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Nürnberg kommt mit schnellen Stürmern nach Bochum, VfL-Coach Uwe Rösler erklärt seinen Ansatz. Mats Pannewig beendet das Training vorzeitig.
Die taktischen Übungen waren bereits beendet, als Mats Pannewig in Richtung Kabine ging. Der Mittelfeldspieler, der beim 0:0 gegen Paderborn als einziger Sechser mit seiner Laufstärke und vielen Balleroberungen überzeugte, durfte an diesem regnerischen Vormittag vorzeitig unter die Dusche.
Trainer Uwe Rösler gab schnell Entwarnung nach der Einheit am Dienstag, drei Tage vor dem Heimspiel des VfL Bochum gegen den 1. FC Nürnberg (Freitag, 18.30 Uhr, Sky). Es ging um Belastungssteuerung. „Er ist total fit, hat aber das erste Mal nach Krankheit fast 90 Minuten gespielt und noch nicht 100-prozentig regeneriert“, sagte Rösler in einer kleinen Medienrunde. „Daher hat er heute etwas weniger gemacht.“
Pannewig, unter Rösler Stammkraft, war gegen Schalke erkrankt ausgefallen. In Münster wechselte ihn der Coach ein, gegen den SCP kehrte er in die Startelf zurück. Mit dem 21-jährigen Mittelfeldmotor ist auch gegen den Club fest zu rechnen.
Zwei Spieler gesperrt: Bero und Vogt rücken wohl in den Kader
Ausfallen werden die gesperrten Philipp Strompf und Koji Miyoshi. Für Strompf dürfte Erhan Masovic sein Startelf-Comeback nach über vier Monaten feiern, während Kevin Vogt erstmals unter Rösler als dritter Innenverteidiger in den Kader rücken dürfte. Auch Matus Bero dürfte erstmals in diesem Jahr wieder auf der Bank Platz nehmen nach auskurierter Verletzung. Der Kapitän habe „gestern sehr gut trainiert und ist eine Option“ fürs Aufgebot, so Rösler. Für den rechten „Miyoshi-Flügel“ gibt es mehrere Möglichkeiten.
Nürnberg glänzte zuletzt mit hoher Effektivität gegen Karlsruhe (5:1), schob sich um einen Platz und mit einem Punkt mehr vor den Tabellenneunten aus Bochum. Vor allem die schnellen Offensivkräfte Julian Justvan und Mohamed Ali Zoma überzeugten nicht nur mit ihren jeweils zwei Treffern.
Darauf kommt es gegen Nürnberg an
Am VfL-Ansatz mit intensivem Vorwärts-Fußball will der Coach gegen den Club, der seine letzten vier Auswärtsspiele verloren hat, im Kern nichts ändern. „Wir wissen, dass sie eine gute Kontermannschaft haben“, sagte der 57-Jährige. „Aber wir wollen ja keine Siebenerkette spielen mit drei Spielern davor. So scheißen wir uns nicht in die Hose vor den Nürnbergern.“
Sein Team habe sich fußballerisch in den letzten Wochen enorm gesteigert, betonte Rösler, lediglich im Abschluss haperte es zuletzt vor allem gegen Paderborn. „Wir sind dafür da, dass wir unsere Zuschauer nicht nur mit drei Punkten befriedigen wollen. Wir wollen auch eine gewisse Art Fußball spielen“, sagte der Trainer. „Wir können nicht nur verteidigen und hoffen, dass wir mal einen Konter setzen oder einen Standard verwandeln und das Spiel dann 1:0 über die Bühne kriegen. Wir müssen angreifen, wir werden angreifen“, versprach Rösler. „Dabei müssen wir eine sehr gute Restverteidigung haben, das ist gerade gegen Nürnberg sehr wichtig. Mit einer guten Restverteidigung kannst du auch gegen Nürnbergs schnelle Spitzen und Konterspieler angreifen.“
Quelle: WAZ.de
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Nach vier Monaten kehrt Erhan Masovic in die Startelf des VfL Bochum zurück. Er spricht über seine Rolle – und kämpft auch um seine Zukunft.
Als die meisten Spieler den Trainingsplatz schon verlassen hatten, hörte Erhan Masovic seinem Trainer Uwe Rösler ganz genau zu. Zusammen mit Noah Loosli bekam der Innenverteidiger noch einmal eine Einzelschulung, wie er sich auf dem Feld zu bewegen habe. Rösler zeigte dem Duo, wie verschoben werden soll, wie die Passwege auszusehen haben. Spätestens zu diesem Zeitpunkt dürfte auch den wenigen Fans, die am Dienstagvormittag dem Training trotzten, klar gewesen sein, dass sie da die Innenverteidigung für das Spiel am Freitag gegen den 1. FC Nürnberg (18.30 Uhr, Sky) sehen.
