Gestern, 08:59 PM
Vor dem Duell mit dem Karlsruher SC steht Trainer Uwe Rösler beim VfL Bochum vor kniffligen Personalentscheidungen im Mittelfeld und Angriff.
„Das“, sagte Uwe Rösler offen, „ist die Frage, die ich mir noch stelle.“ Als er am Freitagmittag auf dem Podium des Presseraums beim VfL Bochum saß und über das kommende Spiel des VfL Bochum gegen den Karlsruher SC am Sonntag (13.30 Uhr, Sky) sprach, gab er freimütig zu, seine Aufstellung noch nicht im Kopf zu haben. Zu viele Spieler hätten sich in den vergangenen drei Spielen gegen den VfL Wolfsburg, Mainz 05 und Energie Cottbus sowie in der vergleichsweise langen Trainingswoche angeboten, sagte der 57‑Jährige.
Es ist ein Luxusproblem für den Cheftrainer des VfL Bochum, das sich in den kommenden Wochen sogar noch verschärfen wird. Denn mit Jean Manuel Mbom, Enis Cokaj und Oliver Olsen stehen drei etablierte Kräfte vor der Rückkehr, die allesamt den Anspruch haben, in der Startelf zu stehen. In dieser Woche trainierten sie bereits wieder mit der Mannschaft, sollen in der Länderspielpause zu 100 Prozent einsteigen und erste Einsatzminuten im Testspiel gegen den Drittligisten SC Verl am kommenden Freitag (12.30 Uhr/Fans sind nicht zugelassen) sammeln. Gegen den KSC sind sie hingegen noch keine Option.
Rösler hat die Qual der Wahl
Und trotzdem muss sich Rösler derzeit seinen Kopf über die Startaufstellung zerbrechen und wird beim Abschlusstraining am Samstag noch einmal genau hingucken, welche Spieler in welcher Form sind. Auf gleich drei Positionen hat der Cheftrainer des VfL Bochum momentan die Qual der Wahl. Die Aufstellung, so Rösler, „hängt von der Belastungssteuerung, dem Gegner und der Herangehensweise ab.“
Die des Karlsruher SC ist speziell. Das Team von Maximilian Senft gehört zu den Top drei der intensivsten Mannschaften der Zweiten Liga. Ihre Schienenspieler laufen permanent die Außenverteidiger an. Es ist eine laufstarke, intensive Mannschaft, die sofort umschaltet und mit dem Ball eine Idee hat. Es heißt, „taktisch gut dagegen zu agieren“, sagte Rösler.
Dies könnte darauf hindeuten, dass erneut Tom Meyer den Vorzug vor Charlie Patino bekommt, der nach seiner Einwechslung in Cottbus für das Bochumer Talent groß aufspielte, dem VfL Struktur gab und laut Rösler „in einer besseren Rolle als vor zwei Wochen“ und ein „echter Herausforderer“ sei. Und dennoch ist Meyer der wohl laufstärkere Spieler, der Mats Pannewig auf der Acht häufiger die Option gibt, sich nach vorn einzuschalten.
Wer besetzt das Mittelfeld?
Die Besetzung des zentralen Mittelfelds ist eng mit der Besetzung der Doppel-Zehn verbunden. Und auch auf diesen Positionen hat Rösler nach der Systemumstellung gleich mehrere Möglichkeiten. Berkan Taz, der Anfang der Woche krankheitsbedingt eine Trainingseinheit aussetzen musste, kam zuletzt deutlich besser zurecht, suchte die Abschlüsse und setzte seine Mitspieler in Szene. Koji Miyoshi hingegen hatte nicht zuletzt im Auswärtsspiel bei Energie Cottbus kleinere Probleme, überzeugt den Trainer aber immer wieder mit seiner Laufstärke. Der dritte Spieler im Bunde ist Jarne Steuckers, der in die Startelf drängt. „Auch hier weiß ich noch nicht, wie ich aufstelle“, sagte Rösler, und lobte den Belgier: „Er hat uns nach seiner Einwechslung belebt.“
Ohnehin war in den vergangenen Spielen auffällig, dass die Spieler, die von der Bank kamen, den Unterschied machten. Gegen Wolfsburg belebten Steuckers, Christian Rasmussen und Mansour Ouro-Tagba das Spiel, im Pokal gegen Mainz waren es Ouro-Tagba und Philipp Hofmann, gegen Cottbus erneut Rasmussen und Steuckers. „Die Bank kann Spiele beeinflussen“, sagte Rösler.
Spielt Rasmussen neben Hofmann?
Entscheidend gegen den KSC wird aber auch sein, dass die Startelf gegen die laufstarken Karlsruher gegenhalten muss und entsprechend selbst Akzente setzen soll. Möglicherweise mit der Doppelspitze Christian Rasmussen und Philipp Hofmann, die bislang treffsichersten Bochumer der Saison? „Es geht darum, dass wir in jedem Spiel eine starke Mannschaft auf das Feld bringen können“, sagte Rösler und ließ auch die Besetzung seines Sturms offen. Klar scheint nur, dass Hofmann als Zielspieler gegen seinen Ex-Verein zum Einsatz kommen wird. Ob neben ihm der formstarke Rasmussen beginnt oder der Sprinter Gerrit Holtmann, der mit seiner Geschwindigkeit für Entlastung sorgen könnte, ließ der Trainer offen.
Viele Positionen sind bei Rösler im Team momentan zwar besetzt, einige sind aber offen. Für Rösler und sein Trainerteam eine willkommene Herausforderung, nachdem sich noch vor einigen Wochen die Startelf mehr oder minder von allein aufstellte. „Es braucht etwas Fantasie und Glück, wenn man mit einem Spielertypen anfängt“, sagte Rösler über seine Überlegungen. Am Sonntag wird sich zeigen, ob er dieses hatte.
