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Der Kader wächst zusammen
#1
Nach einem intensiven Spiel bei Energie Cottbus zeigt sich der VfL Bochum als geschlossene Einheit. Besonders die Einwechselspieler überzeugen. 

Die Verhandlungen zwischen Mannschaftsrat und Uwe Rösler dürften schnell über die Bühne gegangen sein. „Ich glaube, nach dem Sieg ist er zu vielem bereit. Vor allem, weil wir erst am Sonntag wieder spielen“, sagte Kapitän Timo Horn nach dem 2:1-Sieg des VfL Bochum bei Energie Cottbus. Er sollte rechtbehalten. Noch vor der hektischen Abreise der Mannschaft gen Flughafen in Dresden, wo die Chartermaschine wartete, um den VfL-Tross wieder in Richtung Ruhrgebiet zu fliegen, verkündete Rösler, dass seine Spieler zwei freie Tage bekommen. Nach einem obligatorischen Auslaufen am Samstagvormittag durften sich Horn und Co. in ein Quasi-Wochenende verabschieden. 

Die Pause dürfte für jeden einzelnen Profi willkommen gewesen sein nach drei intensiven Spielen in nur sieben Tagen. Ein Rhythmus, den nur wenige Spieler des Zweitligisten wirklich kennen. Umso erstaunlicher war die Willensleistung, die die Rösler-Elf in der zweiten Halbzeit in der Lausitz auf den Platz brachte. „Heute hat jeder den nötigen Ehrgeiz auf den Platz gebracht“, sagte Torhüter Timo Horn, der mit seinem Patzer vor dem Elfmeter für Cottbus beinahe eine bittere Niederlage eingeleitet hätte. Und auch Rösler war begeistert: „Das Spiel symbolisiert den Charakter der Mannschaft und die Siegermentalität.“ 

Viele Möglichkeiten im Kader des VfL Bochum
Das Spiel allerdings symbolisierte wieder einmal, wie gut der Kader des VfL Bochum ist, wenn die Spieler in Form sind und auf den für sie besten Positionen eingesetzt werden. Wie schon gegen Mainz 05 unter der Woche im DFB-Pokal saßen die Einwechslungen von Trainer Uwe Rösler. Zunächst Charlie Patino, später Christian Rasmussen und Jarne Steuckers – sie alle belebten die Offensivbemühungen des VfL, gaben dem Spiel mehr Struktur und deutlich mehr Torgefahr. Es war kein Zufall, dass der derzeit enorm formstarke Christian Rasmussen an nahezu allen gefährlichen Situationen beteiligt war, das 1:1 von Philipp Hofmann auflegte und beim 2:1-Siegtreffer herausragend seinen Gegenspieler zunächst vernaschte und dann voller Wucht einnetzte.

„Die Einwechslungen in der zweiten Halbzeit haben uns geholfen“, sagte auch Rösler. „Wir hatten Kontrolle und haben nie aufgegeben, zu attackieren.“ Selbst als es einen Rückschlag nach dem anderen gab. In „verrückten acht Minuten“ im zweiten Durchgang, wie es Rösler ausdrückte, klingelte es auf beiden Seiten insgesamt fünfmal. Drei Treffer allerdings zählten nicht aufgrund von Abseitssituationen im Vorfeld der Torerzielung. „Es waren kuriose Minuten“, sagte Stürmer Hofmann. „Das war wie im falschen Film. Erst zählt das Tor nicht, dann kriegen wir das Tor gegen uns und wieder war es wieder Abseits“, sagte Hofmann. Kurz darauf war auch ein weiteres VfL-Tor nicht anerkannt worden. Bis in der 70. Minute der Treffer endlich auf der Anzeigetafel stehen blieb. 

VfL Bochum mit Comeback-Qualitäten
„Seit dem nicht gegebenen Tor von Cottbus haben wir versucht, das Spiel in die Hand zu nehmen“, sagte Hofmann. Mit Erfolg, an dem die angesprochenen Einwechselspieler großen Anteil hatten. „Wir wollten unbedingt das Spiel gewinnen, das hat man gesehen. Ich wusste, dass wir noch einen Angriff bekommen werden und das 2:1 machen. Das war ein super Tor von Chris und eine super Leistung von der ganzen Mannschaft“, sagte Hofmann. „Die, die hereingekommen sind, haben immer versucht, der Mannschaft was zu geben. Und heute hat es wieder super funktioniert. So müssen wir in die Spiele gehen. Wir wissen, dass wir etwas verändern können, wenn wir wechseln und so das Spiel auf unsere Seite ziehen können.

Es wird wohl die wichtigste Erkenntnis dieser ereignisreichen Wochen sein, wenn am Dienstag die Mannschaft zur ersten Einheit vor dem Spiel gegen den Karlsruher SC (Sonntag, 13.30 Uhr, Sky) zusammenkommt und das Trainerteam mit der Vorbereitung beginnt. Nahezu jeder Spieler dürfte sich dieser Tage wichtig genug für den Kader fühlen, viele Akteure kamen zuletzt zum Einsatz und hatten Einfluss aufs Spiel. Genau das, was sich die Kaderplaner um den Direktor Markus Brunnschneider im Sommer bei der Zusammenstellung der Mannschaft erhofft haben. Auch wenn immer noch nicht alles einwandfrei funktioniert. Das zeigte die erste Halbzeit in Cottbus erneut 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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Der Kader wächst zusammen - von Herr Bert - Gestern, 08:30 PM

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