05-27-2026, 06:21 PM
Viele Spieler haben den VfL Bochum vor der abgelaufenen Saison verlassen. Was aus ihnen geworden ist und wo sie heute spielen. Teil II.
Der Abstieg aus der Bundesliga hatte dem VfL Bochum einen großen Umbruch im vergangenen Jahr eingebracht. Ähnlich drastisch wird er wohl auch in dieser Saison ausfallen. Doch was ist aus den Abgängen der Bochumer bei ihren neuen Klubs geworden? Nachdem wir bereits auf die Spieler geblickt haben, die dem Zweitligisten in der vergangenen Saison wichtige Ablösen eingebracht haben, blicken wir nun auf die Akteure, die den Verein ablösefrei verließen oder nach Leihen zu ihren Stammklubs zurückkehrten.
Nicht jeder Spieler ist glücklich geworden bei seinem neuen Klub. So haben sich Dani de Wit, Georgios Masouras und Co. in dieser Spielzeit geschlagen.
Dani de Wit: Conference League dramatisch verpasst
Der Niederländer galt vor zwei Jahren als Toptransfer des VfL Bochum, als er ablösefrei an die Castroper Straße kam. Doch angekommen war er nie richtig. Wenngleich er immerhin regelmäßig spielte. Bochum wollte den teuren Offensivmann im vergangenen Sommer dringend abgeben, und weil sich noch vor Öffnung des Transferfensters kein Wettbieten einstellte, entschieden die Verantwortlichen, de Wit ablösefrei nach Utrecht abzugeben. Der Eredivisie-Klub freute sich über das Schnäppchen, denn dort fand er zu alter Stärke zurück, war maßgeblich daran beteiligt, dass Utrecht vom internationalen Geschäft träumen konnte. Trotz einer Fußverletzung, die ihn mehrere Wochen kostete, schoss er neun Tore in 41 Spielen, spielte sogar in der Europa League. Mit dem internationalen Geschäft in der kommenden Saison wird es allerdings nichts. Utrecht verlor am Pfingstwochenende dramatisch im Elfmeterschießen gegen Ajax Amsterdam das Play-off-Finale um die Conference-League-Teilnahme.
Bernardo: Mit Hoffenheim ins internationale Geschäft
Es waren Aussagen, die sie bei der TSG Hoffenheim mit Wohlwollen gehört haben dürften. „Wenn Andi Schicker meinen Vertrag verlängern will, werde ich das akzeptieren“, sagte Bernardo noch im März gegenüber dem Kicker. Der Brasilianer fühlte sich direkt in seinem ersten Jahr im Kraichgau wohl und lieferte auch wie gewohnt starke Leistungen ab. Seine Zweikampfwerte waren zwar nicht mehr ganz so herausragend wie noch in Bochumer Zeiten, doch er gehört immer noch zu den besten Zweikämpfern der Bundesliga. Bei der TSG war er deshalb wie schon in Bochum unumstrittener Stammspieler – nur eine Knieverletzung bremste ihn zwischenzeitlich aus. Der Lohn: In der kommenden Saison spielt er mit Hoffenheim in der Europa League, verpasst die Champions League nur knapp.
Agon Elezi: Neuer Angriff in Bosnien
Am Pfingstmontag trug Agon Elezi maßgeblich zum Derbysieg in Sarajevo für sein neues Team FK gegen Zeljeznicar bei. Mit seinem neunten Saisontreffer erzielte der inzwischen 25-jährige Nordmazedonier das goldene Siegtor im letzten Saisonspiel. Es stand sinnbildlich für die Saison, die er in Sarajevo erlebte, wohin er vom VfL Bochum ablösefrei wechselte. Nach anfänglichen Problemen und einer Schulterverletzung, war er bis zum Saisonende unumstrittener Stammspieler. In der kommenden Spielzeit darf er mit FK Sarajevo in der Conference-League-Qualifikation starten.
