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Verteidiger wechselt in die Schweiz
#1
Colin Kleine-Bekel hat das Trainingslager des VfL Bochum in Belek am Dienstagmorgen verlassen. Wohin er wechselt, wie der VfL mit ihm plant. 

Diese Reise hat sich nicht wirklich gelohnt für Colin Kleine-Bekel: Der Verteidiger des VfL Bochum absolvierte am Montag die erste Einheit im Trainingslager des Zweitligisten, am Nachmittag arbeitete er bereits nur im Kraftraum. Offiziell aus Gründen der Belastungssteuerung. 

Doch da war schon klar, dass er den VfL vorerst verlassen wird. An diesem Dienstagmorgen setzte sich der Verteidiger bereits ins Flugzeug. Ziel: der FC St. Gallen. Der 22-Jährige, der Ende Januar Geburtstag hat, wird nach Informationen dieser Redaktion bis zum Saisonende an den Schweizer Erstligisten ausgeliehen. Die Schweizer Zeitung „Blick“ hatte bereits über einen bevorstehenden Wechsel von Kleine-Bekel berichtet. 

VfL Bochum plant Kleine-Bekels Rückkehr nach Leihgabe an St. Gallen
Diese Redaktion weiß: Klares Ziel des VfL Bochum ist es, dass der Innenverteidiger beim FC St. Gallen Spielpraxis erhält, dort überzeugt und im Sommer an die Castroper Straße zurückkehrt. Noch offen ist, ob es eine Kaufoption gibt für die Schweizer, Tendenz: nein. Falls doch, dürfte die Ablösesumme in einem für einen Zweitliga-Profi, der in den vergangenen zwei Jahren fast keine Spielpraxis sammelte, extrem hoch liegen. Letzte Details, so hört man es aus Klubkreisen, seien noch zu klären. Dazu zählt vor allem der Medizincheck vor Ort. Grundsätzlich ist alles ausverhandelt.

Colin Kleine-Bekel kam nach einer 15-monatigen Verletzungspause (Kreuzbandriss) im vergangenen Sommer von Bundesliga-Absteiger Holstein Kiel ablösefrei nach Bochum. Der ehemalige U21-Nationalspieler erhielt einen Vertrag über drei Jahre bis zum Sommer 2028. Es war klar, dass der in seiner besten Phase in der 2. Liga vor allem auch spielerisch starke Ex-Stammspieler von Kiel einige Zeit brauchen wird, um nach der langen Pause wieder Fuß zu fassen. 

FC St. Gallen holt Kleine-Bekel als Verstärkung für die Abwehr
Ex-VfL-Trainer Dieter Hecking wechselte ihn beim Spiel auf Schalke einmal ein. Unter Heckings Nachfolger Uwe Rösler, seit Oktober im Amt, spielte er im Zweitliga-Kader noch gar keine Rolle. Anders als in der U21: Sechs der letzten neun Regionalliga-Spiele absolvierte Kleine-Bekel über die komplette Distanz, war eine Säule im Team von Trainer Heiko Butscher. Er erzielte zwei Tore, stabilisierte die Abwehr. Für die U21 ist die Leihe von Kleine-Bekel im Abstiegskampf der 4. Liga damit ein herber Verlust.

Für Kleine-Bekel gab es nach unseren Informationen sogar mehrere Anfragen. Der FC St. Gallen, bei dem seit dieser Saison auch der Ex-Bochumer Lukas Daschner spielt, machte das Rennen. Trainer Enrico Maaßen kennt den 1,92 Meter großen Innenverteidiger aus seiner Zeit bei Borussia Dortmund. Beim BVB wurde Kleine-Bekel in der Jugend ausgebildet und spielte dort bis zur U19. Maaßen soll sich nun sehr um ihn bemüht haben. 

FC St. Gallen kämpft um Spitzenplatz und europäische Wettbewerbe
Der FCG-Coach traut ihm zu, sein Team defensiv zu verstärken, um möglichst einen europäischen Wettbewerb zu erreichen – mindestens. Der FC St. Gallen liegt in der ersten Liga der Schweiz derzeit auf Rang zwei, nur drei Punkte hinter Spitzenreiter FC Thun. Das erste Ligaspiel des Jahres steigt am 17. Januar beim Schlusslicht FC Winterthur. 

Eine Leihe von Kleine-Bekel zeichnete sich länger ab, ein Eins-zu-Eins-Ersatz für ihn ist nicht geplant, erklärte Trainer Uwe Rösler. „Für Colin brauchen wir keinen Ersatz“, sagte er am Dienstag nach der dritten Trainingseinheit in Belek. Sollte es aber weitere Abgänge gibt in der Innenverteidigung geben, könnte noch ein Neuer kommen. Als Wechselkandidat gilt Erhan Masovic, der unter Rösler in den letzten Partien nur auf der Bank saß. Der Vertrag von Masovic läuft im Sommer aus. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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