|
Rasmussen beim VfL immer stärker - Druckversion +- unserVfL.de (https://unservfl.de) +-- Forum: Unser VfL Bochum (https://unservfl.de/forum-134.html) +--- Forum: VfL Bochum - Pressespiegel (https://unservfl.de/forum-142.html) +--- Thema: Rasmussen beim VfL immer stärker (/thread-17225.html) |
Rasmussen beim VfL immer stärker - Herr Bert - 11-06-2026 Christian Rasmussen avanciert beim VfL Bochum zum Leistungsträger. Intensive Arbeit, Systemumstellung und Teamgeist beflügeln seine Entwicklung. Den ersten Schuss nagelte Christian Rasmussen noch an den Pfosten. Es wirkte, als hätte er seinen Abschluss noch genau kalibrieren müssen. Die Versuche danach flogen nämlich allesamt ins Tor. Die Keeper Finn Kotyrba und Benjamin Bußmann hatten beim Schuss-Training der Offensivspieler des VfL Bochum nichts zu melden, als Rasmussen einen nach dem anderen versenkte. Es scheint, als gelinge dem Bochumer „CR7“, wie er mitunter scherzhaft in Anlehnung an den großen Cristiano Ronaldo genannt wird, momentan fast alles. Denn auch in den beiden letzten Pflichtspielen des VfL Bochum traf der Däne mit der Rückennummer sieben je einmal und trug maßgeblich zum 2:1-Sieg bei Energie Cottbus und dem Weiterkommen im DFB-Pokal gegen Mainz 05 bei. Dabei spielte er in der Lausitz angeschlagen, wollte nach eigener Aussage aber unbedingt dabei sein. Rasmussen: „Befinde mich in guter Form“ „Ich befinde mich aktuell in einer guten Form, hoffe aber, dass ich noch nicht am Ende meiner Entwicklung bin“, sagte ein abgeklärter Rasmussen im Gespräch mit dieser Redaktion vor dem Heimspiel gegen den Karlsruher SC am Sonntag (13.30 Uhr, Sky). „Ich komme jetzt in einen guten Rhythmus, auf viele Spielminuten auf dem Platz und im Training fühle ich mich wohl. Ich habe das Gefühl, dass ich auch gut trainiere. Wichtig ist, dieses Niveau zu halten, und den Spirit und den Flow mitzunehmen, in dem wir aktuell sind. Wir wollen als Mannschaft alle mitreißen und jeder gibt alles, um seine bestmögliche Leistung zu bringen.“ Das gilt insbesondere für ihn, den die Verantwortlichen im Sommer trotz anderer attraktiver Angebote ablösefrei von Fortuna Düsseldorf an die Castroper Straße gelotst haben. Nachdem er eine schwierige Saison bei der Fortuna hatte, nicht ansatzweise seine Qualitäten abrufen konnte und schlussendlich abstieg, läuft es in Bochum deutlich besser. Maßgeblichen Anteil daran hat Trainer Uwe Rösler, der gemeinsam mit seinem Trainerteam von Tag eins an intensiv mit Rasmussen gearbeitet hat, um ihn in Form zu bringen. „Der Trainer hat mir gesagt, dass ich meinen Körper und meine Kraft, die ich habe, einsetzen muss, um die Gegner in der Tiefe anzulaufen“, sagte Rasmussen. Inzwischen gelingt ihm das in einer Regelmäßigkeit, die zu Saisonbeginn noch nicht zu erwarten gewesen wäre. Der Däne tat sich schwer, sich einzufinden, wenngleich er mit seinem Tor in der ersten Runde im DFB-Pokal bereits maßgeblich am Weiterkommen in Fürth beteiligt war. Doch die für ihn neue Herangehensweise seines Trainers machte ihm zunächst etwas zu schaffen. Er muss etwa deutlich mehr laufen als noch zu Düsseldorfer Zeiten. „Mannschaft mit viel Qualität“ „Die Herangehensweise kann in jedem Spiel etwas variieren. Wenn zum Beispiel Hoffi spielt, brauchen wir jemanden, der hinter ihm anläuft, ihm dadurch Raum gibt und ihn auf diese Weise unterstützt. Es kommt immer darauf an, mit wem ich zusammenspiele und wie das jeweilige Gefühl und die Verbindung sind. Das ist von Spieler zu Spieler unterschiedlich. Doch inzwischen weiß ich schon besser, was meine Mitspieler von mir brauchen“, sagte Rasmussen, der „eine Mannschaft mit viel Qualität sieht“. Auch das trägt dazu bei, dass der 23-Jährige immer mehr zum Unterschiedsspieler des VfL Bochum wird. Zumal die Systemumstellung auf ein 4-2-2-2-System auch ihm zugutekommt. Geholt wurde er als Flügelspieler, der die Tiefe attackieren soll. Im neuen System agiert er hingegen eher als zweiter Stürmer. Gegen Mainz im Pokal traf er so, genauso wie in Cottbus, wo er zudem den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Philipp Hofmann vorbereitete. „Wenn ich im Sturm spiele, bin ich in einer zentraleren Position, und wenn ich Läufe mache, komme ich automatisch näher ans Tor“, sagte Rasmussen, der allerdings auch gern mal etwas ausweicht. „Ich starte zwar auf der zentralen Position, aber wenn man die Läufe in Bögen macht, kann man links oder rechts landen, so wie im letzten Spiel“, sagte er. Dies passe gut zu seinem Stil. „Ich sehe auf der Position im Sturm auch eine gewisse Freiheit: Ich kann auf die Seiten ausweichen und Räume für die Mittelfeldspieler und den anderen Stürmer schaffen. Es macht mich flexibler.“ VfL Bochum wächst weiter zusammen So wie die gesamte Mannschaft, die laut Rasmussen von Woche zu Woche weiter zusammenwachsen würde. Die Abläufe nach dem XXL-Umbruch im vergangenen Sommer gehen allmählich ins Blut über. „Jetzt sieht man, dass sich alles zu einem guten Gesamtbild zusammenfügt. Es hat sich in den vergangenen Wochen viel verbessert“, sagte er. „Durch jede Trainingseinheit und jedes Spiel wird das Gefühl füreinander besser.“ So haben die Bochumer vorerst auch eine kritische Phase mit drei Niederlagen in Serie und schwachen Auftritten überwunden. Innerhalb einer Woche und drei erfolgreicher Spiele ist die Zuversicht zurückgekehrt. Rasmussen glaubt, dass diese auch nicht mehr schwinden wird, nachdem er in der vergangenen Saison in Düsseldorf bereits eine schwere Phase mitgemacht hatte. „Die Art, wie wir trainieren, wie wir uns gegenseitig pushen und wie wir als Team funktionieren, ist ein besonderes Gefühl. Wenn wir weiter so agieren, werden wir unser Top-Niveau erreichen können. Wenn ich sehe, wie viel Zeit die Jungs und das Trainerteam investieren, gibt mir das Selbstvertrauen“, sagte er. Es ist ihm anzumerken. Quelle: WAZ.de |