10-08-2026, 04:12 PM
Fünf Spieler für drei Positionen: Im Mittelfeldzentrum hat Trainer Rösler gegen Bielefeld einige Optionen. Drei Profis haben die besten Karten.
Der letzte Schuss sitzt. Mats Pannewig nimmt nach Zuspiel von Co-Trainer Anthony Losilla aus gut 18 Metern Maß, der Ball landet im rechten Winkel. Torwart Finn Kotyrba hat diesmal keine Chance. Der Mittelfeldspieler des VfL Bochum legte nach der Einheit am Dienstag eine Extra-Schicht ein. Individuelles Torschuss-Training stand an, während seine Kollegen längst in der Kabine waren. Mal zielte der 21-Jährige mit seinem starken linken Fuß ins flache Eck, mal parierte U21-Keeper Kotyrba, der regelmäßig bei den Profis mittrainiert, mal landete der Ball am Pfosten - oder zappelte im Netz.
Vielleicht ein gutes Omen für den VfL, für Pannewig selbst vor dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld an diesem Sonntag (13.30 Uhr/Ruhrstadion)? Torgefahr schließlich, auch aus der zweiten Reihe, fehlte dem Zweitligisten in weiten Phasen der bisherigen Partien. Im eigenen Stadion gelang in den drei Partien gegen Hertha BSC (0:1), Osnabrück (0:1) und Fürth (1:1) erst ein Treffer, als Philipp Hofmann eine Ecke von Maxi Wittek mit dem Kopf veredelte.
Pannewig fehlte beim spielerisch überzeugenden, letztlich aber ertraglosen 1:2 in Hannover, nachdem er gegen Fürth Gelb-Rot gesehen hatte. Neben Shooting-Star Meyer gab Neuzugang Charlie Patino sein Debüt auf der Doppelsechs. Als Zehner agierte wie in den Partien zuvor der laufstarke Koji Miyoshi. Berkan Taz saß zum dritten Mal in Folge zunächst nur auf der Bank, brachte dann frischen Schwung. Auf welche Achse setzt Uwe Rösler gegen Bielefeld? Die Varianten im Zentrum – und eine Prognose.
Tom Meyer steigert sich von Woche zu Woche
Tom Meyer dürfte seinen Platz sicher haben. Als „besten Mann“ bezeichnete Rösler den 18-Jährigen in Hannover, der Woche für Woche seine Leistung steigerte. Mit raumgreifenden Schritten kommt er auf Touren, bringt mit seinen 1,95 Metern eine starke Physis mit, wirkt überzeugt und sicher, orientiert sich im Raum immer besser, erzielte in Hannover sein erstes Profitor. Schambeinprobleme kurierte er in der weitgehend trainingsfreien Woche danach aus, mischt seitdem wieder komplett mit. Beim überzeugenden 4:1-Sieg im Testspiel gegen Osnabrück spielte Meyer sogar als einer der wenigen Profis und als einziger zentraler Mittelfeldmann über die komplette Distanz – und konnte sich erneut empfehlen.
Für Charlie Patino galt dies nicht. In Hannover zeigte er ein gutes Debüt, seine Ruhe am Ball, seine Pass-Sicherheit, sein Aufbau stachen heraus. Doch in die gefährliche Zone drang der Brite nicht vor, anders als geplant. Auch gegen Osnabrück agierte Patino (zu) tief, das Pressing funktionierte nur in Phasen, es fehlte ihm an Spielgeschwindigkeit, an Zug nach vorne. Der 22-Jährige verschleppte als Ballverteiler eher das Tempo. Gegen die Arminia dürfte Rösler auf mehr Wucht und Dynamik setzen – die liefert der offensivfreudigere, mit seinen 1,95 Meter körperlich stärkere Pannewig mehr als der von Deportivo A Coruna ausgeliehene Ballkünstler.
