01-11-2026, 09:37 AM
Zwei Neue, ein Probespieler, acht Einheiten, ein Spiel: Das Trainingslager des VfL Bochum brachte viele Erkenntnisse. Lob und Kritik von Rösler.
Die kalte Dusche tat manchem Profi des VfL Bochum sichtlich gut. Fast pünktlich zum Abpfiff des Testspiels gegen Drittligist Alemannia Aachen, das der VfL mit Mühe 2:1 gewann, regnete es ordentlich in Belek. Dabei konnte der Zweitligist meist in der Sonne arbeiten bei im Schnitt 15 Grad auf einem Top-Rasen. Die kurzfristige Flucht vor dem Schneechaos hat sich gelohnt: zehn Erkenntnisse vom Trainingslager und spannende Aussagen von Coach Uwe Rösler.
1 Fitness, Stimmung, Ausfälle: Rösler ist „zufrieden“
Sieben Einheiten absolvierte der VfL bis an fünf Tagen, die meisten waren intensiv, einige wurden zur Belastungssteuerung genutzt. Im Fokus standen Spielformen für die Arbeit mit und gegen den Ball. „Wir haben wenig Verletzte, sind sehr gut durch die Belastung durchgekommen“, sagte Rösler. Lediglich Ibrahim Sissoko reiste mit einer Fußverletzung ab. Laut Rösler soll der Stürmer, der ohnehin keine große Rolle spielt, ebenso nächste Woche wieder zumindest zum Teil dabei sein wie die gar nicht erst angereisten Gerrit Holtmann und Michael Obafemi. Nur Matus Bero fehlt noch länger. Auf Leihbasis gewechselt ist zu Wochenbeginn Colin Kleine-Bekel.
„Die Moral passt, die Stimmung war gut, der Sieg gegen Aachen ist gut fürs Selbstvertrauen. Wir haben unser Pensum durchziehen können“, bilanzierte Rösler. Bis zum Zweitliga-Start gegen Darmstadt in einer Woche (18. Januar, 13.30 Uhr, Ruhrstadion) werde die Mannschaft „in einem gutem körperlichem Zustand sein, sie ist fit“. Einen Teamabend gab es in Belek, das Fünf-Sterne-Hotel ließ kaum Wünsche offen. Rösler: „Ich bin zufrieden.“
2 Makel und Wechselkandidaten: „Müssen noch ein Testspiel organisieren“
Einen Makel der Vorbereitung betonte Rösler mehrmals: Statt geplanter zwei Testspiele gab es nur eines. „Uns fehlt ein Spiel gegen einen guten Gegner. Wir müssen bald noch ein Spiel unter der Woche organisieren, damit die Spieler, die pushen, mehr Minuten kriegen können.“ So kamen beim Test gegen Aachen 20 Feldspieler und zwei Torhüter zum (Kurz-)Einsatz, niemand konnte durchpowern. „Wir können nicht mit 24 ins Lager fahren und lassen dann 13 spielen“, so Rösler.
Auch Alessandro Crimaldi (18), der einen guten Eindruck machte in Belek, wurde belohnt, spielt für den Spieltagskader aber wohl noch keine Rolle. Nur fünf Profis kamen nicht zum Zug. Darunter Felix Passlack, der den Klub im Winter verlassen könnte, Hibernian Edinburgh ist interessiert. Auch Romario Rösch und Mathis Clairicia bleiben Wechselkandidaten.
3 Die Neuzugänge: Marshall gleich voll da, auch Ragneberg überzeugt
Callum Marshall kam erst am Donnerstag an, und der Nordire meldete sich gleich eindrucksvoll an. Auch im Test. Der 21-Jährige sorgte in einem weiterhin viel zu leisen Team für Lautstärke auf dem Platz. Er rannte, presste, forderte Bälle, zog ab. Einen Schuss lenkte Aachens Keeper an den Pfosten. „Er kommt rein und blockt den Ball beim Pressing gleich. Das erzeugt Stimmung“, lobte Rösler. Im Kader wird Marshall sicher sein gegen Darmstadt; vielleicht sogar starten.
