09-16-2026, 03:39 PM
Gerrit Holtmann ist Vater geworden, auch Christian Rasmussen fehlte beim Training des VfL Bochum. Coach Uwe Rösler spricht Klartext zu Crimaldi.
Am Dienstag noch trainierte Gerrit Holtmann nach seinen Adduktoren-Problemen wieder. Der Flügelstürmer zeigte sich zuversichtlich, dass er beim Auswärtsspiel des VfL Bochum bei Hannover 96 am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) spielen kann. Doch am Mittwoch fehlte der Linksaußen bei der Einheit – aus erfreulichen Gründen.
Denn Gerrit Holtmann ist erstmals Vater geworden, der Termin stand lange fest. Holtmann und seine Frau Lisa sind nun Eltern der kleinen Isabella Holly. Der VfL postete auf seinen sozialen Kanälen ein Bild des stolzen Papas mit seinem Baby.
Rösler erinnert sich an seine Glücks-Hormone nach einer Geburt
Am Donnerstag will Holtmann wieder im Mannschaftstraining mitmischen. „Eine Geburt löst sehr viele Glücksmoment-Hormone aus, so war es bei mir jedenfalls“, sagte Trainer Uwe Rösler erfreut und fügte mit einem breiten Grinsen an: „Ich konnte danach laufen und rennen und sprinten, drei Tage lang in Folge, das hat eine enorme Energie freigesetzt bei mir.“
Vielleicht ja auch bei Holtmann, auf den Rösler in Hannover ebenso setzt wie auf Christian Rasmussen. Der Däne verpasste die Einheit am Mittwoch. Der zweite zuletzt gesetzte Flügelstürmer neben Holtmann hatte am Vortag Schmerzen nach einem Schuss, „aber es war nur ein Ödem“, sagte Rösler und gab vorsichtig Entwarnung. „Er selbst wollte heute schon trainieren“, so Rösler, der bei Rasmussen kein Risiko eingehen wollte. Nach der Untersuchung „wurde mir gesagt, dass er morgen wieder komplett trainieren kann“.
Rösler erklärt die Auswechslung von Rasmussen gegen Fürth
Nicht unwichtig, denn gegen Fürth zeigte Rasmussen offensiv lange Zeit eine gute Leistung. Dennoch nahm ihn Rösler nach 63 Minuten vom Feld, nachdem er schon nach einer halben Stunde Holtmann auswechseln musste und Rasmussen seine linke Seite zunächst übernahm.
Ab der 35. Minute sei aber „das Momentum“ langsam geschwunden, weil die Arbeit gegen den Ball nicht mehr so funktioniert habe wie mit Holtmann, erklärte Rösler. Die Halbzeit habe geholfen, danach „hatten wir unsere beste Phase“, habe auch Rasmussen Intensität gezeigt, sich beim Anlaufen gesteigert – allerdings nur wenige Minuten. Fürth habe Oberwasser bekommen, „die Räume und Wege wurden für ihn noch länger“, erklärte Rösler Rasmussens Auswechslung.
Rösler ist mit der Entwicklung von Rasmussen grundsätzlich zufrieden
Grundsätzlich ist der Trainer mit der Entwicklung des Dänen, der dreimal eingewechselt wurde und dreimal von Beginn an spielte, zufrieden. Er habe bereits mehr Einsatzminuten gesammelt als ursprünglich gedacht zu diesem Zeitpunkt. Dies vor dem Hintergrund, dass der 23-Jährige in der Vorsaison oft verletzt ausfiel und erst spät in die Vorbereitung einstieg beim VfL. „Im Hinterkopf ging es auch um Belastungssteuerung“, nannte der Coach einen zweiten Aspekt für seinen Wechsel.