Pannewig trifft und überzeugt mit starkem Auftritt gegen Osnabrück
Mats Pannewig hatte nach langer Verletzungspause einen schleppenden Start in die Saison, holte sich neben Gelb-Rot auch bereits zweimal Gelb ab, leistete sich zu viele einfache Fehler. Dennoch war er bis zur Sperre wieder gesetzt bei Rösler, wie schon in der Vorsaison, als ihm seine ersten zwei Zweitliga-Treffer gelangen. Gegen Osnabrück überzeugte Pannewig in der zweiten Halbzeit, holte sich mit einem Tor Selbstvertrauen, durchbrach Linien, attackierte stark und erhielt ein dickes Lob von Rösler für seinen „Rhythmus, seine Tempowechsel, seine tiefen Bälle, Seitenverlagerungen“. Viel spricht dafür, dass Pannewig und Meyer gegen die Arminia ein zentrales Duo auf der Sechs und Acht bilden – mit dem wuseligen, enorm laufstarken und technisch manchmal herausragenden Koji Miyoshi davor.
Miyoshi hat sich festgespielt, Taz droht erneut die Bank
Denn Koji Miyoshi hat sich längst festgespielt, überzeugt mit intensiven Läufen, Dribblings, Ballbehauptung auf engem Raum und klugen Pässen, auch wenn der Abschluss trotz seines Doppelpacks in Dresden verbesserungswürdig bleibt. Auf der Außenbahn, wo Miyoshi ja lange Zeit unterwegs war, hat Rösler genug Alternativen für die Startelf und Joker mit dem gesetzten Christian Rasmussen, mit Gerrit Holtmann, Jarne Steuckers und Alessandro Crimaldi.
Berkan Taz droht damit erneut die Ersatzbank. Gegen Osnabrück zeigte der fußballerisch mitunter brillante Spielmacher in den ersten 20 Minuten gute Aktionen, tauchte dann aber ab. Als einer der wenigen Bochumer sorgt Taz zwar aus der Distanz für Torgefahr mit seinen Schüssen, was er auch nach seiner Einwechslung in Hannover zeigte. Doch im Pressing, in der Arbeit gegen den Ball, auch im Zweitliga-Spieltempo offenbart er weiterhin Defizite. Zudem stößt Taz zu wenig in den Strafraum vor, womit Philipp Hofmann ein wichtiger Unterstützer fehlt.
Quelle: WAZ.de
Der letzte Schuss sitzt. Mats Pannewig nimmt nach Zuspiel von Co-Trainer Anthony Losilla aus gut 18 Metern Maß, der Ball landet im rechten Winkel. Torwart Finn Kotyrba hat diesmal keine Chance. Der Mittelfeldspieler des VfL Bochum legte nach der Einheit am Dienstag eine Extra-Schicht ein. Individuelles Torschuss-Training stand an, während seine Kollegen längst in der Kabine waren. Mal zielte der 21-Jährige mit seinem starken linken Fuß ins flache Eck, mal parierte U21-Keeper Kotyrba, der regelmäßig bei den Profis mittrainiert, mal landete der Ball am Pfosten - oder zappelte im Netz.
Vielleicht ein gutes Omen für den VfL, für Pannewig selbst vor dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld an diesem Sonntag (13.30 Uhr/Ruhrstadion)? Torgefahr schließlich, auch aus der zweiten Reihe, fehlte dem Zweitligisten in weiten Phasen der bisherigen Partien. Im eigenen Stadion gelang in den drei Partien gegen Hertha BSC (0:1), Osnabrück (0:1) und Fürth (1:1) erst ein Treffer, als Philipp Hofmann eine Ecke von Maxi Wittek mit dem Kopf veredelte.
Pannewig fehlte beim spielerisch überzeugenden, letztlich aber ertraglosen 1:2 in Hannover, nachdem er gegen Fürth Gelb-Rot gesehen hatte. Neben Shooting-Star Meyer gab Neuzugang Charlie Patino sein Debüt auf der Doppelsechs. Als Zehner agierte wie in den Partien zuvor der laufstarke Koji Miyoshi. Berkan Taz saß zum dritten Mal in Folge zunächst nur auf der Bank, brachte dann frischen Schwung. Auf welche Achse setzt Uwe Rösler gegen Bielefeld? Die Varianten im Zentrum – und eine Prognose.