Mikkel Rakneberg zeigte seine Dynamik, seine Zweikampfhärte in den Einheiten, gegen Aachen spielte er nur kurz. Der Linksverteidiger leitete mit einer scharfen Freistoßflanke gleich das 2:1 ein. Er macht Maxi Wittek Druck. Der Führungsspieler allerdings überzeugte in der Woche wie gegen Aachen, wird vorerst erste Wahl bleiben.
4 Die Abwehrkette steht, Comeback von Vogt
„Ich habe meine Elf im Kopf bis auf ein, zwei Positionen“, sagte Rösler. Die Viererkette vor Timo Horn bleibt vermutlich unverändert. In der Innenverteidigung sind Noah Loosli/Philipp Strompf erste Wahl. Erhan Masovic konnte nach guten Trainingsleistungen an Looslis Seite seine Chance gegen Aachen nicht nutzen, sah auch beim 1:1 nicht gut aus. Zwar hatte auch Loosli Probleme, stabilisierte sich dann. Philipp Strompf strahlte Robustheit, Willen aus. Kevin Vogt feierte sein Kurz-Comeback nach über dreimonatiger Spielpause, ist aber noch nicht bei 100 Prozent. Außen hatte Leandro Morgalla zunächst Mühe mit Aachens Wirbler Elekwa, bekam ihn dann in den Griff. Er zeigte viel Vorwärtsdrang, viele Sprints. Links ist Wittek (noch) gesetzt.
5 Die Doppelsechs: Lenz erhält ein Sonderlob
Rösler änderte sein System (flexibles 4-3-3 mit Doppelsechs) nicht, dabei soll es als Basis bleiben. Der heiß umworbene Cajetan Lenz blieb gegen Aachen zunächst auf der Bank. „Caje muss auch mal durchschnaufen“, sagte Rösler mit Blick auf seine Leistungen in den letzten Wochen der 2. Liga, als er deutlich abgebaut hatte. Nach 60 Minuten kam er rein, war sofort präsent, spielte starke Bälle. „Er war frisch, hat Ruhe am Ball gehabt, die Seiten gewechselt, Zweikämpfe gewonnen. So hat er gespielt, als ich gekommen bin“, lobte der Trainer. Mats Pannewig indes habe „viel Laktat“ im Körper gehabt. Dennoch: Mit Pannewig und erst Recht Lenz ist gegen Darmstadt als Doppelsechs zu rechnen. Zumal Ibrahima Sissoko, der beim Afrika-Cup am Freitag ausschied mit Mali, erst am Donnerstag zurückkehrt. Oder auch, was deutlich wahrscheinlicher ist, gar nicht. Nantes will ihn verpflichten.
6 Offensive: Miyoshi empfiehlt sich, viele hängen durch
Auf den Flügeln begannen Moritz-Broni Kwarteng und Kjell Wätjen, als Zehner Francis Onyeka. Für sie galt besonders, was Rösler allgemein sagte: Nach dem 1:1n bemängelte er viele „technische Fehler gerade von Spielern, die eigentlich zu unseren Besten gehören. Weil der Kopf und Beine müde sind, die Entscheidungsfindung schwerfällt.“ Immerhin: Onyeka traf in einer „sehr guten ersten Viertelstunde“, so Rösler, und Wätjen bereitete das Tor vor. Kwarteng gelang wenig. Anders als Miyoshi, der sehenswert mit einem Heber zum 2:1 traf. Auch im Training wirbelte der Japaner oft auffällig.
„Koji hat es super gemacht“, so Rösler. Onyeka wird Stamm bleiben, Miyoshi und Wätjen dürften auf dem Flügel starten. Sofern Rösler nicht auf Alfa-Ruprecht, der ordentlich trainierte und spielte, oder sogar Marshall von Beginn an setzt als variablen Stürmer, der auch über Außen kommen und mit Philipp Hofmann gemeinsam agieren kann. Hofmann war anfangs stark, baute dann ab. Als Stoßstürmer, der sich im Training fast immer topfit und agil präsentierte, dürfte er gegen die Lilien aber beginnen.
7 Starke Bank beim VfL Bochum: „Das macht den Unterschied“
Die eingewechselten Strompf, Marshall, Miyoshi und Lenz machten den Unterschied gegen Aachen, dank ihrer „Agilität, Energie, Qualität hätten wir das Spiel klarer gewinnen müssen“, so Rösler. Auf eine starke Bank komme es gegen Darmstadt an: „Die Spieler, die reinkommen, müssen so wie heute richtig Bock haben.“ Rösler ist erfreut, dass der Konkurrenzkampf nun deutlich höher sei als kurz vor Weihnachten, auf nahezu allen Positionen.
