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Fünf Abgänge, neue Chancen für U19-Spieler
#1
Nach sechs Monaten als VfL-Nachwuchs-Direktor zieht Pablo Thiam Bilanz – und kündigt Veränderungen bei der U21 an. Die Kader der U17 und U19 für die nächste Saison sind fast klar. 

Es war ein intensives halbes Jahr, das Pablo Thiam beim VfL Bochum erlebt hat. Seit Juni ist er Direktor des Nachwuchsleistungszentrums des VfL Bochum. An den Wochenenden in dieser Zeit hat er sich bis zu sechs Spiele der Bochumer U-Teams angesehen. Er hat sich ein umfangreiches Bild der Ausbildung beim VfL gemacht. Derzeit plant er mit den Trainern und Sportlichen Leitern des Talentwerkes die Kader der Teams für die nächste Saison. Darüber hinaus geht es aktuell besonders um die U21. Der VfL Bochum lässt fünf Spieler der U21 ziehen. 

Die Abgänge von Tolga Özdemir und Jan Nzeba-Bost hatte der VfL Bochum bereits kommuniziert. Özdemir wechselt fest zum Oberligisten SV Schermbeck, Nzeba-Bost wird an den Oberligisten Rot-Weiß Ahlen ausgeliehen. Mit Stevan Tasic, Ben Heuser und Keleb Nwubani werden drei weitere Spieler die U21 des VfL Bochum im Winter verlassen. Auch sie hoffen bei anderen Clubs auf mehr Spielzeit. Dass sie gehen, ist entschieden. Wohin sie gehen, wird Bochum zeitnah mitteilen. 

Kaderplanung: U21 setzt auf Nachwuchs und erhält Profi-Unterstützung
Der Kader von Trainer Heiko Butscher ist trotz dieser fünf Abgänge weiterhin groß genug. „Wenn Bedarf sein sollte“, sagt Thiam, „ziehen wir U19-Spieler hoch.“ So wie bereits geschehen mit Darnell Keumo, Alessandro Crimaldi oder auch Kacper Koscierski und zuletzt Angreifer Amos Gerth. „Das gibt uns Möglichkeiten“, sagt Thiam. „Wir können die Jungs auf Herz und Nieren mit dem Blick darauf testen, dass sie in der nächsten Saison zu den Profis gehen.“

Ob es bei der U21 weitere personelle Veränderungen gebe, müsse man sehen, sagt Thiam. „Wir gehen das Position für Position durch. Das primäre Ziel ist, dass die U21 in der Regionalliga bleibt. Klar ist, dass wir keine Stammkräfte abgeben können. Dazu brauchen wir auch Unterstützung von den Profis.“ 

Kaderplanung für 2026/27: Trainer setzen auf enge Zusammenarbeit
Da sei die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Uwe Rösler und Anthony Losilla, der für den Übergang von den U-Teams zu den Senioren zuständig ist, „überragend gut“, sagt Thiam. „Sie haben immer einen Blick für uns. Sie hatten selbst schwierige Situationen und haben immer versucht, uns zu unterstützen. Das ist nicht selbstverständlich. Gerade wenn die Profis im Abstiegskampf sind. Wir werden weiter gemeinsam besprechen, wie wir die U21 weiter verstärken können“.

Er plant mit den Trainern und Sportlichen Leitern bereits die Kader für 2026/27. „Wir hatten bereits zwei große Planungsrunden mit allen Mannschaften und Trainern“, sagt Thiam. „Wir versuchen, die Jungs, die jetzt bei uns gut funktionieren, besonders im Blick zu behalten. Zum Beispiel beim Übergang von der U17 zur U19. Im Großen und Ganzen sind wir schon relativ weit. Wobei es auch Jungs gibt, die wir uns noch etwas länger ansehen wollen.“ 

Planung der U21 verzögert sich, U19-Kader fast komplett
Mit Blick auf die nächste Saison sei die U21 die Mannschaft, die als letzte stehen würde, sagt Thiam. „Zunächst einmal müssen wir wissen, für welche Liga wir planen können. Dann hängt viel von den Profis und der U19 ab. Da wird noch viel gebastelt. Die U21 wird als letzte Mannschaft fertig sein.“

Die Planungen bei der U19 seien dagegen schon fast abgeschlossen. „Die U19 steht zu 80, 90 Prozent“, sagt Thiam. „Da geht es noch um bestimmte Positionen. Die werde ich aber jetzt nicht nennen, damit wir keinen der U17-Spieler, die nun aufgrund des Alters in die U19 kommen, verunsichern. Wir haben auch noch nicht mit allen gesprochen.“ 

VfL Bochum setzt in der Jugend auf Entwicklung statt große Kader
Auch die U17 habe bereits eine gute Struktur. „Da sind es 75, 80 Prozent“, sagt Thiam. „Wir werden aber immer auch Probespieler im Training haben.“ Er sei aber kein Fan von zu großen Kadern. „Die Jungs, die da sind, sollen auch spielen. Wir wollen so viele Spieler wie möglich entwickeln und wir wollen bei U-Teams unterhalb der U17 möglichst lange vielen Spielern viel Spielzeit geben. Ab der U17 kann sich die Spielzeit dann auf 70 zu 30 Prozent aufteilen. In der U19 sollen die besten spielen.“ 

Die Spieler in den U-Teams würden sehen, dass beim VfL Bochum etwas entstehe und wachse. „Wenn wir ausbilden wollen“, sagt Thiam, „müssen wir nicht Perlentauchen machen, um den einen Top-Spieler herauszufischen. Es ist wie bei der Suche nach Gold. Da muss man eine breite Masse bearbeiten und muss darauf hoffen, dass einige Goldklumpen herauskommen.“ 

VfL Bochum investiert in Ausbau des Nachwuchsleistungszentrums bis 2029
Er würde indes nie behaupten, dass er aus einem Spieler etwas gemacht habe, sagt Thiam. „Wir bieten einen Rahmen und achten darauf, dass er so professionell und so gut ist, dass die Jungs sich bestmöglich entwickeln und entfalten können. Aus wenig viel zu machen, hat der VfL schon viele Jahre gut gemacht. Das wollen wir intensivieren. Wir hoffen, dass wir die Rahmenbedingungen mit dem irgendwann ausgebauten Nachwuchsleistungszentrum so verbessern können, dass wir eine noch größere Strahlkraft haben und noch mehr Spieler entwickeln können.“ 

Voraussichtlich im April 2026 soll der erste neue Platz am Trainingsgelände der U-Teams des VfL Bochum an der Hiltroper Straße fertig sein. Eine klare Zielsetzung gibt es auch für das Gesamtprojekt. Bis Ende 2029 soll das Nachwuchsleistungszentrum durchsaniert sein. Bis dahin wird Thiam noch viele Spiele der U-Teams des VfL Bochum gesehen haben. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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Fünf Abgänge, neue Chancen für U19-Spieler - von Herr Bert - 12-22-2025, 10:54 AM

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