02-04-2026, 05:18 PM
Oliver Olsen stieß am Deadline Day zum VfL Bochum. Der Zweitligist hat einen klaren Plan mit dem dänischen Rechtsverteidiger.
Die ganz große Geschäftigkeit herrschte am Montag an der Castroper Straße nicht, vielmehr ging alles nahezu seinen gewohnten Gang. Hier eine regenerative Trainingseinheit, dort ein relativ früher Feierabend für Trainer Uwe Rösler. Die Hektik des Deadline-Days hatte die Verantwortlichen des VfL Bochum nicht eingenommen. Es ist oft ein Zeichen dafür, dass diejenigen, die für Transfers zuständig sind, im Vorfeld wichtige Aufgaben bereits erledigt haben.
So war es auch beim Kompetenzteam um die Direktoren Markus Brunnschneider, Simon Zoller und Jonas Schlevogt, sodass am letzten Tag der Wintertransferphase nur noch die Formalia zu klären waren. Felix Passlack reiste schon am Sonntag in seine neue sportliche Heimat nach Edinburgh, und auch Oliver Olsen erreichte seinen neuen Klub früh genug, sodass der Rechtsverteidiger-Austausch in Ruhe über die Bühne gehen konnte.
Olsen soll Morgalla herausfordern
Mit dem 25-jährigen Däne hat der VfL Bochum am Dienstag seinen fünften Neuzugang im Winter präsentiert und konnte Passlack somit endlich die Freigabe für eine neue Herausforderung in Schottland bei Hibernian FC erteilen. Nach Informationen dieser Redaktion investierte der VfL die geringe sechsstellige Ablösesumme in den Transfer von Olsen, der ein halbes Jahr vor seinem Vertragsende beim dänischen Erstligisten Randers FC kostengünstig nach Bochum kommt, bis 2023 unterschrieb und als Vorgriff auf den Sommer gilt. Der 1,90 Meter große Rechtsverteidiger soll allerdings schon in der Rückrunde Leandro Morgalla herausfordern und möglicherweise sogar dessen Stammplatz übernehmen.
Spätestens in der nächsten Saison soll Olsen allerdings Stammspieler sein. Die Verantwortlichen, von denen Brunnschneider auch an diesem Transfer einen großen Anteil hat, sind überzeugt davon, dass er mit seinen 25 Jahren noch immer großes Entwicklungspotenzial hat. Diese Einschätzung teilt auch Rösler, der Olsen noch aus seiner Zeit in Dänemark bei Aarhus GF kennt. „Die Spieler dort sind hervorragend gecoacht und entwickelt, er hat sich bei Randers FC durchgesetzt. Gerade durch seine Größe und physischen Eigenschaften kann er sehr wichtig sein für uns in der Zweiten Liga“, schwärmte der Trainer vom Transfer.
Olsen passt beim VfL ins Profil
Olsen gilt als dynamisch, schnell und aggressiv – jene Attribute, die Rösler von seinen Spielern in jedem Training und vor allem jedem Spiel einfordert. Durch seine Verletzungen sei er zwar ein Spätstarter, Olsen habe sich in den letzten Jahren aber stark verbessert. „Da ist noch viel Potenzial“, sagte Rösler. „Die Zweite Liga ist gut für ihn, weil er hier die Räume hat.“ Diese nutzt er gern auch für Tiefenläufe, sodass sich die Bochumer durch ihn auch durchaus Torgefahr erhoffen, wenn Maximilian Wittek einer seiner immer besser werdenden Flanken schlägt. Bei Standards kann er mit seiner Größe ohnehin vorn und hinten eine wichtige Rolle spielen.
