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Warum Uwe Rösler die Pleite in Dresden besser bewertet als die Fans - Herr Bert - 04-21-2026 Die Niederlage bei Dynamo Dresden steckte dem VfL Bochum noch in den Knochen. Trainer Uwe Rösler fand aber auch gute Ansätze in der Analyse. Der Frust war groß unter den Anhängern des VfL Bochum. Der Auftritt bei der 0:2-Niederlage bei Dynamo Dresden sei eine Katastrophe gewesen, war zu hören und zu lesen. Die Angst griff wieder einmal um sich, dass der Verein doch noch den Weg in die 3. Liga einschlagen wird. Trainer Uwe Rösler hielt am Dienstag noch einmal dagegen. „Die erste Halbzeit in Dresden war ordentlich von uns“, sagte er nach der ersten Trainingseinheit dieser Woche, bei der er übrigens fehlte. Statt beim Fußballtennis dabei zu sein, bereitete er sich per Videostudium intensiv auf das anstehende Sechs-Punkte-Spiel gegen Greuther Fürth am Sonntag (13.30 Uhr, Sky) vor. Deshalb war es ihm wichtig zu betonen, dass das Spiel seiner Mannschaft nicht so schlecht war, wie es viele andere empfanden. „Wir haben einen sehr hohen Aufwand betrieben und haben mit hoher Energie und mutig gespielt“, sagte der 57-Jährige. „Wir haben nur drei Torchancen hergegeben, aus denen sie leider ein Tor machen. Alle drei Torchancen waren vermeidbar.“ Auf der Gegenseite hat sich der VfL selbst acht Torschüsse herausgespielt und hatte nach den ersten 45 Minuten denselben xGoals-Wert wie die Dresdner. Der Unterschied war nur, dass Dynamo das Tor traf – im Gegensatz zum VfL Bochum. Das Fehlen von Stürmer Philipp Hofmann, der mit Problemen an der Bauchmuskulatur zu kämpfen hatte, machte sich bemerkbar. Rösler sieht gute erste Halbzeit in Dresden Und dennoch könne seine Mannschaft auf die erste Halbzeit beim Viertplatzierten der Rückrundentabelle aufbauen, meinte Rösler. „Wir pressen die so, dass sie nur lange Bälle spielen können. Aus meiner Sicht war das sehr gut gespielt. Es ist das aufgegangen, was wir machen wollten. Wir kamen nur nicht zu klaren Chancen, waren aber am Drücker und haben hohen Aufwand betrieben“, sagte der Trainer und widersprach dem Eindruck der Allgemeinheit, die Mannschaft habe nicht den nötigen Willen gezeigt, den Sack in Dresden zuzumachen. Zur Wahrheit gehört allerdings, dass sich die Bochumer schwertaten – vor allem in der zweiten Halbzeit. Das zweite Gegentor habe den VfL „gekillt“, wie es Rösler ausdrückte. Ohne die nominellen Stammspieler Noah Loosli, Maximilian Wittek und Philipp Hofmann tat sich die Mannschaft schwer. Nach einer Systemumstellung der Hausherren fanden die Bochumer zudem keine Lösungen mehr mit dem Ball. Nach dem zweiten Gegentor sei seine Mannschaft „wild geworden“, sagte Rösler. Man si in einen Konter nach dem anderen gelaufen. Deshalb habe er mit Wechseln versucht. Er wollte die Struktur ins Spiel zurückbringen, defensiv wieder sicherer stehen. Dem erfahrenen Übungsleiter war schnell klar, dass es in den letzten 20 Minuten der Partie nur noch darum gehen würde, das Torverhältnis nicht negativ zu belasten. Heimspiel gibt Selbstvertrauen Dieses ist momentan noch ein Pfand im Kampf um den Klassenerhalt. Als einziger Abstiegskandidat hat der VfL Bochum genauso viele Tore geschossen wie kassiert. Trotz des Katastrophenstarts unter Dieter Hecking. Alle anderen Mannschaften hinter den Bochumern haben derzeit ein negatives Torverhältnis, was bei den engen Abständen im Tabellenkeller am Ende sogar den Unterschied machen könnte, ob ein Team in der 2. Bundesliga bleibt oder absteigt. Dass nun am Sonntag wieder ein Heimspiel ansteht, in dem der VfL Bochum mit einem Sieg womöglich den Klassenerhalt sichern könnte, sieht Rösler durchaus als Vorteil. Wobei er mahnt, dass man sich nicht nur auf die Partien vor heimischer Kulisse verlassen könne, auch wenn die Bilanz mit 25 Punkten aus bislang 15 Spielen sehr ordentlich ist. Es gelte daher, auch auswärts wieder besser aufzutreten. Der Cheftrainer erkannte in Dresden aber immerhin eine Steigerung gegenüber den Spielen gegen Fortuna Düsseldorf und den 1. FC Magdeburg. Rösler will leichte Gegentore verhindern Vielmehr als die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen beschäftigt den 57-Jährigen die Art und Weise, wie der VfL die Gegentore kassiert. „Die Tore fallen zu leicht. Wir haben den Jungs das heute noch mal gezeigt“, sagte Rösler. „Aber auch, was sie richtig gut gemacht haben, um Selbstvertrauen in die Truppe zu bringen.“ Das sollte vor einem Heimspiel durchaus klappen. „In Heimspielen tun wir uns aktuell leichter. Die Mannschaft spürt und braucht die Unterstützung der Fans. Da ist mehr Selbstbewusstsein vorhanden“, sagte Rösler und hofft darauf, dass seine Mannschaft dieses Mal ohne frühen Gegentreffer bleibt. „Wir haben in den vergangenen Wochen zu häufig das erste Gegentor bekommen und laufen dem Spiel hinterher. Das war gegen Braunschweig anders, und da hat man gesehen, wie das beflügelt.“ Quelle: WAZ.de |