Trainingslager in Weiler zur Saison 2019/2020

Dieses Thema im Forum "VfL - Kompakt" wurde erstellt von Herr Bert, 7. Juli 2019.

  1. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Tag 1 in Weiler: VfL-Tross gut gelandet

    Ein langer Tag neigt sich dem Ende entgegen. Schon morgens um 08:30 Uhr setzte sich der VfL-Tross in Bewegung, die meisten davon im Bus in Richtung Flughafen Düsseldorf. Von der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ging es in die Schweizer Metropole Zürich, von dort aus im Mannschaftsbus weiter ins bayerische Allgäu. Silvère Ganvoula reiste mit dem Auto an, Co-Trainer Matthias Lust nahm sich sogar noch die Zeit, mit seiner U19 einen ersten Test zu gewinnen, ehe er nach Bayern aufbrach. An der ersten Trainingseinheit nahmen alle Spieler teil.

    Früher Aufbruch
    Pünktlich um halb neun morgens setzte sich der blau-weiße Tross in Bewegung, Ziel: Flughafen Düsseldorf. Mit an Bord: 30 Spieler, drei Trainer, drei Physiotherapeuten, je ein Leistungsdiagnostiker, Videoanalyst und Zeugwart plus drei Mitarbeiter aus der Content-Abteilung, die die gesamte Reise für die Vereinskanäle dokumentierten. Nicht zu vergessen: Sebastian Schindzielorz, VfL-Geschäftsführer Sport, quasi als Delegationsleiter. Nach einer ausgiebigen morgendlichen Stärkung in der Hugo-Junckers-Lounge am Düsseldorfer Flughafen hob die Mannschaft in der Maschine von Flug Nummer LX 1013 zwar mit leichter Verspätung ab, holte die verlorengegangenen Minuten auf der Route nach Zürich aber wieder auf und landete fünf Minuten vor der Zeit am Züricher Airport Kloten. Von hier ging es dann per Mannschaftsbus auf die etwas mehr als zweistündige Reise nach Weiler-Simmerberg. Durch die Schweiz, ein kleines Stück durch Österreich, vorbei am Bodensee, auf ins Allgäu.

    Ganvoula als Beifahrer
    Noch vor der Mannschaft war Silvère Ganvoula auf dem Weg gen Süden. Unsere altbekannte Neuverpflichtung musste aufgrund der Kürze der Zeit (am Freitag verpflichtet, einen knappen halben Tag später schon auf dem Weg ins Trainingslager) ins Auto steigen, um die rund 640 Kilometer zwischen Bochum und Bayern zu bewältigen. Gut, er musste nicht selbst hinters Steuer, sondern konnte als Beifahrer relaxen. Und war trotz Ferienverkehrs und Dauerbaustellen auf der A45, A3 und A7 tatsächlich ein paar Minuten eher da als der Rest der Truppe.

    „Heimspiel“ für Dutt & Barth
    Noch eher da waren der Chefcoach, einer seiner Co-Trainer sowie Zeugwart Andi Pahl und – natürlich – der Busfahrer. Robin Dutt hatte den trainingsfreien Tag genutzt, um in die Heimat zu düsen; für ihn ist Weiler im Grunde ein „Heimspiel“. So auch für unseren neuen Co-Trainer Oliver Barth, der rund 130 Kilometer vom Allgäu zuhause ist und ebenfalls eine verkürzte Anreise hatte.

    Wer fehlt(e)?
    Aus dem Lizenzspielerkader ist lediglich Joshua Wehking nicht vor Ort. Unser ehemaliger U19-Keeper absolviert die zweite Woche ein Probetraining beim niederländischen Club Fortuna Sittard. Außerdem muss Heiko Butscher (noch) auf sein „Heimspiel“ warten, schließlich ist unser Co unweit von Weiler, nämlich in Leutkirch im Allgäu aufgewachsen. Aber „Butsche“ fehlt aus gutem Grund, schließlich baut er gerade seinen Fußballlehrer und da heißt es kommende Woche, Präsenz an der Hennes-Weisweiler-Akademie zu zeigen. Das Co-Trainer-Team wurde am Abend dennoch von Matthias Lust aufgefüllt. Unser neuer U19-Coach wollte sich den ersten Auftritt seiner jungen Truppe nicht entgehen lassen, die am Samstag ein Testspiel gegen Hannover 96 hatte. Durchaus mit Erfolg, unsere U19 gewann gegen die Niedersachsen mit 4:2. Noch während des Abendessens war Lust in Weiler und nahm die Glückwünsche entgegen. Zudem wird in Kürze „Doc“ Bauer erwartet, nebst unserem zweiten Vereinsarzt, Dr. André Schilling.

