04-09-2026, 07:15 PM
Gerrit Holtmann spricht vor dem wichtigen Duell gegen Braunschweig über Teamgeist, Druck und seine persönliche Fitness – gelingt der Befreiungsschlag?
Die Sorgen waren groß in der Länderspielpause, als Gerrit Holtmann nach nur einer Trainingseinheit wieder von der philippinischen Nationalmannschaft abreiste. Wieder einmal, hätte man sagen können. Zwar ist der 31-Jährige einer der wichtigsten Spieler im Spielsystem von Trainer Uwe Rösler, doch regelmäßig zwickt es. Mal das Knie, mal die Muskulatur. Der Sprinter unter den VfL-Spielern ist auch in dieser Saison anfällig. Umso wichtiger war das, was er unter der Woche im Gespräch mit dieser Redaktion verkündete. „Ich bin voll da. Es war eine Vorsichtsmaßnahme, dass ich von der Nationalmannschaft abgereist bin“, sagte er.
Bei der 1:4-Niederlage in Magdeburg spielte er nur die letzten 20 Minuten, als ohnehin nur noch wenig zu gewinnen war. Gegen seinen Ex-Verein Eintracht Braunschweig am kommenden Sonntag (13.30 Uhr, Sky) soll das schon wieder ganz anders aussehen. Dann will der Flügelspieler „von Beginn an Vollgas geben. Das ist das, was uns über weite Strecken der Saison ausgemacht hat und was ich in den letzten Wochen auch wieder von uns verlange.“
VfL Bochum befindet sich in einem Marathon
Dieser Ansatz ging zumindest in Magdeburg verloren. Vor der Länderspielpause klappte es im Heimspiel gegen Holstein Kiel (2:3) über weite Strecken, am Ende stand trotzdem eine bittere Niederlage. Zwei von fünf Sechs-Punkte-Spielen im Saisonendspurt sind inzwischen verloren gegangen, das nächste steht nun an. „Wir haben immer betont, dass wir noch lange nicht durch sind und diese Saison ein Marathon wird“, sagte Holtmann. „Das 1:4 in Magdeburg ist viel zu hoch ausgefallen. Wir haben uns durch viel zu leichte Fehler die Gegentore gefangen. Das darf uns in dieser Situation nicht passieren.“
Viele Spieler haben in dieser Saisonphase mit sich selbst zu kämpfen. Die Verteidiger Noah Loosli, Philipp Strompf, Leandro Morgalla und Maximilian Wittek, die in dieser Spielzeit so häufig anständig spielten und gut zusammenharmonierten, erreichen nicht ihr Leistungsmaximum. Genauso wenig die jungen Spieler wie Cajetan Lenz oder Mats Pannewig. Ein, zwei Prozent fehlen bei vielen Profis momentan, in einer möglichst ungünstigen Saisonphase.
Holtmann nimmt junge Spieler in Schutz
„Die jungen Spieler machen es über die gesamte Saison gesehen sehr gut. Jeder von uns hat mal ein, zwei Spiele dabei, in denen nicht alles funktioniert“, stellte sich Holtmann vor seine Kollegen. „Das geht mir genauso wie einem jungen Spieler. Wir müssen wie in den Spielen, in denen wir gut performt haben, alle ins Boot holen. Wir müssen positive Stimmung verbreiten. Jedes Spiel müssen wir als Finale angehen.“ Besonders er und die anderen Führungsspieler um Philipp Hofmann, Timo Horn und Maximilian Wittek seien dabei nun gefordert, um in diesen Endspielen zu bestehen, im Vorfeld gute Stimmung zu verbreiten und die Köpfe der Mitspieler wieder hochzubekommen.
Das erste Endspiel gibt es nun ausgerechnet gegen die Löwen aus Braunschweig, für die er selbst zwei Jahre auflief. Dort startete seine Karriere so richtig. Rücksicht darauf kann und will er aber nicht nehmen. „Wir haben jetzt sechs Spiele Zeit, die nötigen Punkte zu holen. Mit dieser Einstellung haben wir es Mitte der Saison richtig gut gemacht“, sagte er. Damit er für den Saisonendspurt möglichst fit ist, hat er sich auch dafür entschieden, die Nationalmannschaftsreise frühzeitig abzubrechen, obwohl er sich mit den Philippinen für den Asien-Cup hätte qualifizieren können. „Der Verein, der VfL, geht vor. Das haben die Kollegen auch unterstützt“, sagte er.
VfL Bochum will Braunschweig keine Luft lassen
Wohl auch, weil der Druck in Bochum derzeit hoch ist, nachdem sich zumindest viele im Umfeld bereits auf der sicheren Seite wähnten. Doch seit Wochen tritt der VfL tabellarisch und punktetechnisch auf der Stelle. Dennoch mahnt Holtmann davor, nun in Panik zu verfallen. „Wir sind nicht auf Tabellenplatz 17 oder 18. Das sah an den ersten neun Spieltagen noch anders aus“, sagte er. „Dennoch ist der Druck jetzt speziell, weil wir gegen direkte Konkurrenten nicht gewonnen haben. Deshalb stehen wir jetzt unter Zugzwang, zu Hause am Wochenende die Punkte zu holen. Wir haben hier gegen Kiel kein schlechtes Spiel gemacht. Da müssen wir hinkommen, dass wir Braunschweig im Spiel keine Luft lassen, und ein gutes Heimspiel zeigen.“ Am besten mit ihm in der Startelf.
