01-23-2026, 01:07 PM
Uwe Rösler hat eine große Auswahl. Fünf Außenstürmer bieten sich beim VfL Bochum fürs SVE-Spiel an. Ein Wechsel deutet sich an: Was für wen spricht.
Eine starke Bank zeichnete den VfL Bochum gegen Darmstadt aus. Die eingewechselten Koji Miyoshi, Felix Passlack und Kjell Wätjen hatten allesamt gefährliche Abschlüsse, Callum Marshall traf zum 3:.3. Auch bei der Partie in Elversberg setzt Trainer Uwe Rösler auf frischen Wind der Joker.
Rösler muss harte Entscheidungen treffen, wer auf die Bank muss oder sogar gar nicht erst mitfährt ins Saarland, wo am Sonntag im kleinen SVE-Stadion vor gut 9000 Fans, darunter 900 Bochumer im ausverkauften Gästeblock, das Zweitliga-Duell zwischen dem spielstarken SV Elversberg und dem VfL Bochum angepfiffen wird.
Rösler muss harte Kader-Entscheidungen treffen
„Es wird tough für einige“, sagte Rösler unter der Woche gegenüber dieser Redaktion mit Blick auf seine Startelf, seinen Kader. „Das ist nie persönlich gemeint, sondern der Spielidee und Form geschuldet, dass mal einer nicht von Anfang an spielt“, erklärte er. „Das müssen wir wegstecken. Wenn wir das als Kollektiv schaffen, werden wir auch nicht absteigen.“ Während die SVE als Zweiter um den Aufstieg spielt, kämpft der erst unter Rösler seit Oktober erwachte Bundesliga-Absteiger bei nur drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz weiterhin gegen den Abstieg in die Drittklassigkeit.
Besonders viel Konkurrenz hat Rösler zurzeit in der Offensive, vor allem auf dem Flügel. Wer legt los? Im Training am Donnerstag ließ Uwe Rösler lange elf gegen elf spielen. Die Einheit am Freitag allerdings war nicht-öffentlich, mögliche Korrekturen also nicht zu erfahren. Dennoch: Die Einheit am Donnerstag gab durchaus Hinweise für die Partie in Elversberg. Zumal Rösler nach rund anderthalb Stunden ein „Thank you“ über den Platz rief und ein Lob folgen ließ: „Gute Einheit heute!“
Konsequent bildeten im Trainingsspiel der nach seiner Topleistung gegen Darmstadt wohl gesetzte Stoßstürmer Philipp Hofmann, Koji Miyoshi auf dem rechten und Farid Alfa-Ruprecht auf dem linken Flügel eine Angriffsreihe. Und zwar jene, die gegen die mögliche Viererkette angriff mit den Stamm-Innenverteidigern Philipp Strompf und Noah Loosli, mit Stamm-Rechtsverteidiger Leandro Morgalla und Neuzugang Mikkel Rakneberg als Linksverteidiger.
Viele Spieler mit vier Gelben Karten
Der Norweger, der in puncto Zweikampf, Tempo und Vorwärtsdrang einen guten Eindruck machte, könnte für Maxi Wittek in die Startelf rotieren. Womöglich auch mit Blick auf das Heimderby gegen Schalke 04. Wittek, in den letzten Wochen ordentlich unterwegs, steht ebenso bei vier Gelben Karten wie Strompf, Hofmann, Alfa-Ruprecht, Mats Pannewig und Kjell Wätjen.
Aber zurück zur Offensive. Moritz-Broni Kwarteng rechts und Gerrit Holtmann links besetzten die Außen im anderen Team, in dem Callum Marshall als Mittelstürmer und Anläufer fungierte. Zu diesem im Ergebnis übrigens unterlegenen Team zählten allerdings auch die zentralen Stammkräfte Cajetan Lenz und Francis Onyeka, während für das „Hofmann-Team“ der erneut gut aufgelegte Mats Pannewig und zeitweise Marcel Sobottka sowie offensiv Kjell Wätjen im Zentrum agierten. Von einem reinen „B-Team“ hier und „A-Team“ dort konnte man also nicht sprechen.
Rechter Flügel: Miyoshi oder Kwarteng?
Miyoshi war für Rösler bereits vor dem Darmstadt-Spiel ein „Gewinner der Vorbereitung“, ebenso wie Alfa-Ruprecht. Er überzeugte im Trainingslager und in den Einheiten in Bochum. Auch am Donnerstag spielte er starke Pässe. Er erzielte ein Traumtor zum 2:1-Sieg im Testspiel gegen Aachen, saß dann überraschend nur auf der Bank gegen Darmstadt. Als er hereinkam, sorgte der Japaner für frischen Wind, vergab allerdings eine gute Chance, als er beim Abschluss zu lange zögerte.
Kwarteng feierte sein Startelf-Debüt in dieser Saison, zeigte Licht und Schatten, sieht selbst „Luft nach oben“, wie er im Gespräch mit dieser Redaktion sagte. „Solide“ nannte Rösler seinen Einsatz, sprach auch von Vertrauen, das man ihm geben müsse. Mit Einsatzzeiten.
