11-06-2025, 06:07 PM
Uwe Rösler hält die Intensität im Training des VfL Bochum hoch, schimpft und klatscht. Miyoshi und Hofmann empfehlen sich - aus diesen Gründen.
Rund 80 Minuten trainierten die Profis des VfL Bochum am sonnigen Donnerstagvormittag, als sich Uwe Rösler einmal mehr lautstark zu Wort meldete. „Am Ball“, rief der Trainer zu Cajetan Lenz: „Auch wenn es weh tut!“ Der bisher überragende Sechser des Zweitligisten sollte sich trotz sichtlich schwindender Kräfte weiter zeigen, den Ball fordern. Er soll, wie alle anderen auch, bis an die Schmerzgrenze und darüber hinaus gehen.
Um spielerische Lösungen von hinten heraus ging es vor allem an den ersten zwei Trainingstagen vor dem Spiel am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) bei der punktgleichen Eintracht aus Braunschweig. Dass Rösler seine Startelf ändert nach zwei erfolgreichen Partien in Augsburg (1:0) und gegen Magdeburg (2:0) mit der gleichen, jungen Anfangsformation, ist eigentlich schwer vorstellbar. Dies auch, weil Braunschweig mit einem 3-4-3 oder, je nach Situation, 3-5-2 ähnlich strukturiert ist wie die letzten beiden Gegner.
Farid Alfa-Ruprecht verletzt sich beim Aufwärmen
Doch Verletzungen oder Krankheiten könnten zwangsweise zu Änderungen führen. Nach nur wenigen Minuten des Aufwärmprogramms und einem offenbar verhängnisvollen Sprint auf dem ja gerade erst verlegten neuen Rasen auf dem umgebauten unteren Trainingsplatz musste Farid Alfa-Ruprecht das Training am Donnerstag abbrechen.
Der Knöchel schmerzte, der 19-jährige Rechtsaußen ging mit traurigem, leicht Schmerz verzerrtem Gesicht Richtung Kabine. Eine Diagnose steht noch aus. Alfa-Ruprecht brachte als schneller Flügelmann zuletzt Tempo und Gefahr ins Umschaltspiel des VfL, auch wenn ihm längst noch nicht alles gelang.
Wenig später folgte ihm auch Mathis Clairicia in die Kabine. Der Angreifer klagte ebenfalls über Knöchelprobleme, auch hier gibt es noch keine Diagnose. Clairicia war nach seinem ordentlichen Rösler-Debüt gegen Hertha, als er von der Bank kam, allerdings nur noch zweite und zuletzt dritte Wahl. Gegen Magdeburg schaffte es der Neuzugang nicht in den Kader. Koji Miyoshi übernahm seinen Platz.
Sollte Alfa-Ruprecht ausfallen, gäbe es für Rösler zwei Varianten. Entweder er behält seine Herangehensweise komplett bei, sucht den Eins-zu-Eins-Ersatz für die Leverkusen-Leihgabe.
Miyoshi überzeugt als Rechtsaußen im Training
Prädestiniert für den rechten Flügel wäre Miyoshi, der am Donnerstag einen guten Eindruck machte. Im Abschluss-Spiel über den ganzen Platz spielte er als Rechtsaußen in einer Art A-Team, erzielte unter anderem ein Tor, wobei Rösler die eine oder andere Position dann im nicht-öffentlichen Training am Freitag und Samstag sicherlich variieren wird.
Fraglich ist, ob Miyoshi nach seinem Ein-Minuten-Comeback gegen Magdeburg nach langer Verletzungspause schon reif ist für deutlich mehr Einsatzzeit, gar von Beginn an. Zuletzt klang Rösler da eher skeptisch. Miyoshi sei „noch nicht bei 100 Prozent“, auch wenn er bereits „spritziger“ unterwegs sei als letzte Woche.
Kwarteng eine Option für die Startelf?
Etwas weiter ist Moritz-Broni Kwarteng, der zwar zentral noch stärker ist, aber mit seinen Tempodribblings auch außen auflaufen kann wie schon häufiger gezeigt - sowohl beim VfL als auch in seiner Zeit als Leihspieler bei Fortuna Düsseldorf. Auch Kwarteng zeigte erneut gute Aktionen im Training, in dem er am Ende in einer Art B-Team zentral agierte. Er erzielte Tore, vergab allerdings auch einige gute Chancen.
Oder, das wäre Variante zwei, Rösler setzt auf Philipp Hofmann im Sturmzentrum. Bei der ersten Einheit am Mittwoch bewies er Qualität, war bester Torschütze bei intensiven Spielformen auf kleinem Feld. „Wenn ich heute Vormittag im Training Hoffi gesehen habe, dann lacht mir das Herz“, sagte Rösler. „Der hat super trainiert, Tore gemacht aus allen Winkeln.“
Rösler zur Debatte um Jung und Alt: „Jeder hat eine Rolle“
Auch am Donnerstag knipste Hofmann, holte sich aber auch einen ordentlichen Rösler-Rüffel ab, als er auf ein hohes, aggressives Pressing verzichtete. Bei der (Fan-)Debatte um junge und ältere Spieler wie Hofmann und Kapitän Matus Bero jedenfalls müsse man aufpassen, mahnte Rösler mit Nachdruck: „Hier hat jeder eine Rolle zu spielen, wir als Mannschaft generell. Und da stehen wir erst am Anfang.“
Kehrt Hofmann in die Startelf zurück, müsste Francis Onyeka, der zuletzt im Angriff spielte auf eine ganz andere Art, wohl den rechten offensiven Mittelfeldposten übernehmen. Wahlweise könnte er auch zentral hinter Hofmann spielen und Kjell Wätjen müsste wieder aushelfen.
