10-06-2026, 11:45 PM
Beim Heimspiel des VfL Bochum gegen Bielefeld kommt es auch zu einem Gipfeltreffen in der Luft. Ein Blick in die Statistik – mit Licht und Schatten.
Beim Pokalspiel in Fürth platzte Uwe Rösler ein bisschen die Hutschnur. Philipp Hofmann zog mal wieder zwei, drei Gegenspieler gleichzeitig auf sich beim 2:1-Fight, wurde dabei mitunter hart attackiert, aus Röslers Sicht auch regelwidrig. Der Trainer des VfL Bochum kritisierte den mangelnden Schutz des Schiedsrichters für seinen 1,95-Meter-Stürmer. Doch der 33-Jährige weiß sich bekanntlich zu wehren – und bleibt beim VfL Bochum der unumstrittene Turm im Angriffszentrum.
Schon in der Bundesliga, als lange Bälle auf Hofmann das bevorzugte Stilmittel des VfL waren, führte der Angreifer stets die Statistiken mit an bei den gewonnenen Kopfballduellen. Daran hat sich nichts geändert. Nach Rang drei in der Vorsaison (165) liefert der zweimalige Torschütze in dieser Spielzeit bisher den Spitzenwert. 37 Mal gewann er in den sechs Liga-Partien, die er allesamt über die komplette Distanz bestritt, ein Kopfballduell und führt das Ranking laut offizieller Daten der Deutschen Fußball-Liga vor Maximilian Großer an. Am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) kommt es damit zu einem Gipfeltreffen in der Luft, wenn der VfL Bochum mit Stürmer Hofmann auf Bielefeld mit Innenverteidiger Großer trifft.
Dass Hofmann weiterhin auch starke Zweikampfwerte aufweist, spricht für sein Durchsetzungsvermögen. Mit 73 gewonnenen Zweikämpfen ist er VfL-intern die Nummer eins und in der 2. Liga insgesamt auf Rang neun notiert.
Miyoshi schafft es bei den intensiven Läufen in die Top drei der 2. Liga
Auch Koji Miyoshi hat seinen Stammplatz sicher bei Rösler. Der Japaner spielte zunächst auf dem rechten Flügel, seit dem Sieg in Dresden darf er in seiner Lieblingsrolle im offensiven Zentrum ran. Wie Hofmann hat er zwei Tore erzielt bisher, wie Hofmann allerdings ließ auch Miyoshi etliche Chancen ungenutzt. Unermüdlich aber ist er unterwegs, kurbelt an, findet die Räume, marschiert – und zeigt gerade gegen den Ball eine Intensität, wie sie Rösler fordert. So schaffte es Miyoshi in die Top drei der 2. Liga bei den intensiven Läufen (451). Nur Hannovers Maurice Neubauer und Hiroki Sekine, sein Landsmann von Holstein Kiel, liegen vor ihm. Auch bei den Sprints (106/ligaweit Rang 14) und Torschüssen (18/10.) ist Miyoshi Bochums Bester.
Hier zeigt sich eine klare Schwäche von Miyoshi, vom gesamten VfL: Es fehlt an Abschlussstärke. Denn mit 100 Torschüssen liegt der VfL auf Position drei hinter Hertha BSC und Wolfsburg. Anders aber als bei den Berlinern (17 Tore, Platz eins) und Niedersachsen (15/3.) gab es danach nur fünf Mal Torjubel, lediglich Darmstadt ist ebenso schwach. Umgekehrt ist es defensiv: Hier liegt der VfL mit sechs Gegentoren auf Rang zwei hinter dem nächsten Auswärtsgegner am 17. Oktober, dem 1. FC Kaiserslautern.
Bochums Steinwender überzeugt mit starker Passquote
Dass der VfL spielerisch zugelegt hat, liegt auch an einer neuen Innenverteidigung, die den Aufbau mit mehr Ruhe und Sicherheit gestalten kann. Karol Mets und vor allem Michael Steinwender haben den VfL auf ein fußballerisch höheres Level gehievt. Steinwenders Passquote beeindruckt: 94,05 Prozent seiner Pässe kommen an. Bessere Werte als der Österreicher haben nur Hauke Wahl (Wolfsburg) und Fynn Otto (Nürnberg). Als Mannschaft belegt Bochum Rang sechs.
Nur Vorletzter bei der Zahl der Sprints
Mit der neuen Ausrichtung geht auch mehr Ballbesitz einher, im Schnitt kommt Bochum nun auf 51 Prozent - in der Vorsaison waren es nur 45 Prozent. Das bedeutet einen Sprung vom letzten Platz auf Rang acht, am Ziel ist der VfL damit allerdings noch nicht. Viel Luft nach oben ist auch in einigen anderen, gerade für den Rösler-Fußball wichtigen Bereichen, so bei den intensiven Läufen (Platz 13) und den Sprints (17/nur Darmstadt hat weniger). Und: Ein Ranking würde Bochum lieber nicht anführen. Denn Spitzenreiter ist der VfL bei den Gelben Karten (17), wozu vor allem die Verwarnungs-Flut in der ersten Halbzeit in Dresden beitrug.