Für Rasmussen kam der laufstarke Alessandro Crimaldi, der in der Vorbereitung gerade gegen den Ball große Fortschritte gemacht hatte. Gegen Fürth aber erwischte der 18-Jährige einen schlechten Tag, offensiv wie defensiv. „Die ersten fünf Minuten waren sehr gut von Crimaldi“, sagte Rösler. Doch dann misslang ihm ein Dribbling nach feinem Pass von Philipp Hofmann. „Er ist total frei im Strafraum, kommt nicht vorbei, da war vielleicht seine Enttäuschung zu groß und es sah danach so aus, als ob er teilweise nicht richtig rennt. Er hat den Faden verloren.“
Rösler: „Werden an der Ausrichtung nichts ändern“
Eine Kopfsache womöglich bei einem jungen Mann, was für Rösler zum Entwicklungsprozess gehört. Einen Vorwurf macht er dem Teenager, der gegen Fürth erst sein viertes Pflichtspiel absolvierte für die Profis, daher nicht. Schwächere Leistungen „muss man den Jungen einfach zugestehen“, betonte der Coach. Dass Rösler dies beherzigt, bewies er etwa in der Vorsaison, als er Farid Alfa-Ruprecht auch nach dürftigen Vorstellungen die Treue hielt – und der 19-Jährige am Ende der Saison richtig aufblühte.
„Vom Verein, von mir wird gefordert, dass wir jungen Spielern die Chance geben. An dieser Ausrichtung wird sich nichts ändern“, stellte Rösler klar. Gute Tage und weniger gute Tage „formen dich als Profi. Da ist Alessandro gerade dabei, ich werde ihn auf keinen Fall hängen lassen.“ Der erfahrene 57-Jährige hat mit Crimaldi gesprochen, er habe im Training einen ordentlichen Eindruck gemacht.
Rösler appelliert an die Fans des VfL Bochum
Klartext sprach Rösler zum Umgang mit Crimaldi, nachdem es in den sozialen Medien zahlreiche negative Kommentare, auch Beleidigungen gegen den Jungprofi gegeben hatte. „Wenn da einige meinen, die müssen Alessandro beleidigen im Internet, dann tut mir das sehr, sehr leid. Ich glaube, das können keine VfLer sein“, sagte Rösler und appellierte an die Fans: „Ich wünsche mir, dass unsere Fans die ganze Mannschaft unterstützen, inklusive unserer jungen Spieler, auch wenn sie vielleicht mal nicht so einen guten Tag haben.“
Quelle: WAZ.de
Am Dienstag noch trainierte Gerrit Holtmann nach seinen Adduktoren-Problemen wieder. Der Flügelstürmer zeigte sich zuversichtlich, dass er beim Auswärtsspiel des VfL Bochum bei Hannover 96 am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) spielen kann. Doch am Mittwoch fehlte der Linksaußen bei der Einheit – aus erfreulichen Gründen.
Denn Gerrit Holtmann ist erstmals Vater geworden, der Termin stand lange fest. Holtmann und seine Frau Lisa sind nun Eltern der kleinen Isabella Holly. Der VfL postete auf seinen sozialen Kanälen ein Bild des stolzen Papas mit seinem Baby.
Rösler erinnert sich an seine Glücks-Hormone nach einer Geburt
Am Donnerstag will Holtmann wieder im Mannschaftstraining mitmischen. „Eine Geburt löst sehr viele Glücksmoment-Hormone aus, so war es bei mir jedenfalls“, sagte Trainer Uwe Rösler erfreut und fügte mit einem breiten Grinsen an: „Ich konnte danach laufen und rennen und sprinten, drei Tage lang in Folge, das hat eine enorme Energie freigesetzt bei mir.“
Vielleicht ja auch bei Holtmann, auf den Rösler in Hannover ebenso setzt wie auf Christian Rasmussen. Der Däne verpasste die Einheit am Mittwoch. Der zweite zuletzt gesetzte Flügelstürmer neben Holtmann hatte am Vortag Schmerzen nach einem Schuss, „aber es war nur ein Ödem“, sagte Rösler und gab vorsichtig Entwarnung. „Er selbst wollte heute schon trainieren“, so Rösler, der bei Rasmussen kein Risiko eingehen wollte. Nach der Untersuchung „wurde mir gesagt, dass er morgen wieder komplett trainieren kann“.
