05-26-2026, 04:39 PM
Florian Jungwirth verlässt das Talentwerk des VfL – mit überraschend offenen Worten zu Stimmung und sportlicher Ausrichtung. Er wird U17-Trainer bei einem Bundesligisten.
Als Florian Jungwirth Abschied von seiner U17 des VfL Bochum nahm, wurde es emotional. Bei der Abschlussfeier hatte der Trainer seinen Spielern eine besondere Aufgabe gegeben: Jeder sollte einen Brief darüber schreiben, was ihm die gemeinsame Zeit bedeutet hat. Die Jugendlichen lasen ihre Texte anschließend vor.
„Die Jungs haben wunderschöne Texte geschrieben“, sagte Jungwirth. „Da ist auf jeden Fall die Sprinkleranlage in den Augen angegangen.“ Für den 37-Jährigen war es der bewegende Schlusspunkt einer Saison – und zugleich das Ende seiner Zeit im Talentwerk.
Jungwirth betont eigene Vorstellungen bei Talente-Ausbildung
Die Entscheidung, den VfL zu verlassen, sei über Wochen und Monate gereift. „Man macht sich viele Gedanken“, sagte Jungwirth. In zahlreichen Gesprächen mit Talentwerkchef Pablo Thiam habe er seine Zukunft abgewogen. Am Ende seien zwei Punkte ausschlaggebend gewesen.
Zum einen gehe es um unterschiedliche Vorstellungen in der Ausbildung junger Spieler. Jungwirth sieht seinen Ansatz stärker darauf ausgerichtet, „Talente auf den Profifußball vorzubereiten“, sagte er. Im Talentwerk nehme aus seiner Sicht dagegen das Spielergebnis am Wochenende einen höheren Stellenwert ein. Für Jungwirth ist das kein Urteil über richtig oder falsch. „Es gibt verschiedene Ansätze, das ist ja das Schöne am Fußball“, betonte er.
Dennoch müsse man sich in der Philosophie des Vereins wiederfinden können. Jungwirth verfolgt ehrgeizige Ziele, möchte die Pro-Lizenz erwerben und Bundesliga-Trainer werden. Deshalb habe er sich für einen Klub entschieden, dessen inhaltliche Ausrichtung besser zu seinen Vorstellungen passe. Das ist Bundesligist Hamburger SV, wie Jungwirth am Montag bereits über seinen Instagram-Account mittteilte. Er übernimmt dort zur neuen Saison den Posten als U17-Trainer.
Jungwirth: „Die Stimmung im Talentwerk war aus meiner Sicht nicht gut.“
Der zweite Grund betrifft die Atmosphäre innerhalb des Nachwuchsbereichs. Ohne konkrete Details nennen zu wollen, spricht Jungwirth von Entwicklungen, die ihn nachdenklich gemacht hätten. „Die Stimmung war aus meiner Sicht nicht gut“, sagt er. Besonders in den vergangenen Monaten seien Dinge passiert, die für ihn schwer zu akzeptieren gewesen seien.
Jungwirth sucht neue Herausforderung trotz Thiams Angebot
Diese Erfahrungen hätten seine Überlegungen, eine neue Herausforderung zu suchen, zusätzlich bestärkt. Zugleich stellt er klar, dass jeder Mitarbeiter die Situation anders wahrnehmen könne. „Jeder muss das für sich selbst entscheiden“, sagte er. Wichtig sei ihm, sich als Trainer weiterzuentwickeln und in einem Umfeld zu arbeiten, das aus seiner Sicht optimal zu seinen Vorstellungen passe.
Jungwirth betonte mehrfach, dass er und Thiam viele offene Gespräche geführt hätten. Thiam versuchte ihn davon zu überzeugen, dass er bleibt. Jungwirth hätte offenbar auch weiter die U17 trainieren können. „Wir hätten sehr gerne mit ihm weitergemacht“, sagte Thiam. „Als ehemaliger Profi hat er andere Blickwinkel reingebracht. Ich fand ihn richtig gut als Trainer und ich fand auch gut, wie er mit den Spielern umgegangen ist.“
Emotionale Reaktionen: Jungwirth erhält viele positive Abschiedsnachrichten
Die Resonanz auf Jungwirths Abschied war groß. Zahlreiche Nachrichten und Anrufe erreichten ihn nach der Bekanntgabe. „Die meisten waren sehr schön und sehr positiv“, sagte Jungwirth. Hinter ihm liegen emotionale Tage. Die Erinnerungen an den Abschied von seiner U17 wird er mitnehmen – nicht zuletzt wegen jener Briefe, die für feuchte Augen sorgten.
