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So will Rösler das „große Potenzial“ bei Rasmussen ausschöpfen - Herr Bert - 07-11-2026

Viel Talent, oft verletzt: Bei Christian Rasmussen ist für Uwe Rösler „das Glas halb voll. Wir müssen es füllen.“ Der Bochum-Trainer erklärt den Weg. 

Nach rund 45 Minuten verließ Christian Rasmussen am Freitag bei seiner zweiten Einheit im VfL-Trikot das Mannschaftstraining und schloss sich der Laufgruppe des VfL Bochum an. Mit Gerrit Holtmann, Maxi Wittek und Mats Pannewig, die ab Montag wieder komplett mitmischen sollen, drehte der Neuzugang des VfL etliche Runden. Er hat noch Nachholbedarf im Grundlagenbereich, wird daher auch beim Testspiel gegen Royal Antwerpen an diesem Samstag (14 Uhr/Liveticker bei waz.de/vfl) nicht dabei sein. 

„Wir wollen kein Risiko eingehen“, sagte Trainer Uwe Rösler im Gespräch mit dieser Redaktion. Rasmussen spielte in der Vorsaison für Fortuna Düsseldorf. Nach dem Abstieg war der 23-Jährige ablösefrei, am Mittwoch unterschrieb er in Bochum einen Vertrag bis 2030. „Er hatte sechs, sieben Wochen kein Mannschaftstraining. Er hat sich selbst fit gehalten, ist gesund, macht einen ordentlichen Eindruck“, urteilte Rösler. Bis zum Trainingslager vom 18. bis 25. Juli soll Rasmussen im läuferischen Bereich aufholen, um dann komplett einsteigen zu können – und zwar konstant. 

„Ähnlich wie bei Holtmann“: Laufschichten für Rasmussen 
„Wir müssen ihn behutsam aufbauen. Wir wissen um seine Themen, aber auch um sein richtig großes Potenzial. Um das auszuschöpfen, müssen wir ihn dahinbringen, dass er eine gute Grundlage hat. Das funktioniert ähnlich wie bei Gerrit Holtmann“, erklärte der VfL-Trainer. 

Denn den dänischen Angreifer, der beim VfL vor allem für die rechte Außenbahn eingeplant ist, warfen in seiner immer noch jungen Karriere zahlreiche Verletzungen zurück. Mit 16 Jahren wechselte der Däne zur U17 von Ajax Amsterdam, der niederländische Spitzenklub zahlte damals drei Millionen Euro Ablöse. Trotz etlicher Einsätze auch in der ersten niederländischen Liga sowie in der Europa- und Conference-League blieb aber der große Durchbruch aus. 

Verkorkste Saison bei Fortuna Düsseldorf hinterlässt Spuren
Fortuna Düsseldorf holte den Offensivmann im Sommer 2025 für eine Million Euro. Die Erwartungen waren groß – und erfüllten sich nicht. Es gab viele Rück- und Nackenschläge, Trainerwechsel, Niederlagen, den Abstieg. „Das hinterlässt auch Spuren“, sagte Rösler. Rasmussen blühte nur selten auf, fiel nach seiner starken Leistung gegen Bochum Ende Februar mit Adduktorenproblemen und dann mit einer Muskelverletzung erneut lange aus.

„Wir sehen, dass das Glas halb voll ist und wir es füllen müssen“, sagte Rösler daher. Von seinen sportlichen Qualitäten ist er überzeugt. „Er erfüllt das Profil, das wir gesucht haben. Er ist ein Breitenspieler mit Tempo, alternativ kann er auch Neuner oder sogar Zehner spielen.“ Sein Potenzial „müssen wir als Staff, als Mannschaft und er selbst freilegen. Dann haben wir einen richtig guten Spieler.“ 

Rösler setzt auf eine gute Integration von Rasmussen
Dabei benötigt Rasmussen offenbar auch eine gute Führung, Zuspruch, Vertrauen. Rösler will die Erwartungen vorerst nicht zu hoch schrauben. „Er muss ein Zuhause finden, wo er sich identifiziert mit der Mannschaft, dem Verein, dem Trainer, der Kultur“, meinte der 57-Jährige. „Er ist ein guter Junge, vielleicht ein bisschen schüchtern. Wir müssen ihn gut integrieren. Das ist unsere Aufgabe.“

Quelle: WAZ.de