Erstmals seit dem 25. Oktober beim 1:1 bei Holstein Kiel wird Masovic wieder in die Startelf rücken. Der Serbe musste sich seit dem Spiel im DFB-Pokal beim FC Augsburg hinten anstellen, weil Philipp Strompf zusammen mit Loosli zwar nicht überragend spielte, aber einen äußerst soliden Job machte. „Ich habe die ersten beiden Spiele unter Uwe gemacht und dann haben die beiden Jungs gegen Augsburg so stark gespielt. Wie seitdem immer. Als Trainer würde ich da auch keine Änderung vornehmen“, erkannte Masovic nun im Gespräch offen an.
Bochum ohne Strompf: Masovic will seine Chance gegen Nürnberg nutzen
Beide trugen dazu bei, dass der VfL Bochum sich unter Rösler defensiv extrem stabilisierte. Und vor allem Strompf ist trotz seiner Doktor-Jekyll-und-Mr.-Hyde-Spielweise ein wichtiger Garant dafür. Seine Kopfballstärke gibt dem VfL offensiv wie defensiv ein wichtiges Element. Zudem räumt er immer wieder seine Gegenspieler gut ab und hat in den vergangenen Wochen auch den einen oder anderen starken Diagonalball gespielt.
Gegen Nürnberg fehlt der ehemalige Ulmer jetzt aber aufgrund seiner fünften Gelben Karte. „Jetzt könnte ich die Chance bekommen – und die muss ich nutzen“, sagte Masovic. Das „könnte“ hätte er streichen können. Zwar hat Rösler auch noch die Option, Leandro Morgalla nach innen zu ziehen und dafür Oliver Olsen auf die Rechtsverteidiger-Position zu stellen oder mit Kevin Vogt einen anderen Innenverteidiger Masovic gegenüber vorzuziehen. Dies sind aber keine realistischen Varianten. Vogt dürfte aber immerhin erstmals unter Rösler zum Spieltagskader gehören.
Rösler lobt Masovic
„Ich habe ihn im Trainingslager schon mehrmals gelobt. Im Jahr 2026 hat er kontinuierlich gut trainiert“, sagte Rösler über Masovic. „Er hat diese guten Trainingseindrücke bis heute immer wieder bestätigt. Er war manchmal nah dran, da habe ich überlegt, ihn von Anfang an zu bringen. Speziell ab dem Schalke-Spiel aber haben die zwei Innenverteidiger das richtig gut gemacht.“
Nun aber kommt die Chance für Masovic und Rösler vertraut seinem erfahrenen Mann, der immer auf der Bank saß und zuletzt auch zu zwei Kurzeinsätzen kam. „Er ist erfahren. Er wird nicht flattern. Er hat über 90 Erstliga-Spiele gemacht. Insofern bin ich guten Mutes, dass er die Trainingseindrücke auch bestätigt.“
Daran lässt Masovic erst gar keine Zweifel aufkommen. Ohnehin bereite er sich Woche für Woche darauf vor, in der Startelf stehen zu können, sagte er im Gespräch. „Ich trainiere immer gleich intensiv, um jederzeit bereit zu sein“, so der 27-Jährige, der im Winter zumindest Anfragen von anderen Vereinen hatte. Doch er blieb, zum Wohlwollen Röslers. Ob er allerdings über den Sommer hinaus in Bochum aktiv sein wird, ist offen. Sein Vertrag läuft nach dann fast sechs Jahren beim VfL am Ende der Saison aus. „Das beschäftigt mich aktuell wenig. Ich muss erst einmal Minuten bekommen und mich zeigen. Alles andere kommt danach. Gespräche haben wir noch nicht geführt. Aber es eilt auch nicht.“
Im Hinspiel stand Masovic erstmals wieder in der Startelf
Die Chance auf Minuten bekommt er nun, wodurch sich das VfL-Spiel zumindest leicht verändern wird. In der Innenverteidigung steht nun kein Linksfuß mehr, zudem ist Masovic nicht so kopfballstark, kann dafür mit dem Ball möglicherweise ein paar Akzente mehr setzen. Das Zusammenspiel mit Loosli sollte ohnehin gut funktionieren. „Noah und ich sind auch außerhalb des Platzes gute Freunde. Das Verständnis ist gut. Und wir sind Profis, wir trainieren jeden Tag miteinander und kennen uns entsprechend“, sagte Masovic. „Das wird kein Problem für uns – im Gegenteil.“
Masovic kommt der Rösler-Fußball entgegen
Gegen Nürnberg wollen die Bochumer selbst mit mehr Ballbesitz überzeugen und das Spiel vernünftig aufbauen. Ein Ansatz, der Masovic durchaus entgegenkommt. „Die Spielweise ist attraktiv, weil wir Fußball spielen wollen“, sagte der Serbe. Jeder fordere den Ball und die Zeiten des „Hinterherlaufens“ seien vorbei. „Uwe achtet so sehr auf Details, so dass wir auf viele Situationen vorbereitet sind und in diesen unterschiedlichen Szenarien wissen, was wir zu tun haben und wo der Ball hin muss. Das hilft uns sehr.“ Deshalb habe sich der VfL unter Rösler so deutlich weiterentwickelt, sagt Masovic.
