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Wie die Rudelbildung geholfen hat - Herr Bert - 03-08-2026 Der VfL Bochum siegt mit 3:2 gegen Kaiserlautern. Eine entscheidende Szene ist eine Rudelbildung. Trainer Uwe Rösler erklärt, warum er mitmischte. Ein Schubser, ein Sturz und auf einmal wurde es hitzig vor der Bank des VfL Bochum. Im umkämpften Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern kam es in der 62. Minute zu einer Rudelbildung. Während sich FCK-Spieler Paul Joly angeschlagen auf dem Boden wälzte, weshalb Norman Bassette den Ball ins Aus befördert hatte, spielte Bochums Oliver Olsen den Ball nach dem Einwurf weiter. Für Kaiserslauterns Bassette nicht hinnehmbar. Er schubste den VfL-Verteidiger um. Was folgte, war eine Rudelbildung direkt vor der Ersatzbank der Gastgeber. Trainer Uwe Rösler, der Staff, viele Spieler beider Teams, alles tummelte sich, das Stadion tobte mit, die Stimmung: richtig aufgeheizt. Drei Gelbe Karten - für Bochums Callum Marshall und die FCK-Spieler Kenny Prince Redondo und Bassette - später ging die Partie weiter. Nicht nur für VfL-Spieler Philipp Hofmann war dies eine der entscheidenden Szenen. Denn bis dato führten die Gäste aus Rheinland-Pfalz 2:1, hatten die Partie gedreht und erstmals besser im Griff nach einer vom VfL dominierten ersten Halbzeit. Die VfL-Fans, bis zum 1:1 gut drauf, waren ziemlich verstummt. Doch die kurze Rudelbildung schien neue Kräfte freizusetzen: auf den Rängen, auf dem Rasen beim VfL. „Ich glaube schon, dass sowas ein Spiel beeinflussen kann“, sagte Hofmann: „Es war in einer Phase, in der Kaiserlautern das Spiel gedreht hat. Es kann helfen, das Spiel zu unterbrechen und nach dem 2:2 hat man gemerkt, was für eine Energie im Stadion war. Da haben wir direkt den Ball und dann hatte ich auch ein gutes Gefühl, dass wir das noch gewinnen können.“ Aufstiegshoffnungen des FCK zerschlagen So kam es. In der 66. Minute gelang dem frisch eingewechselten und verwarnten Callum Marshall der 2:2-Ausgleichstreffer nach Zuckerpass von Koji Miyoshi, nur drei Minuten später erzielte Mats Pannewig den Siegtreffer zum 3:2-Endstand. „Die Situation mit Olli an der Seitenlinie hat das Stadion nochmal entfacht“, meinte der strahlende Mats Pannewig, der erstmals im heimischen Ruhrstadion traf. „Wenn das Stadion dabei ist, weiß man, was hier passieren kann.“ Lieberknecht: Rudelbildung hat Stadion zurückgebracht Auch Kaiserslauterns Trainer Torsten Lieberknecht, der die Partie wegen einer Gelb-Rot-Sperre nur von der Tribüne aus verfolgte, sah hier eine Schlüsselszene. „Wir haben das Stadion zurückgebracht mit einer Aktion, die ich nachvollziehen kann. Aber es war eine Überreaktion von Norman Bassette. Das hat das Stadion und die Emotionen wieder zurückgebracht“, sagte Lieberknecht. Und Uwe Rösler? Der VfL-Coach gab seinem Kollegen Recht. Er selbst mischte mit, wollte aber nicht aufwiegeln. Im Gegenteil: „Ich habe nur eingegriffen, um meinen Spieler zu beschützen, weil Callum völlig aufgeladen war“, sagte Rösler. Und weil dem Kurz-Darauf-Torschützen gar eine Rote Karte gedroht hätte. Anders als dem Schubser Bassette, was viele Fans forderten. Rösler nicht. „Ich würde mich nie hinstellen, dass man dafür eine Rote Karte geben muss. Das war gar nichts“, sagte der Ex-Stürmer von Manchester City. Nach der Szene jedenfalls „haben wir mit den Fans einen Weg gefunden, das Spiel zu drehen. Ich bin stolz auf die Mannschaft“, so Rösler. VfL Bochum klettert auf den neunten Platz Es war nach zuletzt drei Unentschieden und einer Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf der erste Sieg für die Bochumer, die damit auch die Aufstiegsträume des 1. FC Kaiserlautern durchkreuzten: Durch die 2:3-Pleite im Bochumer Ruhrstadion beträgt der Rückstand auf Relegationsplatz drei nun schon elf Punkte. Die Bundesliga-Rückkehr im Sommer scheint damit zerschlagen zu