VfL-Hinrunden-Rückblick Saison 2017/2018

Dieses Thema im Forum "VfL - Kompakt" wurde erstellt von Herr Bert, 27. Dezember 2017.

  1. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

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    Hinter dem VfL Bochum 1848 liegt ein bewegtes halbes Jahr. Ob Trainerwechsel, überzeugende Siege oder enttäuschende Niederlagen – langweilig wurde es in der Hinrunde der laufenden Zweitliga-Spielzeit 2017/18 jedenfalls selten. In vier Teilen blicken wir auf die erste Saisonhälfte zurück. Im ersten Teil: Von Verbeek, Atalan und einem dürftigen Start…

    Eigentlich waren alle VfL-Fans davon ausgegangen, dass die Bochumer auch in dieser Saison mit Cheftrainer Gertjan Verbeek in die Zweitliga-Saison gehen werden. Wenige Wochen vor dem Start in die neue Spielzeit war die Zeit für den niederländischen Coach beim VfL aber vorbei, ab dem 11. Juli hatte Ismail Atalan das Ruder übernommen. Der junge Fußballlehrer, der vom Drittligisten Sportfreunde Lotte nach Bochum gewechselt war, ließ durch gute Testspielergebnisse des VfL in der für ihn kurzen Vorbereitungszeit Hoffnung aufkommen. Gleich der erste Test gegen den Stadtnachbarn SG Wattenscheid 09 sollte für Atalan ein geglücktes Debüt sein, mit 6:1 fertigte der VfL den traditionsreichen Regionalligisten ab. Auch die restlichen Testspiele wurden erfolgreich bestritten: Beim Thüringer Medien-Cup sicherten sich die Bochumer durch Siege gegen den FC Carl-Zeiss Jena (6:0) und Rot-Weiß Erfurt (5:2) den Pokal, bevor man bei der Generalprobe gegen den Bundesligisten Borussia Dortmund eine 2:0-Führung noch verspielte und sich von Aubameyang und Co. am Ende mit einem 2:2-Remis trennte.

    Die Vorzeichen für eine erfolgreiche Saison standen also gut, doch der Start lief dann alles andere als rund. Flutlichtspiel gegen den FC St. Pauli zum Zweitliga-Auftakt, volle Hütte anne Castroper, beste Stimmung – nur das Ergebnis stimmte nicht nach 90 Minuten. Christopher Buchtmann hatte mit seinem Tor des Tages für die knappe 0:1-Niederlage gegen die Hamburger gesorgt. Ohne die nötige Feinabstimmung hatte sich der VfL zwar einige gute Chancen herausgearbeitet, am Ende bewiesen die Gäste vom Kiez jedoch mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, sodass die ersten drei Punkte der Saison in Hamburg landeten.

    Rund eine Woche später gab es dann im kleinen Revierderby beim MSV Duisburg immerhin einen Zähler für den VfL: Boris Tashchy hatte nach nur sieben Minuten per Distanzschuss über den Umweg Innenpfosten zur Führung für die Zebras getroffen, in der Folge blieb die Atalan-Elf bis zur Pause recht blass. Doch die Kabinenansprache sollte fruchten, denn nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff bewies der frisch eingewechselte Jannik Bandowski echte Torjägerqualitäten und drosch die Kugel aus spitzem Winkel ins lange Eck – 1:1. Der 23-Jährige ist damit in Liga zwei Bochums Mr. Effektiv: Ein Schuss, ein Tor, der Bando!

    Den ersten Pflichtspielsieg der Saison gab es dann im DFB-Pokal beim FC Nöttingen. Ein regelrechter Blitzstart mit zwei schnellen Treffern von Görkem Saglam (1.) und Lukas Hinterseer (3.) brachte die Gäste aus dem Ruhrgebiet gegen den baden-württembergischen Oberligisten schnell auf die Siegerstraße, am Ende sorgten zwei weitere Hinterseer-Tore und Bandowskis zweiter Pflichtspieltreffer binnen weniger Tage für einen ungefährdeten 5:2-Sieg und den Einzug in die zweite Runde.

