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Warum es so wichtig für den VfL ist, eine U21 zu haben
#1
Die U21 des VfL Bochum geht von einem Abstiegsplatz in die Regionalliga-Rückrunde. Das Team hat dennoch gezeigt, wie wichtig es ist. Ein Kommentar. 

Regionalliga, ein bisschen Wind auf den in die Jahre gekommenen Anlagen, eine eher überschaubare Anzahl an Zuschauern. Mittendrin: die U21 des VfL Bochum. Die Hinrunde war weniger ein lineares Lehrbuchkapitel, mehr eine Serie mit Cliffhangern – und genau deshalb so spannend. 

Zusammen mit seinem Trainerteam hat Trainer Heiko Butscher dem Team eine gute Idee mitgegeben. Das ist kein wildes „Hopp oder top“, sondern ein klarer Bauplan. Das aggressive Anlaufen ist - in der Regel - kompakt genug, um nicht übers Feld auseinanderzufallen. In Umschaltmomenten ist das Team bereit, konsequent durchzustarten. Wenn es mal nicht läuft, kippt es selten ins Chaos, sondern ins Arbeiten. 

Team wächst zusammen und beweist Kampfgeist in der Hinrunde
Das ist die vielleicht größte Tugend die dieses Team in der Hinrunde gezeigt hat: die Fähigkeit, sich in Partien hinein zu kämpfen. Standards? Im Laufe der Hinrunde verbessert. Restverteidigung? Meist solide. Spielkontrolle? Noch nicht durchgehend, aber immer öfter. Man spürt: Hier wächst etwas zusammen, das über die Tabelle hinaus Bedeutung hat.

Gelegentlich gab es Starthilfe von oben: Profis, die Minuten brauchten, Rhythmus suchten oder nach Verletzungen wieder Fuß fassen mussten. In der Regionalliga ist das ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bringt es Qualität, Ruhe am Ball, Körpersprache. Andererseits verlangt es vom Nachwuchskern des Teams Anpassungsfähigkeit: Rollen verschieben sich, Automatismen müssen improvisiert werden.

Bochum nutzt Profi-Erfahrung, muss aber Chancen besser verwerten
Die Bochumer haben daraus kein Identitätsproblem gemacht, sondern ein Lernprogramm. Wer neben einem Profi aufläuft, lernt die kleinen Dinge schneller – Abstände, Entscheidungstempo, Kommunikation. Dass die Mannschaft diese Einsätze als Booster statt Krücke genutzt hat, ist ein gutes Zeichen für die Kultur im Team.

Natürlich gibt es Hausaufgaben. Im letzten Drittel fehlt manchmal die Gnadenlosigkeit: die Chancenverwertung ist weiterhin ausbaufähig. Das Gegenpressing ist immer mal wieder ein Faktor, ist aber weit davon entfernt, unfehlbar zu sein. Einzelne Umschaltmomente des Gegners tun noch weh, wenn die Staffelung gerade mutig war. 

U21 des VfL Bochum überzeugt mit Stärke und Teamgeist
Wenn man die Hinrunde als Spiegel nimmt: Die U21 hat ein Profil, das zum VfL Bochum passt – ehrlich, fleißig, mit wachsendem Selbstverständnis. Sie hat gezeigt, dass sie mit den unterschiedlichen Mannschaftstypen der Liga umgehen kann. Gegen andere U-Teams zeigte sich immer wieder, dass die Bochumer Talente mehr als mithalten können. Gegen routinierte Regionalliga-Teams zeigte Bochum zumeist die richtige Widerstandskraft. Die punktuellen Profihilfen waren Starthilfe, nicht Abkürzung.

Die Rückrunde? Wird kein Spaziergang. Bochum muss einen Rückstand aufholen. Doch wenn die Mannschaft ihre Klarheit behält, die Balance zwischen Mut und Maß weiterfindet und vor dem Tor einen Tick brutaler wird, dann ist das nicht nur eine gute Nachwuchsmannschaft – sondern eine echte Pipeline mit Bochumer Charakter. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
Warum hat Leverkusen keine zweite Mannschaft?
Nur wer die Bitternis der Niederlage geschmeckt, weiß die Süße des Sieges zu schätzen!(M.F.B.Schneider)
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