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Morgalla feiert so sein erstes Profi-Tor
#1
Leandro Morgalla erzielte das späte 1:1 für Bochum in Berlin. Dabei hat er bei Ecken vorne nichts zu suchen. Er erklärt sein Glück. 

Geschichte wiederholt sich mitunter also doch. Ecke für Bochum in der Nachspielzeit. Der Ausgleich zum 1:1-Endstand bei Hertha BSC. Vor knapp drei Jahren, beim bis dato letzten Gastspiel des VfL in Berlin, war es Keven Schlotterbeck, der die „alte Dame“ in die 2. Liga köpfte. 

Diesmal vollstreckte Leandro Morgalla, feierte seinen Treffer erst mit einem Knierutscher, dann ausgiebig mit seinen Kollegen und den rund 5500 VfL-Fans in der Gästekurve des Olympiastadions. Er beendete die wohl letzten Aufstiegsträume der Hertha und bescherte dem 70 Minuten lang harmlosen VfL einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. 

Morgalla nach Volltreffer: „Bin einfach happy“
Kjell Wätjen brachte den Ball noch einmal scharf in den Strafraum, Erhan Masovic lenkte ihn im Getümmel im Fünfmeterraum zu Leandro Morgalla, der einfach mal abzog. Drin. Das 1:1 in Minute 90 plus 1. „Ich bin einfach happy“, sagte der Torschütze hinterher strahlend.

Es war das erste Tor überhaupt, das der 21-Jährige Rechtsverteidiger erzielte in seiner ja noch jungen Profikarriere. „Er hat schon an sich gezweifelt“, meinte sein Kollege Maxi Wittek verschmitzt und blinzelte Morgalla zu. „Ich freue mich extrem für ihn“. 

Deshalb nahm Rösler Olsen raus
Dabei traf Morgalla als Joker. Er belebte die rechte Seite im zweiten Abschnitt, als er für Oliver Olsen, noch einen der Besseren beim VfL in der ersten Halbzeit, eingewechselt wurde. Olsen aber war mit Gelb belastet, Uwe Rösler wollte ihn vorsichtshalber nicht mehr ins eins gegen eins gegen Brekalo schicken, erklärte der Trainer. Und: „Ich weiß ja, was ich an Leo habe. Dass er jetzt getroffen hat, da hat er sich auch mal belohnt“, so Rösler.

Nach einem erschreckend schwachen ersten Durchgang des VfL sorgte Morgalla für ein Happy End. Dass es am Ende zum Remis reichte, lag auch an einer neuen „Variante“; genauer: einem Regelbruch. Denn bei Ecken hat Morgalla vorne normalerweise nichts zu suchen. 

So erklärt Morgalla seinen ersten Treffer
„Eigentlich bin ich bei Ecken immer eine Absicherung, da wird mir vorne wohl nicht so vertraut“, sagte er lächelnd in den Katakomben des altehrwürdigen Olympiastadions. „Aber jetzt stand es 0:1. Ich habe nach draußen gerufen: Ich gehe nach vorne, versuche mein Glück. Der Ball ist mir vor die Füße gefallen, er war drin, ich bin happy.“ Auch Rösler habe Signale gesendet, „dass ich mit nach vorne gehen soll“, erzählte Morgalla weiter. 

Mit dem Punkt könne er sehr gut leben, die Schwächen im ersten Durchgang wollte Morgalla aber nicht beschönigen. „Die Vorstellung war nicht gut, wir haben zu viele Fehler gemacht“, meinte er. Auch Wittek kritisierte: „Wir haben nicht gut ins Spiel gefunden. Hertha hatte Durchbrüche, wir sind nicht hingekommen im Pressing. Mit Ball war es sehr schwach von uns, wir haben gar nicht mal Ruhe oder Kontrolle reinbekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht. Heute können wir mit dem Punkt sehr gut leben.“ Der VfL ist damit weiterhin Tabellenneunter. Er hat sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang und schon acht auf Kiel, den nächsten Gegner. 

Vogt sorgt für mehr Kontrolle
Auch, weil das Team intakt ist, die Wechsel helfen. Wie der von Innenverteidiger Kevin Vogt, der Ruhe in den Aufbau brachte, für mehr Ballbesitz sorgte. Und der von Morgalla. Nicht sein persönliches Tor-Glück sei wichtig, sagte der Held des Abends. „Die Teamleistung steht im Vordergrund, wir haben es in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Wichtig ist, dass wir hier einen Punkt mitnehmen.“ Gegen Kiel, kündigte Wittek an, sollen es wieder drei werden am kommenden Sonntag im Ruhrstadion.

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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