11-19-2025, 03:57 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11-19-2025, 05:55 PM von Herr Bert.)
„Mit breiter Brust und Selbstvertrauen“
.Freitagabend, Flutlichtspiel. Der VfL Bochum 1848 empfängt am 13. Spieltag in der 2. Bundesliga Dynamo Dresden. VfL-Cheftrainer Uwe Rösler sprach auf der Pressekonferenz über mögliche Änderungen, die zurückgekehrten Nationalspieler und seine Zeit in Dresden.
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Uwe Rösler über …
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… die Personalsituation: Leandro Morgalla fehlt aufgrund seiner fünften Gelben Karte. Ibrahim Sissoko und Kevin Vogt absolvieren jeweils ihr Reha-Programm. Matus Bero musste am Montag bereits nach 25 Minuten ausgewechselt werden. Da hat die Untersuchung keine strukturelle Verletzung ergeben. Heute hat es nicht gereicht, dass er beim Training auf dem Platz stehen konnte. Wir müssen sehen, wie es sich entwickelt. Die anderen Nationalspieler sind alle fit und werden spätestens morgen beim Training dabei sein.
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… die Stimmungslage: Euphorie, Positivität und Energie sind genau das, was wir am Freitag brauchen. Wir müssen mit breiter Brust und Selbstvertrauen in das Spiel gehen. Dresden war in jedem der letzten Spiele auf Augenhöhe, es haben Nuancen zwischen Sieg und Niederlage entschieden. Wir müssen uns klar sein, dass wir eine Top-Leistung brauchen, und dafür brauchen wir die Fans, diese Energie und Stimmung, dass Spieler von den Fans getragen werden und immer bereit sind, die Extrameter zu gehen, offensiv wie defensiv. Wir müssen den Ball haben wollen und gleichzeitig mit allem, was wir haben, in die Zweikämpfe gehen. Das verlangen die Fans von uns und wir auch von uns selbst.
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… die Startelf: Ich muss sie wegen der Gelbsperre von Leo verändern. Ansonsten hat es die Mannschaft ergebnistechnisch in Braunschweig sehr gut gemacht, die Leistung war in einigen Phasen besser, in manchen weniger gut. Das musst du den Spielern aber auch mal gestatten, nicht den besten Tag zu haben. Wenn du dann die Spiele trotzdem gewinnst, ist das auch ein Zeichen von Stärke. Es hat sich keiner aus der Startelf rausgespielt, aber man muss auch sehen, wie der Gegner aufgestellt ist, wie wir ihn bespielen können, vielleicht mit einer anderen Personalie. Da haben wir einen breiten Kader, den wir nutzen werden. Deshalb kann sich die Startelf verändern, selbst wenn die Leistung und das Resultat gepasst haben, um den Gegner zu überraschen. Das hängt auch davon ab, in welcher Verfassung die Nationalspieler zurückkommen. Physisch sind sie alle fit, aber ich muss sehen, ob sie mental da und wach sind. Das ist für mich sehr wichtig. Sie müssen sich schnell wieder an unsere Prinzipien und Standards gewöhnen. Das muss ich im Training sehen, um beispielsweise einen Koji Miyoshi, der es in der Zeit sehr gut gemacht hat, auf der Bank zu lassen.
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… den Gegner: Dresden ist eine mental starke und sehr fleißige Mannschaft. Sie verteidigen im 4-4-2, sind gut im defensiven Umschalten und kommen schnell hinter den Ball. Gleichzeitig können sie es von hintenraus gut lösen, der Keeper spielt gut mit und lässt sich kaum pressen. Offensiv haben sie mehrere große Stürmer, die sehr physisch spielen und wissen, wo das Tor steht. Ihr Spiel ist darauf ausgelegt, viele Flanken zu schlagen. Ihre Außenverteidiger sind dadurch sehr offensiv ausgerichtet, was uns aber wiederum Räume bieten wird. Es wird ein bisschen ein Katz-und-Maus-Spiel, kontrolliert von beiden Seiten und je länger das Spiel dauert, wird es sich öffnen. Deshalb wird es wichtig sein, in Führung zu gehen.
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Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."