U19 dreht Derby, U17 kassiert Schlappe

Dieses Thema im Forum "VfL - TALENTWERK" wurde erstellt von aniger60, 27. Oktober 2018.

  1. aniger60

    aniger60 Moderatorin

    Bochum, 27.10.2018

    Am 9. Spieltag der A-Junioren Bundesliga West legt die U19 des VfL Bochum 1848 nach dem Sieg gegen Aachen nach und gewinnt das Derby beim MSV Duisburg trotz schläfriger Anfangsphase und Rückstand mit 3:1. Ömer Uzun markierte den Ausgleich (27.), Darius Stawski machte nach dem Seitenwechsel mit einem Doppelpack (47., 68.) alles klar für die Elf von Dimitrios Grammozis. Weniger erfreulich erging es der U17 im Heimspiel gegen den Nachwuchs von Bayer 04 Leverkusen. Die Mannschaft von David Siebers fand nicht in die Partie und musste sich letztlich mit 0:4 geschlagen geben.

    Grammozis: „Das Gegentor war ein Wachmacher“
    Die U19 des VfL hat die schwierige Hürde MSV Duisburg nach einiger Anlaufzeit gemeistert, die Anfangsphase gehörte zunächst jedoch den Gastgebern. „Wir sind schwer reingekommen und waren etwas langsam in unseren Handlungen. Das Gegentor war dann ärgerlich, aber auch ein Wachmacher für meine Mannschaft“, resümierte Chefcoach Dimitrios Grammozis. Nach 10 Minuten belohnten sich die Zebras für den guten Start. Von Minute zu Minute bissen sich dann die Blau-Weißen in die Partie und kamen durch Torjäger Ömer Uzun (10. Saisontor), der einen Schuss von Jan Wellers abstaubte, zum Ausgleich (27.) – gleichzeitig auch der Pausenstand.

    Der zweite Abschnitt begann dann perfekt aus Sicht der Bochumer. Darius Stawski besorgte nach einer verlängerten Ecke am langen Pfosten das 2:1 (47.) – die Partie war gedreht. Grammozis war zufrieden mit der Leistungssteigerung seiner Elf: „Der Start war wirklich nicht gut, man muss dann aber die tolle Moral der Jungs hervorheben. Im zweiten Durchgang war es dann ein durchweg dominanter Auftritt und mit dem dritten Tor haben wir dem MSV auch den Stecker gezogen.“ Erneut war es Stawski, der nach einer gelungenen Kombination über Uzun und Michael Martin nur noch einschieben brauchte (68.).

    Der MSV glaubte nicht mehr richtig an die Wende, der VfL spielte seinen Stiefel in der Folge souverän herunter. Grammozis‘ Fazit: „Hier muss man erstmal drei Tore schießen, Duisburg hat eine sehr gute Mannschaft, die bisher erst sieben Gegentore hinnehmen musste. Am Ende kann man das Spiel positiv bewerten, wir müssen uns aber immer hinterfragen. Die Leistung muss von der ersten Minute an da sein.“ Durch Sieg Nummer sieben bleibt die Grammozis-Truppe am BVB, der morgen in Köln gastiert, dran und festigt Rang zwei. Am kommenden Samstag ist der Tabellenneunte Fortuna Düsseldorf zu Gast an der Hiltroper Straße (11 Uhr).

    Siebers: „Leistungsträger müssen vorangehen“
    Im Verfolgerduell der B-Junioren Bundesliga West hatte die viertplatzierte U17 des VfL die Chance, den drittplatzierten Nachwuchs von Bayer Leverkusen mit einem Dreier hinter sich zu lassen und nach dem starken Auftritt in Düsseldorf nachzulegen. Früh zeichnete sich jedoch ab, dass die Gäste aus dem Rheinland den besseren Tag erwischten. Nach ausgeglichenen Anfangsminuten übernahm Bayer die Spielkontrolle und erarbeitete sich erste Torchancen, wovon die Werkself nach acht Minuten auch eine nutzte, um in Front zu gehen. „Das lief natürlich anders, als wir uns das vorgestellt haben. Wir waren etwas schläfrig“, kommentierte Trainer David Siebers.
    Leverkusen blieb am Drücker und legte das 2:0 nach (21.). Der VfL fand erst gegen Ende der ersten 40 Minuten etwas besser ins Spiel und verzeichnete seine einzige Möglichkeit durch einen Kopfball von Gabriel Cavar. Im Gegenzug scheiterte das zielstrebiger agierende Leverkusen am Pfosten. Mit neuem Mut kam der die Siebers-Elf dann aus der Kabine und wollte früh den Anschluss erzielen, was die Gäste mit dem schnellen 3:0 nach einem Eckball jedoch im Keim erstickten (43.). Damit war die Partie im Grunde entschieden, auch wenn sich die Blau-Weißen zu keinem Zeitpunkt hängen ließen.

    Siebers: „In den Topspielen müssen die Leistungsträger ans Maximum kommen, vorangehen und die anderen mitziehen. Das war heute nicht der Fall. Ich bin dennoch der festen Überzeugung, dass wir in der Lage wären, auch solche Gegner zu packen.“ An diesem Tage sollte es jedoch nicht sein. Der Gast verschoss noch einen Strafstoß, erzielte wenig später aber doch noch den Endstand (61.). Der Übungsleiter lässt sich die bisher starke Saison von diesem Spiel nicht schlechtmachen: „Das war heute deutlich und hätte sogar deutlicher ausgehen können. So ehrlich muss man sein. Das war aber am 11. Spieltag erst die zweite Niederlage gegen eine der besten Mannschaften der Staffel. Wir schütteln uns jetzt, werden aufstehen und dann schauen, was wir in den nächsten Spielen besser machen können.“ Die erste Gelegenheit dazu bietet sich am kommenden Sonntag (13 Uhr) bei Preußen Münster, die derzeit Position neun belegen. Der VfL verharrt auf dem vierten Platz, muss das Spitzentrio jedoch vorerst ziehen lassen.

    HP VfL Bochum

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