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Warum der GAU droht - Herr Bert - 04-06-2026

Beim VfL Bochum sind sie bemüht, die Ruhe zu bewahren. Dennoch sind die Fehler eklatant und besorgniserregend. Ein Kommentar. 

Der VfL Bochum spielt in den kommenden Wochen um seine Existenz. So hart muss man es zu diesem Zeitpunkt der Saison ausdrücken. Ein Abstieg in die Dritte Liga wäre der GAU für den Verein von der Castroper Straße, der erst in der vergangenen Woche in Zusammenarbeit mit der Stadt verkünden konnte, dass ein Generalunternehmer für den Umbau des Ruhrstadions in der Hellmich-Gruppe gefunden wurde. Die Stadionfrage ist also erst einmal geklärt. Die Ligen-Frage allerdings nach der 1:4-Niederlage beim 1. FC Magdeburg am Karsamstag noch lange nicht

Der Mist, wie man umgangssprachlich sagt, ist nun kräftig am Dampfen. Nicht nur der immer kleiner werdende Abstand zu den direkten Abstiegsrängen ist besorgniserregend. Es ist die Art und Weise, wie einzelne Spieler und das Kollektiv derzeit von Woche zu Woche immer dieselben Fehler begehen. Und das, obwohl Trainer Uwe Rösler in den Trainingswochen genau auf diese Dinge Wert legt, er und die Spieler stets bestätigten, es auch gut umzusetzen, was der geneigte Zuschauer bei den Beobachtungen nur erahnen kann. 

VfL Bochum kassiert eine Reihe unnötiger Gegentore
Seit Wochen kassiert der VfL Bochum Gegentore, die so nicht fallen dürften. Immer wieder stehlen sich Gegenspieler ohne große Gegenwehr im Rücken der einzelnen Akteure davon, und tauchen dann vollkommen frei vor dem Tor von Timo Horn auf. Der Mann, der den VfL schon in vielen Partien dieser Saison rettete, war zuletzt machtlos und viel zu häufig von seinen Vordermännern allein gelassen worden. Die Verteidigung im Strafraum? Momentan eine Katastrophe.

Dass ein 40-Meter-Pass, wie vor dem ersten Gegentor in Magdeburg, die gesamte Mannschaft aushebelt, darf im Profialltag in der Zweiten Liga nicht passieren. Schon gar nicht, wenn es wie momentan auf jedes Prozent ankommt. Doch Noah Loosli, Philipp Strompf, Leandro Morgalla und Co. können schon seit Wochen nicht mehr an ihre anständigen bis guten Leistungen aus dem Zwischenspurt unter Rösler anknüpfen, bei dem die Bochumer 30 Punkte holten und sich bereits des Klassenerhalts nahezu sicher waren. 

VfL Bochum zu mutlos im Ballbesitz
Nicht nur die Verteidigung ist momentan nicht auf der Höhe des Geschehens. Im Mittelfeld wird häufig erst dann mutig Fußball gespielt, wenn es schon zu spät ist. Spielte Mats Pannewig in der ersten Halbzeit von Magdeburg noch vor allem Sicherheitspässe, wurde er nach dem 0:2-Rückstand mutiger. Just die Zeit, in der Bochum seine besten 15 bis 20 Minuten der Partie hatte. 

Es ist dieses fehlende Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, die krassen Fehler, gepaart mit der fehlenden Frische, die Sorgen bereitet. Wenn die Spieler nicht schleunigst wieder zurück zu dem finden, was sie wochenlang unter Rösler ausgezeichnet hat, dann droht der zweite Abstieg in Serie. Einer, den man sich in Bochum gar nicht erst ausmalen möchte. 

Quelle: WAZ.de