09-04-2026, 01:32 PM
VfL-Trainer Uwe Rösler sieht trotz Kritik Fortschritte im Offensivspiel. Neue Transfers sollen Bochum zu mehr Torgefahr und Erfolgen führen.
Uwe Rösler wusste genau, woran er in dieser Woche arbeiten muss. „Wir haben heute viel im letzten Drittel gearbeitet. Viele Flankensituationen, viele Spielmomente um die Box keiert, und daran gearbeitet, dass wir dort noch bessere Lösungen finden und zielstrebiger sind“, sagte der Trainer des VfL Bochum bereits zu Wochenbeginn vor dem schweren Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden am Samstagabend (20.30 Uhr, Sky und Nitro), das für ihn und seine Mannschaft bereits zum Stimmungstest wird. Nach drei Spielen in der Zweiten Liga rangiert der VfL nur bei drei Punkten, hat beide Heimspiele gegen Hertha BSC und den VfL Osnabrück verloren. Zwei „Ohrfeigen“, wie es der Trainer selbst nach der Pleite am vergangenen Freitag sagte.
Zwar steht seine Mannschaft defensiv sehr gut, stellt derzeit nach Kaiserslautern und zusammen mit dem VfL Wolfsburg die zweitbeste Verteidigung der Liga. Doch nach vorn hapert es. Allerdings nicht strukturell, wie der Trainer betonte. „Die Wahrheit ist: Der Ball muss nach vorn und dabei sind wir nicht zwingend genug. Die Durchschlagskraft fehlt, wir sind teilweise zu verspielt“, so der 57-Jährige, der „fußballerisch eine Riesenentwicklung“ im Vergleich zur vergangenen Saison sieht.
Die klaren Spielansätze sind in allen vier Partien zu sehen gewesen und auch die 65 Prozent Ballbesitz gegen Osnabrück waren vorgesehen. Allerdings fehlten dem VfL Bochum vor dem gegnerischen Tor jeglicher Zug, die „Wow-Momente“, wie Philipp Hofmann sagte. Er sei zu häufig allein im Strafraum, sagte Rösler über seinen Mittelstürmer. Mit einem Francis Onyeka im Kader, glaubt der Trainer, wären bereits mehr Bochumer Tore gefallen. Auch deshalb legten die Verantwortlichen kurz vor Schluss noch einmal auf dem Transfermarkt nach – allerdings ohne Schnellschüsse abzugeben. Die Transfers von Jarne Steuckers und Charlie Patino waren lange in Planung, konnten aufgrund der Marktgesetze aber erst spät umgesetzt werden. Beide sollten die spielerische Qualität anheben und mehr Abschlüsse produzieren. Steuckers etwa war vor zwei Jahren der beste Chancen-Initiator in der belgischen Liga.
Mehr Möglichkeiten durch Neuzugänge
Rösler und die Verantwortlichen erhoffen sich nun mit dem fertigen Kader mehr Spielwitz, mehr Chancen – und natürlich viele Siege. Wenngleich sich Rösler gegen die bisherige Kritik wehrt. „Wir sind die Mannschaft, die den drittmeisten Ballbesitz hat in der Liga. Wir sind die Mannschaft, die den Ball mit am schnellsten zurückerobert“, sagte er. 13 Sekunden braucht sein Team nur, um den Ball wieder in die eigenen Reihen zu befördern. „In diesen Kategorien gehörten wir letzte Saison zu den schlechtesten fünf Klubs“, sagte Rösler. Was den 57-Jährigen zur Erkenntnis bringt: „Viele Leute, speziell hier in Bochum, machen alles am Resultat abhängig. Wir können Scheiße spielen, spielerisch schlecht sein und 2:0 aus Kontern gewinnen, dann ist die Welt okay. Wir können uns versuchen, zu verbessern und uns entwickeln, dann so ein Spiel, sehr unglücklich und durch Dummheit verlieren, und dann ist halt alles schlecht.“
Wohlwissend, dass Fußball natürlich ein Ergebnissport ist. Und daran setzt der Trainer an. Unter der Woche stand im Fokus, möglichst effektiv und mit Geschwindigkeit in den Strafraum zu kommen. Steuckers deutete bereits an, dass er mit seinem linken Fuß für Gefahr sorgen kann, und auch Berkan Taz war anders einbezogen. Insgesamt hat Rösler speziell in der Offensive nun viele Möglichkeiten, um in verschiedenen Systemen und Spielansätzen zu agieren. Gut möglich, dass Taz und Steuckers schon in Dresden zusammen eine Doppelzehn bilden, nachdem Koji Miyoshi unter der Woche das Training abbrechen musste. Zudem spielte Christian Rasmussen im Training unter der Woche häufig auf dem rechten Flügel.
Restverteidigung bleibt ein Thema beim VfL Bochum
Rösler jedenfalls ist froh über die neuen Möglichkeiten. „Wenn du das Mannschaftsfoto gesehen hast vor ein paar Wochen, da war mehr Staff als Spieler auf dem Bild. Das hat sich jetzt geändert. Wir wollen alle etwas erreichen und dazu braucht man einen Kader, der das zulässt. Mit den Neuzugängen sind wir in einer viel besseren Position, als wir vielleicht noch vor zwei Wochen waren. Und das ist wichtig.“
Ein Thema bleibt aber die Restverteidigung und das Gegenpressing. Rösler möchte das Spielfeld mit einer hochstehenden Viererkette kleinhalten, um möglichst früh den Ball zu gewinnen und umzuschalten. Gegen Osnabrück erlaubte das dem Gegner Konter. Diese sollen gegen Dresden vermieden werden. Zudem: „Wir müssen mehr Präsenz in der Box zeigen. Das Spiel gegen Osnabrück war im Endeffekt ineffektiv im letzten Drittel. Aber wie wir dahin gekommen sind, ist so, wie wir spielen wollen.“
Quelle: WAZ.de
Uwe Rösler wusste genau, woran er in dieser Woche arbeiten muss. „Wir haben heute viel im letzten Drittel gearbeitet. Viele Flankensituationen, viele Spielmomente um die Box keiert, und daran gearbeitet, dass wir dort noch bessere Lösungen finden und zielstrebiger sind“, sagte der Trainer des VfL Bochum bereits zu Wochenbeginn vor dem schweren Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden am Samstagabend (20.30 Uhr, Sky und Nitro), das für ihn und seine Mannschaft bereits zum Stimmungstest wird. Nach drei Spielen in der Zweiten Liga rangiert der VfL nur bei drei Punkten, hat beide Heimspiele gegen Hertha BSC und den VfL Osnabrück verloren. Zwei „Ohrfeigen“, wie es der Trainer selbst nach der Pleite am vergangenen Freitag sagte.
