05-07-2026, 12:17 PM
Das Ruhrstadion wird saniert, manche Fans verlieren ihren Stammplatz, beklagen fehlende Transparenz im Vorfeld. Der VfL Bochum kündigt Gespräche an.
Ab Sommer wird das Ruhrstadion saniert. Während der dreijährigen Bauzeit sinkt die Zuschauerkapazität, wobei immer mindestens 18.000 Fans Platz finden sollen, inklusive der Gäste-Fans. Damit ist klar: Nicht alle Dauerkarten-Inhaber des Zweitligisten VfL Bochum - derzeit sind es rund 17.000 - werden jedes Spiel sehen können. Einige verlieren auch dauerhaft ihren bisherigen Stammplatz.
Der VfL Bochum sowie die Bochumer Sportstättenbesitz-Gesellschaft (BoSB) als Eigentümer des Stadions - der VfL ist nur Pächter - und die Hellmich-Gruppe als Totalunternehmer informierten Ende April im RuhrCongress über ihre Pläne. In den ersten Tagen danach wendeten sich zahlreiche Fans per Mail an den Klub mit Wünschen, Hinweisen, Fragen und Kritik.
Fans fühlen sich nicht mitgenommen: VfL Bochum äußert sich
Ein häufig genannter Vorwurf: fehlende Transparenz über die geplanten Maßnahmen im Vorfeld. Widerstand gibt es zum Beispiel von Dauerkarten-Inhabern aus dem Block N1, der ab September wie die gesamte Nordtribüne als erstes gesperrt wird. Da N1 zum Familienblock wird, sollen betroffene Fans ein anderes Angebot bekommen, spätestens 2029 in den neu geschaffenen Block Q2 „umziehen“, was nicht jedem passt.
In einem Infoschreiben per Mail an alle Mitglieder und Dauerkarten-Inhaber, das der Klub auch auf seiner Homepage veröffentlichte, erklärt der VfL Bochum ausführlich, warum „eine umfassende Teilhabe im gesamten Prozess nicht zu jedem Zeitpunkt möglich war“. Die BoSB als Tochterunternehmen der Stadt war verpflichtet, das 91 Millionen Euro teure Bauprojekt öffentlich auszuschreiben, was im Sommer 2025 mit bestimmten Zielvorgaben wie etwa einer Kapazität von künftig 28.000 (bisher 26.000) erfolgte.
Vergabeverfahren: Deshalb konnte der VfL nicht detailliert mit Fans diskutieren
In diesem Vergabeverfahren war rechtlich „eine öffentliche Detailplanung nicht zulässig. Einzelne Interessengruppen durften während der Ausschreibung nicht in konkrete Planungsprozesse eingebunden werden, da dies als unzulässige Bevorzugung hätte gewertet werden können. Eine weitergehende Beteiligung hätte das Vergabeverfahren angreifbar gemacht und im schlimmsten Fall zu dessen Aufhebung führen können“, erklärt der Klub.
Ende März erhielt die Hellmich-Gruppe den Zuschlag als Totalunternehmer, einen Monat später gab es den Infoabend. Knut Keymer, Direktor Organisation beim VfL, und VfL-Geschäftsführer Ilja Kaenzig betonten dabei mehrmals, möglichst viele Interessen zu berücksichtigen, es aber nicht allen recht machen zu können.
Nicht alle Erwartungen können erfüllt werden
Im Infobrief greift der Klub dies auf: „Euer Feedback seitdem zeigt uns, dass es sowohl zufriedene als auch unzufriedene Stimmen zu den vorgestellten Lösungsansätzen gibt“, schreibt der Verein. „Zugleich ist uns bewusst, dass bei einer Vielzahl unterschiedlicher Interessen Kompromisse notwendig sein werden: Lösungen, die vielen gerecht werden, aber nicht alle Erwartungen vollständig erfüllen können.“
Man wolle jede Kritik, jeden Hinweis ernst nehmen und sich „gemeinsam“ und transparent um Lösungen bemühen. „Wir befinden uns im engen Austausch mit dem neuen Fangremium und werden uns bereits im Juni mit den individuell stärker betroffenen Gruppen zusammensetzen“, verspricht der Klub. „Das generelle Thema „Ticketvergabe bei verringerter Kapazität“ werden wir dann gemeinsam zu einem späteren Zeitpunkt in einem größeren Rahmen besprechen.“
Quelle: WAZ.de
Ab Sommer wird das Ruhrstadion saniert. Während der dreijährigen Bauzeit sinkt die Zuschauerkapazität, wobei immer mindestens 18.000 Fans Platz finden sollen, inklusive der Gäste-Fans. Damit ist klar: Nicht alle Dauerkarten-Inhaber des Zweitligisten VfL Bochum - derzeit sind es rund 17.000 - werden jedes Spiel sehen können. Einige verlieren auch dauerhaft ihren bisherigen Stammplatz.