Linker Bochum-Flügel: Alfa-Ruprecht, Holtmann oder doch Wätjen?
Gerrit Holtmann ist nach einer kleineren Knie-OP, die ihn seit Dezember fünf Ligaspiele sowie das Trainingslager in Belek/Türkei kosteten, wieder fit. Das zeigte er auch im Training. Mit einem linken Hammer in den Winkel durchschoss er fast das Netz am Donnerstag. Wätjen spielte im zentralen Mittelfeld. Dort, wo er auch groß wurde, ehe ihn Rösler im Pokalspiel gegen Stuttgart auf die Außenbahn stellte und er seine stärkste Saisonleistung zeigte. Der BVB-Leihspieler bleibt eine gute Alternative für den Flügel, aber auch fürs Zentrum. Der 19-Jährige muss sich wohl in Elversberg erneut mit der Rolle als offensiv flexibel einsetzbarer Einwechselspieler zufrieden geben.
Alfa-Ruprecht zeigte offensiv seine stärkste Leistung für Bochum, und auch im Training lief viel über seine linke Seite. Der 19-jährige Leihspieler von Leverkusen zog oft zur Grundlinie davon, der letzte Pass allerdings fand selten sein Ziel. Nach einem feinen Haken nach innen erzielte er einen der wenigen Treffer, nachdem er sich gegen Darmstadt mit starkem Sprint und Durchsetzungsvermögen seinen ersten Zweitliga-Assist erkämpft hatte.
Alfa-Ruprecht steht für geradlinige Tiefe mit Tempo, auf die Rösler kaum verzichten wird bei den offensivstarken und meist dominant auftretenden Elversbergern, die bei einem zügigen Umschaltspiel des Gegners aber Schwächen haben. „Ich bin ein Verfechter des vertikalen Spiels, dass der Ball in die Box muss, wir viele Abschlüsse haben“, sagte Rösler diese Woche. „Wir wollen auch vertikal attackieren mit schnellen Außen.“
Denkbar, aber eher unwahrscheinlich ist, dass Alfa-Ruprecht auf die rechte Seite zurückkehrt. Denn dank der Holtmann-Rückkehr hätten wir die Möglichkeit, auf zwei Seiten Vertikal-Spieler einzusetzen“, sagte Rösler. „Oder zwei Spieler, die zwischen die Linien kommen.“ Ersteres sind eben Holtmann und Alfa-Ruprecht. Die gern in die Halbräume einrückenden Miyoshi, Kwarteng und Wätjen, die allesamt auch im zentralen offensiven Mittelfeld gut aufgehoben sind, stehen für die Linien-Spieler. Rösler hat die Qual der Wahl.
Quelle: WAZ.de
Eine starke Bank zeichnete den VfL Bochum gegen Darmstadt aus. Die eingewechselten Koji Miyoshi, Felix Passlack und Kjell Wätjen hatten allesamt gefährliche Abschlüsse, Callum Marshall traf zum 3:.3. Auch bei der Partie in Elversberg setzt Trainer Uwe Rösler auf frischen Wind der Joker.
Rösler muss harte Entscheidungen treffen, wer auf die Bank muss oder sogar gar nicht erst mitfährt ins Saarland, wo am Sonntag im kleinen SVE-Stadion vor gut 9000 Fans, darunter 900 Bochumer im ausverkauften Gästeblock, das Zweitliga-Duell zwischen dem spielstarken SV Elversberg und dem VfL Bochum angepfiffen wird.
Rösler muss harte Kader-Entscheidungen treffen
„Es wird tough für einige“, sagte Rösler unter der Woche gegenüber dieser Redaktion mit Blick auf seine Startelf, seinen Kader. „Das ist nie persönlich gemeint, sondern der Spielidee und Form geschuldet, dass mal einer nicht von Anfang an spielt“, erklärte er. „Das müssen wir wegstecken. Wenn wir das als Kollektiv schaffen, werden wir auch nicht absteigen.“ Während die SVE als Zweiter um den Aufstieg spielt, kämpft der erst unter Rösler seit Oktober erwachte Bundesliga-Absteiger bei nur drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz weiterhin gegen den Abstieg in die Drittklassigkeit.
Besonders viel Konkurrenz hat Rösler zurzeit in der Offensive, vor allem auf dem Flügel. Wer legt los? Im Training am Donnerstag ließ Uwe Rösler lange elf gegen elf spielen. Die Einheit am Freitag allerdings war nicht-öffentlich, mögliche Korrekturen also nicht zu erfahren. Dennoch: Die Einheit am Donnerstag gab durchaus Hinweise für die Partie in Elversberg. Zumal Rösler nach rund anderthalb Stunden ein „Thank you“ über den Platz rief und ein Lob folgen ließ: „Gute Einheit heute!“
Konsequent bildeten im Trainingsspiel der nach seiner Topleistung gegen Darmstadt wohl gesetzte Stoßstürmer Philipp Hofmann, Koji Miyoshi auf dem rechten und Farid Alfa-Ruprecht auf dem linken Flügel eine Angriffsreihe. Und zwar jene, die gegen die mögliche Viererkette angriff mit den Stamm-Innenverteidigern Philipp Strompf und Noah Loosli, mit Stamm-Rechtsverteidiger Leandro Morgalla und Neuzugang Mikkel Rakneberg als Linksverteidiger.
