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Fink verrät: Das macht Steuckers zum Toptransfer für den VfL Bochum - Druckversion

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Fink verrät: Das macht Steuckers zum Toptransfer für den VfL Bochum - Herr Bert - 09-03-2026

Jarne Steuckers war der Lieblingsspieler von Thorsten Fink. Von seinem ehemaligen Trainer bekam er die Empfehlung, zum VfL Bochum zu gehen. 

In den letzten Stunden der Transferphase wurde es noch einmal richtig heiß. Wochenlang, gar Monate arbeiteten die Direktoren Markus Brunnschneider, Jonas Schlevogt und Simon Zoller an dem Transfer von Jarne Steuckers zum VfL Bochum, um dann doch noch einmal ins Zittern zu kommen. Ein niederländischer Erstligist funkte dazwischen, wollte den Offensivspieler unbedingt vom KRC Genk ausleihen. Am Ende landete der 24-Jährige aber doch an der Castroper Straße, unterschrieb seinen Vertrag am Dienstag und trainierte am Mittwoch erstmals mit seinen neuen Teamkollegen unter Trainer Uwe Rösler

Dass Steuckers in Bochum landete, ist wohl auch zumindest ein wenig seinem Ex-Trainer zu verdanken. Als Steuckers mehrere Angebote auf dem Tisch hatte, weil sie ihm in Genk keine gute Rolle mehr zutrauten, meldete er sich bei seinem Förderer Thorsten Fink. „Wir hatten Kontakt im Sommer“, erklärt der Trainer des türkischen Erstligisten Samsunspor. „Er hatte mich gefragt und musste sich zwischen der ersten Liga in Holland und dem VfL Bochum entscheiden. Ich habe ihm zum VfL geraten. Auch, weil sich Uwe Rösler bei mir persönlich über Jarne erkundigt hat. Ich fand Bochum spannend für Jarne. Der VfL will oben mitspielen und das passt zu ihm.“ 

Kein Trainer kennt Steuckers besser als Fink. Der gebürtige Dortmunder und langjährige Spieler der SG Wattenscheid 09 und des FC Bayern, mit dem er Meister, Pokalsieger und Champions-League-Sieger wurde, trainierte Steuckers mehrere Jahre. Zunächst in St. Truiden, dem Heimatklub des Belgiers. Dann nahm Fink seinen Offensivspieler mit nach Genk, als er selbst als Trainer dorthin wechselte. „Ich mache keinen Hehl daraus, dass er immer mein Wunschspieler war. Ich habe ihn gefördert“, so der 58‑Jährige. Und das hatte Gründe. „In den zwei Jahren bei meinem Trainerteam und mir war er der Spieler mit den meisten Pässen im letzten Drittel. Er ist ein echter Vorbereiter. Er spielt den letzten Pass, sieht Dinge, die andere nicht sehen. Jarne passt aus meiner Sicht gut zu Philipp Hofmann, da bin ich mir sicher.“ 

Fink über Steuckers: „Stärke ist der letzte Pass“
Unter Fink spielte der Ballbesitzfußballer Steuckers in 102 Pflichtspielen fast immer auf der rechten Außenbahn, in Bochum sieht Rösler den Spieler nach Informationen dieser Redaktion eher im Zentrum auf der Zehn. Für Fink ebenfalls eine gute Lösung. „Ich habe ihn gern rechts spielen lassen, weil er mit seinem linken Fuß dann reinziehen und den letzten Pass spielen konnte“, so sein Ex-Trainer. Allerdings sei Steuckers auch auf der Zehn gut aufgehoben. „Der letzte Pass ist seine Stärke. Da ist er außergewöhnlich. Zudem ist er sehr schnell. Wir haben ihn mit 35,6 km/h gemessen. Er kann also auch in die Räume gehen. Er gibt Bochum viele Möglichkeiten.“

Doch Fink weiß auch, dass Steuckers kein „Ballgewinner“ ist. „Er muss gegen den Ball besser arbeiten. Aber da hat der VfL einen guten Trainer für“, so Fink. Wichtig sei nur, dass man dem „sensiblen und introvertierten“ Steuckers den Freiraum gibt, sich in der Offensive zu entfalten. „Er hat viel Spielwitz. Er nimmt aber auch Risiko, der eine oder andere Pass kommt nicht an. Da kann er sich aus meiner Sicht aber auf die Spieler beim VfL verlassen, die hinter ihm spielen.“ Ohnehin ist es Röslers Plan, das Spielfeld klein zu halten, um Ballverluste schnellstmöglich auffangen zu können. 

Fink traut Steuckers beim VfL Bochum viel zu
Fink sieht für Steuckers beim VfL Bochum zudem eine große Chance, sich weiterzuentwickeln. Erstmals spielt der Belgier außerhalb der Benelux-Länder, muss sich an neue Begebenheiten gewöhnen, nachdem er zuletzt eher auf der Bank Platz nahm. „Ich habe ihm immer den Schritt zugetraut. Nachdem ich weg war, war die Unterstützung nicht mehr so groß. Das lag aber auch an den Konkurrenten wie Karetsas. Ich glaube, dass er höher als in Genk spielen kann“, sagt Fink. „In Bochum ist es daher eine Win-win-Situation für alle.“

Fink selbst will die Entwicklung im Auge behalten, dürfte aber bei Samsunspor in der türkischen Süper Lig selbst eine Menge zu tun haben. Nach drei Spielen steht er mit seinem Team bei vier Punkten. „Wir sind zufrieden mit dem Saisonstart. Wir mussten die wichtigste Achse abgeben und ich musste eine neue Mannschaft aufbauen“, erklärt er. „Wir haben die jüngste Mannschaft der Liga und sind noch nicht eingespielt, hier ist noch alles im Gebilde.“ Das Saisonziel sei es, im oberen Teil des Mittelfelds einzukommen. „Wir werden aber nicht um Platz fünf mitspielen, weil wir in der Entwicklung sind und junge Spieler einsetzen“, so Fink. So wie er es einst bei Steuckers tat. 

Quelle: WAZ.de