Vergleichbar mit dem Hinspiel sei es ohnehin nicht mehr. Damals stand der 27-Jährige erstmals seit seinem Lungenkollaps im vergangenen Sommer wieder in der Startelf. Unter Interimstrainer David Siebers verlor der VfL allerdings mit 1:2 und setzte den Negativlauf vom Saisonstart nahtlos fort. Inzwischen sind die Bochumer seit neun Spielen ungeschlagen. Diese Serie soll fortgesetzt werden – und endlich soll auch wieder ein Dreier herausspringen. Masovic: „Wir haben unsere Qualität und können dieses Spiel definitiv gewinnen.“
Quelle: WAZ.de
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Koji Miyoshi fehlt beim Heimspiel des VfL Bochum gegen den 1. FC Nürnberg. Trainer Uwe Rösler hat etliche Alternativen: fünf Varianten.
Koji Miyoshi blühte in den vergangenen drei Spielen auf beim VfL Bochum. Gegen Schalke und in Münster erzielte er wichtige Tore. Gegen Paderborn haderte er mit seinen Abschlüssen, zeigte dennoch eine gute Leistung. Allerdings kassierte der 28-Jährige nach einem taktischen Foul seine fünfte Gelbe Karte in dieser Saison. Damit fehlt der quirlige Japaner beim Heimspiel gegen Nürnberg an diesem Freitag (18.30 Uhr/Sky).
Miyoshi agierte zuletzt auf dem rechten Flügel, rückte dabei oft ins Zentrum und in den Strafraum ein. Zwischen den Linien agierte er teilweise brillant. Die meisten Angriffe liefen über die linke Seite mit dem sicherlich gesetzten Gerrit Holtmann, der dann den einlaufenden Miyoshi oder Stoßstürmer Philipp Hofmann mit Flanken fütterte. Wer ersetzt Miyoshi? „Es gibt mehrere Optionen“, sagte Trainer Uwe Rösler. Fünf Varianten.
Callum Marshall hat sich empfohlen
Option eins. Callum Marshall kehrt in die Startelf zurück. Der Nordire saß gegen Paderborn überraschend auf der Bank, wurde für Miyoshi dann nach gut 60 Minuten eingewechselt. Zunächst spielte er positionsgetreu rechts, nach der Auswechslung von Francis Onyeka zentral. Der 21-jährige Winterzugang, ausgeliehen von West Ham United, überzeugte bisher in allen Partien mit viel Einsatz, Balleroberungen, starken Pässen, Abschlüssen und Torgefahr. Allerdings zeigte er seine beiden Topleistungen mit etlichen präzisen Pässen in die Spitze gegen Schalke und in Münster, als er von Beginn an spielte – als Zehner bzw. hängende Spitze.
Neue Rolle für Francis Onyeka
Option zwei. Daher könnte Marshall auch die Rolle von Francis Onyeka übernehmen. Der 18-Jährige ist unter Rösler gesetzt, bewies sein Allround-Talent als einzige Spitze, als Zehner, als Sechser. Der Leihspieler von Leverkusen ist mit sieben Toren Bochums bester Torschütze, spielstark und spielintelligent. Rösler könnte Nürnberg damit überraschen, dass sein zentraler potenzieller Unterschiedsspieler eine weitere Rolle ein- und annimmt: als rechter (Halb-)Flügel. Auch Rösler sieht Marshall eher zentral als außen, wie er bereits kurz nach seiner Ankunft im Januar sagte.
Kjell Wätjen lauert auf seine Chance
Option drei. Kjell Wätjen erhält seine Chance. Der seit dieser Woche 20-Jährige legte zuletzt in Elversberg los, konnte – wie fast das gesamte Team – im Saarland nicht überzeugen. Zweimal blieb er ohne Einsatz, gegen Paderborn übernahm er als Joker den rechten Flügel in der Schlussviertelstunde und bereitete die letzte Großchance von Maximilian Wittek vor.
Wätjen ist allerdings von Haus aus eher ein Zentrumsspieler, auch wenn er als linker Flügelstürmer im Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart seine bisher beste Saisonleistung zeigte. Für den Leihspieler vom BVB sprechen unter anderem seine Laufstärke, seine Intensität, während er im (Tempo-) Dribbling gegenüber den Konkurrenten eher abfällt.
Auch Kwarteng ist ein „Pocketspieler“
Option vier. Wie Wätjen und Miyoshi ist auch Moritz-Broni Kwarteng ein „Pocketspieler“, wie Trainer Uwe Rösler sagte. Also ein offensiver Mittelfeldmann, der zwischen Flügel und Zentrum pendelt, oft in den Halbräumen aktiv ist. Kwarteng ist technisch hoch veranlagt, beherrscht das Dribbling auf engem Raum, ähnelt vom Profil wohl am ehesten Miyoshi. Allerdings konnte Kwarteng, der den hohen Erwartungen in Bochum auch unter Uwe Rösler noch hinterherhinkt, bei seinem Startelf-Comeback zu Jahresbeginn gegen Darmstadt nicht überzeugen. Er kam danach nur noch in Münster zum Einsatz und setzte auch in den letzten 30 Minuten bei den Preußen keine größeren Akzente.