Paul Grave: Verletzungspech beim neuen Klub
Beim 1. FC Bocholt wollte er in der Regionalliga West zeigen, dass mehr in ihm steckt, als nur der dritte Keeper beim VfL Bochum zu sein. Doch ein Meniskusriss im vergangenen Sommer kurz nach seinem Wechsel nahm ihn in der kompletten Hinrunde raus. Ende Januar feierte er sein Comeback und war fortan Stammtorwart, hielt fünf Mal die Null. Auch in der kommenden Spielzeit kann er mit Bocholt in der Regionalliga spielen – und trifft dann erneut auf seinen Ex-Klub VfL Bochum, der mit der U21 in derselben Liga vertreten ist.
Ivan Ordets: Lange vereinslos nach Bochum-Zeit
Ein halbes Jahr lang postete Ivan Ordets regelmäßig Bilder bei Instagram vom individuellen Training in Düsseldorf. Nach Auslaufen seines Vertrags beim VfL Bochum fand er nämlich keinen neuen Verein. Wobei Marktkenner dem Ukrainer und dessen Berater auch mehrere verpasste Chancen nachsagen. So dauerte es bis zum Winter, bis der Innenverteidiger einen neuen Verein gefunden hatte. Inzwischen spielt er in Kasachstan für den FK Aktobe. Dort ist er Stammspieler und Kapitän der Mannschaft. Dennoch: Er hatte sich sicherlich etwas anderes vorgestellt, konnte sich zwischenzeitlich aber auch bei einem Probetraining bei Arminia Bielefeld nicht durchsetzen.
Myron Boadu: Wie schon in Bochum machten dem Stürmer Verletzungsprobleme einen Strich durch die Saisonrechnung. Für unter eine Million Euro wechselte er von der AS Monaco zur PSV Eindhoven, kam dort aber erst gegen Ende der Saison wirklich in Schwung. Allerdings sammelte er zumeist nur Kurzeinsätze. Immerhin: Er kann sich nun niederländischer Meister nennen, denn die PSV holte den Titel in der Eredivisie.
Tom Krauß: Das Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel ging für ihn weiter. Weil sein Stammverein Mainz 05 keine Verwendung für ihn hatte, lieh ihn der 1. FC Köln aus. Mit den Domstädtern hielt er in dieser Saison die Klasse in der Bundesliga und fühlte sich nach eigenen Aussagen sehr wohl. Eine Rückkehr nach Mainz wird es nicht mehr geben: Durch den Klassenerhalt und seine 27 Einsätze aktivierte sich eine Klausel im Leihvertrag, wonach der Effzeh Krauß kaufen musste. Er erhält am Rhein einen Vertrag bis 2029.
Georgios Masouras: In einer Liga mit Cristiano Ronaldo – aber nur räumlich. Olympiacos Piräus lieh ihn nämlich für die inzwischen abgelaufene Saison nach Saudi-Arabien zum Al-Khaleej FC aus. Immerhin: In 34 Spielen sammelte er 17 Scorerpunkte, darunter 14 Treffer. Zum Vergleich: Ronaldo schoss in 37 Spielen satte 30 Tore. Ein Verbleib von Masouras in Saudi-Arabien soll nicht ausgeschlossen sein, heißt es.
Jakov Medic: Nach seiner Rückkehr zu Ajax Amsterdam wechselte er für rund zwei Millionen Euro zu Norwich City und begann die Saison als Stamminnenverteidiger. Aber schon bis zum Winter verlor er seinen Status und kam nach dem Jahreswechsel kaum mehr zum Einsatz, spielte zwischenzeitlich sogar einmal als Stürmer. Im Saisonendspurt stand er dann nicht einmal mehr im Kader, wenngleich sein Trainer sich immer wieder wertschätzend über ihn äußerte. Ein Wechsel im Sommer ist nicht ausgeschlossen. Interessenten soll es auch aus Deutschland geben.
Michael Obafemi: Er war eines der größten Missverständnisse der Ära Dirk Dufner beim VfL Bochum. Last-minute sollte er den abgewanderten Moritz Broschinski ersetzen. Das misslang auf allen Ebenen. Der Stürmer kam ohne Trainings- und Spielpraxis, wirkte alles andere als fit. Schon im Winter beendeten die Bochumer die Leihe mit dem FC Burnley wieder. Der Ire wurde direkt weiter zum FC Blackpool verliehen – in die dritte englische Liga. Viel bewirkt hat er dort auch nicht. Zudem musste er im Februar am Knöchel operiert werden und fehlte seitdem.
