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Presseberichte zum 25. Spieltag VfL - Kaiserslautern - Herr Bert - 03-02-2026

Nach der enttäuschenden Niederlage in Düsseldorf stehen beim VfL Bochum mehrere Spieler auf dem Prüfstand – wer jetzt um seinen Platz bangen muss. 

Es war ein Satz, der am Freitagabend und auch in den Tagen danach nachhallte rund um den VfL Bochum. „Der Bonus ist jetzt aufgebraucht, der Kader wird durchgemischt, zurück zu den Basics“, sagte Trainer Uwe Rösler nach der über weite Strecken desaströsen Leistung seiner Mannschaft bei der 1:2-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf. Der Abstiegskampf, er ist nach dem Wochenende so richtig zurück an der Castroper Straße. Wenngleich sich der VfL nie wirklich verabschiedet hatte – trotz durchaus ansehnlicher Spiele. An Siegen mangelte es allerdings, was sich nun zu rächen droht. 

Sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, vier sind es auf den Relegationsrang. Viel hat sich tabellarisch nach der Pleite in Düsseldorf zwar nicht verändert, doch der lange leblose Auftritt der vermeintlich qualitativ besten Mannschaft war erschreckend. Auch für Rösler, der sichtlich angeschlagen die Arena am Rhein verließ. Wenn die Profis am Dienstag auf den Platz zurückkehren, werden sie sich nach zwei freien Tagen mächtig strecken müssen, um die Enttäuschung Röslers in neue Euphorie vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am kommenden Samstag (20.30 Uhr/Sky und RTL Nitro) verwandeln zu können. 

Wer schlecht trainiert, der fliegt
Wer nicht gut trainiert, wird nicht spielen – diesen Grundsatz wird Rösler in der Woche wohl verfolgen. Denn gut gespielt und somit ein gutes Recht auf einen weiteren Einsatz gegen die Roten Teufel, das haben nur wenige Spieler. Wirklich überzeugen konnte nur Torhüter Timo Horn. Wie so häufig in den vergangenen Monaten. Auch Philipp Strompf machte ein anständiges Spiel in Düsseldorf, konnte aber auch nicht verhindern, dass sein sonst so stabiler Nebenmann Noah Loosli plötzlich mächtig wackelte. Der Rest der Startelf, die Rösler zusammenstellte? Sie enttäuschte.

Allen voran das zentrale Mittelfeld, bestehend aus Mats Pannewig und Cajetan Lenz, fand nicht ansatzweise zur gewohnten Stärke. Beide jungen Spieler vermitteln derzeit den Eindruck, dass sie in einem Loch stecken. Vor allem Pannewig kam in Düsseldorf kaum in die Zweikämpfe und verlor eine Vielzahl davon. Schon gegen den 1. FC Nürnberg konnte er nicht überzeugen. Beim Spielmacher Lenz wechselten sich zuletzt Genie und Wahnsinn ab, teilweise katastrophale Fehlpässe folgten auf starke Balleroberungen mit Auge. Dass Rösler allerdings beide direkt auf die Bank beordert, scheint fraglich. 

Die Alternativen im Zentrum sind aber da, und deshalb wird Rösler genau hinsehen in den Trainingseinheiten. Matus Bero sei heiß, sagte der Trainer schon vor Wochenfrist, und gegen Düsseldorf war er nach seiner Einwechselung ein deutlicher Antreiber. Als Kapitän der Mannschaft hat er ohnehin den Anspruch, jede Woche auf dem Feld zu stehen. Mit Trainingsleistungen wie zuletzt dürfte er gute Chancen haben, in die Startelf zu rücken. Möglicherweise ist aber auch Marcel Sobottka ein Kandidat. 

Sicher wieder in der Startelf stehen dürfte Francis Onyeka. Sein Bankplatz war der wohl größte Fehler, den Rösler selbst begangen hat. Ohne den Leihspieler von Bayer Leverkusen funktioniert das Pressing des VfL Bochum nicht. Callum Marshall konnte nicht ansatzweise diese Rolle ausfüllen und dürfte gegen Lautern vorerst wieder auf der Bank Platz nehmen. Auch Koji Miyoshi und Gerrit Holtmann werden auf den Flügeln um ihre Plätze zittern müssen. Beiden gelang in Düsseldorf wenig bis gar nichts. War es Holtmann noch, der in der Anfangsphase zwei Akzente setzte und sogar die Führung hätte erzielen müssen, fand Miyoshi kaum statt. Zwischen den Linien bewegte er sich schlecht, verlor viele Bälle. 

Alfa-Ruprecht wieder Startelf-Kandidat
Auch hier ist die Konkurrenz durchaus gegeben. Farid Alfa-Ruprecht belebte nach seiner Einwechslung das Offensivspiel, nachdem er in den Wochen zuvor aufgrund seiner lapidaren Spielweise viel berechtigte Kritik – auch intern – einstecken musste. Sollte seine Lernkurve auch in den Trainingseinheiten nach oben zeigen, ist der 19-Jährige sicherlich wieder eine Alternative für die Startelf. Auch Moritz-Broni Kwarteng oder Kjell Wätjen, der in den letzten Wochen allerdings in den Trainings durchhing, sind mögliche Kandidaten für die Startelf.

Sicher sein dürfte sich hingegen Maximilian Wittek, dass er nach seiner abgesessenen Sperre wieder auf die linke Abwehrseite rücken wird. Sein Ersatz Mikkel Rakneberg hatte im ersten Startelfeinsatz in Deutschland noch größere Probleme. Erst als er durch Oliver Olsen ersetzt wurde, stand der VfL auf der Seite sicherer und auch nach vorne ging mehr. Der Däne bereitete den Anschlusstreffer durch Alfa-Ruprecht vor. 

In den vergangenen Wochen lobte Rösler seinen Kader dafür, dass die Qualität hoch sei. Nun müssen es die Spieler beweisen. 

Quelle: WAZ.de