    Erste Einheit: knackig
    Wer rastet, der rostet. Gemäß der Volksweisheit ging es am Nachmittag erstmalig auf den Trainingsplatz. Mit reichlich Unterstützung, denn außer einem runden halben Dutzend VfL-Fans war auch die Fußballjugend des gastgebenden FC RW Weiler zugegen, die vor dem Auftritt der VfL-Profis noch ein Turnier gespielt hatten. Nach den schweißtreibenden 90 Minuten zum Auftakt holten sich die verbliebenen Nachwuchsfußballer noch Autogramme von Riemann, Zoller, Lee & Co ab.

    Lee und Römling wieder am Ball
    Apropos „Lee“: Chung-Yong Lee, in der vergangenen Woche noch geschont, nahm wieder am Mannschaftstraining teil. Unser „Blauer Drache“ diente dabei ebenso wie Moritz Römling, der auch in der vergangenen Trainingswoche kürzer treten musste, als Anspielstation bei den spieltaktischen Formationen. Pressing und das Unter-Druck-Befreien standen dabei auf der Tagesordnung. Alle 31 Spieler haben die erste Einheit problemlos absolviert.

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    Zuletzt bearbeitet: 8. Juli 2019
  2. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Tag 2 in Weiler: Hagel, Blitz und Donnerschlag

    Ja ist denn noch April? Das Wetter, eine nie versiegende Quelle vieler Gespräche, schlug am zweiten des VfL-Aufenthalts im bayerischen Schwaben einige Kapriolen. Bereits in der Früh wurden die Blau-Weißen krachend geweckt, im Lauf des Tages blitzte und donnerte es fröhlich weiter, garniert von Hagelschauern. Die Nachmittagseinheit musste darob kurz unterbrochen werden, sehr zur Freude der Fans. Geburtstage gab es an den beiden Tagen auch zwei zu feiern sowie gleich mehrere Volltreffer – sei es ins Tor, aber auch in die benachbarte Wurstbude.

    Himmel, Blitz und Wolkenbruch
    In Weiler braucht es keine Hähne, die einen wecken, hier reicht das Wetter. Um kurz nach sechs am heiligen Sonntag öffnete der Himmel über dem Voralpenland seine Schleusen und schickte nicht nur kräftige Güsse gen Bayern, sondern auch krachenden Donner und Blitze, die in unmittelbarer Nachbarschaft von Weiler einschlugen. Einziger Vorteil der Unwetter, die unregelmäßig über den Tag verteilt auftraten: Es kühlte ab, die drückende Schwüle wich angenehmen Temperaturen um die 22 Grad.

    Ab auf die Tribüne
    Für Robin Dutt ist die Erfahrung, vom Platz auf die Tribüne zu müssen, keine gängige. Doch „Oberschiedsrichter“ Petrus kannte am Nachmittag keine Gnade und schickte pünktlich zu Beginn der zweiten Tageseinheit Starkregen, Hagel und selbstverständlich wieder donnerndes Getöse vom Firmament. Diese Umstände nötigten das gesamte Team zur Platzflucht, unter dem Dach der geräumigen Tribüne der Platzanlage des FC RW Weiler fand man Schutz. Sehr zur Freude der zahlreichen Fans, darunter viele Einheimische, die zuvor einem Jugendturnier beigewohnt hatten. Die Autogrammjäger kamen ebenso auf ihre Kosten wie die Selfie-Jünger, als die VfL-Profis in ihrer Mitte Platz nahmen. Nach ein paar Minuten war der Platzregen vorüber und die Trainingsarbeit konnte wieder aufgenommen werden.

    Talentwerk-Tore
    Im Training gab es dann endlich Tore zu sehen. Vormittags hatte Moritz Römling in den Spieleinheiten den Reigen eröffnet, nachmittags – als Römling genauso wie Chung-Yong Lee und Maxim Leitsch im Kraftraum statt auf dem Platz schufteten – tat sich Uli Bapoh im Zusammenspiel mit Tom Weilandt als zweifacher Torschütze hervor. Die Defensivgrätsche des Tages zeigte Vitaly Janelt, der Bapoh mit einem Monstertackling um einen sicheren Treffer brachte und dabei auch noch das anvisierte Mini-Tor abräumte. Szenenapplaus!