8 Eine alte Schwäche: Köpfe runter nach Rückschlag
Umgekehrt zeigte der VfL ein altes Leid: Er legte gut los, verlor aber nach dem 1:1 „völlig den Faden. Darüber müssen wir erneut reden.“ Auch gab es keinen, der so richtig die Ärmel hochkrempelte, Kommandos gab. Mit Blick auf Transfers in der Zukunft bräuchte der VfL „diese Spieler, von denen es nicht mehr so viele gibt“.
9 Der Probespieler: Das sagt Rösler über Sobottka
Marcel Sobottka (31) durfte eine Woche mit trainieren. Er zeigte auch gegen Aachen Ballsicherheit, fiel im Zweikampf aber eher ab, in punkto Dynamik nicht auf. „Man hat gemerkt, dass er auch müde ist, ihm fehlte Frische und Schnelligkeit, es ist Luft nach oben. Man hat aber auch seine Ruhe am Ball gesehen, er macht kaum Fehler“, sagte Rösler. „Mit Marcel und Mats waren wir nicht schnell genug im Mittelfeld. Aber wenn sie fit sind, können sie gegenhalten.“ Sobottka habe „das Trainingslager auf dem Platz und in der Kabine ordentlich gemacht“, urteilte der Coach. Ob das in einem Vertrag mündet, ist offen. Bei einem Sissoko-Abgang hat er wohl ganz gute Karten, zumal Sobottka preisgünstig ist.
10 So geht es weiter: zwei freie Tage zum Auftanken
Geplant ist, dass Sobottka weiter beim VfL trainiert. Nach einer lockeren Abschluss-Einheit am Sonntagmorgen fliegt der VfL am frühen Abend zurück. Rösler gibt dann zwei Tage frei. Die Spieler müssten nach zehn gemeinsamen Tagen samt der knackigen zwei Tage zu Jahresbeginn in Bochum „die Belastung aus den Beinen und den Kopf frei bekommen“. Mittwoch geht es weiter – und Sonntag kommt Darmstadt.
Quelle: WAZ.de
Die kalte Dusche tat manchem Profi des VfL Bochum sichtlich gut. Fast pünktlich zum Abpfiff des Testspiels gegen Drittligist Alemannia Aachen, das der VfL mit Mühe 2:1 gewann, regnete es ordentlich in Belek. Dabei konnte der Zweitligist meist in der Sonne arbeiten bei im Schnitt 15 Grad auf einem Top-Rasen. Die kurzfristige Flucht vor dem Schneechaos hat sich gelohnt: zehn Erkenntnisse vom Trainingslager und spannende Aussagen von Coach Uwe Rösler.
1 Fitness, Stimmung, Ausfälle: Rösler ist „zufrieden“
Sieben Einheiten absolvierte der VfL bis an fünf Tagen, die meisten waren intensiv, einige wurden zur Belastungssteuerung genutzt. Im Fokus standen Spielformen für die Arbeit mit und gegen den Ball. „Wir haben wenig Verletzte, sind sehr gut durch die Belastung durchgekommen“, sagte Rösler. Lediglich Ibrahim Sissoko reiste mit einer Fußverletzung ab. Laut Rösler soll der Stürmer, der ohnehin keine große Rolle spielt, ebenso nächste Woche wieder zumindest zum Teil dabei sein wie die gar nicht erst angereisten Gerrit Holtmann und Michael Obafemi. Nur Matus Bero fehlt noch länger. Auf Leihbasis gewechselt ist zu Wochenbeginn Colin Kleine-Bekel.