Quelle: WAZ.de
Der Abstieg aus der Bundesliga hatte dem VfL Bochum einen großen Umbruch im vergangenen Jahr eingebracht. Ähnlich drastisch wird er wohl auch in dieser Saison ausfallen. Doch was ist aus den Abgängen der Bochumer bei ihren neuen Klubs geworden? Nachdem wir bereits auf die Spieler geblickt haben, die dem Zweitligisten in der vergangenen Saison wichtige Ablösen eingebracht haben, blicken wir nun auf die Akteure, die den Verein ablösefrei verließen oder nach Leihen zu ihren Stammklubs zurückkehrten.
Nicht jeder Spieler ist glücklich geworden bei seinem neuen Klub. So haben sich Dani de Wit, Georgios Masouras und Co. in dieser Spielzeit geschlagen.
Dani de Wit: Conference League dramatisch verpasst
Der Niederländer galt vor zwei Jahren als Toptransfer des VfL Bochum, als er ablösefrei an die Castroper Straße kam. Doch angekommen war er nie richtig. Wenngleich er immerhin regelmäßig spielte. Bochum wollte den teuren Offensivmann im vergangenen Sommer dringend abgeben, und weil sich noch vor Öffnung des Transferfensters kein Wettbieten einstellte, entschieden die Verantwortlichen, de Wit ablösefrei nach Utrecht abzugeben. Der Eredivisie-Klub freute sich über das Schnäppchen, denn dort fand er zu alter Stärke zurück, war maßgeblich daran beteiligt, dass Utrecht vom internationalen Geschäft träumen konnte. Trotz einer Fußverletzung, die ihn mehrere Wochen kostete, schoss er neun Tore in 41 Spielen, spielte sogar in der Europa League. Mit dem internationalen Geschäft in der kommenden Saison wird es allerdings nichts. Utrecht verlor am Pfingstwochenende dramatisch im Elfmeterschießen gegen Ajax Amsterdam das Play-off-Finale um die Conference-League-Teilnahme.
Bernardo: Mit Hoffenheim ins internationale Geschäft
Es waren Aussagen, die sie bei der TSG Hoffenheim mit Wohlwollen gehört haben dürften. „Wenn Andi Schicker meinen Vertrag verlängern will, werde ich das akzeptieren“, sagte Bernardo noch im März gegenüber dem Kicker. Der Brasilianer fühlte sich direkt in seinem ersten Jahr im Kraichgau wohl und lieferte auch wie gewohnt starke Leistungen ab. Seine Zweikampfwerte waren zwar nicht mehr ganz so herausragend wie noch in Bochumer Zeiten, doch er gehört immer noch zu den besten Zweikämpfern der Bundesliga. Bei der TSG war er deshalb wie schon in Bochum unumstrittener Stammspieler – nur eine Knieverletzung bremste ihn zwischenzeitlich aus. Der Lohn: In der kommenden Saison spielt er mit Hoffenheim in der Europa League, verpasst die Champions League nur knapp.
Agon Elezi: Neuer Angriff in Bosnien
Am Pfingstmontag trug Agon Elezi maßgeblich zum Derbysieg in Sarajevo für sein neues Team FK gegen Zeljeznicar bei. Mit seinem neunten Saisontreffer erzielte der inzwischen 25-jährige Nordmazedonier das goldene Siegtor im letzten Saisonspiel. Es stand sinnbildlich für die Saison, die er in Sarajevo erlebte, wohin er vom VfL Bochum ablösefrei wechselte. Nach anfänglichen Problemen und einer Schulterverletzung, war er bis zum Saisonende unumstrittener Stammspieler. In der kommenden Spielzeit darf er mit FK Sarajevo in der Conference-League-Qualifikation starten.
Paul Grave: Verletzungspech beim neuen Klub
Beim 1. FC Bocholt wollte er in der Regionalliga West zeigen, dass mehr in ihm steckt, als nur der dritte Keeper beim VfL Bochum zu sein. Doch ein Meniskusriss im vergangenen Sommer kurz nach seinem Wechsel nahm ihn in der kompletten Hinrunde raus. Ende Januar feierte er sein Comeback und war fortan Stammtorwart, hielt fünf Mal die Null. Auch in der kommenden Spielzeit kann er mit Bocholt in der Regionalliga spielen – und trifft dann erneut auf seinen Ex-Klub VfL Bochum, der mit der U21 in derselben Liga vertreten ist.