Tom Meyer steigert sich von Woche zu Woche
Tom Meyer dürfte seinen Platz sicher haben. Als „besten Mann“ bezeichnete Rösler den 18-Jährigen in Hannover, der Woche für Woche seine Leistung steigerte. Mit raumgreifenden Schritten kommt er auf Touren, bringt mit seinen 1,95 Metern eine starke Physis mit, wirkt überzeugt und sicher, orientiert sich im Raum immer besser, erzielte in Hannover sein erstes Profitor. Schambeinprobleme kurierte er in der weitgehend trainingsfreien Woche danach aus, mischt seitdem wieder komplett mit. Beim überzeugenden 4:1-Sieg im Testspiel gegen Osnabrück spielte Meyer sogar als einer der wenigen Profis und als einziger zentraler Mittelfeldmann über die komplette Distanz – und konnte sich erneut empfehlen.
Für Charlie Patino galt dies nicht. In Hannover zeigte er ein gutes Debüt, seine Ruhe am Ball, seine Pass-Sicherheit, sein Aufbau stachen heraus. Doch in die gefährliche Zone drang der Brite nicht vor, anders als geplant. Auch gegen Osnabrück agierte Patino (zu) tief, das Pressing funktionierte nur in Phasen, es fehlte ihm an Spielgeschwindigkeit, an Zug nach vorne. Der 22-Jährige verschleppte als Ballverteiler eher das Tempo. Gegen die Arminia dürfte Rösler auf mehr Wucht und Dynamik setzen – die liefert der offensivfreudigere, mit seinen 1,95 Meter körperlich stärkere Pannewig mehr als der von Deportivo A Coruna ausgeliehene Ballkünstler.
Pannewig trifft und überzeugt mit starkem Auftritt gegen Osnabrück
Mats Pannewig hatte nach langer Verletzungspause einen schleppenden Start in die Saison, holte sich neben Gelb-Rot auch bereits zweimal Gelb ab, leistete sich zu viele einfache Fehler. Dennoch war er bis zur Sperre wieder gesetzt bei Rösler, wie schon in der Vorsaison, als ihm seine ersten zwei Zweitliga-Treffer gelangen. Gegen Osnabrück überzeugte Pannewig in der zweiten Halbzeit, holte sich mit einem Tor Selbstvertrauen, durchbrach Linien, attackierte stark und erhielt ein dickes Lob von Rösler für seinen „Rhythmus, seine Tempowechsel, seine tiefen Bälle, Seitenverlagerungen“. Viel spricht dafür, dass Pannewig und Meyer gegen die Arminia ein zentrales Duo auf der Sechs und Acht bilden – mit dem wuseligen, enorm laufstarken und technisch manchmal herausragenden Koji Miyoshi davor.
Miyoshi hat sich festgespielt, Taz droht erneut die Bank
Denn Koji Miyoshi hat sich längst festgespielt, überzeugt mit intensiven Läufen, Dribblings, Ballbehauptung auf engem Raum und klugen Pässen, auch wenn der Abschluss trotz seines Doppelpacks in Dresden verbesserungswürdig bleibt. Auf der Außenbahn, wo Miyoshi ja lange Zeit unterwegs war, hat Rösler genug Alternativen für die Startelf und Joker mit dem gesetzten Christian Rasmussen, mit Gerrit Holtmann, Jarne Steuckers und Alessandro Crimaldi.
Berkan Taz droht damit erneut die Ersatzbank. Gegen Osnabrück zeigte der fußballerisch mitunter brillante Spielmacher in den ersten 20 Minuten gute Aktionen, tauchte dann aber ab. Als einer der wenigen Bochumer sorgt Taz zwar aus der Distanz für Torgefahr mit seinen Schüssen, was er auch nach seiner Einwechslung in Hannover zeigte. Doch im Pressing, in der Arbeit gegen den Ball, auch im Zweitliga-Spieltempo offenbart er weiterhin Defizite. Zudem stößt Taz zu wenig in den Strafraum vor, womit Philipp Hofmann ein wichtiger Unterstützer fehlt.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."