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Pressebrichte zum 20. Spieltag:Derby
#6
Vor dem Derby gegen Schalke 04 erklärt Bochums Trainer Rösler den Stand bei Holtmann. Bero fehlt, ein Verteidiger bricht das Training ab. 

Als seine Mitspieler mit dem Warmlaufen begannen, musste Kjell Wätjen schon die Beine in die Hand nehmen. Allerdings nicht auf dem Feld, sondern zurück in Richtung Kabine. Es fehlte ein Sack mit Bällen für das Training am Dienstagvormittag zum Start in die Trainingswoche vor dem Heimspiel gegen den FC Schalke 04. Wer abergläubisch ist, könnte es als Fehlstart bezeichnen, möglicherweise lag es aber auch daran, dass den Spielern noch ein wenig der Kopf qualmte. Trainer Uwe Rösler nämlich hatte vor der ersten Einheit Redebedarf. 

„Wir haben das Spiel aufgearbeitet“, sagte der 57-Jährige rückblickend über das 1:1 gegen die SV Elversberg am vergangenen Sonntag. „Wir haben noch mal chronologisch aufgearbeitet, wie sich das Spiel entwickelt hat, wie der Matchplan war, wie das Spiel gestartet ist und was warum in der zweiten Halbzeit besser geworden ist. Es ist immer wieder auf die Prinzipien zurückzuführen. Wir müssen sie immer wieder einimpfen.“ Das wird besonders gegen den FC Schalke eine hohe Relevanz haben, die zwar anders an ein Spiel herangehen als die Elversberger, aber sicher nicht zu Unrecht Tabellenführer der Zweiten Liga sind. 

VfL Bochum übt das Verschieben
Entsprechend fiel auch die Einheit am Dienstag aus. Mit der Startelf aus Elversberg, die größtenteils auch gegen Schalke 04 wieder auf dem Feld stehen wird, übte der Cheftrainer höchstpersönlich mit seinem Co Alessandro Riedle das Anlaufen und Verschieben gegen eine Dreierkette ein. „Wir haben unsere Prinzipien verschärft. Es ging um Distanzen, wie man die Linien cuttet, wer wo hingeht, wie man die Box verteidigt. Wir müssen es immer wieder machen“, sagte Rösler nach dem Training. Alles auch, um die Belastung nicht zu hoch zu schrauben, sondern den Spielern wichtige Erholungsphasen zu geben. Seine Mannschaft müsse frisch ins Spiel gehen, weil es gegen Schalke um „Körperlichkeit, Intensität und Sprintvermögen“ gehen werde, so der Trainer.

Und um Ballbesitz. Schalke ist in der Regel nicht erpicht darauf, selbst das Spiel zu gestalten. Dessen ist sich auch Rösler bewusst. „Wenn wir den Ball haben, brauchen wir nicht zu verteidigen“, sagte er pragmatisch. „Es ist schon wichtig, dass wir den Ball haben und was wir damit machen, welche Räume wir bespielen und wie wir gestaffelt sind.“ Zudem müsse das Umschaltspiel gegen eine Mannschaft mit der höchsten Intensität in defensiven Phasen und den meisten Sprints im defensiven Verhalten funktionieren. 

„Wenn wir sie hinter den Ball kommen lassen, wird es schwierig. Da sind sie gut organisiert“, sagte Rösler. „Das Umschaltspiel wird für beide Mannschaften ein Thema sein. Das muss dann brutal und im Sprint gehen. Wenn wir die Gelegenheit haben und Bälle gewinnen, muss es mit vollem Tempo gehen. Wenn sie stehen, müssen wir geduldig sein, aber trotzdem Chancen kreieren.“ 

Bero fehlt mit Fieber
Vorerst weiter nicht mithelfen kann dabei Kapitän Matus Bero. Zwar befand er sich nach seiner Knöchelverletzung wieder im Aufbautraining, zu Wochenbeginn allerdings fehlte er nun krankheitsbedingt. „Er hat Fieber, seine gesamte Familie ist krank. Das ist schade. Ansonsten sind beim Training alle dabei – bis auf Ibrahim Sissoko. Er ist die nächsten zwei Monate raus“, sagte Rösler.

Auch am Mittwoch konnte Rösler fast aus dem Vollen schöpfen. Erneut ging es um das Verschieben der Kette, das Pressing, das Anlaufen. Erhan Masovic übernahm dabei den Posten in der Innenverteidigung neben Philipp Strompf. Noah Loosli stand im anderen Team, zeitweise gemeinsam mit Leandro Morgalla. Aufschlüsse über die Startelf ließ die Einheit nicht wirklich zu. 

Vogt verpasst wohl das Derby gegen Schalke – Holtmann vor Comeback-Einsatz
Ein Verteidiger fehlte auch. Kevin Vogt brach das Training früh ab. Eine „Vorsichtsmaßnahme“ sei dies, hieß es vom Verein auf Anfrage. Der 34-Jährige arbeitete sich nach seiner langen Verletzungspause zuletzt heran, in den Kader schaffte es der zentrale Abwehrmann aber noch nicht. Dabei wird es im Derby gegen Schalke wohl bleiben, an das Vogt ohnehin keine guten Erinnerungen hat. Im Hinspiel verschoss er einen Elfmeter zur möglichen frühen Führung. 

Die besorgte beim 1:2 in der Arena dann Gerrit Holtmann, der in Elversberg nach wochenlanger Verletzungs-Auszeit wieder zum Kader zählte, aber noch nicht zum Einsatz kam. Im Training macht der Flügelstürmer einen guten Eindruck. Naht das Comeback, vielleicht sogar von Beginn an für den gegen Darmstadt guten, in Elversberg schwachen Farid Alfa-Ruprecht auf dem linken Flügel? „Bei Gerrit Holtmann reicht es noch nicht über 90 Minuten“, sagte Rösler am Dienstag. „Ich glaube aber, dass er über eine längere Distanz spielen kann. Ich muss mit ihm sprechen, weil es eine sehr, sehr wichtige Entscheidung ist. Er hat länger nicht gespielt und daher muss ich wissen, dass alle körperlich gegen diese Mannschaft voll da sind.“ 

Denn gegen Schalke 04 will er endlich (mal wieder) ein Spitzenteam der Liga schlagen. „Wir müssen jetzt beweisen, dass wir einen Großen schlagen können. Hertha ist vorn dabei, gegen die haben wir gewonnen. Gegen die anderen Spitzenteams haben wir gegengehalten, haben uns Punkte erkämpft. Jetzt müssen wir die letzten Prozent herauskitzeln, um die Unentschieden in Siege zu verwandeln“, sagte der 57-Jährige. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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Pressebrichte zum 20. Spieltag:Derby - von Herr Bert - 01-26-2026, 03:50 PM
RE: Pressebrichte zum 20. Spieltag:Derby - von Herr Bert - 01-28-2026, 05:48 PM

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