Ivan Ordets: Lange vereinslos nach Bochum-Zeit
Ein halbes Jahr lang postete Ivan Ordets regelmäßig Bilder bei Instagram vom individuellen Training in Düsseldorf. Nach Auslaufen seines Vertrags beim VfL Bochum fand er nämlich keinen neuen Verein. Wobei Marktkenner dem Ukrainer und dessen Berater auch mehrere verpasste Chancen nachsagen. So dauerte es bis zum Winter, bis der Innenverteidiger einen neuen Verein gefunden hatte. Inzwischen spielt er in Kasachstan für den FK Aktobe. Dort ist er Stammspieler und Kapitän der Mannschaft. Dennoch: Er hatte sich sicherlich etwas anderes vorgestellt, konnte sich zwischenzeitlich aber auch bei einem Probetraining bei Arminia Bielefeld nicht durchsetzen.
Myron Boadu: Wie schon in Bochum machten dem Stürmer Verletzungsprobleme einen Strich durch die Saisonrechnung. Für unter eine Million Euro wechselte er von der AS Monaco zur PSV Eindhoven, kam dort aber erst gegen Ende der Saison wirklich in Schwung. Allerdings sammelte er zumeist nur Kurzeinsätze. Immerhin: Er kann sich nun niederländischer Meister nennen, denn die PSV holte den Titel in der Eredivisie.
Tom Krauß: Das Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel ging für ihn weiter. Weil sein Stammverein Mainz 05 keine Verwendung für ihn hatte, lieh ihn der 1. FC Köln aus. Mit den Domstädtern hielt er in dieser Saison die Klasse in der Bundesliga und fühlte sich nach eigenen Aussagen sehr wohl. Eine Rückkehr nach Mainz wird es nicht mehr geben: Durch den Klassenerhalt und seine 27 Einsätze aktivierte sich eine Klausel im Leihvertrag, wonach der Effzeh Krauß kaufen musste. Er erhält am Rhein einen Vertrag bis 2029.
Georgios Masouras: In einer Liga mit Cristiano Ronaldo – aber nur räumlich. Olympiacos Piräus lieh ihn nämlich für die inzwischen abgelaufene Saison nach Saudi-Arabien zum Al-Khaleej FC aus. Immerhin: In 34 Spielen sammelte er 17 Scorerpunkte, darunter 14 Treffer. Zum Vergleich: Ronaldo schoss in 37 Spielen satte 30 Tore. Ein Verbleib von Masouras in Saudi-Arabien soll nicht ausgeschlossen sein, heißt es.
Jakov Medic: Nach seiner Rückkehr zu Ajax Amsterdam wechselte er für rund zwei Millionen Euro zu Norwich City und begann die Saison als Stamminnenverteidiger. Aber schon bis zum Winter verlor er seinen Status und kam nach dem Jahreswechsel kaum mehr zum Einsatz, spielte zwischenzeitlich sogar einmal als Stürmer. Im Saisonendspurt stand er dann nicht einmal mehr im Kader, wenngleich sein Trainer sich immer wieder wertschätzend über ihn äußerte. Ein Wechsel im Sommer ist nicht ausgeschlossen. Interessenten soll es auch aus Deutschland geben.
Michael Obafemi: Er war eines der größten Missverständnisse der Ära Dirk Dufner beim VfL Bochum. Last-minute sollte er den abgewanderten Moritz Broschinski ersetzen. Das misslang auf allen Ebenen. Der Stürmer kam ohne Trainings- und Spielpraxis, wirkte alles andere als fit. Schon im Winter beendeten die Bochumer die Leihe mit dem FC Burnley wieder. Der Ire wurde direkt weiter zum FC Blackpool verliehen – in die dritte englische Liga. Viel bewirkt hat er dort auch nicht. Zudem musste er im Februar am Knöchel operiert werden und fehlte seitdem.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."