Rösler erklärt die Auswechslung von Rasmussen gegen Fürth
Nicht unwichtig, denn gegen Fürth zeigte Rasmussen offensiv lange Zeit eine gute Leistung. Dennoch nahm ihn Rösler nach 63 Minuten vom Feld, nachdem er schon nach einer halben Stunde Holtmann auswechseln musste und Rasmussen seine linke Seite zunächst übernahm.
Ab der 35. Minute sei aber „das Momentum“ langsam geschwunden, weil die Arbeit gegen den Ball nicht mehr so funktioniert habe wie mit Holtmann, erklärte Rösler. Die Halbzeit habe geholfen, danach „hatten wir unsere beste Phase“, habe auch Rasmussen Intensität gezeigt, sich beim Anlaufen gesteigert – allerdings nur wenige Minuten. Fürth habe Oberwasser bekommen, „die Räume und Wege wurden für ihn noch länger“, erklärte Rösler Rasmussens Auswechslung.
Rösler ist mit der Entwicklung von Rasmussen grundsätzlich zufrieden
Grundsätzlich ist der Trainer mit der Entwicklung des Dänen, der dreimal eingewechselt wurde und dreimal von Beginn an spielte, zufrieden. Er habe bereits mehr Einsatzminuten gesammelt als ursprünglich gedacht zu diesem Zeitpunkt. Dies vor dem Hintergrund, dass der 23-Jährige in der Vorsaison oft verletzt ausfiel und erst spät in die Vorbereitung einstieg beim VfL. „Im Hinterkopf ging es auch um Belastungssteuerung“, nannte der Coach einen zweiten Aspekt für seinen Wechsel.
Für Rasmussen kam der laufstarke Alessandro Crimaldi, der in der Vorbereitung gerade gegen den Ball große Fortschritte gemacht hatte. Gegen Fürth aber erwischte der 18-Jährige einen schlechten Tag, offensiv wie defensiv. „Die ersten fünf Minuten waren sehr gut von Crimaldi“, sagte Rösler. Doch dann misslang ihm ein Dribbling nach feinem Pass von Philipp Hofmann. „Er ist total frei im Strafraum, kommt nicht vorbei, da war vielleicht seine Enttäuschung zu groß und es sah danach so aus, als ob er teilweise nicht richtig rennt. Er hat den Faden verloren.“
Rösler: „Werden an der Ausrichtung nichts ändern“
Eine Kopfsache womöglich bei einem jungen Mann, was für Rösler zum Entwicklungsprozess gehört. Einen Vorwurf macht er dem Teenager, der gegen Fürth erst sein viertes Pflichtspiel absolvierte für die Profis, daher nicht. Schwächere Leistungen „muss man den Jungen einfach zugestehen“, betonte der Coach. Dass Rösler dies beherzigt, bewies er etwa in der Vorsaison, als er Farid Alfa-Ruprecht auch nach dürftigen Vorstellungen die Treue hielt – und der 19-Jährige am Ende der Saison richtig aufblühte.
„Vom Verein, von mir wird gefordert, dass wir jungen Spielern die Chance geben. An dieser Ausrichtung wird sich nichts ändern“, stellte Rösler klar. Gute Tage und weniger gute Tage „formen dich als Profi. Da ist Alessandro gerade dabei, ich werde ihn auf keinen Fall hängen lassen.“ Der erfahrene 57-Jährige hat mit Crimaldi gesprochen, er habe im Training einen ordentlichen Eindruck gemacht.
Rösler appelliert an die Fans des VfL Bochum
Klartext sprach Rösler zum Umgang mit Crimaldi, nachdem es in den sozialen Medien zahlreiche negative Kommentare, auch Beleidigungen gegen den Jungprofi gegeben hatte. „Wenn da einige meinen, die müssen Alessandro beleidigen im Internet, dann tut mir das sehr, sehr leid. Ich glaube, das können keine VfLer sein“, sagte Rösler und appellierte an die Fans: „Ich wünsche mir, dass unsere Fans die ganze Mannschaft unterstützen, inklusive unserer jungen Spieler, auch wenn sie vielleicht mal nicht so einen guten Tag haben.“
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."