Der VfL Bochum sowie die Bochumer Sportstättenbesitz-Gesellschaft (BoSB) als Eigentümer des Stadions - der VfL ist nur Pächter - und die Hellmich-Gruppe als Totalunternehmer informierten Ende April im RuhrCongress über ihre Pläne. In den ersten Tagen danach wendeten sich zahlreiche Fans per Mail an den Klub mit Wünschen, Hinweisen, Fragen und Kritik.
Fans fühlen sich nicht mitgenommen: VfL Bochum äußert sich
Ein häufig genannter Vorwurf: fehlende Transparenz über die geplanten Maßnahmen im Vorfeld. Widerstand gibt es zum Beispiel von Dauerkarten-Inhabern aus dem Block N1, der ab September wie die gesamte Nordtribüne als erstes gesperrt wird. Da N1 zum Familienblock wird, sollen betroffene Fans ein anderes Angebot bekommen, spätestens 2029 in den neu geschaffenen Block Q2 „umziehen“, was nicht jedem passt.
In einem Infoschreiben per Mail an alle Mitglieder und Dauerkarten-Inhaber, das der Klub auch auf seiner Homepage veröffentlichte, erklärt der VfL Bochum ausführlich, warum „eine umfassende Teilhabe im gesamten Prozess nicht zu jedem Zeitpunkt möglich war“. Die BoSB als Tochterunternehmen der Stadt war verpflichtet, das 91 Millionen Euro teure Bauprojekt öffentlich auszuschreiben, was im Sommer 2025 mit bestimmten Zielvorgaben wie etwa einer Kapazität von künftig 28.000 (bisher 26.000) erfolgte.
Vergabeverfahren: Deshalb konnte der VfL nicht detailliert mit Fans diskutieren
In diesem Vergabeverfahren war rechtlich „eine öffentliche Detailplanung nicht zulässig. Einzelne Interessengruppen durften während der Ausschreibung nicht in konkrete Planungsprozesse eingebunden werden, da dies als unzulässige Bevorzugung hätte gewertet werden können. Eine weitergehende Beteiligung hätte das Vergabeverfahren angreifbar gemacht und im schlimmsten Fall zu dessen Aufhebung führen können“, erklärt der Klub.
Ende März erhielt die Hellmich-Gruppe den Zuschlag als Totalunternehmer, einen Monat später gab es den Infoabend. Knut Keymer, Direktor Organisation beim VfL, und VfL-Geschäftsführer Ilja Kaenzig betonten dabei mehrmals, möglichst viele Interessen zu berücksichtigen, es aber nicht allen recht machen zu können.
Nicht alle Erwartungen können erfüllt werden
Im Infobrief greift der Klub dies auf: „Euer Feedback seitdem zeigt uns, dass es sowohl zufriedene als auch unzufriedene Stimmen zu den vorgestellten Lösungsansätzen gibt“, schreibt der Verein. „Zugleich ist uns bewusst, dass bei einer Vielzahl unterschiedlicher Interessen Kompromisse notwendig sein werden: Lösungen, die vielen gerecht werden, aber nicht alle Erwartungen vollständig erfüllen können.“
Man wolle jede Kritik, jeden Hinweis ernst nehmen und sich „gemeinsam“ und transparent um Lösungen bemühen. „Wir befinden uns im engen Austausch mit dem neuen Fangremium und werden uns bereits im Juni mit den individuell stärker betroffenen Gruppen zusammensetzen“, verspricht der Klub. „Das generelle Thema „Ticketvergabe bei verringerter Kapazität“ werden wir dann gemeinsam zu einem späteren Zeitpunkt in einem größeren Rahmen besprechen.“
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