Wätjen agierte in den letzten zwei Spielen als zentraler Achter aber deutlich stärker als zuvor weiter außen, belohnte sich unter anderem mit seinem ersten VfL-Treffer zum 1:0 gegen Magdeburg. Beide, Onyeka und Wätjen, werden aber sicherlich ebenso spielen wie Sechser Cajetan Lenz und der unter Rösler aufblühende Sechser und Achter Mats Pannewig.
Rösler vor Braunschweig: „Müssen klar bleiben in der Birne“
Pannewig pflügte auch im Training wieder den Rasen um. Insgesamt stimmte der Einsatz Rösler sicherlich zufrieden, auch wenn er immer wieder lautstark unterbrach, dem Team wie Einzelnen klare Anweisungen gab. Dass seine Mannschaft nachlässt nach den jüngsten Erfolgen, war nicht zu erkennen.
Das fordert Rösler auch vor dem Duell bei den kriselnden Braunschweigern, die nach sechs Niederlagen aus sieben Partien unter anderem weiterhin ohne den Rotgesperrten Top-Angreifer Erencan Yardimci die Wende herbeiführen müssen, konsequenterweise ein: „Wir müssen klar bleiben in der Birne und immer an unser Maximum herankommen, um Spiele zu gewinnen.“
Trotz der frühen Ausfälle von Alfa-Ruprecht und Clairicia trainierten am Donnerstag 20 Feldspieler, darunter U21-Stammspieler Niklas Jahn, und zwei Torhüter. Zudem arbeitete auch Keeper Hugo Rölleke, der Stammtorwart der U21, eine Stunde lang individuell. Wieder am Ball war Michael Obafemi, der am Mittwoch eine Leistungsdiagnostik absolvierte. Wie bereits am Mittwoch fehlte Verteidiger Colin Kleine-Bekel, der zuletzt Stamm war in der U21. Er sei erkrankt, hieß es vom VfL. Beim Zweitliga-Spiel in Braunschweig fallen zudem Kevin Vogt und Ibrahim Sissoko aus.
Quelle: WAZ.de
Rund 80 Minuten trainierten die Profis des VfL Bochum am sonnigen Donnerstagvormittag, als sich Uwe Rösler einmal mehr lautstark zu Wort meldete. „Am Ball“, rief der Trainer zu Cajetan Lenz: „Auch wenn es weh tut!“ Der bisher überragende Sechser des Zweitligisten sollte sich trotz sichtlich schwindender Kräfte weiter zeigen, den Ball fordern. Er soll, wie alle anderen auch, bis an die Schmerzgrenze und darüber hinaus gehen.
Um spielerische Lösungen von hinten heraus ging es vor allem an den ersten zwei Trainingstagen vor dem Spiel am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) bei der punktgleichen Eintracht aus Braunschweig. Dass Rösler seine Startelf ändert nach zwei erfolgreichen Partien in Augsburg (1:0) und gegen Magdeburg (2:0) mit der gleichen, jungen Anfangsformation, ist eigentlich schwer vorstellbar. Dies auch, weil Braunschweig mit einem 3-4-3 oder, je nach Situation, 3-5-2 ähnlich strukturiert ist wie die letzten beiden Gegner.
Farid Alfa-Ruprecht verletzt sich beim Aufwärmen
Doch Verletzungen oder Krankheiten könnten zwangsweise zu Änderungen führen. Nach nur wenigen Minuten des Aufwärmprogramms und einem offenbar verhängnisvollen Sprint auf dem ja gerade erst verlegten neuen Rasen auf dem umgebauten unteren Trainingsplatz musste Farid Alfa-Ruprecht das Training am Donnerstag abbrechen.
Der Knöchel schmerzte, der 19-jährige Rechtsaußen ging mit traurigem, leicht Schmerz verzerrtem Gesicht Richtung Kabine. Eine Diagnose steht noch aus. Alfa-Ruprecht brachte als schneller Flügelmann zuletzt Tempo und Gefahr ins Umschaltspiel des VfL, auch wenn ihm längst noch nicht alles gelang.
Wenig später folgte ihm auch Mathis Clairicia in die Kabine. Der Angreifer klagte ebenfalls über Knöchelprobleme, auch hier gibt es noch keine Diagnose. Clairicia war nach seinem ordentlichen Rösler-Debüt gegen Hertha, als er von der Bank kam, allerdings nur noch zweite und zuletzt dritte Wahl. Gegen Magdeburg schaffte es der Neuzugang nicht in den Kader. Koji Miyoshi übernahm seinen Platz.