    Doch wer glaubte, dass der Pokalerfolg Auftrieb für die Liga geben sollte, wurde auf der Auswärtsfahrt zum DSC Arminia Bielefeld bitter enttäuscht. Im Flutlichtspiel auf der Bielefelder Alm musste sich der VfL den Ostwestfalen mit 0:2 geschlagen geben – und das trotz einer phasenweise drückenden Überlegenheit. Voglsammer und Kerschbaumer hatten die beiden Treffer schon vor der Pause erzielt, die zahlreichen Bochumer Chancen wurden aber teilweise kläglich vergeben. Auch nach der Pause drückte der VfL mächtig auf das Gaspedal, wurde aber nicht für den couragierten Auftritt belohnt.

    Anders sah das dann glücklicherweise im zweiten Heimspiel der Saison gegen Dynamo Dresden und eine Woche später beim SV Darmstadt 98 aus: Zunächst konnten die Blau-Weißen einen Rückstand gegen die Sachsen durch ein spätes Hinterseer-Tor zu einem 3:2-Erfolg vor heimischem Publikum drehen. In Darmstadt geriet der VfL erneut in Rückstand, wurde am Ende aber für eine tolle FairPlay-Geste von Felix Bastians belohnt. Beim Stand von 0:1 entschied Schiedsrichter Benedikt Kempkes auf Strafstoß für den Bochumer, doch der gestand ein, nicht getroffen worden zu sein und erhielt für seine Aktion viel Applaus und Respekt. Umso wichtiger, dass zwei späte VfL-Treffer durch den eingewechselten Diamantakos (81.) und Flügelflitzer Kruse (86.) noch zum so wichtigen Auswärtssieg reichten, durch den der VfL nach fünf Spieltagen auf Tabellenplatz zwölf vorrücken konnte.
  2. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

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    Hinter dem VfL Bochum 1848 liegt ein bewegtes halbes Jahr. Ob Trainerwechsel, überzeugende Siege oder enttäuschende Niederlagen – langweilig wurde es in der Hinrunde der laufenden Zweitliga-Spielzeit 2017/18 jedenfalls selten. In vier Teilen blicken wir auf die erste Saisonhälfte zurück. Im zweiten Teil: Eine herbe Niederlage mit Folgen…


    Nach zwei Siegen in Folge gegen die SG Dynamo Dresden und beim SV Darmstadt 98, die jeweils nach einem Rückstand eingefahren wurden, konnte der VfL Bochum 1848 mit viel Rückenwind in die kommenden Aufgaben in der 2. Bundesliga starten. Doch dass auch andere Teams einen Rückstand in einen Sieg drehen können, mussten die Bochumer gegen den 1. FC Heidenheim schmerzlich erfahren. Robbie Kruse hatte den VfL gegen den FCH, bei dem Gästetrainer Frank Schmidt auf den Tag genau sein zehnjähriges Vereinsjubiläum als Cheftrainer feierte, bereits nach einer Viertelstunde in Führung geschossen. Es war eine dieser vielen Traum-Kombinationen des Australiers in Zusammenarbeit mit Kevin Stöger – Steckpass des Mittelfeldmotors, Kruse in die Schnittstelle, Tor. Doch die Freude währte nicht lange, Robert Glatzel besorgte nur drei Minuten nach der Führung den Ausgleich. Bis zum Abpfiff machte der VfL das Spiel und rannte unermüdlich an, das zweite Tor fiel dennoch auf der falschen Seite: Mathias Wittek war es, der nach 73 Minuten einen zweiten Ball nach einer Heidenheimer Ecke aus kurzer Distanz per Kopf ins Tor beförderte.

    Nur vier Tage später hatte die Atalan-Elf bereits die Möglichkeit zur Wiedergutmachung, denn in der Englischen Woche war der VfL am Donnerstagabend beim 1. FC Nürnberg zu Gast. Wieder gingen die Blau-Weißen in Führung, wieder gingen alle drei Punkte aber am Ende an den Gegner. Eine kuriose Szene hatte für das 1:0 gesorgt: Nach einem Bochumer Angriff reklamierte Nürnbergs Enrico Valentini innerhalb des Strafraums mit erhobenem Arm auf Abseits, eine Flanke landete dann genau am Arm des Defensivakteurs. Den fälligen Elfmeter verwandelte Diamantakos sicher. Doch erneut konnte man die Führung nicht über die Zeit retten: Nach 28 Minuten war es Eduard Löwen, der per Abstauber ausglich. Im zweiten Durchgang ergriffen die Bochumer die Initiative, erneut gelangen die Tore aber nur dem Gegner. Ein Kopfball von Hanno Behrens und ein Elfmeter-Nachschuss von Mikael Ishak besorgten für die Nürnberger die beiden Treffer zum 3:1-Sieg über den VfL.