Quelle: WAZ.de
Als Florian Jungwirth Abschied von seiner U17 des VfL Bochum nahm, wurde es emotional. Bei der Abschlussfeier hatte der Trainer seinen Spielern eine besondere Aufgabe gegeben: Jeder sollte einen Brief darüber schreiben, was ihm die gemeinsame Zeit bedeutet hat. Die Jugendlichen lasen ihre Texte anschließend vor.
„Die Jungs haben wunderschöne Texte geschrieben“, sagte Jungwirth. „Da ist auf jeden Fall die Sprinkleranlage in den Augen angegangen.“ Für den 37-Jährigen war es der bewegende Schlusspunkt einer Saison – und zugleich das Ende seiner Zeit im Talentwerk.
Jungwirth betont eigene Vorstellungen bei Talente-Ausbildung
Die Entscheidung, den VfL zu verlassen, sei über Wochen und Monate gereift. „Man macht sich viele Gedanken“, sagte Jungwirth. In zahlreichen Gesprächen mit Talentwerkchef Pablo Thiam habe er seine Zukunft abgewogen. Am Ende seien zwei Punkte ausschlaggebend gewesen.
Zum einen gehe es um unterschiedliche Vorstellungen in der Ausbildung junger Spieler. Jungwirth sieht seinen Ansatz stärker darauf ausgerichtet, „Talente auf den Profifußball vorzubereiten“, sagte er. Im Talentwerk nehme aus seiner Sicht dagegen das Spielergebnis am Wochenende einen höheren Stellenwert ein. Für Jungwirth ist das kein Urteil über richtig oder falsch. „Es gibt verschiedene Ansätze, das ist ja das Schöne am Fußball“, betonte er.
Dennoch müsse man sich in der Philosophie des Vereins wiederfinden können. Jungwirth verfolgt ehrgeizige Ziele, möchte die Pro-Lizenz erwerben und Bundesliga-Trainer werden. Deshalb habe er sich für einen Klub entschieden, dessen inhaltliche Ausrichtung besser zu seinen Vorstellungen passe. Das ist Bundesligist Hamburger SV, wie Jungwirth am Montag bereits über seinen Instagram-Account mittteilte. Er übernimmt dort zur neuen Saison den Posten als U17-Trainer.
Jungwirth: „Die Stimmung im Talentwerk war aus meiner Sicht nicht gut.“
Der zweite Grund betrifft die Atmosphäre innerhalb des Nachwuchsbereichs. Ohne konkrete Details nennen zu wollen, spricht Jungwirth von Entwicklungen, die ihn nachdenklich gemacht hätten. „Die Stimmung war aus meiner Sicht nicht gut“, sagt er. Besonders in den vergangenen Monaten seien Dinge passiert, die für ihn schwer zu akzeptieren gewesen seien.
Jungwirth sucht neue Herausforderung trotz Thiams Angebot
Diese Erfahrungen hätten seine Überlegungen, eine neue Herausforderung zu suchen, zusätzlich bestärkt. Zugleich stellt er klar, dass jeder Mitarbeiter die Situation anders wahrnehmen könne. „Jeder muss das für sich selbst entscheiden“, sagte er. Wichtig sei ihm, sich als Trainer weiterzuentwickeln und in einem Umfeld zu arbeiten, das aus seiner Sicht optimal zu seinen Vorstellungen passe.
Jungwirth betonte mehrfach, dass er und Thiam viele offene Gespräche geführt hätten. Thiam versuchte ihn davon zu überzeugen, dass er bleibt. Jungwirth hätte offenbar auch weiter die U17 trainieren können. „Wir hätten sehr gerne mit ihm weitergemacht“, sagte Thiam. „Als ehemaliger Profi hat er andere Blickwinkel reingebracht. Ich fand ihn richtig gut als Trainer und ich fand auch gut, wie er mit den Spielern umgegangen ist.“
Emotionale Reaktionen: Jungwirth erhält viele positive Abschiedsnachrichten
Die Resonanz auf Jungwirths Abschied war groß. Zahlreiche Nachrichten und Anrufe erreichten ihn nach der Bekanntgabe. „Die meisten waren sehr schön und sehr positiv“, sagte Jungwirth. Hinter ihm liegen emotionale Tage. Die Erinnerungen an den Abschied von seiner U17 wird er mitnehmen – nicht zuletzt wegen jener Briefe, die für feuchte Augen sorgten.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."