Vom Spielstil her ähnelt Olsen etwas Morgalla, der allerdings den Verein im Sommer ziemlich sicher verlassen wird. Die Kaufoption, die der VfL hat, gilt nur bei einem möglichen Aufstieg. Danach sieht es aktuell nicht aus. Möglicherweise wird Rösler auch aus diesem Grund schon in wenigen Wochen Olsen immer mehr Spielzeit geben, da er über den Sommer hinaus die Seite bespielen soll. Allerdings scheint die neue Konkurrenz Morgalla nach einer etwas schwächeren Saisonphase wieder zu beflügeln. Schon beim 2:0-Sieg im Derby gegen Schalke 04 überzeugte er wieder. „Ich war mit Leo zufrieden im letzten Spiel. Ich denke, das stachelt ihn auch ein wenig an“, sagte Rösler über die veränderte Konkurrenzsituation.
VfL will Top-Talent Koscierski weiter fördern
Neben Olsen steht zudem mit Kacper Koscierski ein Top-Talent aus den eigenen Reihen parat, das in den vergangenen Wochen und Monaten bei den Profis allerdings nur wenig Einsatzzeiten bekam. Das soll sich ebenfalls spätestens im Sommer ändern, wie Rösler nun offenbarte. „Wir haben ihm klar aufgezeigt, dass er ab Sommer Herausforderer ist. Bis dahin bekommt er Minuten.“ Dies sei in den ersten drei Partien der Rückrunde aufgrund der Spielsituationen nicht möglich gewesen, was den 18-Jährigen verständlicherweise etwas enttäuscht habe. Zudem soll Koscierski auch in der U21 weiter Spielpraxis sammeln, um sich an die höhere Intensität im Erwachsenenfußball und die klare Rolle als Rechtsverteidiger zu gewöhnen.
Unter der Woche trainiert Koscierski ohnehin seit Saisonbeginn bei den Profis. „Er lässt sich nicht hängen im Training, ist sehr professionell. Ich habe mit ihm und seinem Berater auch gesprochen“, sagte Rösler. „Ich glaube, bis jetzt habe ich auch immer eingehalten, was ich den Spielern gesagt und zum Teil versprochen habe. Das wird bei guter Professionalität und Trainingsleistungen auch mit Kacper so sein. Wir sind froh, dass wir Kacper haben.“
Morgalla, Olsen und Koscierski – der VfL Bochum scheint auf der rechten Seite mindestens für die Rückrunde bestens aufgestellt zu sein.
Quelle: WAZ.de
Die ganz große Geschäftigkeit herrschte am Montag an der Castroper Straße nicht, vielmehr ging alles nahezu seinen gewohnten Gang. Hier eine regenerative Trainingseinheit, dort ein relativ früher Feierabend für Trainer Uwe Rösler. Die Hektik des Deadline-Days hatte die Verantwortlichen des VfL Bochum nicht eingenommen. Es ist oft ein Zeichen dafür, dass diejenigen, die für Transfers zuständig sind, im Vorfeld wichtige Aufgaben bereits erledigt haben.
So war es auch beim Kompetenzteam um die Direktoren Markus Brunnschneider, Simon Zoller und Jonas Schlevogt, sodass am letzten Tag der Wintertransferphase nur noch die Formalia zu klären waren. Felix Passlack reiste schon am Sonntag in seine neue sportliche Heimat nach Edinburgh, und auch Oliver Olsen erreichte seinen neuen Klub früh genug, sodass der Rechtsverteidiger-Austausch in Ruhe über die Bühne gehen konnte.
Olsen soll Morgalla herausfordern
Mit dem 25-jährigen Däne hat der VfL Bochum am Dienstag seinen fünften Neuzugang im Winter präsentiert und konnte Passlack somit endlich die Freigabe für eine neue Herausforderung in Schottland bei Hibernian FC erteilen. Nach Informationen dieser Redaktion investierte der VfL die geringe sechsstellige Ablösesumme in den Transfer von Olsen, der ein halbes Jahr vor seinem Vertragsende beim dänischen Erstligisten Randers FC kostengünstig nach Bochum kommt, bis 2023 unterschrieb und als Vorgriff auf den Sommer gilt. Der 1,90 Meter große Rechtsverteidiger soll allerdings schon in der Rückrunde Leandro Morgalla herausfordern und möglicherweise sogar dessen Stammplatz übernehmen.
