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„So kann es nicht weitergehen“ - Herr Bert - 04-04-2026 Nach einer enttäuschenden 1:4-Niederlage gegen Magdeburg wächst beim VfL Bochum der Druck. Droht das Team an denselben Fehlern zu zerbrechen? Da standen sie. Bedröppelt, die Hände in die Hüften gestemmt, die Köpfe hingen. Auf dem Zaun saß der Vorsänger der Ultras Bochum und sendete seine Botschaft an die Spieler des VfL Bochum. Der Applaus und die aufmunternd gemeinten „VfL“-Rufe, sie waren auch schon einmal lauter gewesen. Anschließend setzten die Führungsspieler Timo Horn, Philipp Hofmann, Maximilian Wittek und Gerrit Holtmann die Diskussion an der Werbebande fort. „Wir haben eine Fanszene, die uns auch heute nach so einem Spiel aufbaut. Das ist wirklich herausragend. Das macht mir das positive Gefühl“, sagte Horn im Nachgang. Das war tatsächlich bemerkenswert nach einem desolaten Auftritt der Mannschaft bei der 1:4-Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg. Obwohl der VfL Bochum genau wusste, was ihn erwartete und im Training jeden Tag nachweislich daran gearbeitet wurde, machten die Spieler immer dieselben Fehler. Rösler wollte seine Mannschaft kompakter stehen lassen, ließ Farid Alfa-Ruprecht immer wieder in die letzte Kette rücken. Verteidiger mit denselben Fehlern Und dennoch fanden die Verteidiger keine Lösung gegen die teils 40-Meter-Pässe von Innenverteidiger Marcus Mathisen und Co. Schon nach sieben Minuten klingelte es im Kasten von Timo Horn. „Die haben nicht mal eine echte Chance und machen das Tor nach einem 40-Meter-Pass“, klagte Rösler nach dem Spiel. „So kannst du nicht verteidigen. Er muss hingehen und den Ball wegköpfen und nicht drauf warten“, prangerte der VfL-Trainer an, nachdem Herbert Bockhorn den Ball auf Lubambo Musonda chippte und Leandro Morgalla schlief. „Ein langer Ball reicht aus, um unsere gesamte Mannschaft auszuhebeln. Das ist viel zu leicht. Wir verlieren den Mann, nehmen den Lauf nicht auf“, stöhnte Horn. „Das ist enttäuschend und niederschmetternd.“ Immer wieder wurden die Magdeburger mit solchen Bällen gefährlich, nachdem sie die Bochumer erst gar nicht an den Ball ließen. 45 Minuten präsentierte sich der VfL Bochum zu zögerlich, zu defensiv, zu schlecht für die 2. Bundesliga. Nur in 15 bis 20 Minuten nach der Pause hielten die Gäste mit. Philipp Hofmann erzielte mit seinem neunten Saisontor den Anschluss. Als der VfL drückte und laut Rösler das 2:2 hätte machen müssen, reihten sich aber erneut katastrophale Fehler aneinander. Reicht die Qualität im Abstiegskampf? Erst schaffte es Noah Loosli nicht, Baris Atik nach einem 50-Meter-Konter nach außen zu drängen, sodass später Mateusz Żukowski traf. Dann unterlief Mats Pannewig ein Fehlpass, der das 1:4 einleitete. „Mit heute vier und letzte Woche drei Gegentoren kann es nicht weitergehen“, sagte Maximilian Wittek niedergeschlagen. „Wir können nicht jedes Mal drei oder vier Tore schießen. Wir müssen dahin kommen, wo wir mit Uwe am Anfang angesetzt haben. Diesen Weg müssen wir finden.“ Ob die Qualität allerdings dafür reicht? Horn ist davon überzeugt. Doch die immer gleichen Fehler in den vergangenen Wochen lassen nicht nur die Fans langsam daran zweifeln. „Die Mannschaft hat gut trainiert, wir dürfen uns nicht auseinanderdividieren lassen. Die Lösung liegt in der Kabine. Alle müssen in die gleiche Richtung pushen“, sagte Rösler trotzig. Das Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig in der kommenden Woche wird zeigen, ob das gelingen kann. Quelle: WAZ.de |