08-01-2026, 07:40 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08-01-2026, 07:43 PM von Herr Bert.)
VfL Bochum zeigt im letzten Test vor Saisonstart defensive Stabilität, offenbart aber Lücken im Angriff und sucht gezielt Verstärkung.
Wenn man nach der alten Theater-Regel geht, dass die Premiere klappt, wenn die Generalprobe nicht so läuft, wie man es sich vorstellt, können sich die Fans des VfL Bochum auf die Saisoneröffnung gegen Hertha BSC am kommenden Freitag freuen. Zwar holte die Mannschaft von Uwe Rösler gegen Sheffield United am Samstagnachmittag ein 0:0, doch es war zumindest in der ersten Halbzeit noch mehr drin. Koji Miyoshi und Philipp Hofmann ließen ihre insgesamt drei guten Möglichkeiten ungenutzt.
„In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt, wir waren enttäuscht, weil wir nicht getroffen haben“, bilanzierte Rösler nach dem Spiel in einer Pressekonferenz in einem Englisch-Deutsch-Mix. „In der zweiten Halbzeit war Sheffield klar besser und wir standen mit dem Rücken zur Wand. Das war aber gut“, so der Cheftrainer.
Rösler zufrieden: „Sind schwer zu schlagen“
Es war deutlich zu sehen, dass die Bochumer gefestigter gegen den Ball und unter Druck agieren. Die Verteidigung hielt, bis auf wenige Ausnahmen, der Championship-Truppe mit einem Marktwert von über 100 Millionen Euro stand. Dies war vielleicht sogar die wichtigste Erkenntnis für Rösler. „Wir sind schwer zu schlagen. Jeder verteidigt. Das sieht man in jedem Spiel. Wir hatten eine sehr herausfordernde Vorbereitung und wir haben uns in den Spielen stolz gemacht“, so der 57-Jährige.
Nach Tests gegen namhafte Konkurrenten wie Ajax Amsterdam, Swansea City, Werder Bremen und Sheffield United kann der VfL Bochum durchaus mit breiter Brust in die Saison gegen Hertha BSC gehen. Vor allem ist die Mannschaft deutlich gefestigter, deutlich aktiver unterwegs als noch in der vergangenen Saison. Die Mannschaft kann defensiv und offensiv variabler agieren, kann tief verteidigen, aber auch hoch pressen. Und: „Wir haben einen ausbalancierten Kader. Uns hatte letztes Jahr der Mittelbau gefehlt. Wir haben Spieler dazubekommen, die wissen, wie es geht“, sagte Rösler. Dies war auch gegen Sheffield auffällig, weshalb Gästetrainer Chris Wilder, der Rösler aus gemeinsamen Zeiten in England gut kennt, von einem „harten Test“ sprach.
VfL Bochum fehlt der Tiefgang
Und auch offensiv bringt der VfL vor allem Dank Neuzugang Berkan Taz eine Menge mit. Gegen Sheffield allerdings fehlten ihm in einigen Situationen die Anspielstationen auf den Flügeln. Rösler probierte es in der Startelf mit Koji Miyoshi und Alessandro Crimaldi auf den Flügeln, die fußballerisch zwar beide der Mannschaft viel geben, aber die Tiefe nicht ins Spiel bringen. Oliver Olsen war gegen Sheffield derjenige, der den rechten Flügel im Dreieraufbau mitbesetzte, weil Miyoshi im Halbraum agierte. Der VfL benötigt für sein Spiel dann doch zumindest einen schnellen Flügelspieler auf dem Feld, wie es Gerrit Holtmann eigentlich ist. Doch dem 30-Jährigen war nach seiner Einwechslung noch anzumerken, dass ihm die Spielpraxis und die Spritzigkeit fehlen
Auch aus diesem Grund sucht der VfL Bochum für den Flügel weiterhin einen Neuzugang. Zudem wollen Trainer und Verantwortliche im Mittelfeldzentrum noch nachlegen. „Wir brauchen noch mehr Competition“, sagte Rösler. „Wenn es lange Ausfallzeiten gibt, ist die Bank dünn besetzt.“ Vor allem im Spiel nach vorn ist der VfL von Mats Pannewig abhängig. Dass er in der Vorbereitung mehrere Wochen nicht voll mitmischen konnte, ist ein Knackpunkt. Immerhin gegen Sheffield United sammelte er noch einmal gut eine halbe Stunde. „Wir dürfen und können uns nicht auf Mats Pannewig verlassen“, sagte Rösler allerdings.. „Er ist ein Eckpfeiler. Aber wir haben heute gesehen, dass wir fußballerisch mehr brauchen“, so der Cheftrainer, der damit seine Forderungen nach einem Achter untermauerte.
