09-13-2026, 09:44 AM
Lange hatte Bochum gegen Fürth den Sieg vor Augen. In der Schlussphase kippte das Spiel, die Gäste erzielten den 1:1-Ausgleich. Timo Horn benennt, was dem VfL zu einer Spitzenmannschaft fehlt.
Die Kombination ist eingeübt. Maximilian Wittek legt auf, Philipp Hofmann vollendet. Vier der letzten fünf Bochumer Tore gegen Fürth gelangen auf diese Art und Weise. Zum siebten Pflichtspielsieg in Folge gegen die Mittelfranken reichte es an diesem Wochenende aber nicht. Kapitän und Torwart Timo Horn sprach im Anschluss der Partie über Schwachstellen beim VfL und die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen.
Herr Horn, der VfL führt mit 1:0, ist dem zweiten Tor lange näher als die Gäste dem ersten, und am Ende zittern alle Bochumer, um wenigstens einen Punkt zu behalten. Wie konnte das passieren?
Ich habe nach dem Spiel gemischte Gefühle. Ich glaube, wenn wir das zweite Tor nachlegen, wird es für Fürth sehr schwer, noch einmal zurückzukommen. Aber schon vor der Halbzeit hatte sich angedeutet, dass wir etwas zu passiv werden. Nach dem Platzverweis gegen Mats Pannewig können wir froh sein, den Punkt mitzunehmen.
Was auffällt: Der VfL hat in fünf Ligaspielen nur vier Gegentreffer kassiert, aber auch erst vier Tore geschossen.
Das ist das, woran wir noch arbeiten müssen, um wirklich eine sehr gute Rolle in der Liga zu spielen. Solche Spiele müssen wir für uns entscheiden, wenn wir ganz oben anklopfen möchten. Ich glaube aber, dass das ein Prozess ist. Wir haben sehr viele neue Spieler dazubekommen und gleichzeitig viele abgegeben. Die Mannschaft muss sich weiterhin finden. Wir befinden uns noch immer in einer frühen Phase der Saison. Trotzdem hat sich unser Zwischenziel nicht verändert. Wir haben uns vorgenommen, vor der Länderspielpause mindestens zehn Punkte zu holen. Mit einem Sieg in Hannover ist das möglich.
Zu den vielen personellen Veränderungen im Sommer kommen immer wieder verletzungsbedingte Ausfälle oder Auswechslungen. Inwiefern ist auch das ein Problem?
Natürlich ist es für eine Mannschaft hilfreich, wenn sie über mehrere Wochen eingespielt ist. Es ist aber eine lange Saison, in der man immer wieder Ausfälle und Verletzungen kompensieren muss. Deshalb bin ich froh, dass wir kurz vor Ende der Transferperiode noch einmal nachgelegt haben und nun mehr Alternativen besitzen.
Gegen Fürth allerdings wurde der VfL mit jedem Wechsel instabiler ...
Wir mussten umstellen, weil Fürth zunehmend das Spiel übernommen hat und wir keinen Zugriff mehr bekamen. Die Umstellung war absolut richtig. Der eine oder andere Spieler ging außerdem auf dem Zahnfleisch. Deshalb mussten wir wechseln. Fürth hat offensiv noch einmal alles auf den Platz gebracht. Wir müssen es trotz solcher Druckphasen schaffen, für Entlastung zu sorgen und weiterhin eigene Ballbesitzphasen zu haben. In solchen Situationen sind wir zu hektisch und schlagen die Bälle einfach blind nach vorne.
Es fällt auf, dass der VfL bislang kein einziges Heimspiel gewonnen hat, auswärts aber eine makellose Bilanz hat. Ist das Zufall oder nicht?
Vor der Saison hätten wir wahrscheinlich nicht damit gerechnet, jedes Auswärtsspiel zu gewinnen und gleichzeitig zu Hause sieglos zu bleiben. Es wäre schön, wenn wir unsere neu gewonnene Auswärtsstärke jetzt auch in Hannover auf den Platz bringen. Sie haben zwar eine starke Mannschaft, werden aber nicht vor Selbstvertrauen strotzen. Das müssen wir ausnutzen.