Alfa-Ruprecht bringt Tempo ins Spiel
Option fünf. Mit Farid Alfa-Ruprecht käme ein anderer Spielertyp als Miyoshi in die Partie, er wäre „die geradlinige Option“, so Rösler. Der 19-Jährige ist ähnlich wie Holtmann ein Linienspieler, der von seinem Tempo lebt. Lange Zeit erhielt der Leihspieler von Bayer Leverkusen das Vertrauen von Rösler, besetzte zu Jahresbeginn, als Holtmann verletzt fehlte, den linken Flügel, nachdem er im Vorjahr stets über die rechte Seite angegriffen hatte.
Nur gegen Darmstadt aber setzte Alfa-Ruprecht seine Geschwindigkeit gewinnbringend ein. In Elversberg und gegen Schalke agierte er schwach, hatte defensiv große Probleme, spielte in Münster nur kurz und gegen Paderborn gar nicht.
Eine Rolle bei Röslers Überlegungen spielen letztlich auch die Alternativen auf der Bank. Die eingewechselten Spieler können entscheidend sein, sagte er neulich. Wer gegen Nürnberg beginnt, „hängt von der Ausrichtung ab“, sagte Rösler am Montag und betonte: „Ich habe im Spiel immer gute Möglichkeiten zu reagieren, weil wir unterschiedliche Profile haben.“
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Der VfL Bochum will gegen den 1. FC Nürnberg den nächsten Heimsieg einfahren. Der Spieltagskader wird sich im Vergleich zu Paderborn verändern.
Die taktischen Übungen waren bereits beendet, als Mats Pannewig in Richtung Kabine ging. Der Mittelfeldspieler, der beim 0:0 gegen Paderborn als einziger Sechser mit seiner Laufstärke und vielen Balleroberungen überzeugte, durfte an diesem regnerischen Vormittag vorzeitig unter die Dusche.
Trainer Uwe Rösler gab schnell Entwarnung nach der Einheit am Dienstag, drei Tage vor dem Heimspiel des VfL Bochum gegen den 1. FC Nürnberg (Freitag, 18.30 Uhr, Sky). Es ging um Belastungssteuerung. „Er ist total fit, hat aber das erste Mal nach Krankheit fast 90 Minuten gespielt und noch nicht 100-prozentig regeneriert“, sagte Rösler in einer kleinen Medienrunde. „Daher hat er heute etwas weniger gemacht.“
Pannewig, unter Rösler Stammkraft, war gegen Schalke erkrankt ausgefallen. In Münster wechselte ihn der Coach ein, gegen den SCP kehrte er in die Startelf zurück. Mit dem 21-jährigen Mittelfeldmotor ist auch gegen den Club fest zu rechnen.
Bero und Vogt rücken wohl in den Kader
Ausfallen werden die gesperrten Philipp Strompf und Koji Miyoshi. Für Strompf dürfte Erhan Masovic sein Startelf-Comeback nach über vier Monaten feiern, während Kevin Vogt erstmals unter Rösler als dritter Innenverteidiger in den Kader rücken dürfte. Auch Matus Bero dürfte erstmals in diesem Jahr wieder auf der Bank Platz nehmen nach auskurierter Verletzung. Der Kapitän habe „gestern sehr gut trainiert und ist eine Option“ fürs Aufgebot, so Rösler. Für den rechten „Miyoshi-Flügel“ gibt es mehrere Möglichkeiten.
Nürnberg glänzte zuletzt mit hoher Effektivität gegen Karlsruhe (5:1), schob sich um einen Platz und mit einem Punkt mehr vor den Tabellenneunten aus Bochum. Vor allem die schnellen Offensivkräfte Julian Justvan und Mohamed Ali Zoma überzeugten nicht nur mit ihren jeweils zwei Treffern.
Darauf kommt es gegen Nürnberg an
Am VfL-Ansatz mit intensivem Vorwärts-Fußball will der Coach gegen den Club, der seine letzten vier Auswärtsspiele verloren hat, im Kern nichts ändern. „Wir wissen, dass sie eine gute Kontermannschaft haben“, sagte der 57-Jährige. „Aber wir wollen ja keine Siebenerkette spielen mit drei Spielern davor. So scheißen wir uns nicht in die Hose vor den Nürnbergern.“
Sein Team habe sich fußballerisch in den letzten Wochen enorm gesteigert, betonte Rösler, lediglich im Abschluss haperte es zuletzt vor allem gegen Paderborn. „Wir sind dafür da, dass wir unsere Zuschauer nicht nur mit drei Punkten befriedigen wollen. Wir wollen auch eine gewisse Art Fußball spielen“, sagte der Trainer. „Wir können nicht nur verteidigen und hoffen, dass wir mal einen Konter setzen oder einen Standard verwandeln und das Spiel dann 1:0 über die Bühne kriegen. Wir müssen angreifen, wir werden angreifen“, versprach Rösler. „Dabei müssen wir eine sehr gute Restverteidigung haben, das ist gerade gegen Nürnberg sehr wichtig. Mit einer guten Restverteidigung kannst du auch gegen Nürnbergs schnelle Spitzen und Konterspieler angreifen.“
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„Offensiver Ansatz mit nötigem Respekt“
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Freitagabend und Flutlicht anne Castroper. Der VfL Bochum 1848 empfängt am 23. Spieltag den 1. FC Nürnberg im Vonovia Ruhrstadion. Vorab sprach VfL-Cheftrainer Uwe Rösler über den Kader, den Gegner und die Motivation.