    Die ersten drei Punkte der Englischen Woche sollten dann im Heimspiel gegen den Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt eingefahren werden. Gnadenlose Effektivität bewies die Heimmannschaft im Vonovia Ruhrstadion, als erst Felix Bastians und nur drei Minuten später Robbie Kruse für einen 2:0-Sieg sorgten. Eine Ecke von links, ein strammer Direktschuss in die Maschen: Nur wenige Tage nach seiner unfreiwilligen Pause gegen Nürnberg brachte Bastians den VfL mit einem sehenswerten Treffer in Front, ehe Kruse erhöhte. Weil sich die Ingolstädter in der Folge zwar als aktiver, aber harmlos in der Offensive präsentierten, blieben die drei Punkte in Bochum.

    Dass aber auch dieser Sieg nicht dafür sorgte, dass der VfL mit breiter Brust und Selbstvertrauen in das nächste Spiel gehen konnte, musste man eine Woche später beim Zweitliga-Aufsteiger Holstein Kiel schmerzlich erfahren. Ein Patzer von Manuel Riemann, der den Ball nach Rückpass von Soares versehentlich ins eigene Tor stolperte, machte den Auftakt für eine Partie zum vergessen. Zwar ließen die Kieler etliche Großchancen noch liegen, am Ende machten es die Hausherren um VfL-Leihspieler Tom Weilandt aber doch deutlich, weil Rafael Czichos (42.) und Dominick Drexler (68.) den 3:0-Endstand besorgten.

    Es war eine herbe und enttäuschende Niederlage mit Folgen. Für Ismail Atalan war nach fünf Pleiten aus zehn Pflichtspielen Schluss, Bochums U19-Coach Jens Rasiejewski übernahm zunächst interimsweise. „Wir haben uns nach gründlicher Analyse der aktuellen sportlichen Situation gemeinsam dafür entschieden, dass eine sofortige Beendigung der Zusammenarbeit für beide Seiten die sinnvollste Entscheidung ist“, äußerte sich Sportvorstand Christian Hochstätter zur Personalie.
  3. Herr Bert

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    Hinter dem VfL Bochum 1848 liegt ein bewegtes halbes Jahr. Ob Trainerwechsel, überzeugende Siege oder enttäuschende Niederlagen – langweilig wurde es in der Hinrunde der laufenden Zweitliga-Spielzeit 2017/18 jedenfalls selten. In vier Teilen blicken wir auf die erste Saisonhälfte zurück. Im dritten Teil: Neustart mit Jens Rasiejewski.

    Die Länderspielpause nach der herben 0:3-Niederlage bei Holstein Kiel Ende September sollte eine denkwürdige und zugleich historische werden. Aus sportlicher Sicht war das bestimmende Thema nach der Pleite beim Aufsteiger die Diskussion um Trainer Ismail Atalan, für den es beim VfL nicht mehr weiterging. Jens Rasiejewski, der bis dahin die Bochumer U19 in der A-Junioren-Bundesliga West als Chefcoach betreut hatte, übernahm das Ruder bei den Profis, sein Co-Trainer Dimitrios Grammozis wurde Linienchef beim ältesten Talentwerk-Team. Doch nicht nur das Sportliche, sondern auch die Jahreshauptversammlung sorgte für großes Aufsehen. Mit der mehrheitlichen Entscheidung, die Profiabteilung des VfL in Zukunft auszugliedern, wurde am 7. Oktober 2017 ein historischer Entschluss der Vereinsmitglieder gefasst. 80,19 Prozent der 2.695 stimmberechtigen Mitglieder hatten sich in der Bochumer Jahrhunderthalle für die Ausgliederung ausgesprochen, die in den kommenden Monaten durchgeführt wird.