sein. Der VfL indes kletterte auf Rang neun und hat nun sieben Punkte Vorsprung auf den Sechzehnten Kiel. Der VfL steht durch den Sieg auf dem neunten Tabellenplatz, kann . „Das wird uns Aufschwung geben“, ist Torschütze Mats Pannewig sicher. Quelle: WAZ.de RE: Wie die Rudelbildung geholfen hat - Herr Bert - 03-08-2026 Gegen den 1. FC Kaiserslautern blieb der VfL Bochum zum siebten Mal in der heimischen Arena ungeschlagen. Vertreter beider Teams machten dafür auch einen speziellen Moment verantwortlich. Trotz des frühen Rückstands hatten sich die Roten Teufel im Ruhrstadion zurückgekämpft, das Spiel gedreht - und am Ende dennoch erstmals in dieser Saison nach eigener Führung verloren. Nach seinem sehenswerten Pirouetten-Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 habe es sich für Marlon Ritter "so angefühlt", als hätte der FCK "das Spiel im Griff" gehabt. Am Ende aber "stehst du mit leeren Händen da und fragst dich: Warum?" Als Antwort auf diese Frage kann zweifellos der Bochumer Doppelschlag gelten, der Callum Marshall (66.) und Mats Pannewig (69.) binnen drei Minuten gelungen war. Den Grundstein dafür hatte aus Sicht der Beteiligten kurz zuvor allerdings ein Lauterer gelegt. Lautern macht das Spiel "unnötig hektisch" Was war passiert? Nachdem FCK-Schienenspieler Paul Joly verletzungsbedingt liegengeblieben war, spielten die Gäste den Ball absichtlich ins Seitenaus. VfL-Verteidiger Oliver Olsen zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und führte den daraus resultierenden Einwurf postwendend aus. Ganz zum Ärger von 1:1-Torschütze Norman Bassette, der den Dänen daraufhin unmittelbar vor der Bochumer Bank zu Boden schubste. Es folgte eine Rudelbildung, die in Gelben Karten für Bassette, Marshall und Kenny Prince Redondo resultierte. Deutlich entscheidender aber war etwa aus Sicht von Thomas Hengen eine andere Konsequenz: "Von dem Moment an war das Stadion sofort auf Temperatur und wir machen es unnötig hektisch", analysierte der FCK-Geschäftsführer die Szene bei Sky. Nach dem Führungstreffer durch Ritter sei das Ruhrstadion "ruhig" gewesen, erläuterte Hengen, der die "Aufregung von Norman" zwar nachvollziehen konnte, zugleich aber klarstellte: "Er muss sich da mehr im Zaum halten und darf so nicht hingehen." Rump macht dem Team keine Vorwürfe Auch Carsten Rump, der den gesperrten Torsten Lieberknecht an der Seitenlinie vertreten hatte, teilte die Einschätzung seines Vorgesetzten. Da seine Mannschaft nur wenige Minuten später abermals in Rückstand geraten war, bezeichnete er die Situation, die umgehend auch zur Auswechslung Bassettes geführt hatte, im Nachgang als "Gamechanger" Am Auftreten der Roten Teufel wollte Rump indes keine Kritik äußern, schließlich habe er "eine Truppe gesehen, die wirklich alles investiert hat. Die Jungs haben alles herausgehauen und waren nachher stehend k. o.", so der 44-Jährige. VfL distanziert Abstiegszone - FCK vor Derby gegen KSC Während die Gäste die Aufstiegszone dadurch weiter aus den Augen verloren, durfte sich Bochum über einen wichtigen Dreier freuen. Auch Torschütze Philipp Hofmann hob in diesem Zusammenhang die Bedeutung der hitzigen Auseinandersetzung hervor: "Ich finde, die Rudelbildung war noch einmal ein bisschen eine Zündung für uns", erklärte der Mittelstürmer. Nach dem Ausgleich habe man "gemerkt, was für eine Energie im Stadion war. Da hatten wir direkt den Ball und dann hatte ich auch ein gutes Gefühl, dass wir das noch gewinnen können." Sieben Punkte beträgt fortan der Bochumer Vorsprung auf Platz 16 - den 25. Spieltag wird der VfL sicher auf Tabellenplatz 9 abschließen. Am kommenden Samstag (20.30 Uhr) wartet auf das Team von Uwe Rösler ein Auswärtsspiel bei Hertha BSC. Der FCK wiederum trifft am Sonntag (13.30 Uhr) im Derby auf den Karlsruher SC - weitere Rudelbildungen sind dabei keineswegs auszuschließen. Quelle: Kicker.de |