Rösler fordert noch Neuzgänge
Dennoch sieht Rösler seine Mannschaft eine Woche vor dem Saisonstart auf einem guten Weg. „Wir sind bereit, wir sind wettbewerbsfähig“, sagte er. „Das Gute waren das Resultat, die erste Hälfte und dass unsere Verletzten Spielminuten bekommen haben. Ich weiß, dass Spieler zurückkommen und wir weiter nach zwei Verpflichtungen suchen – die brauchen wir auch.“
Am Montag beginnt die Vier-Tage-Vorbereitung auf die Saisoneröffnung gegen Hertha BSC. Dann soll auch Innenverteidiger Karol Mets wieder voll mitmischen, der am Wochenende individuell trainierte, um sich fit zu machen für die lange Saison. Dass sein Vertreter Yigit Karademir aber eine gute Leistung bot, machte Rösler zuversichtlich. „Kara hat es über 90 Minuten gut gemacht. Er hat die Viererkette schnell verinnerlicht. Ich bin zufrieden, er ist definitiv ein Kandidat für die Startelf. Er hat ein gutes Spiel gegen sehr gute Spieler gemacht“, sagte Rösler.
Nun gehe es um den Feinschliff in der kommenden Woche. „In der Saison wird entscheiden sein, wie mutig wir sind, wenn wir nicht über die Intensität kommen“, sagte Rösler. „Jetzt geht es um die Punkte. Da wird sich die Mentalität der Mannschaft zeigen. Ich kann den Freitagabend kaum erwarten.“ Dann ist die Zeit des Redens vorbei.
Quelle: WAZ.de
Wenn man nach der alten Theater-Regel geht, dass die Premiere klappt, wenn die Generalprobe nicht so läuft, wie man es sich vorstellt, können sich die Fans des VfL Bochum auf die Saisoneröffnung gegen Hertha BSC am kommenden Freitag freuen. Zwar holte die Mannschaft von Uwe Rösler gegen Sheffield United am Samstagnachmittag ein 0:0, doch es war zumindest in der ersten Halbzeit noch mehr drin. Koji Miyoshi und Philipp Hofmann ließen ihre insgesamt drei guten Möglichkeiten ungenutzt.
„In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt, wir waren enttäuscht, weil wir nicht getroffen haben“, bilanzierte Rösler nach dem Spiel in einer Pressekonferenz in einem Englisch-Deutsch-Mix. „In der zweiten Halbzeit war Sheffield klar besser und wir standen mit dem Rücken zur Wand. Das war aber gut“, so der Cheftrainer.
Rösler zufrieden: „Sind schwer zu schlagen“
Es war deutlich zu sehen, dass die Bochumer gefestigter gegen den Ball und unter Druck agieren. Die Verteidigung hielt, bis auf wenige Ausnahmen, der Championship-Truppe mit einem Marktwert von über 100 Millionen Euro stand. Dies war vielleicht sogar die wichtigste Erkenntnis für Rösler. „Wir sind schwer zu schlagen. Jeder verteidigt. Das sieht man in jedem Spiel. Wir hatten eine sehr herausfordernde Vorbereitung und wir haben uns in den Spielen stolz gemacht“, so der 57-Jährige.
