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Alles wie immer beim VfL Bochum?
#1
Die Auftaktniederlage des VfL Bochum gegen Hertha BSC war unnötig wie ärgerlich. Die Spieler glauben nicht an DEL nächsten Negativlauf. 

Wie eng Freud und Leid in der Zweiten Liga in der kommenden Spielzeit zusammenliegen können, war im Ruhrstadion am Freitagabend direkt nach dem Schlusspfiff des Eröffnungsspiels zu sehen. Auf der einen Seite feierten die Spieler von Hertha BSC gemeinsam mit ihren Anhängern, während die Bochumer vor der Ostkurve wieder einmal eine Auftaktniederlage verkraften mussten. Das zarte Pflänzchen namens Euphorie, das nach einer guten Vorbereitung und aufgrund der neu formierten Mannschaft langsam aufblühte, droht nach der 0:1-Niederlage des VfL Bochum gegen den Hauptstadt-Klub schon wieder zu verwelken. Oder doch nicht? 

„Ich glaube, dass wir uns nicht viel vorzuwerfen haben“, sagte Maximilian Wittek. „Positiv ist, dass wir nach dem 0:1 nicht den Kopf verloren haben, dass wir vor allem in der zweiten Halbzeit spielerisch besser geworden sind.“ Ähnlich analysierte auch Uwe Rösler die Partie. Er sei unzufrieden gewesen, dass seine Mannschaft in den ersten 45 Minuten zu viele zweite Bälle weggegeben hat. Den Bochumern fehlte zudem immer wieder etwas der Zugriff, die Mittelfeldspieler kamen oftmals einen Schritt zu spät. „Wir haben ein bisschen Probleme gehabt, es hat die Durchschlagskraft auch in den Zweikämpfen gefehlt“, sagte Wittek. Sein Trainer sprach von „fehlender individueller Qualität in den Zweikämpfen“. 

Spielerische Mängel beim VfL Bochum
Hinzu kamen spielerische Mängel in der Doppelbesetzung Enis Cokaj und Jean Manuel Mbom. Der VfL Bochum ist mit den beiden eher defensiv ausgerichteten Spielern nicht kreativ genug. „Wir brauchten mehr Fußball“, sagte Rösler. Durch die Einwechslung von Mats Pannewig für Mbom und von Karol Mets für Yigit Karademir, der ein ordentliches Debüt feierte, wurde es dann im zweiten Durchgang besser. Auch schafften es die Bochumer häufiger, von hinten aufzubauen. Berkan Taz bekam dadurch häufiger die Bälle. Mit der zweiten Halbzeit kann ich absolut leben“, sagte Rösler.

Das Tor trafen die VfL-Profis trotz bester Gelegenheiten allerdings nicht. Philipp Hofmann war glücklos, Taz ließ schon in der ersten Halbzeit eine „1000-prozentige Chance“, wie es Torhüter Timo Horn später sagte, liegen. Der eingewechselte Gerrit Holtmann betrieb zwar Eigenwerbung, blieb im Abschluss allerdings auch glücklos. Gleich mehrere Bälle rutschten ihm über den Schlappen. 

Das ist der Unterschied zum letzten Jahr
Wirklich niedergeschmettert seien die Bochumer aber nicht gewesen, berichtete Wittek. Dafür sei die grundsätzliche Darbietung in Ordnung gewesen. Schließlich bot auch Hertha BSC wahrlich keinen Leckerbissen-Auftritt an, nutzte den einen Fehler, den die Bochumer am Ende so richtig zuließen. Viel mehr Chancen hatten die Gäste dann allerdings auch nicht. „Ich glaube, wir können das Ganze ganz gut einordnen. Jetzt zählt es, dass wir das nächste Woche besser machen“, sagte Wittek.

Hoffnung dafür macht ihm der von den drei Direktoren Markus Brunnschneider, Simon Zoller und Jonas Schlevogt neu zusammengestellte Kader. „Dieses Jahr ist es mannschaftlich ein deutlicher Unterschied“, so der Linksverteidiger. „Wir haben viele Spieler dazugewonnen, die jetzt im Mittelpunkt ihrer Karriere sind, die schon einiges gesehen haben, die mit solchen Rückschlägen auch besser umgehen können.“ Dies sei auch der Unterschied zur vergangenen Saison, als die Auftaktniederlage gegen Darmstadt 98 (1:4) nur der Startpunkt eines Negativstrudels war und die älteren Spieler die jungen nicht auffangen konnten. „Auch für uns ältere Spieler ist es nicht optimal, wenn wir so reinstarten. Aber wir müssen jetzt nicht bei anderen Aufbauarbeit leisten“, so Wittek. 

Dass es spielerisch schon gegen Eintracht Braunschweig am kommenden Freitag (18.30 Uhr, Sky) aufwärtsgehen kann, zeigte die zweite Halbzeit. Mit Mets, Pannewig und Holtmann im Spiel kam der VfL besser vor das gegnerische Tor. Eine weitere Trainingswoche sollte allen drei Spielern guttun. Und wahrscheinlich wird sogar in der kommenden Woche auch noch ein Neuzugang vorgestellt, der die Qualität auf dem Feld zusätzlich hebt. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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Alles wie immer beim VfL Bochum? - von Herr Bert - Gestern, 01:41 PM

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