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Uwe Rösler über…
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… die Personalsituation: Philipp Strompf und Koji Miyoshi fehlen gelbgesperrt. Ibrahim Sissoko ist in der Reha auf den Platz zurückgekehrt, aber noch lange nicht so weit.
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… Miyoshi-Ersatz: Mit Farid Alfa-Ruprecht haben wir einen Spieler, der das Spiel in die Breite zieht und direkt spielt. Zwischen den Linien haben wir Spieler wie Moritz-Broni Kwarteng oder Kjell Wätjen. Da bin ich sehr dankbar für, dass wir unterschiedliche Optionen haben. Ich weiß schon, wer spielen wird, aber wir können das Spiel auch von der Bank beeinflussen. Das ist immer wichtig für einen Trainer, wenn er sich umdreht und auf die Bank schaut, dass er da sehr gute Optionen sitzen hat, die das Spiel positiv beeinflussen können. Spieler, die nicht so viel gespielt haben, haben gesehen, dass sich in durch die Sperren in diesen Wochen eine Chance bietet. Die Mannschaft hat gut trainiert und ich habe mehrere Spieler gesehen, die sich angeboten haben. Es kann uns jetzt Woche für Woche passieren, dass Bewegung in den Spieltagskader kommt, auch in die Startelf. Von daher ist es ein gutes Gefühl, die Mannschaft so trainieren zu sehen.
… Erhan Masovic: Gegen Schalke und gegen Paderborn wurde er zuletzt eingewechselt. Er hat zwar keine 90 Minuten gespielt, aber so ist das, wenn du auf der Bank bist. Deshalb sage ich auch immer, dass du dich so fit halten und trainieren musst, dass du in der bestmöglichen Verfassung bist, wenn die Chance kommt. Ich habe da großes Vertrauen zu Erhan, er hat gut trainiert. Von daher hoffe ich, dass er seine Leistung über die volle Distanz abrufen kann.
… Kevin Vogt und Matus Bero: Beide werden im Kader stehen. Kevin hat jetzt über einen längeren Zeitraum trainiert und wenig Spielpraxis. Aber er ist in einer körperlichen Verfassung, die ihm erlaubt, Minuten zu bekommen. Mit seiner Erfahrung und seiner individuellen Klasse ist er absolut in der Lage, uns einen Mehrwert zu bringen und der Mannschaft zu helfen. Matus war nicht so lange raus, ist wieder gesund und hat voll trainiert. Man merkt bei ihm wie er trainiert, dass im März Länderspiele anstehen.
… Nürnberg: Sie haben Körperlichkeit und Tempo in der Offensive, sind als Mannschaft sehr gut im Umschaltspiel, weshalb wir eine sehr gute Restverteidigung brauchen. Wir werden uns nicht zurückziehen, haben ein Heimspiel und wollen angreifen. Wir werden einen offensiven Ansatz wählen, wollen Tore schießen und drei Punkte holen. Aber wir haben natürlich Respekt vor ihrer Konterstärke. Da ist jeder einzelne Spieler gefragt und wir haben in der Vergangenheit schon gezeigt, dass wir das können.
… die Unentschieden: Wir beweihräuchern uns nicht für unseren Fußball oder unseren kreierten Chancen. Wir wissen, dass wir abliefern müssen, um Punkte und Siege zu generieren. Von daher müssen wir in unserer täglichen Arbeit die positiven Sachen verstärken und an den Defiziten, in den letzten beiden Spielen war es die Effizienz, weiterarbeiten. In anderen Spielen waren wir hocheffizient, das ist im Moment nicht so. Wir haben Verbesserungspotenzial, haben junge Spieler, die Woche für Woche stabiler und besser werden. Solange wir positiv bleiben, eine gute Moral haben und unsere Prinzipien umsetzen, sind wir gegen jeden Gegner absolut konkurrenzfähig. Nur wir müssen wissen, dass wir in der täglichen Trainingsarbeit und am Wochenende am Optimum arbeiten müssen. Je öfter wir das schaffen, umso mehr Spiele werden wir gewinnen. Gegen Nürnberg ist die Motivation ganz klar: Wir wollen gewinnen und Nürnberg natürlich auch überholen und mitreinziehen. Das ist unser Ziel.