Quelle: WAZ.de
Die Sorgen waren groß in der Länderspielpause, als Gerrit Holtmann nach nur einer Trainingseinheit wieder von der philippinischen Nationalmannschaft abreiste. Wieder einmal, hätte man sagen können. Zwar ist der 31-Jährige einer der wichtigsten Spieler im Spielsystem von Trainer Uwe Rösler, doch regelmäßig zwickt es. Mal das Knie, mal die Muskulatur. Der Sprinter unter den VfL-Spielern ist auch in dieser Saison anfällig. Umso wichtiger war das, was er unter der Woche im Gespräch mit dieser Redaktion verkündete. „Ich bin voll da. Es war eine Vorsichtsmaßnahme, dass ich von der Nationalmannschaft abgereist bin“, sagte er.
Bei der 1:4-Niederlage in Magdeburg spielte er nur die letzten 20 Minuten, als ohnehin nur noch wenig zu gewinnen war. Gegen seinen Ex-Verein Eintracht Braunschweig am kommenden Sonntag (13.30 Uhr, Sky) soll das schon wieder ganz anders aussehen. Dann will der Flügelspieler „von Beginn an Vollgas geben. Das ist das, was uns über weite Strecken der Saison ausgemacht hat und was ich in den letzten Wochen auch wieder von uns verlange.“
VfL Bochum befindet sich in einem Marathon
Dieser Ansatz ging zumindest in Magdeburg verloren. Vor der Länderspielpause klappte es im Heimspiel gegen Holstein Kiel (2:3) über weite Strecken, am Ende stand trotzdem eine bittere Niederlage. Zwei von fünf Sechs-Punkte-Spielen im Saisonendspurt sind inzwischen verloren gegangen, das nächste steht nun an. „Wir haben immer betont, dass wir noch lange nicht durch sind und diese Saison ein Marathon wird“, sagte Holtmann. „Das 1:4 in Magdeburg ist viel zu hoch ausgefallen. Wir haben uns durch viel zu leichte Fehler die Gegentore gefangen. Das darf uns in dieser Situation nicht passieren.“
Viele Spieler haben in dieser Saisonphase mit sich selbst zu kämpfen. Die Verteidiger Noah Loosli, Philipp Strompf, Leandro Morgalla und Maximilian Wittek, die in dieser Spielzeit so häufig anständig spielten und gut zusammenharmonierten, erreichen nicht ihr Leistungsmaximum. Genauso wenig die jungen Spieler wie Cajetan Lenz oder Mats Pannewig. Ein, zwei Prozent fehlen bei vielen Profis momentan, in einer möglichst ungünstigen Saisonphase.
Holtmann nimmt junge Spieler in Schutz
„Die jungen Spieler machen es über die gesamte Saison gesehen sehr gut. Jeder von uns hat mal ein, zwei Spiele dabei, in denen nicht alles funktioniert“, stellte sich Holtmann vor seine Kollegen. „Das geht mir genauso wie einem jungen Spieler. Wir müssen wie in den Spielen, in denen wir gut performt haben, alle ins Boot holen. Wir müssen positive Stimmung verbreiten. Jedes Spiel müssen wir als Finale angehen.“ Besonders er und die anderen Führungsspieler um Philipp Hofmann, Timo Horn und Maximilian Wittek seien dabei nun gefordert, um in diesen Endspielen zu bestehen, im Vorfeld gute Stimmung zu verbreiten und die Köpfe der Mitspieler wieder hochzubekommen.
Das erste Endspiel gibt es nun ausgerechnet gegen die Löwen aus Braunschweig, für die er selbst zwei Jahre auflief. Dort startete seine Karriere so richtig. Rücksicht darauf kann und will er aber nicht nehmen. „Wir haben jetzt sechs Spiele Zeit, die nötigen Punkte zu holen. Mit dieser Einstellung haben wir es Mitte der Saison richtig gut gemacht“, sagte er. Damit er für den Saisonendspurt möglichst fit ist, hat er sich auch dafür entschieden, die Nationalmannschaftsreise frühzeitig abzubrechen, obwohl er sich mit den Philippinen für den Asien-Cup hätte qualifizieren können. „Der Verein, der VfL, geht vor. Das haben die Kollegen auch unterstützt“, sagte er.
VfL Bochum will Braunschweig keine Luft lassen
Wohl auch, weil der Druck in Bochum derzeit hoch ist, nachdem sich zumindest viele im Umfeld bereits auf der sicheren Seite wähnten. Doch seit Wochen tritt der VfL tabellarisch und punktetechnisch auf der Stelle. Dennoch mahnt Holtmann davor, nun in Panik zu verfallen. „Wir sind nicht auf Tabellenplatz 17 oder 18. Das sah an den ersten neun Spieltagen noch anders aus“, sagte er. „Dennoch ist der Druck jetzt speziell, weil wir gegen direkte Konkurrenten nicht gewonnen haben. Deshalb stehen wir jetzt unter Zugzwang, zu Hause am Wochenende die Punkte zu holen. Wir haben hier gegen Kiel kein schlechtes Spiel gemacht. Da müssen wir hinkommen, dass wir Braunschweig im Spiel keine Luft lassen, und ein gutes Heimspiel zeigen.“ Am besten mit ihm in der Startelf.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."