    VfL 1, Wurstbude 0
    Mindestens genauso viel Jubel brandete auf, als die lokale Wurstbude, an der Stirnseite des Trainingsplatzes beheimatet und aufgrund des beschriebenen Jugendturniers ausnahmsweise geöffnet, in den Trainingsbetrieb eingegliedert wurde. Eine Fluggrätsche von Stelios Kokovas beförderte den Spielball mit Wucht auf den hinter dem Tor befindlichen Grashügel, von dort flipperte die Kugel durchs weit geöffnete Thekenfenster der Grillhütte. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wurde niemand verletzt, der Verkauf konnte nahtlos fortgesetzt werden – und das Sportgerät wurde ordnungsgemäß unmittelbar danach wieder ausgehändigt, unbeschädigt.

    Geburtstagskinder
    Zwei Tage hier und schon zweimal „Happy Birthday“ gesungen: Am Anreisetag feierte Stelios Kokovas seine 18. Geburtstag, am heutigen Sonntag wird Milos Pantovic 23 Jahre jung. Gut für den Serben, dass es zu seiner Geburtsstadt München nicht allzu weit ist, sodass abends Milos´ Mama und sein Bruder auftauchten, um das Geburtstagskind hochleben zu lassen. Nicht vergessen wollen wir an dieser Stelle das Jubelfest von Hans-Peter Villis, der gestern genauso wie Kokovas feiern durfte – nur mit dem Unterschied, dass der VfL-Vorstandsvorsitzende inzwischen 61 Lenze zählt.

    Doc da
    Seit dem heutigen Sonntag ist auch die medizinische Abteilung komplett: Prof. Dr. Karl-Heinz Bauer, von allen der Einfachheit halber nur „Doc“ genannt, kam mit dem Auto angereist. Der Doc bleibt bis Mittwochmorgen, dann löst ihn sein Kollege ab: Dr. André Schilling, unser zweiter Vereinsarzt, wie Doc Bauer am Klinikum Westfalen in Dortmund angestellt – Bauer als Chefarzt der Chirurgie, Schilling als Leitender Arzt der Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie. Schillings völlig überraschender Spitzname im Mannschaftskreis lautet folgerichtig… Doc.

    Fragenhagel & Zimmerduell
    Hagel auf dem Platz, Hagel im Hotel: Während die Brocken, die auf den Platz fielen, dick und eisig waren, wurde es beim Fragenhagel, dem sich heute Neuzugang Jordi Osei-Tutu aussetzen durfte, richtig launig. Das Resultat unserer flinken Content-Jungs seht ihr in Kürze auf den üblichen Kanälen. Das Zimmerduell, dem sich heute Tom Weilandt und Simon Zoller ausgesetzt sahen.


  3. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Tag 3 in Weiler: Positionen und Posituren

    Der Wettergott meinte es zum Wochenauftakt gut mit den Blau-Weißen, es war weder zu warm noch zu kalt und vor allem: trocken. Optimale Bedingungen also, um Fußball zu spielen. Und das taten die VfL-Profis denn auch eifrig und ausgiebig, ohne dabei die Athletik zu vernachlässigen. Bei den Spielformen wurde Manuel Riemann auf einer neuen Position „getestet“. Am Abend wurden Jungs in Positur gebracht, Teil eins des Autogrammkartenshootings stand an – und zwar an exklusivem Ort.

    Knackige erste Einheit
    Am Montagmorgen, auf dem Weg zum Trainingsplatz, befand der VfL-Geschäftsführer Sport: „Ideale Bedingungen, um Fußball zu spielen“, sagte Sebastian Schindzielorz. In der Tat rackerten die Akteure in Blau und Weiß bei gediegenen 18,48 Grad Celsius (geschätzt), verteilt über bis zu drei Zonen (wenn man die Torhüter ausklammert). Spielformen, bei denen wie schon in den vergangenen Tagen das Defensivverhalten im Vordergrund standen, bildeten in einer Spielhälfte die erste Zone, in der anderen wurden an einer Station Sprint-, an anderer Stelle Zugwiderstandsläufe durchgeführt.

