02-03-2026, 05:17 PM
Beim VfL Bochum sorgt ein neues Kompetenzteam für frischen Wind im Kader und klare Transfer-Strategien. Nun muss sich zeigen, wohin die Reise geht. Ein Kommentar.
Es war durchaus mit einer großen Portion Risiko verbunden, als der VfL Bochum im Oktober vergangenen Jahres zum dritten Mal innerhalb von eineinhalb Jahren seine Struktur im sportlichen Bereich auf den Kopf stellte. Die kurze Zusammenfassung: Im Sommer 2024 wurde Ilja Kaenzig alleiniger Geschäftsführer, mit Marc Lettau war ein Sportdirektor angestellt. Nach dem katastrophalen Saisonstart musste Lettau gehen, im April 2025 kam Dirk Dufner als neuer Geschäftsführer Sport. Nach einer verkorksten Transferphase und intern unterschiedlichen Auffassungen das Aus im September. Wieder alles auf Anfang.
Das Präsidium hat in Zusammenarbeit mit Kaenzig ein Kompetenzteam zusammengestellt. „Weg von einer personenbezogenen Struktur, hin zu einer modernen, fachlich organisierten Sportführung“, hieß es damals. Und lag damit – Stand drei Monate später – offenbar goldrichtig. Die drei Direktoren Markus Brunnschneider (Scouting, Recruitment & Data), Simon Zoller (Lizenzfußball) und Jonas Schlevogt (Recht & Personal) haben es innerhalb kürzester Zeit ohne große Vorbereitung geschafft, den Kader schon im Winter entsprechend der Wünsche von Trainer Uwe Rösler umzubauen und ihn in Teilen für die Zukunft aufzustellen.
VfL Bochum krempelt den Kader um
Spieler, die sich offensichtlich nicht wohl beim VfL Bochum fühlten, eher negative Energie verbreiteten und sportlich keinen Mehrwert hatten, konnten abgegeben werden. Was nicht leicht war. Zudem wurden mit der Leihe von Colin Kleine-Bekel und dem Verkauf von Felix Passlack Entscheidungen für die Zukunft getroffen. Der eine kann beim FC St. Gallen wichtige Spielpraxis sammeln, der andere macht Platz im Kader für Oliver Olsen, der über den Sommer hinaus eine wichtige Rolle spielen soll.
Die wichtige Erkenntnis: Der VfL Bochum geht wieder mit einem klaren Plan auf dem Transfermarkt vor. Schon im Winter griffen die Verantwortlichen mit Mikkel Rakneberg, Olsen und Moritz Göttlicher auf den Sommer vor. Beide sollen nicht nur in der Rückrunde, sondern auch in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen. Gleiches gilt für das Top-Talent Göttlicher, der die ersten Schritte im Talentwerk gehen soll, bevor er spätestens im Sommer bei den Profis zeigen darf, ob er ähnlich wie Cajetan Lenz in dieser Saison gleich bei den Profis durchstarten kann.
Jeder Neuzugang mit Stammspieler-Potenzial
Der VfL Bochum verfolgt die Strategie, dass jeder Neuzugang Stammspieler sein kann. Ergänzungsspieler oder sogenannte Kaderspieler wie etwa ein Romario Rösch, dürften in Zukunft eher nicht mehr verpflichtet werden. Mit Daten, einem großen Netzwerk, einer überzeugenden Art und klaren Vorstellungen grub Brunnschneider die Winterneuzugänge aus. Er zeigte schon jetzt seinen Mehrwert für den Verein. Röslers Art als Trainer, der veränderte Blick auf den VfL aufgrund der erfolgreichen Jugendstrategie und das Verhandlungsgeschick von Schlevogt haben zu einem Transferfenster beigetragen, das den Maßstab setzt.
In den kommenden Wochen wird sich nun zum einen auf dem Platz zeigen, wie hoch die Qualität der Neuzugänge wirklich ist. Zum anderen wird sich herausstellen, ob das Kompetenzteam mit einer längeren Vorbereitungszeit auch das Sommer-Transferfenster gut gestalten kann. Ein Umbruch wird ins Haus stehen, der allerdings auch aufgrund der im Dezember und Januar geleisteten Arbeit auf einzelnen Positionen nicht mehr ganz so dramatisch ausfallen wird, wie man es noch vor einigen Wochen hätte befürchten müssen. Der Standard ist gesetzt – und macht Hoffnung, dass der VfL Bochum trotz chronischer Klammheit auf dem Transfermarkt konkurrenzfähiger wird.