Zwar steht seine Mannschaft defensiv sehr gut, stellt derzeit nach Kaiserslautern und zusammen mit dem VfL Wolfsburg die zweitbeste Verteidigung der Liga. Doch nach vorn hapert es. Allerdings nicht strukturell, wie der Trainer betonte. „Die Wahrheit ist: Der Ball muss nach vorn und dabei sind wir nicht zwingend genug. Die Durchschlagskraft fehlt, wir sind teilweise zu verspielt“, so der 57-Jährige, der „fußballerisch eine Riesenentwicklung“ im Vergleich zur vergangenen Saison sieht.
Die klaren Spielansätze sind in allen vier Partien zu sehen gewesen und auch die 65 Prozent Ballbesitz gegen Osnabrück waren vorgesehen. Allerdings fehlten dem VfL Bochum vor dem gegnerischen Tor jeglicher Zug, die „Wow-Momente“, wie Philipp Hofmann sagte. Er sei zu häufig allein im Strafraum, sagte Rösler über seinen Mittelstürmer. Mit einem Francis Onyeka im Kader, glaubt der Trainer, wären bereits mehr Bochumer Tore gefallen. Auch deshalb legten die Verantwortlichen kurz vor Schluss noch einmal auf dem Transfermarkt nach – allerdings ohne Schnellschüsse abzugeben. Die Transfers von Jarne Steuckers und Charlie Patino waren lange in Planung, konnten aufgrund der Marktgesetze aber erst spät umgesetzt werden. Beide sollten die spielerische Qualität anheben und mehr Abschlüsse produzieren. Steuckers etwa war vor zwei Jahren der beste Chancen-Initiator in der belgischen Liga.
Mehr Möglichkeiten durch Neuzugänge
Rösler und die Verantwortlichen erhoffen sich nun mit dem fertigen Kader mehr Spielwitz, mehr Chancen – und natürlich viele Siege. Wenngleich sich Rösler gegen die bisherige Kritik wehrt. „Wir sind die Mannschaft, die den drittmeisten Ballbesitz hat in der Liga. Wir sind die Mannschaft, die den Ball mit am schnellsten zurückerobert“, sagte er. 13 Sekunden braucht sein Team nur, um den Ball wieder in die eigenen Reihen zu befördern. „In diesen Kategorien gehörten wir letzte Saison zu den schlechtesten fünf Klubs“, sagte Rösler. Was den 57-Jährigen zur Erkenntnis bringt: „Viele Leute, speziell hier in Bochum, machen alles am Resultat abhängig. Wir können Scheiße spielen, spielerisch schlecht sein und 2:0 aus Kontern gewinnen, dann ist die Welt okay. Wir können uns versuchen, zu verbessern und uns entwickeln, dann so ein Spiel, sehr unglücklich und durch Dummheit verlieren, und dann ist halt alles schlecht.“
Wohlwissend, dass Fußball natürlich ein Ergebnissport ist. Und daran setzt der Trainer an. Unter der Woche stand im Fokus, möglichst effektiv und mit Geschwindigkeit in den Strafraum zu kommen. Steuckers deutete bereits an, dass er mit seinem linken Fuß für Gefahr sorgen kann, und auch Berkan Taz war anders einbezogen. Insgesamt hat Rösler speziell in der Offensive nun viele Möglichkeiten, um in verschiedenen Systemen und Spielansätzen zu agieren. Gut möglich, dass Taz und Steuckers schon in Dresden zusammen eine Doppelzehn bilden, nachdem Koji Miyoshi unter der Woche das Training abbrechen musste. Zudem spielte Christian Rasmussen im Training unter der Woche häufig auf dem rechten Flügel.
Restverteidigung bleibt ein Thema beim VfL Bochum
Rösler jedenfalls ist froh über die neuen Möglichkeiten. „Wenn du das Mannschaftsfoto gesehen hast vor ein paar Wochen, da war mehr Staff als Spieler auf dem Bild. Das hat sich jetzt geändert. Wir wollen alle etwas erreichen und dazu braucht man einen Kader, der das zulässt. Mit den Neuzugängen sind wir in einer viel besseren Position, als wir vielleicht noch vor zwei Wochen waren. Und das ist wichtig.“
Ein Thema bleibt aber die Restverteidigung und das Gegenpressing. Rösler möchte das Spielfeld mit einer hochstehenden Viererkette kleinhalten, um möglichst früh den Ball zu gewinnen und umzuschalten. Gegen Osnabrück erlaubte das dem Gegner Konter. Diese sollen gegen Dresden vermieden werden. Zudem: „Wir müssen mehr Präsenz in der Box zeigen. Das Spiel gegen Osnabrück war im Endeffekt ineffektiv im letzten Drittel. Aber wie wir dahin gekommen sind, ist so, wie wir spielen wollen.“
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