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02-19-2026, 07:33 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02-19-2026, 07:38 PM von Herr Bert.)
Trotz ungemütlicher Wetterprognose sieht Trainer Uwe Rösler für den VfL Bochum Vorteile. Vor allem das Offensivspiel könnte profitieren.
Die Wetteraussichten für Freitagabend in Bochum dürften den einen oder anderen Fan erschaudern lassen. Rund sieben Grad, Nieselregen und Wind. Gemeinhin würde man dies wohl als eklig bezeichnen. Für manch einen könnte es auch längst vergessene Erinnerungen wecken an Zweitliga-Spiele des VfL Bochum, bei denen sich nur knapp 10.000 Fans bei solch einem Wetter an einem Freitagabend ins Ruhrstadion verirrten und die spielerischen Leistungen zu wünschen übrig ließen.
Doch für Uwe Rösler ist alles anders. Für den gebürtigen Sachse, der in Skandinavien und England ganz andere Wetterverhältnisse erlebt hat, ist Regen fast ein Segen. Zwar schränkte er am Donnerstagmittag auf der Pressekonferenz ein: „Wir müssen abwarten, wie der Platz bespielbar sein wird.“ Ergänzte dann aber: „Hoffentlich besser als am Wochenende.“ Am vergangenen Sonntag gegen den SC Paderborn war der Rasen nämlich so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass er im Vorfeld der Partie nicht gewässert werden konnte. Der Platz war „stumpf“, wie es im Fußballersprech heißt.
VfL Bochum spielt in der Offensive immer stärker
Wenn der 1. FC Nürnberg am Freitagabend im Ruhrstadion gastiert (18.30 Uhr, Sky) wird dies mit Sicherheit nicht der Fall sein. Ein Vorteil für den VfL? Wenn es nach Rösler geht, in jedem Fall. Dann könnten seine Spieler das ohnehin inzwischen sehr ordentlich vorgetragene Offensivspiel noch besser ausleben. Wenn die technisch starken Spieler wie Cajetan Lenz, Mats Pannewig oder Francis Onyeka den Ball flach schnell rotieren lassen können und nicht auf der Hut sein müssen, dass er hoppelt, dürften auch die Nürnberger vor Probleme gestellt werden.
„Unsere Motivation ist klar, wir wollen gewinnen und Nürnberg mit reinziehen“, sagte Rösler. „Wenn wir gewinnen, ist Nürnberg hinter uns.“ Gegen den direkten Konkurrenten im Tabellenmittelfeld ist ein Sieg schon fast Pflicht, wenn man den Abstand auf die Abstiegsränge betrachtet. Gerade einmal fünf Punkte Vorsprung haben die Bochumer auf den Relegationsrang, sieben auf einen direkten Abstiegsplatz. Und das, obwohl die Mannschaft unter Rösler seit Wochen teils ansehnlichen Fußball spielt. Doch zu wenige Siege sprangen bislang dabei herum.
Rösler übt Selbstkritik
„Wir beweihräuchern uns nicht mit den Punkten, der Spielweise und den Daten“, sagte Rösler am Donnerstag selbstkritisch. „Wir sind hier, um Siege nach Hause zu fahren. Insofern müssen wir in der täglichen Arbeit die positiven Sachen weiter verstärken und an den Defiziten – der Effizienz – arbeiten.“ In der vergangenen Woche sei dies gut gelungen, so der Eindruck des 57-Jährigen.
Auch, weil die VfL-Profis im Dauerregen von Bochum ihre technischen Fähigkeiten in den wenigen Einheiten in einer kurzen Woche zur Schau stellen konnten. „So lange wir unsere Prinzipien umsetzen, werden wir gegen jeden Gegner konkurrenzfähig sein“, sagte Rösler daher zuversichtlich. „Wir müssen am Optimum arbeiten. Im Training und am Wochenende. Desto mehr Spiele werden wir gewinnen.“ Klingt so, als müssten sich die Nürnberger nicht nur aufgrund der Wetterverhältnisse am Freitag warm anziehen.
Quelle: WAZ.de
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Gute Leistungen, aber viele Unentschieden gab es zuletzt beim VfL Bochum. Damit soll gegen den 1. FC Nürnberg Schluss sein. Auch wenn Uwe Rösler zwei Stammspieler gesperrt fehlen.
Klar" war sich Uwe Rösler in Sachen Personal bereits, bevor er sich angesichts des kommenden Zweitligaspiels gegen den 1. FC Nürnberg am Freitag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) den Fragen der Pressevertreter stellte. An seinen Planspielen rund um die Sperren von Abwehr-Säule Philipp Strompf und dem offensiven Aktivposten Koji Miyoshi hatte sich durch die letzten Trainingseindrücke nichts mehr verändert.