Sollte Alfa-Ruprecht ausfallen, gäbe es für Rösler zwei Varianten. Entweder er behält seine Herangehensweise komplett bei, sucht den Eins-zu-Eins-Ersatz für die Leverkusen-Leihgabe.
Miyoshi überzeugt als Rechtsaußen im Training
Prädestiniert für den rechten Flügel wäre Miyoshi, der am Donnerstag einen guten Eindruck machte. Im Abschluss-Spiel über den ganzen Platz spielte er als Rechtsaußen in einer Art A-Team, erzielte unter anderem ein Tor, wobei Rösler die eine oder andere Position dann im nicht-öffentlichen Training am Freitag und Samstag sicherlich variieren wird.
Fraglich ist, ob Miyoshi nach seinem Ein-Minuten-Comeback gegen Magdeburg nach langer Verletzungspause schon reif ist für deutlich mehr Einsatzzeit, gar von Beginn an. Zuletzt klang Rösler da eher skeptisch. Miyoshi sei „noch nicht bei 100 Prozent“, auch wenn er bereits „spritziger“ unterwegs sei als letzte Woche.
Kwarteng eine Option für die Startelf?
Etwas weiter ist Moritz-Broni Kwarteng, der zwar zentral noch stärker ist, aber mit seinen Tempodribblings auch außen auflaufen kann wie schon häufiger gezeigt - sowohl beim VfL als auch in seiner Zeit als Leihspieler bei Fortuna Düsseldorf. Auch Kwarteng zeigte erneut gute Aktionen im Training, in dem er am Ende in einer Art B-Team zentral agierte. Er erzielte Tore, vergab allerdings auch einige gute Chancen.
Oder, das wäre Variante zwei, Rösler setzt auf Philipp Hofmann im Sturmzentrum. Bei der ersten Einheit am Mittwoch bewies er Qualität, war bester Torschütze bei intensiven Spielformen auf kleinem Feld. „Wenn ich heute Vormittag im Training Hoffi gesehen habe, dann lacht mir das Herz“, sagte Rösler. „Der hat super trainiert, Tore gemacht aus allen Winkeln.“
Rösler zur Debatte um Jung und Alt: „Jeder hat eine Rolle“
Auch am Donnerstag knipste Hofmann, holte sich aber auch einen ordentlichen Rösler-Rüffel ab, als er auf ein hohes, aggressives Pressing verzichtete. Bei der (Fan-)Debatte um junge und ältere Spieler wie Hofmann und Kapitän Matus Bero jedenfalls müsse man aufpassen, mahnte Rösler mit Nachdruck: „Hier hat jeder eine Rolle zu spielen, wir als Mannschaft generell. Und da stehen wir erst am Anfang.“
Kehrt Hofmann in die Startelf zurück, müsste Francis Onyeka, der zuletzt im Angriff spielte auf eine ganz andere Art, wohl den rechten offensiven Mittelfeldposten übernehmen. Wahlweise könnte er auch zentral hinter Hofmann spielen und Kjell Wätjen müsste wieder aushelfen.
Wätjen agierte in den letzten zwei Spielen als zentraler Achter aber deutlich stärker als zuvor weiter außen, belohnte sich unter anderem mit seinem ersten VfL-Treffer zum 1:0 gegen Magdeburg. Beide, Onyeka und Wätjen, werden aber sicherlich ebenso spielen wie Sechser Cajetan Lenz und der unter Rösler aufblühende Sechser und Achter Mats Pannewig.
Rösler vor Braunschweig: „Müssen klar bleiben in der Birne“
Pannewig pflügte auch im Training wieder den Rasen um. Insgesamt stimmte der Einsatz Rösler sicherlich zufrieden, auch wenn er immer wieder lautstark unterbrach, dem Team wie Einzelnen klare Anweisungen gab. Dass seine Mannschaft nachlässt nach den jüngsten Erfolgen, war nicht zu erkennen.
Das fordert Rösler auch vor dem Duell bei den kriselnden Braunschweigern, die nach sechs Niederlagen aus sieben Partien unter anderem weiterhin ohne den Rotgesperrten Top-Angreifer Erencan Yardimci die Wende herbeiführen müssen, konsequenterweise ein: „Wir müssen klar bleiben in der Birne und immer an unser Maximum herankommen, um Spiele zu gewinnen.“
Trotz der frühen Ausfälle von Alfa-Ruprecht und Clairicia trainierten am Donnerstag 20 Feldspieler, darunter U21-Stammspieler Niklas Jahn, und zwei Torhüter. Zudem arbeitete auch Keeper Hugo Rölleke, der Stammtorwart der U21, eine Stunde lang individuell. Wieder am Ball war Michael Obafemi, der am Mittwoch eine Leistungsdiagnostik absolvierte. Wie bereits am Mittwoch fehlte Verteidiger Colin Kleine-Bekel, der zuletzt Stamm war in der U21. Er sei erkrankt, hieß es vom VfL. Beim Zweitliga-Spiel in Braunschweig fallen zudem Kevin Vogt und Ibrahim Sissoko aus.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."