Nach Tests gegen namhafte Konkurrenten wie Ajax Amsterdam, Swansea City, Werder Bremen und Sheffield United kann der VfL Bochum durchaus mit breiter Brust in die Saison gegen Hertha BSC gehen. Vor allem ist die Mannschaft deutlich gefestigter, deutlich aktiver unterwegs als noch in der vergangenen Saison. Die Mannschaft kann defensiv und offensiv variabler agieren, kann tief verteidigen, aber auch hoch pressen. Und: „Wir haben einen ausbalancierten Kader. Uns hatte letztes Jahr der Mittelbau gefehlt. Wir haben Spieler dazubekommen, die wissen, wie es geht“, sagte Rösler. Dies war auch gegen Sheffield auffällig, weshalb Gästetrainer Chris Wilder, der Rösler aus gemeinsamen Zeiten in England gut kennt, von einem „harten Test“ sprach.
VfL Bochum fehlt der Tiefgang
Und auch offensiv bringt der VfL vor allem Dank Neuzugang Berkan Taz eine Menge mit. Gegen Sheffield allerdings fehlten ihm in einigen Situationen die Anspielstationen auf den Flügeln. Rösler probierte es in der Startelf mit Koji Miyoshi und Alessandro Crimaldi auf den Flügeln, die fußballerisch zwar beide der Mannschaft viel geben, aber die Tiefe nicht ins Spiel bringen. Oliver Olsen war gegen Sheffield derjenige, der den rechten Flügel im Dreieraufbau mitbesetzte, weil Miyoshi im Halbraum agierte. Der VfL benötigt für sein Spiel dann doch zumindest einen schnellen Flügelspieler auf dem Feld, wie es Gerrit Holtmann eigentlich ist. Doch dem 30-Jährigen war nach seiner Einwechslung noch anzumerken, dass ihm die Spielpraxis und die Spritzigkeit fehlen
Auch aus diesem Grund sucht der VfL Bochum für den Flügel weiterhin einen Neuzugang. Zudem wollen Trainer und Verantwortliche im Mittelfeldzentrum noch nachlegen. „Wir brauchen noch mehr Competition“, sagte Rösler. „Wenn es lange Ausfallzeiten gibt, ist die Bank dünn besetzt.“ Vor allem im Spiel nach vorn ist der VfL von Mats Pannewig abhängig. Dass er in der Vorbereitung mehrere Wochen nicht voll mitmischen konnte, ist ein Knackpunkt. Immerhin gegen Sheffield United sammelte er noch einmal gut eine halbe Stunde. „Wir dürfen und können uns nicht auf Mats Pannewig verlassen“, sagte Rösler allerdings.. „Er ist ein Eckpfeiler. Aber wir haben heute gesehen, dass wir fußballerisch mehr brauchen“, so der Cheftrainer, der damit seine Forderungen nach einem Achter untermauerte.
Rösler fordert noch Neuzgänge
Dennoch sieht Rösler seine Mannschaft eine Woche vor dem Saisonstart auf einem guten Weg. „Wir sind bereit, wir sind wettbewerbsfähig“, sagte er. „Das Gute waren das Resultat, die erste Hälfte und dass unsere Verletzten Spielminuten bekommen haben. Ich weiß, dass Spieler zurückkommen und wir weiter nach zwei Verpflichtungen suchen – die brauchen wir auch.“
Am Montag beginnt die Vier-Tage-Vorbereitung auf die Saisoneröffnung gegen Hertha BSC. Dann soll auch Innenverteidiger Karol Mets wieder voll mitmischen, der am Wochenende individuell trainierte, um sich fit zu machen für die lange Saison. Dass sein Vertreter Yigit Karademir aber eine gute Leistung bot, machte Rösler zuversichtlich. „Kara hat es über 90 Minuten gut gemacht. Er hat die Viererkette schnell verinnerlicht. Ich bin zufrieden, er ist definitiv ein Kandidat für die Startelf. Er hat ein gutes Spiel gegen sehr gute Spieler gemacht“, sagte Rösler.
Nun gehe es um den Feinschliff in der kommenden Woche. „In der Saison wird entscheiden sein, wie mutig wir sind, wenn wir nicht über die Intensität kommen“, sagte Rösler. „Jetzt geht es um die Punkte. Da wird sich die Mentalität der Mannschaft zeigen. Ich kann den Freitagabend kaum erwarten.“ Dann ist die Zeit des Redens vorbei.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."