliver Olsen den Unterschied machen kann
#1
Oliver Olsen steht vor seinem Heimdebüt. Eine Qualität des Rechtsverteidigers könnte Bochum gegen Paderborn helfen: seine Stärken und Schwächen. 

Oliver Olsen war der vielleicht größte Gewinner nach einem Spiel ohne Sieger in Münster. Der Neuzugang des VfL Bochum feierte nur vier Tage nach seiner Verpflichtung beim 1:1 gleich sein VfL-Debüt. Von einem „guten Gefühl, in Bochum zu sein“, sprach der 25-Jährige hinterher strahlend. Auch wenn seine Laune ein wenig getrübt wurde durch seine zwei verpassten Chancen per Kopf und nach einem Konter in der Schlussphase, als sein Schuss geblockt wurde. 

Dennoch zeigte Olsen mit dieser Torgefahr gleich, warum er unter anderem geholt wurde. Mit seiner Konterstärke kann er vor allem in der Schlussphase eines Spiels entscheidend sein, so ein Ergebnis der Datenanalyse von „F30 football insights“. Entsprechend zufrieden zeigte sich Trainer Uwe Rösler mit dem Dänen, zumal er „noch nicht einmal im Matchmodus“ war, wie Rösler meinte. 

Olsen beerbt Passlack und greift an
Oliver Olsen, geholt vom dänischen Erstligisten Randers FC, unterschrieb beim VfL einen Vertrag bis zum Sommer 2030. Er ersetzt zum einen Felix Passlack, der nun für Hibernian Edinburgh in Schottland spielt. Dabei soll er Stammverteidiger Leandro Morgalla schon jetzt Druck machen, zumal der 21-Jährige nach seinem Leihende wohl nicht zu halten sein wird. Zum anderen soll Olsen zum Stammspieler aufgebaut werden und spätestens kommende Saison eine führende Rolle einnehmen als Rechtsverteidiger. Von einem Wintertransfer als „Vorgriff auf den Sommer“ spricht man daher in Bochum.

Schwächen in der Defensive: viel Leidenschaft, wenig Effizienz
Die Datenanalyse bestätigt, dass Olsen als moderner Außenverteidiger mit viel Dynamik ins Profil des VfL passt. Intensität, Geschwindigkeit, Vorwärtsdenken sind Rösler wichtig. Tempo, Tackling, Konterspiel und Abschluss zählen zu Olsens größten Stärken. 

Seine Zweikampfintensität mit mehr als acht Defensivaktionen war in den vergangenen zwei Jahren in der dänischen Superliga herausragend. Allerdings hat Olsen, ähnlich wie Passlack, auch Defizite in der Arbeit gegen den Ball. Er verliert zu viele Duelle, seine Zweikampf-Effizienz ist unterdurchschnittlich, sowohl am Boden als auch in der Luft – trotz seiner 1,90 Meter Körpergröße. 

Zudem hat er Schwächen bei der Ballannahme und im Pass-Spiel unter Gegnerdruck. Olsen lässt sich im dänischen Ligavergleich recht oft den Ball abnehmen. Teilweise kann er diese Schwächen aber laut Datenanalyse mit seiner Einsatzbereitschaft und Intensität wettmachen. 

Oliver Olsen: Seine Stärken liegen in der Offensive
Olsen spielte bisher nur außen in der Viererkette, der bevorzugten Formation von Uwe Rösler in Bochum. Er kann aber dank seiner Anlagen auch als rechter Schienenspieler agieren. Olsen agiert mutig, positioniert sich im Spielaufbau im Mittel- oder sogar Angriffsdrittel. Dabei spielt er viele vertikale Bälle, weshalb die Passquote nur bei bescheidenen 75 Prozent liegt. Dennoch: Olsens Stärken liegen in der Offensive.

So sorgt er mit Dribblings für Raumgewinn, gewinnt viele Zweikämpfe im eins gegen eins, zieht mit seiner Topspeed konsequent die Linie durch, legt Bälle in den Rückraum ab, kreiert so Chancen. Zudem rückt er vor allem bei Umschaltmomenten gerne selbst in den Strafraum ein und sucht den Abschluss, häufig per Kopf. Dagegen schlägt er nur recht wenige und oft zu unpräzise Flanken (im Schnitt 1,5 pro 90 Minuten). 

Morgalla ist wieder fit fürs Spiel gegen Paderborn
Rösler kennt Olsen aus seiner Zeit als Trainer bei Aarhus GF, lobte seine Entwicklung, die aber längst nicht abgeschlossen sei. Die 2. Liga dürfte Olsens Spiel entgegenkommen.

Beim Heimspiel gegen den SC Paderborn am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) ist allerdings noch nicht mit einer Wachablösung zu rechnen. Leandro Morgalla, der in Münster nach einem Schlag in der Achillessehne nach 60 Minuten Platz machen musste für Olsen, ist wieder fit. Seine Formkurve ging zuletzt wieder nach oben, Morgalla dürfte auch gegen den Tabellendritten erste Wahl sein. 

Doch Rösler ließ bereits durchblicken, dass er gegen einen aus seiner Sicht konteranfälligen SCP auf Umschaltmomente setzt. Als Joker könnte Oliver Olsen dann in der Schlussphase tatsächlich den Unterschied machen. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
Ich sehe Leo in der Startelf
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