    Sportlich sollte der Neuanfang mit dem neuen Coach Jens Rasiejewski voll nach Plan laufen. Mitte Oktober war der SV Sandhausen zu Gast anne Castroper, bis dato mit fünf Siegen aus neun Spielen und Tabellenplatz drei eines der Überraschungsteams der laufenden Saison. Doch der VfL präsentierte sich stark und ging früh durch Lukas Hinterseer in Führung, den Deckel drauf machte rund 20 Minuten vor Schluss Kevin Stöger mit dem Treffer zum 2:0-Endstand. Ein wichtiger Sieg, durch den sich die Rasiejewski-Elf auf den elften Tabellenplatz vorschieben und etwas Luft zwischen sich und die Abstiegsränge bringen konnte.

    Doch nur eine Woche später war der Aufschwung nach dem Trainerwechsel schon wieder vorbei. Mit einer 0:1-Niederlage bei Eintracht Braunschweig startete der VfL in die Wochen der Tristesse. Wie so oft in den vergangenen Jahren gab es auch jetzt eine kleine „Herbstdepression“. Zwar hatten die Blau-Weißen das Geschehen im Braunschweiger Eintracht-Stadion über weite Strecken fest im Griff und konnten sich ein klares Chancenplus erarbeiten, doch den entscheidenden Treffer erzielten die Gastgeber schon nach sieben Minuten. Auch wenn dem VfL ein möglicher Elfmeterpfiff nach Foul von Baffo an Kruse verwehrt wurde, musste man sich nach der Partie den Vorwurf gefallen lassen, einfach zu wenig aus den eigenen Chancen gemacht zu haben.

    Auf die bittere Niederlage bei den Niedersachsen folgte nur drei später die nächste Enttäuschung im DFB-Pokal. War der VfL mit dem klaren Vorhaben nach Paderborn gereist, beim Drittligisten in die nächste Runde des Verbandswettbewerbs einzuziehen, musste man schnell feststellen, dass es ein äußerst hartes Unterfangen werden sollte. Wieder war es – wie schon so oft zuvor – die verflixte siebte Spielminute, in der der Gegner in Führung ging. Dieses Mal war es Sven Michel, der für das frühe 1:0 für den SCP sorgte. In der Folge hatte der VfL wieder die besseren Möglichkeiten, doch selbst ein Elfmeter durch Felix Bastians reichte nicht, um Paderborns Keeper Ratajczak zu überwinden. Eine Ampelkarte gegen Jan Gyamerah sorgte dafür, dass die letzten Hoffnungen auf ein Weiterkommen begraben werden mussten, schließlich sorgte Wassey mit seinem Treffer zum 2:0 für die Entscheidung.

    In der Liga ging es in der Folge gleich zweimal komplett ohne Tore auf beiden Seiten weiter. Hatte man zunächst im Montagabend-Topspiel vor heimischer Kulisse gegen die Mannschaft der Stunde, Fortuna Düsseldorf, noch mit der Punkteteilung leben können, war die Ernüchterung nach dem torlosen Remis auf dem Betzenberg beim 1. FC Kaiserslautern wenige Tage später umso größer.
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    Hinter dem VfL Bochum 1848 liegt ein bewegtes halbes Jahr. Ob Trainerwechsel, überzeugende Siege oder enttäuschende Niederlagen – langweilig wurde es in der Hinrunde der laufenden Zweitliga-Spielzeit 2017/18 jedenfalls selten. In vier Teilen blicken wir auf die erste Saisonhälfte zurück. Im vierten Teil: Ein versöhnlicher Hinrunden-Abschluss, ein schlechter Rückrunden-Auftakt.