Viele Spieler mit vier Gelben Karten
Der Norweger, der in puncto Zweikampf, Tempo und Vorwärtsdrang einen guten Eindruck machte, könnte für Maxi Wittek in die Startelf rotieren. Womöglich auch mit Blick auf das Heimderby gegen Schalke 04. Wittek, in den letzten Wochen ordentlich unterwegs, steht ebenso bei vier Gelben Karten wie Strompf, Hofmann, Alfa-Ruprecht, Mats Pannewig und Kjell Wätjen.
Aber zurück zur Offensive. Moritz-Broni Kwarteng rechts und Gerrit Holtmann links besetzten die Außen im anderen Team, in dem Callum Marshall als Mittelstürmer und Anläufer fungierte. Zu diesem im Ergebnis übrigens unterlegenen Team zählten allerdings auch die zentralen Stammkräfte Cajetan Lenz und Francis Onyeka, während für das „Hofmann-Team“ der erneut gut aufgelegte Mats Pannewig und zeitweise Marcel Sobottka sowie offensiv Kjell Wätjen im Zentrum agierten. Von einem reinen „B-Team“ hier und „A-Team“ dort konnte man also nicht sprechen.
Rechter Flügel: Miyoshi oder Kwarteng?
Miyoshi war für Rösler bereits vor dem Darmstadt-Spiel ein „Gewinner der Vorbereitung“, ebenso wie Alfa-Ruprecht. Er überzeugte im Trainingslager und in den Einheiten in Bochum. Auch am Donnerstag spielte er starke Pässe. Er erzielte ein Traumtor zum 2:1-Sieg im Testspiel gegen Aachen, saß dann überraschend nur auf der Bank gegen Darmstadt. Als er hereinkam, sorgte der Japaner für frischen Wind, vergab allerdings eine gute Chance, als er beim Abschluss zu lange zögerte.
Kwarteng feierte sein Startelf-Debüt in dieser Saison, zeigte Licht und Schatten, sieht selbst „Luft nach oben“, wie er im Gespräch mit dieser Redaktion sagte. „Solide“ nannte Rösler seinen Einsatz, sprach auch von Vertrauen, das man ihm geben müsse. Mit Einsatzzeiten.
Linker Bochum-Flügel: Alfa-Ruprecht, Holtmann oder doch Wätjen?
Gerrit Holtmann ist nach einer kleineren Knie-OP, die ihn seit Dezember fünf Ligaspiele sowie das Trainingslager in Belek/Türkei kosteten, wieder fit. Das zeigte er auch im Training. Mit einem linken Hammer in den Winkel durchschoss er fast das Netz am Donnerstag. Wätjen spielte im zentralen Mittelfeld. Dort, wo er auch groß wurde, ehe ihn Rösler im Pokalspiel gegen Stuttgart auf die Außenbahn stellte und er seine stärkste Saisonleistung zeigte. Der BVB-Leihspieler bleibt eine gute Alternative für den Flügel, aber auch fürs Zentrum. Der 19-Jährige muss sich wohl in Elversberg erneut mit der Rolle als offensiv flexibel einsetzbarer Einwechselspieler zufrieden geben.
Alfa-Ruprecht zeigte offensiv seine stärkste Leistung für Bochum, und auch im Training lief viel über seine linke Seite. Der 19-jährige Leihspieler von Leverkusen zog oft zur Grundlinie davon, der letzte Pass allerdings fand selten sein Ziel. Nach einem feinen Haken nach innen erzielte er einen der wenigen Treffer, nachdem er sich gegen Darmstadt mit starkem Sprint und Durchsetzungsvermögen seinen ersten Zweitliga-Assist erkämpft hatte.
Alfa-Ruprecht steht für geradlinige Tiefe mit Tempo, auf die Rösler kaum verzichten wird bei den offensivstarken und meist dominant auftretenden Elversbergern, die bei einem zügigen Umschaltspiel des Gegners aber Schwächen haben. „Ich bin ein Verfechter des vertikalen Spiels, dass der Ball in die Box muss, wir viele Abschlüsse haben“, sagte Rösler diese Woche. „Wir wollen auch vertikal attackieren mit schnellen Außen.“
Denkbar, aber eher unwahrscheinlich ist, dass Alfa-Ruprecht auf die rechte Seite zurückkehrt. Denn dank der Holtmann-Rückkehr hätten wir die Möglichkeit, auf zwei Seiten Vertikal-Spieler einzusetzen“, sagte Rösler. „Oder zwei Spieler, die zwischen die Linien kommen.“ Ersteres sind eben Holtmann und Alfa-Ruprecht. Die gern in die Halbräume einrückenden Miyoshi, Kwarteng und Wätjen, die allesamt auch im zentralen offensiven Mittelfeld gut aufgehoben sind, stehen für die Linien-Spieler. Rösler hat die Qual der Wahl.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."