Quelle: WAZ.de
Es war durchaus mit einer großen Portion Risiko verbunden, als der VfL Bochum im Oktober vergangenen Jahres zum dritten Mal innerhalb von eineinhalb Jahren seine Struktur im sportlichen Bereich auf den Kopf stellte. Die kurze Zusammenfassung: Im Sommer 2024 wurde Ilja Kaenzig alleiniger Geschäftsführer, mit Marc Lettau war ein Sportdirektor angestellt. Nach dem katastrophalen Saisonstart musste Lettau gehen, im April 2025 kam Dirk Dufner als neuer Geschäftsführer Sport. Nach einer verkorksten Transferphase und intern unterschiedlichen Auffassungen das Aus im September. Wieder alles auf Anfang.
Das Präsidium hat in Zusammenarbeit mit Kaenzig ein Kompetenzteam zusammengestellt. „Weg von einer personenbezogenen Struktur, hin zu einer modernen, fachlich organisierten Sportführung“, hieß es damals. Und lag damit – Stand drei Monate später – offenbar goldrichtig. Die drei Direktoren Markus Brunnschneider (Scouting, Recruitment & Data), Simon Zoller (Lizenzfußball) und Jonas Schlevogt (Recht & Personal) haben es innerhalb kürzester Zeit ohne große Vorbereitung geschafft, den Kader schon im Winter entsprechend der Wünsche von Trainer Uwe Rösler umzubauen und ihn in Teilen für die Zukunft aufzustellen.
VfL Bochum krempelt den Kader um
Spieler, die sich offensichtlich nicht wohl beim VfL Bochum fühlten, eher negative Energie verbreiteten und sportlich keinen Mehrwert hatten, konnten abgegeben werden. Was nicht leicht war. Zudem wurden mit der Leihe von Colin Kleine-Bekel und dem Verkauf von Felix Passlack Entscheidungen für die Zukunft getroffen. Der eine kann beim FC St. Gallen wichtige Spielpraxis sammeln, der andere macht Platz im Kader für Oliver Olsen, der über den Sommer hinaus eine wichtige Rolle spielen soll.
Die wichtige Erkenntnis: Der VfL Bochum geht wieder mit einem klaren Plan auf dem Transfermarkt vor. Schon im Winter griffen die Verantwortlichen mit Mikkel Rakneberg, Olsen und Moritz Göttlicher auf den Sommer vor. Beide sollen nicht nur in der Rückrunde, sondern auch in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen. Gleiches gilt für das Top-Talent Göttlicher, der die ersten Schritte im Talentwerk gehen soll, bevor er spätestens im Sommer bei den Profis zeigen darf, ob er ähnlich wie Cajetan Lenz in dieser Saison gleich bei den Profis durchstarten kann.
Jeder Neuzugang mit Stammspieler-Potenzial
Der VfL Bochum verfolgt die Strategie, dass jeder Neuzugang Stammspieler sein kann. Ergänzungsspieler oder sogenannte Kaderspieler wie etwa ein Romario Rösch, dürften in Zukunft eher nicht mehr verpflichtet werden. Mit Daten, einem großen Netzwerk, einer überzeugenden Art und klaren Vorstellungen grub Brunnschneider die Winterneuzugänge aus. Er zeigte schon jetzt seinen Mehrwert für den Verein. Röslers Art als Trainer, der veränderte Blick auf den VfL aufgrund der erfolgreichen Jugendstrategie und das Verhandlungsgeschick von Schlevogt haben zu einem Transferfenster beigetragen, das den Maßstab setzt.
In den kommenden Wochen wird sich nun zum einen auf dem Platz zeigen, wie hoch die Qualität der Neuzugänge wirklich ist. Zum anderen wird sich herausstellen, ob das Kompetenzteam mit einer längeren Vorbereitungszeit auch das Sommer-Transferfenster gut gestalten kann. Ein Umbruch wird ins Haus stehen, der allerdings auch aufgrund der im Dezember und Januar geleisteten Arbeit auf einzelnen Positionen nicht mehr ganz so dramatisch ausfallen wird, wie man es noch vor einigen Wochen hätte befürchten müssen. Der Standard ist gesetzt – und macht Hoffnung, dass der VfL Bochum trotz chronischer Klammheit auf dem Transfermarkt konkurrenzfähiger wird.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."