Quelle: WAZ.de
Beim Pokalspiel in Fürth platzte Uwe Rösler ein bisschen die Hutschnur. Philipp Hofmann zog mal wieder zwei, drei Gegenspieler gleichzeitig auf sich beim 2:1-Fight, wurde dabei mitunter hart attackiert, aus Röslers Sicht auch regelwidrig. Der Trainer des VfL Bochum kritisierte den mangelnden Schutz des Schiedsrichters für seinen 1,95-Meter-Stürmer. Doch der 33-Jährige weiß sich bekanntlich zu wehren – und bleibt beim VfL Bochum der unumstrittene Turm im Angriffszentrum.
Schon in der Bundesliga, als lange Bälle auf Hofmann das bevorzugte Stilmittel des VfL waren, führte der Angreifer stets die Statistiken mit an bei den gewonnenen Kopfballduellen. Daran hat sich nichts geändert. Nach Rang drei in der Vorsaison (165) liefert der zweimalige Torschütze in dieser Spielzeit bisher den Spitzenwert. 37 Mal gewann er in den sechs Liga-Partien, die er allesamt über die komplette Distanz bestritt, ein Kopfballduell und führt das Ranking laut offizieller Daten der Deutschen Fußball-Liga vor Maximilian Großer an. Am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) kommt es damit zu einem Gipfeltreffen in der Luft, wenn der VfL Bochum mit Stürmer Hofmann auf Bielefeld mit Innenverteidiger Großer trifft.
Dass Hofmann weiterhin auch starke Zweikampfwerte aufweist, spricht für sein Durchsetzungsvermögen. Mit 73 gewonnenen Zweikämpfen ist er VfL-intern die Nummer eins und in der 2. Liga insgesamt auf Rang neun notiert.
Miyoshi schafft es bei den intensiven Läufen in die Top drei der 2. Liga
Auch Koji Miyoshi hat seinen Stammplatz sicher bei Rösler. Der Japaner spielte zunächst auf dem rechten Flügel, seit dem Sieg in Dresden darf er in seiner Lieblingsrolle im offensiven Zentrum ran. Wie Hofmann hat er zwei Tore erzielt bisher, wie Hofmann allerdings ließ auch Miyoshi etliche Chancen ungenutzt. Unermüdlich aber ist er unterwegs, kurbelt an, findet die Räume, marschiert – und zeigt gerade gegen den Ball eine Intensität, wie sie Rösler fordert. So schaffte es Miyoshi in die Top drei der 2. Liga bei den intensiven Läufen (451). Nur Hannovers Maurice Neubauer und Hiroki Sekine, sein Landsmann von Holstein Kiel, liegen vor ihm. Auch bei den Sprints (106/ligaweit Rang 14) und Torschüssen (18/10.) ist Miyoshi Bochums Bester.
Hier zeigt sich eine klare Schwäche von Miyoshi, vom gesamten VfL: Es fehlt an Abschlussstärke. Denn mit 100 Torschüssen liegt der VfL auf Position drei hinter Hertha BSC und Wolfsburg. Anders aber als bei den Berlinern (17 Tore, Platz eins) und Niedersachsen (15/3.) gab es danach nur fünf Mal Torjubel, lediglich Darmstadt ist ebenso schwach. Umgekehrt ist es defensiv: Hier liegt der VfL mit sechs Gegentoren auf Rang zwei hinter dem nächsten Auswärtsgegner am 17. Oktober, dem 1. FC Kaiserslautern.
Bochums Steinwender überzeugt mit starker Passquote
Dass der VfL spielerisch zugelegt hat, liegt auch an einer neuen Innenverteidigung, die den Aufbau mit mehr Ruhe und Sicherheit gestalten kann. Karol Mets und vor allem Michael Steinwender haben den VfL auf ein fußballerisch höheres Level gehievt. Steinwenders Passquote beeindruckt: 94,05 Prozent seiner Pässe kommen an. Bessere Werte als der Österreicher haben nur Hauke Wahl (Wolfsburg) und Fynn Otto (Nürnberg). Als Mannschaft belegt Bochum Rang sechs.
Nur Vorletzter bei der Zahl der Sprints
Mit der neuen Ausrichtung geht auch mehr Ballbesitz einher, im Schnitt kommt Bochum nun auf 51 Prozent - in der Vorsaison waren es nur 45 Prozent. Das bedeutet einen Sprung vom letzten Platz auf Rang acht, am Ziel ist der VfL damit allerdings noch nicht. Viel Luft nach oben ist auch in einigen anderen, gerade für den Rösler-Fußball wichtigen Bereichen, so bei den intensiven Läufen (Platz 13) und den Sprints (17/nur Darmstadt hat weniger). Und: Ein Ranking würde Bochum lieber nicht anführen. Denn Spitzenreiter ist der VfL bei den Gelben Karten (17), wozu vor allem die Verwarnungs-Flut in der ersten Halbzeit in Dresden beitrug.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."