    Nach den zwei torlosen Remis gegen Fortuna Düsseldorf und den 1. FC Kaiserslautern ging es für die Zweitligisten zunächst einmal in die Länderspielpause. Diese wurde vom VfL durch gleich drei Testspiele genutzt: Zunächst musste man sich dem Champions League-Teilnehmer und Stadtnachbarn Borussia Dortmund mit 2:4 geschlagen geben, am Abend desselben Tages stand dann noch der Test gegen die Sportfreunde Westenfeld an, wo die Rasiejewski-Elf durch ein 18:0 Selbstvertrauen tanken konnte. Die alte Leier der torlosen Spiele kehrte dann im dritten Test beim niederländischen Zweitligisten Helmond Sport wieder, von dem man sich trotz Chancen auf beiden Seiten ohne Treffer trennte. In allen drei Partien durften zahlreiche Akteure der Bochumer U19 Einsatzzeiten bei den Profis sammeln, gleiches galt auch für die Trainingseinheiten während der Länderspielpause.

    Immerhin nicht torlos, aber dennoch mit einer Punkteteilung endeten auch die nächsten beiden Zweitliga-Spiele. Sowohl gegen die SpVgg Greuther Fürth als auch gegen den FC Erzgebirge Aue endeten die Partien mit einem 1:1, zweimal gelang es dem VfL dabei, einen Rückstand immerhin in ein Remis zu wandeln. Dass die Hinrunde für die Blau-Weißen dann doch noch versöhnlich endete, dafür sorgten zwei überzeugende Siege in Folge. Zunächst hatte der 1. FC Union Berlin wie so oft früh zur Führung gegen den VfL getroffen, aber in der Folge spielten die Bochumer nicht nur mutig und couragiert nach vorne, sondern holten sich durch ihr Auftreten auch die bedingungslose Unterstützung der Fans zurück. Mit den Anhängern im Rücken gelang Kevin Stöger kurz vor der Pause der hochverdiente Ausgleich, in der 87. Minute brachen dann alle Dämme, nachdem Hinterseer den Ball im Fallen aus rund zehn Metern im Tor untergebracht und so für den wichtigen Heimsieg gesorgt hatte.

    Mit viel Rückenwind ging es dann zum letzten Hinrundenspiel zum Aufsteiger SSV Jahn Regensburg. Dort drehte der VfL den Spieß der Hinrunde um und ging endlich einmal selbst früh in Führung. Wieder einmal war es die Kombination eines Traumpasses von Stöger auf den durchgestarteten Kruse, der erneut eiskalt blieb und das Tor des Tages erzielte. In der Folge übernahm der Jahn zwar zunehmend die Spielkontrolle, der VfL ließ aber in der gut gestaffelten Defensive wenig zu. Dass der am Ende verdiente Auswärtssieg nicht noch höher ausfiel lag an der schlechten Chancenausbeute nach zahlreichen Konterversuchen.

    Zum Jahresabschluss gab es dann gleich noch den Rückrundenauftakt. Dass der VfL nicht mit besserer Laune in die Winterpause gehen konnte, dafür sorgte wie schon zum Saisonstart der FC St. Pauli. Im Hamburger Millerntor-Stadion verlor der VfL mit 1:2, obwohl man den Gegner von Beginn an unter Kontrolle hatte und sich zahlreiche gute Möglichkeiten erarbeiten konnte. Doch nach rund 20 Minuten kam ein Bruch in das Bochumer Kombinationsspiel, bis zur Pause konnte der FCSP die gewonnene Dominanz in eine knappe Führung ummünzen. Mit viel Offensivmut wurde die zweite Halbzeit angegangen, doch nach einem Konter erhöhten die Norddeutschen auf 2:0. Der Anschlusstreffer von Hinterseer eine Viertelstunde vor Schluss war am Ende zu wenig, um Punkte aus Hamburg zu entführen.

    So ging der VfL mit 23 Zählern auf dem Konto und Tabellenplatz zwölf in die kurze Winterpause. Insgesamt geht es aber in der 2. Bundesliga bisher so eng zu, dass noch alles möglich ist. Nach unten besteht ein Polster von vier Punkten auf den Relegationsrang, den derzeit der SV Darmstadt 98 einnimmt – aber auch nach oben ist der Abstand gering, denn der auf Platz vier stehende FC Ingolstadt ist ebenfalls nur fünf Punkte entfernt. In der zweiten Saisonhälfte, die am 23. Januar mit dem Heimspiel gegen den MSV Duisburg beginnt, ist also noch alles drin.

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