Defensiv soll es daher zu einem Startelfeinsatz von Erhan Masovic kommen. Der 27-Jährige stünde erstmals seit dem 10. Spieltag in Kiel ( 1:1) wieder in der Anfangsformation, was Rösler jedoch keine Bauchschmerzen bereitet. "Er hat natürlich keine 90 Minuten gespielt", resümierte er die letzten Auftritte des Serben, aber attestierte Masovic dennoch Matchfitness: "Ich habe Vertrauen in Erhan. Er hat 2026 gut trainiert. Von daher hoffe ich, dass er seine Leistung abrufen kann."
Vogt und Bero vor lang ersehnter Rückkehr
Für Außenstehende offener gestaltet sich derweil das Rennen um den Platz, der durch Miyoshis Fehlen frei wird. Moritz-Broni Kwarteng stellt ebenso eine Alternative dar wie Farid Alfa-Ruprecht oder Kjell Wätjen. "Wir haben gute Optionen, da bin ich dem Verein sehr dankbar", lobte Rösler alle Kandidaten gleichermaßen, wollte den anwesenden Journalisten und dem kommenden Gegner aber keine genaueren Informationen geben: "Das jetzt öffentlich zu diskutieren, wäre nicht der richtige Ansatz."
Anders verhielt es sich bei Kevin Vogt und Matus Bero. Die beiden Routiniers werden erstmals nach ihren Ausfallzeiten wieder im Spieltagskader des VfL stehen, wie ihr Trainer offen bestätigte. Vogts "Erfahrung und individuelle Klasse" könnten dabei ebenso einen Kurzeinsatz bedeuten wie Beros Fleiß in der täglichen Arbeit: "Er hat zwei Wochen voll trainiert und man merkt daran, wie er trainiert, dass im März Länderspiele kommen: der Junge ist heiß."
"Sind hier, um abzuliefern"
Personell somit trotz zwei Sperren gut aufgestellt, blieb nur noch ein Thema: Bochums anhaltende Probleme, aus guten Leistungen drei Punkte zu machen. Ein Manko, das intern sehr bewusst sei: "Wir beweihräuchern uns nicht aufgrund unseres Fußballs, der Chancen, die wir kreieren, oder den Daten, die wir liefern. Wir wissen schon, dass wir hier sind, um abzuliefern, Punkte zu generieren und Siege einzufahren."
Ein Schlüssel auf dem Weg dorthin lag für Rösler in der Offensive: "Wenn ich da an die Effizienz denke, müssen wir natürlich weiter arbeiten." Speziell gemessen an den letzten beiden Auftritten mit vielen vergebenen Chancen, die den Routinier jedoch nicht davon abhielten, optimistisch auf die kommende Aufgabe zu blicken: "Solange wir positiv bleiben, eine gute Moral haben, unsere Prinzipien durchsetzen, sind wir absolut konkurrenzfähig. Gegen jeden Gegner."
Quelle: Kicker.de
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02-20-2026, 01:13 AM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02-20-2026, 01:14 AM von Herr Bert.)
Der 1. FC Nürnberg hat auswärts noch einiges an Nachholbedarf und will damit schon beim VfL Bochum anfangen.
Der heimstarke 1. FC Nürnberg will seine Bilanz endlich auch in der Fremde aufbessern. Die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose ist vor dem Gastspiel am Freitagabend (RS-Liveticker) in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den VfL Bochum Schlusslicht in der Auswärtstabelle.
"Wir wollen soviel wie möglich mitnehmen", sagte Klose eine Woche nach dem 5:1 zu Hause gegen den Karlsruher SC. "Wir kennen unsere Auswärtsbilanz, das wollen wir klar verbessern."
Warum es in bisher zehn Spielen nur zu sieben Punkten in der Fremde und damit zum letzten Platz in der Auswärtstabelle gereicht hat, konnte der frühere Weltklassestürmer auch nicht genau erklären. Klose verwies aber auf Kleinigkeiten, die seiner jungen Mannschaft fehlen würden. "Wir hätten auswärts schon ein paar Punkte mehr haben können", konstatierte er. In der Heimtabelle sind die Nürnberger dagegen Vierter.
Um genau zu sein, liegen sie dort mit 22 Zählern vier vor dem VfL Bochum (18). Der VfL hat in den vergangenen neun Spielen wiederum nicht verloren, dabei aber auch sechs Unentschieden geholt. "Wir wissen um die Serie, die Bochum zurzeit hat. Es ist nicht einfach, dort zu spielen. Aber wir müssen auf uns schauen und wir rechnen uns dort schon etwas aus", sagte Klose.
Gleichzeitig warnte der Nürnberger Trainer vor der Mannschaft von Uwe Rösler: "Die Bochumer sind eine spannende Mannschaft mit vielen Facetten im Spiel. Sie haben die Größe und sind dementsprechend gut bei Standards. Sie können gut umschalten und sind vorne sehr zielstrebig. Sie finden aber auch fußballerische Lösungen, weshalb es einen guten Matchplan braucht. Aber auch wir haben ähnliche Facetten, mit denen wir einem Gegner wehtun können. Ich denke, dass es ein gutes, spannendes Spiel werden kann."