„Die Moral passt, die Stimmung war gut, der Sieg gegen Aachen ist gut fürs Selbstvertrauen. Wir haben unser Pensum durchziehen können“, bilanzierte Rösler. Bis zum Zweitliga-Start gegen Darmstadt in einer Woche (18. Januar, 13.30 Uhr, Ruhrstadion) werde die Mannschaft „in einem gutem körperlichem Zustand sein, sie ist fit“. Einen Teamabend gab es in Belek, das Fünf-Sterne-Hotel ließ kaum Wünsche offen. Rösler: „Ich bin zufrieden.“
2 Makel und Wechselkandidaten: „Müssen noch ein Testspiel organisieren“
Einen Makel der Vorbereitung betonte Rösler mehrmals: Statt geplanter zwei Testspiele gab es nur eines. „Uns fehlt ein Spiel gegen einen guten Gegner. Wir müssen bald noch ein Spiel unter der Woche organisieren, damit die Spieler, die pushen, mehr Minuten kriegen können.“ So kamen beim Test gegen Aachen 20 Feldspieler und zwei Torhüter zum (Kurz-)Einsatz, niemand konnte durchpowern. „Wir können nicht mit 24 ins Lager fahren und lassen dann 13 spielen“, so Rösler.
Auch Alessandro Crimaldi (18), der einen guten Eindruck machte in Belek, wurde belohnt, spielt für den Spieltagskader aber wohl noch keine Rolle. Nur fünf Profis kamen nicht zum Zug. Darunter Felix Passlack, der den Klub im Winter verlassen könnte, Hibernian Edinburgh ist interessiert. Auch Romario Rösch und Mathis Clairicia bleiben Wechselkandidaten.
3 Die Neuzugänge: Marshall gleich voll da, auch Ragneberg überzeugt
Callum Marshall kam erst am Donnerstag an, und der Nordire meldete sich gleich eindrucksvoll an. Auch im Test. Der 21-Jährige sorgte in einem weiterhin viel zu leisen Team für Lautstärke auf dem Platz. Er rannte, presste, forderte Bälle, zog ab. Einen Schuss lenkte Aachens Keeper an den Pfosten. „Er kommt rein und blockt den Ball beim Pressing gleich. Das erzeugt Stimmung“, lobte Rösler. Im Kader wird Marshall sicher sein gegen Darmstadt; vielleicht sogar starten.
Mikkel Rakneberg zeigte seine Dynamik, seine Zweikampfhärte in den Einheiten, gegen Aachen spielte er nur kurz. Der Linksverteidiger leitete mit einer scharfen Freistoßflanke gleich das 2:1 ein. Er macht Maxi Wittek Druck. Der Führungsspieler allerdings überzeugte in der Woche wie gegen Aachen, wird vorerst erste Wahl bleiben.
4 Die Abwehrkette steht, Comeback von Vogt
„Ich habe meine Elf im Kopf bis auf ein, zwei Positionen“, sagte Rösler. Die Viererkette vor Timo Horn bleibt vermutlich unverändert. In der Innenverteidigung sind Noah Loosli/Philipp Strompf erste Wahl. Erhan Masovic konnte nach guten Trainingsleistungen an Looslis Seite seine Chance gegen Aachen nicht nutzen, sah auch beim 1:1 nicht gut aus. Zwar hatte auch Loosli Probleme, stabilisierte sich dann. Philipp Strompf strahlte Robustheit, Willen aus. Kevin Vogt feierte sein Kurz-Comeback nach über dreimonatiger Spielpause, ist aber noch nicht bei 100 Prozent. Außen hatte Leandro Morgalla zunächst Mühe mit Aachens Wirbler Elekwa, bekam ihn dann in den Griff. Er zeigte viel Vorwärtsdrang, viele Sprints. Links ist Wittek (noch) gesetzt.
5 Die Doppelsechs: Lenz erhält ein Sonderlob
Rösler änderte sein System (flexibles 4-3-3 mit Doppelsechs) nicht, dabei soll es als Basis bleiben. Der heiß umworbene Cajetan Lenz blieb gegen Aachen zunächst auf der Bank. „Caje muss auch mal durchschnaufen“, sagte Rösler mit Blick auf seine Leistungen in den letzten Wochen der 2. Liga, als er deutlich abgebaut hatte. Nach 60 Minuten kam er rein, war sofort präsent, spielte starke Bälle. „Er war frisch, hat Ruhe am Ball gehabt, die Seiten gewechselt, Zweikämpfe gewonnen. So hat er gespielt, als ich gekommen bin“, lobte der Trainer. Mats Pannewig indes habe „viel Laktat“ im Körper gehabt. Dennoch: Mit Pannewig und erst Recht Lenz ist gegen Darmstadt als Doppelsechs zu rechnen. Zumal Ibrahima Sissoko, der beim Afrika-Cup am Freitag ausschied mit Mali, erst am Donnerstag zurückkehrt. Oder auch, was deutlich wahrscheinlicher ist, gar nicht. Nantes will ihn verpflichten.