Quelle: Kicker.de
Die Kombination ist eingeübt. Maximilian Wittek legt auf, Philipp Hofmann vollendet. Vier der letzten fünf Bochumer Tore gegen Fürth gelangen auf diese Art und Weise. Zum siebten Pflichtspielsieg in Folge gegen die Mittelfranken reichte es an diesem Wochenende aber nicht. Kapitän und Torwart Timo Horn sprach im Anschluss der Partie über Schwachstellen beim VfL und die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen.
Herr Horn, der VfL führt mit 1:0, ist dem zweiten Tor lange näher als die Gäste dem ersten, und am Ende zittern alle Bochumer, um wenigstens einen Punkt zu behalten. Wie konnte das passieren?
Ich habe nach dem Spiel gemischte Gefühle. Ich glaube, wenn wir das zweite Tor nachlegen, wird es für Fürth sehr schwer, noch einmal zurückzukommen. Aber schon vor der Halbzeit hatte sich angedeutet, dass wir etwas zu passiv werden. Nach dem Platzverweis gegen Mats Pannewig können wir froh sein, den Punkt mitzunehmen.
Was auffällt: Der VfL hat in fünf Ligaspielen nur vier Gegentreffer kassiert, aber auch erst vier Tore geschossen.
Das ist das, woran wir noch arbeiten müssen, um wirklich eine sehr gute Rolle in der Liga zu spielen. Solche Spiele müssen wir für uns entscheiden, wenn wir ganz oben anklopfen möchten. Ich glaube aber, dass das ein Prozess ist. Wir haben sehr viele neue Spieler dazubekommen und gleichzeitig viele abgegeben. Die Mannschaft muss sich weiterhin finden. Wir befinden uns noch immer in einer frühen Phase der Saison. Trotzdem hat sich unser Zwischenziel nicht verändert. Wir haben uns vorgenommen, vor der Länderspielpause mindestens zehn Punkte zu holen. Mit einem Sieg in Hannover ist das möglich.
Zu den vielen personellen Veränderungen im Sommer kommen immer wieder verletzungsbedingte Ausfälle oder Auswechslungen. Inwiefern ist auch das ein Problem?
Natürlich ist es für eine Mannschaft hilfreich, wenn sie über mehrere Wochen eingespielt ist. Es ist aber eine lange Saison, in der man immer wieder Ausfälle und Verletzungen kompensieren muss. Deshalb bin ich froh, dass wir kurz vor Ende der Transferperiode noch einmal nachgelegt haben und nun mehr Alternativen besitzen.
Gegen Fürth allerdings wurde der VfL mit jedem Wechsel instabiler ...
Wir mussten umstellen, weil Fürth zunehmend das Spiel übernommen hat und wir keinen Zugriff mehr bekamen. Die Umstellung war absolut richtig. Der eine oder andere Spieler ging außerdem auf dem Zahnfleisch. Deshalb mussten wir wechseln. Fürth hat offensiv noch einmal alles auf den Platz gebracht. Wir müssen es trotz solcher Druckphasen schaffen, für Entlastung zu sorgen und weiterhin eigene Ballbesitzphasen zu haben. In solchen Situationen sind wir zu hektisch und schlagen die Bälle einfach blind nach vorne.
Es fällt auf, dass der VfL bislang kein einziges Heimspiel gewonnen hat, auswärts aber eine makellose Bilanz hat. Ist das Zufall oder nicht?
Vor der Saison hätten wir wahrscheinlich nicht damit gerechnet, jedes Auswärtsspiel zu gewinnen und gleichzeitig zu Hause sieglos zu bleiben. Es wäre schön, wenn wir unsere neu gewonnene Auswärtsstärke jetzt auch in Hannover auf den Platz bringen. Sie haben zwar eine starke Mannschaft, werden aber nicht vor Selbstvertrauen strotzen. Das müssen wir ausnutzen.
Quelle: Kicker.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."