Quelle: WAZ.de
„Das“, sagte Uwe Rösler offen, „ist die Frage, die ich mir noch stelle.“ Als er am Freitagmittag auf dem Podium des Presseraums beim VfL Bochum saß und über das kommende Spiel des VfL Bochum gegen den Karlsruher SC am Sonntag (13.30 Uhr, Sky) sprach, gab er freimütig zu, seine Aufstellung noch nicht im Kopf zu haben. Zu viele Spieler hätten sich in den vergangenen drei Spielen gegen den VfL Wolfsburg, Mainz 05 und Energie Cottbus sowie in der vergleichsweise langen Trainingswoche angeboten, sagte der 57‑Jährige.
Es ist ein Luxusproblem für den Cheftrainer des VfL Bochum, das sich in den kommenden Wochen sogar noch verschärfen wird. Denn mit Jean Manuel Mbom, Enis Cokaj und Oliver Olsen stehen drei etablierte Kräfte vor der Rückkehr, die allesamt den Anspruch haben, in der Startelf zu stehen. In dieser Woche trainierten sie bereits wieder mit der Mannschaft, sollen in der Länderspielpause zu 100 Prozent einsteigen und erste Einsatzminuten im Testspiel gegen den Drittligisten SC Verl am kommenden Freitag (12.30 Uhr/Fans sind nicht zugelassen) sammeln. Gegen den KSC sind sie hingegen noch keine Option.
Rösler hat die Qual der Wahl
Und trotzdem muss sich Rösler derzeit seinen Kopf über die Startaufstellung zerbrechen und wird beim Abschlusstraining am Samstag noch einmal genau hingucken, welche Spieler in welcher Form sind. Auf gleich drei Positionen hat der Cheftrainer des VfL Bochum momentan die Qual der Wahl. Die Aufstellung, so Rösler, „hängt von der Belastungssteuerung, dem Gegner und der Herangehensweise ab.“
Die des Karlsruher SC ist speziell. Das Team von Maximilian Senft gehört zu den Top drei der intensivsten Mannschaften der Zweiten Liga. Ihre Schienenspieler laufen permanent die Außenverteidiger an. Es ist eine laufstarke, intensive Mannschaft, die sofort umschaltet und mit dem Ball eine Idee hat. Es heißt, „taktisch gut dagegen zu agieren“, sagte Rösler.
Dies könnte darauf hindeuten, dass erneut Tom Meyer den Vorzug vor Charlie Patino bekommt, der nach seiner Einwechslung in Cottbus für das Bochumer Talent groß aufspielte, dem VfL Struktur gab und laut Rösler „in einer besseren Rolle als vor zwei Wochen“ und ein „echter Herausforderer“ sei. Und dennoch ist Meyer der wohl laufstärkere Spieler, der Mats Pannewig auf der Acht häufiger die Option gibt, sich nach vorn einzuschalten.
Wer besetzt das Mittelfeld?
Die Besetzung des zentralen Mittelfelds ist eng mit der Besetzung der Doppel-Zehn verbunden. Und auch auf diesen Positionen hat Rösler nach der Systemumstellung gleich mehrere Möglichkeiten. Berkan Taz, der Anfang der Woche krankheitsbedingt eine Trainingseinheit aussetzen musste, kam zuletzt deutlich besser zurecht, suchte die Abschlüsse und setzte seine Mitspieler in Szene. Koji Miyoshi hingegen hatte nicht zuletzt im Auswärtsspiel bei Energie Cottbus kleinere Probleme, überzeugt den Trainer aber immer wieder mit seiner Laufstärke. Der dritte Spieler im Bunde ist Jarne Steuckers, der in die Startelf drängt. „Auch hier weiß ich noch nicht, wie ich aufstelle“, sagte Rösler, und lobte den Belgier: „Er hat uns nach seiner Einwechslung belebt.“
Ohnehin war in den vergangenen Spielen auffällig, dass die Spieler, die von der Bank kamen, den Unterschied machten. Gegen Wolfsburg belebten Steuckers, Christian Rasmussen und Mansour Ouro-Tagba das Spiel, im Pokal gegen Mainz waren es Ouro-Tagba und Philipp Hofmann, gegen Cottbus erneut Rasmussen und Steuckers. „Die Bank kann Spiele beeinflussen“, sagte Rösler.
Spielt Rasmussen neben Hofmann?
Entscheidend gegen den KSC wird aber auch sein, dass die Startelf gegen die laufstarken Karlsruher gegenhalten muss und entsprechend selbst Akzente setzen soll. Möglicherweise mit der Doppelspitze Christian Rasmussen und Philipp Hofmann, die bislang treffsichersten Bochumer der Saison? „Es geht darum, dass wir in jedem Spiel eine starke Mannschaft auf das Feld bringen können“, sagte Rösler und ließ auch die Besetzung seines Sturms offen. Klar scheint nur, dass Hofmann als Zielspieler gegen seinen Ex-Verein zum Einsatz kommen wird. Ob neben ihm der formstarke Rasmussen beginnt oder der Sprinter Gerrit Holtmann, der mit seiner Geschwindigkeit für Entlastung sorgen könnte, ließ der Trainer offen.
Viele Positionen sind bei Rösler im Team momentan zwar besetzt, einige sind aber offen. Für Rösler und sein Trainerteam eine willkommene Herausforderung, nachdem sich noch vor einigen Wochen die Startelf mehr oder minder von allein aufstellte. „Es braucht etwas Fantasie und Glück, wenn man mit einem Spielertypen anfängt“, sagte Rösler über seine Überlegungen. Am Sonntag wird sich zeigen, ob er dieses hatte.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."