Spätestens in der nächsten Saison soll Olsen allerdings Stammspieler sein. Die Verantwortlichen, von denen Brunnschneider auch an diesem Transfer einen großen Anteil hat, sind überzeugt davon, dass er mit seinen 25 Jahren noch immer großes Entwicklungspotenzial hat. Diese Einschätzung teilt auch Rösler, der Olsen noch aus seiner Zeit in Dänemark bei Aarhus GF kennt. „Die Spieler dort sind hervorragend gecoacht und entwickelt, er hat sich bei Randers FC durchgesetzt. Gerade durch seine Größe und physischen Eigenschaften kann er sehr wichtig sein für uns in der Zweiten Liga“, schwärmte der Trainer vom Transfer.
Olsen passt beim VfL ins Profil
Olsen gilt als dynamisch, schnell und aggressiv – jene Attribute, die Rösler von seinen Spielern in jedem Training und vor allem jedem Spiel einfordert. Durch seine Verletzungen sei er zwar ein Spätstarter, Olsen habe sich in den letzten Jahren aber stark verbessert. „Da ist noch viel Potenzial“, sagte Rösler. „Die Zweite Liga ist gut für ihn, weil er hier die Räume hat.“ Diese nutzt er gern auch für Tiefenläufe, sodass sich die Bochumer durch ihn auch durchaus Torgefahr erhoffen, wenn Maximilian Wittek einer seiner immer besser werdenden Flanken schlägt. Bei Standards kann er mit seiner Größe ohnehin vorn und hinten eine wichtige Rolle spielen.
Vom Spielstil her ähnelt Olsen etwas Morgalla, der allerdings den Verein im Sommer ziemlich sicher verlassen wird. Die Kaufoption, die der VfL hat, gilt nur bei einem möglichen Aufstieg. Danach sieht es aktuell nicht aus. Möglicherweise wird Rösler auch aus diesem Grund schon in wenigen Wochen Olsen immer mehr Spielzeit geben, da er über den Sommer hinaus die Seite bespielen soll. Allerdings scheint die neue Konkurrenz Morgalla nach einer etwas schwächeren Saisonphase wieder zu beflügeln. Schon beim 2:0-Sieg im Derby gegen Schalke 04 überzeugte er wieder. „Ich war mit Leo zufrieden im letzten Spiel. Ich denke, das stachelt ihn auch ein wenig an“, sagte Rösler über die veränderte Konkurrenzsituation.
VfL will Top-Talent Koscierski weiter fördern
Neben Olsen steht zudem mit Kacper Koscierski ein Top-Talent aus den eigenen Reihen parat, das in den vergangenen Wochen und Monaten bei den Profis allerdings nur wenig Einsatzzeiten bekam. Das soll sich ebenfalls spätestens im Sommer ändern, wie Rösler nun offenbarte. „Wir haben ihm klar aufgezeigt, dass er ab Sommer Herausforderer ist. Bis dahin bekommt er Minuten.“ Dies sei in den ersten drei Partien der Rückrunde aufgrund der Spielsituationen nicht möglich gewesen, was den 18-Jährigen verständlicherweise etwas enttäuscht habe. Zudem soll Koscierski auch in der U21 weiter Spielpraxis sammeln, um sich an die höhere Intensität im Erwachsenenfußball und die klare Rolle als Rechtsverteidiger zu gewöhnen.
Unter der Woche trainiert Koscierski ohnehin seit Saisonbeginn bei den Profis. „Er lässt sich nicht hängen im Training, ist sehr professionell. Ich habe mit ihm und seinem Berater auch gesprochen“, sagte Rösler. „Ich glaube, bis jetzt habe ich auch immer eingehalten, was ich den Spielern gesagt und zum Teil versprochen habe. Das wird bei guter Professionalität und Trainingsleistungen auch mit Kacper so sein. Wir sind froh, dass wir Kacper haben.“
Morgalla, Olsen und Koscierski – der VfL Bochum scheint auf der rechten Seite mindestens für die Rückrunde bestens aufgestellt zu sein.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."