Personell kann Klose aus dem Vollen schöpfen: "Es sind alle fit. In der vergangenen Woche waren ein paar Spieler abgeschlagen, aber jetzt sind alle bereit. Es fehlen lediglich der noch gesperrte Rafael Lubach und Henri Koudoussou und Eryk Grzywacz. Beide sind noch etwas hintendran. Ansonsten können wir auf alle Spieler zugreifen."
Quelle: Reviersport.de
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Der VfL Bochum kommt auch gegen den 1. FC Nürnberg nicht über ein Unentschieden hinaus. In einem Spiel auf Augenhöhe mussten die Hausherren nach Rückstand auf ein Nürnberger Geschenk warten, verpassten danach sogar noch mehr.
Als Tabellennachbarn eröffneten der VfL Bochum und der 1. FC Nürnberg den 23. Spieltag und hatten beide die Chance, die Hoffnungen auf die obersten Tabellenplätze mit einem Sieg aufrechtzuerhalten. Doch während die Gastgeber aus den vergangenen acht Spielen gleich sechs Remis eingefahren hatten, kam der Club als schlechteste Auswärtsmannschaft in dieses Duell, auch wenn zuletzt das fulminante 5:1 gegen den KSC für gute Stimmung gesorgt hatte.
Auch deshalb sah Coach Miroslav Klose keinen Handlungsbedarf und schickte dieselbe Startelf auf den Rasen. Anders ging es VfL-Coach Uwe Rösler an, und musste nach dem 0:0 gegen den SC Paderborn dreimal wechseln. Die beiden gelbgesperrten Strompf und Miyoshi wurden durch Masovic und Marshall ersetzt. Außerdem kam Alfa-Ruprecht für den angeschlagenen Holtmann.
Zoma trifft schon wieder
Doch die Bochumer brauchten etwas, um in dieses Spiel zu finden. Nürnberg begann mit einem hohen Angriffspressing und setzte gerade über die linke Seite von Yilmaz immer wieder Nadelstiche, ohne jedoch zu gefährlichen Aktionen zu kommen. So kämpfte sich die Rösler-Elf ebenfalls langsam rein und hatte zunächst auch die besseren Chancen. Marshall verpasste per Kopf zunächst den Querbalken nur knapp (14.) und dann war es erneut der Nordire, der eine Direktabnahme nur wenige Zentimeter links vorbeizog (22.).
Mehr war vom VfL offensiv danach in Hälfte eins nicht zu sehen. Erwähnenswert war nur noch, dass die Hausherren bereits nach 17 Minuten Olsen für den angeschlagenen Morgalla bringen mussten. Und obwohl auch der Club nur selten vor das Tor kam, waren es trotzdem die Gäste, die dann zustachen. Erneut war es Zoma, der nach Vorlage von Baack den Fuß hinhielt und mit seinem vierten Tor aus den letzten beiden Spielen die Nürnberger Führung erzielte (38.).
Kurz vor der Pause schaute sich Schiedsrichter Patrick Ittrich zwar nochmal ein mögliches Handspiel im Strafraum an, doch Hofmann stand zuvor im Abseits und bekam daher keinen Strafstoß für den VfL zugesprochen (45.+2).
Onyeka trifft vom Punkt
Mehr Tempo gab es dann im zweiten Durchgang. Die hohe Intensität der ersten 45 Minuten konnte nun auch in Torgefahr umgemünzt werden, wodurch sich zwischenzeitlich ein Schlagabtausch ergab. Auf einen kläglichen Abschluss von Alfa-Ruprecht nach einem Wittek-Freistoß (56.) folgte ein guter Abschluss von Lochoshvili auf der Gegenseite (58.), nur damit kurz darauf Zoma nach einem Konter nochmal für Gefahr sorgte (60.).
Bochum ließ sich in der Folge von den heimischen Fans nach vorne peitschen und übernahm wieder die Kontrolle, während der Club etwas passiv agierte. Nachdem so zunächst noch Hofmann am stark parierenden Reichert scheiterte (69.), brachte ein Handelfmeter den erhofften Bochumer Erfolg. Mit weit ausgestrecktem Arm ging Lochoshvili in eine Grätsche. Ittrich zeigte auf den Punkt und Onyeka ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte souverän zum Ausgleich (72.).
Der VfL hatte danach noch nicht genug, wurde von Rösler nach vorne gepeitscht, um das dritte Remis in Folge zu verhindern. Große Möglichkeiten blieben jedoch aus. Einzig in der Nachspielzeit probierten es Justvan und kurz danach der eingewechselte Scobel (90.+3) nochmal für den FCN - ohne Erfolg.
So musste der VfL Bochum sein drittes Remis in Folge hinnehmen, während der Club auch weiterhin auswärts einfach nicht in Fahrt kommt. Für die Hausherren geht es am kommenden Freitag (18.30 Uhr) in Düsseldorf weiter. Nürnberg ist erst am Sonntag (13.30 Uhr) bei Hertha BSC gefordert.
Quelle: Kicker.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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