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Offensiv-Power beim VfL Bochum - Herr Bert - 09-09-2026 Fünf Kandidaten hat Uwe Rösler für die offensive Dreier-Reihe. Bleibt Miyoshi Zehner, wer stürmt außen? Was der Coach sagt und was im Training auffiel. Immer wieder unterbrach Uwe Rösler die Einheit am Mittwoch, gab lautstark Anweisungen. Es ging ums Anlaufen, Pressing, Hochschieben, Ballgewinne, Abschlüsse. Auch Linksverteidiger Maximilian Wittek, der nach einem Infekt ebenso wieder dabei war wie Mittelfeldmann Lasse Isbruch, durfte sich das eine oder andere anhören. „Maxi, du bist im Niemandsland! Nicht hier und nicht da“, monierte Rösler zögerliches Attackieren oder mangelhaftes Einrücken. Nach einer intensiven Spielforrm studierte Rösler lange Zeit das taktische Verhalten im elf gegen elf ein. Dabei wechselten viele Spieler immer wieder die Mannschaften. Aufschluss über die Startelf am Samstag beim Heimspiel gegen Fürth (13 Uhr/Sky), wenn endlich das erste Heimtor und der erste Heimsieg gelingen sollen, gaben die Formationen daher eher nicht. Im Mittelfeldzentrum etwa agierte Mats Pannewig mal mit Tom Meyer und mal mit Charlie Patino, aber auch Meyer und Patino bildeten später ein Pärchen. Wohl nur ein Wechsel in der Startelf des VfL Bochum Die erste A-Elf der Einheit allerdings hatte viel von einer Startelf für das Fürth-Spiel: mit der gewohnten Viererkette, mit Pannewig und Patino (später Meyer) zentral, mit Koji Miyoshi als Zehner, Gerrit Holtmann und Christian Rasmussen auf den Flügeln und Philipp Hofmann im Sturmzentrum. Vor allem Holtmann stach in allen Team-Varianten heraus. Mit seinem Tempo ließ er Sean Klaiber und Oliver Olsen oft stehen, mehrmals netzte er beherzt ein, war bester Torschütze des Tages, schlug Flanken in den Strafraum. In dieser Form ist der schnellste Angreifer des VfL sicherlich gesetzt. Ohnehin spricht viel dafür, dass Rösler nach dem vor allem in der ersten Halbzeit überzeugenden 2:1-Sieg in Dresden seine Startelf nur auf einer Position ändert, weil Enis Cokaj verletzt ausfällt. Holtmann und Rasmussen lobte er im Gespräch mit dieser Redaktion bereits am Dienstag vielsagend: „Ich war sehr zufrieden mit den Flügelstürmern“, sagte Rösler. „Gerrit und Chris sind immer wieder den Verteidiger angelaufen, haben der Mannschaft gegen den Ball geholfen. Sie haben Zug zum Tor gezeigt, das Eins-gegen-Eins gesucht, waren sehr aktiv mit dem Ball. Wir hatten eine gute Mischung aus Tempo und spielerischen Elementen. Sie müssen nur gesund bleiben, das wäre für uns unheimlich wichtig.“ Miyoshi bleibt auf der Zehn des VfL Bochum: Rösler gerät ins Schwärmen Dass Koji Miyoshi nach seiner Doppelpack-Gala erneut auf der Zehn beginnt, daran ließ Rösler kaum einen Zweifel. „Wenn einer so eine herausragende Leistung bringt und ordentlich trainiert, dann gibt‘s ja keinen Grund, ihn nicht nicht wieder dort anfangen zu lassen“, so der Coach. „Wir hatten richtiges Tempo beim Anlaufen, zwei hohe Ballgewinne, die zu zwei Toren führen. Das hat jedes Mal Miyoshi ausgelöst mit seiner Intensität, seinem Sprintvermögen. Er war gegen den Ball sehr gut.“ Wie schon zuletzt auf dem rechten (Halb-)Flügel, so der Coach. Im Zentrum aber habe er nun mehr Bälle bekommen und damit viel bewirkt. „Er hat gezeigt, dass er die Räume gut sieht und findet. Er hat die Seiten gewechselt, hat Torschüsse abgegeben, ist in die Box mit reingelaufen“, schwärmte Rösler. Was Taz jetzt lernen muss Letzteres ließ Berkan Taz bisher vermissen. Ein Anpassungsprozess, meint Rösler, der den vom SC Verl geholten Spielmacher auf keinen Fall abschreibt. „Er hat vorher mit zwei Stürmern gespielt und er war dahinter. Da musste er ja nicht unbedingt immer die Box füllen. Bei uns muss er die Box füllen und da tut er sich am Anfang ein bisschen schwer.“ In Dresden blieb Taz nach vier Startelf-Einsätzen auf der Bank, zeigt aber im Training, dass er den Kampf annimmt. Auch Taz hatte am Mittwoch etliche gute Aktionen und Abschlüsse. Ebenfalls als Zehner in Betracht kommt für Rösler Neuzugang Jarne Steuckers, auch eine Doppel-Zehn sei denkbar, so der Coach - perspektivisch. Bei den ersten Einheiten bisher setzt er ihn aber noch auf dem Flügel ein. Steuckers lässt immer wieder seine hohe Fußballkunst aufblitzen, wirkte aber am Mittwoch längst noch nicht so eingebunden ins VfL-Spiel wie etwa Rasmussen oder Holtmann. Steuckers benötigt noch Zeit Auch in Dresden übernahm der 24-jährige Feinfuß, der mit seinen Pässen für den Unterschied sorgen kann und soll, bei seinem VfL-Debüt die rechte Seite nach seiner Einwechslung in der 60. Minute. Dort spielte er zuletzt auch für den KRC Genk, von dem ihn Bochum am letzten Transfertag ausgeliehen hatte. Rösler war zufrieden mit ihm: „Er hat routiniert gespielt, hatte zwei, drei gute Aktionen am Ball. Das war ordentlich für zwei Tage Training.“ Genau wie Charlie Patino benötige Steuckers aber auch noch etwas Zeit, bis er sein volles Potenzial abrufen könne. Beide müssten sich an die Abläufe, an den Zweitliga-Fußball gewöhnen. Rösler: „Das sind klasse Spieler. Sie haben schon ein bisschen Erfahrung gesammelt. Daher glaube ich schon, dass sie sich relativ schnell anpassen können.“ Quelle: WAZ.de |