6 Offensive: Miyoshi empfiehlt sich, viele hängen durch
Auf den Flügeln begannen Moritz-Broni Kwarteng und Kjell Wätjen, als Zehner Francis Onyeka. Für sie galt besonders, was Rösler allgemein sagte: Nach dem 1:1n bemängelte er viele „technische Fehler gerade von Spielern, die eigentlich zu unseren Besten gehören. Weil der Kopf und Beine müde sind, die Entscheidungsfindung schwerfällt.“ Immerhin: Onyeka traf in einer „sehr guten ersten Viertelstunde“, so Rösler, und Wätjen bereitete das Tor vor. Kwarteng gelang wenig. Anders als Miyoshi, der sehenswert mit einem Heber zum 2:1 traf. Auch im Training wirbelte der Japaner oft auffällig.
„Koji hat es super gemacht“, so Rösler. Onyeka wird Stamm bleiben, Miyoshi und Wätjen dürften auf dem Flügel starten. Sofern Rösler nicht auf Alfa-Ruprecht, der ordentlich trainierte und spielte, oder sogar Marshall von Beginn an setzt als variablen Stürmer, der auch über Außen kommen und mit Philipp Hofmann gemeinsam agieren kann. Hofmann war anfangs stark, baute dann ab. Als Stoßstürmer, der sich im Training fast immer topfit und agil präsentierte, dürfte er gegen die Lilien aber beginnen.
7 Starke Bank beim VfL Bochum: „Das macht den Unterschied“
Die eingewechselten Strompf, Marshall, Miyoshi und Lenz machten den Unterschied gegen Aachen, dank ihrer „Agilität, Energie, Qualität hätten wir das Spiel klarer gewinnen müssen“, so Rösler. Auf eine starke Bank komme es gegen Darmstadt an: „Die Spieler, die reinkommen, müssen so wie heute richtig Bock haben.“ Rösler ist erfreut, dass der Konkurrenzkampf nun deutlich höher sei als kurz vor Weihnachten, auf nahezu allen Positionen.
8 Eine alte Schwäche: Köpfe runter nach Rückschlag
Umgekehrt zeigte der VfL ein altes Leid: Er legte gut los, verlor aber nach dem 1:1 „völlig den Faden. Darüber müssen wir erneut reden.“ Auch gab es keinen, der so richtig die Ärmel hochkrempelte, Kommandos gab. Mit Blick auf Transfers in der Zukunft bräuchte der VfL „diese Spieler, von denen es nicht mehr so viele gibt“.
9 Der Probespieler: Das sagt Rösler über Sobottka
Marcel Sobottka (31) durfte eine Woche mit trainieren. Er zeigte auch gegen Aachen Ballsicherheit, fiel im Zweikampf aber eher ab, in punkto Dynamik nicht auf. „Man hat gemerkt, dass er auch müde ist, ihm fehlte Frische und Schnelligkeit, es ist Luft nach oben. Man hat aber auch seine Ruhe am Ball gesehen, er macht kaum Fehler“, sagte Rösler. „Mit Marcel und Mats waren wir nicht schnell genug im Mittelfeld. Aber wenn sie fit sind, können sie gegenhalten.“ Sobottka habe „das Trainingslager auf dem Platz und in der Kabine ordentlich gemacht“, urteilte der Coach. Ob das in einem Vertrag mündet, ist offen. Bei einem Sissoko-Abgang hat er wohl ganz gute Karten, zumal Sobottka preisgünstig ist.
10 So geht es weiter: zwei freie Tage zum Auftanken
Geplant ist, dass Sobottka weiter beim VfL trainiert. Nach einer lockeren Abschluss-Einheit am Sonntagmorgen fliegt der VfL am frühen Abend zurück. Rösler gibt dann zwei Tage frei. Die Spieler müssten nach zehn gemeinsamen Tagen samt der knackigen zwei Tage zu Jahresbeginn in Bochum „die Belastung aus den Beinen und den Kopf frei bekommen“. Mittwoch geht es weiter – und Sonntag kommt Darmstadt.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."