    „Manu“ als Angreifer
    Drangvolle Enge herrschte beim morgendlichen Abschlussspiel, als in der Spielhälfte die Übung 13-gegen-13 anstand, zuzüglich der Keeper Drewes und Grave. Dabei neu im Sturm bei Team Blau: Manuel Riemann, dessen Faible fürs Mitspielen bekannt ist. Manu durfte am Ende des der Einheit mit seiner Truppe einen Sieg bejubeln, auch wenn er eine so genannte Hundertprozentige versiebte. Dafür trafen u.a. Silvère Ganvoula und Maxwell Gyamfi.

    Belastungssteuerung
    Dass unsere Nummer eins überhaupt im Feld mitwirbeln konnte/durfte/wollte, war dem Umstand zu „verdanken“, dass sich Danilo Soares und Danny Blum vorzeitig aus der morgendlichen Einheit verabschiedet hatten. Vorsichtsmaßnahmen angesichts muskulärer Verspannungen. Am Nachmittag bildeten die beiden zusammen mit Chung-Yong Lee, Basti Maier und Moritz Römling ein Quintett, das unter der Anleitung des neuen Reha-Coaches Norbert Lemcke im Kraftraum arbeitete, während ihre Mitspieler wieder auf der Platzanlage trainierten. Fällt unter die Rubrik „Belastungssteuerung“.

    Blitzlicht in der Bärenhütte
    Auch die Nachmittagseinheit trieb den Puls eines jeden einzelnen Profis in die Höhe. Wesentlich entspannter dann das abendliche Fotoshooting. Es galt, Motive für die neuen Autogrammkarten zu finden. Also nahmen die Jungs ihre Positionen ein und schmissen sich bei der einen oder anderen Freestyle-Aufgabe in Positur. Das Blitzlichtgewitter fand übrigens an exklusivem Ort statt: in der Bären-Hütte. Der hölzerne Rundbau dient eigentlich als Party- und Eventlocation, wurde aber fürs Fotosetting von unseren Herren der Bilder ebenso liebevoll wie zweckdienlich umdekoriert. Das Ergebnis der Mühen können die VfL-Fans dann am 21. Juli bewundern, wenn die neuen Autogrammkarten anlässlich der Saisoneröffnung rund um unser Stadionjubiläum unterschriftsreif vorliegen.

    Am Dienstag erster internationaler Test
    Am Dienstagabend steht dann der erste Härtetest der neuen Saison an. Gegen den Schweizer Erstligisten FC St. Gallen, der in anderthalb Wochen bereits Saisonstart hat, möchte Cheftrainer Robin Dutt jene Elemente sehen, die in der ersten Hälfte des Trainingslagers im Mittelpunkt standen. Die St. Galler wurden Sechster in der vergangenen Saison und verpassten somit den Sprung ins internationale Geschäft nur knapp. Das Spiel gegen die Ostschweizer wird um 18:30 Uhr im Rheinau-Stadion in der Schweizer Ortschaft St. Margarethen angepfiffen. Wir übertragen die Partie per Livestream auf Facebook und YouTube. Erstmals wird das Team dabei übrigens auch in den neuen Auswärtstrikots auflaufen – diese werden genau wie das Ausweichtrikot am Dienstag im Laufe des Tages über die Sozialen Medien des VfL präsentiert.
  4. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Tag 5 in Weiler: Wir sind ein Team!

    Einen Tag nach dem 0:3 im Test gegen den Schweizer Erstligisten FC St. Gallen schlugen die Wellen hoch. Weniger wegen der zu hoch ausgefallenen Niederlage, das öffentliche Interesse drehte sich vielmehr um den Vorfall, der sich in der 44. Minute abspielte. Jordi Osei-Tutu war von seinem Gegenspieler rassistisch beleidigt worden. Zunächst wollte unser Arsenal-Neuzugang sichtbar geschockt das Spielfeld verlassen, wurde aber nach Fürsprache von seinen Teamkollegen und nicht zuletzt von Trainer Robin Dutt und VfL-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz unterstützt, sodass er bis zu seine Auswechslung in der zweiten Halbzeit weiterspielen konnte und wollte. Am Mittwoch folgte dann das gemeinsame Statement vom VfL und den „Gunners“. Die Botschaft: Rassismus und Diskriminierung haben in unserem Sport keinen Platz. Und noch während die Meldung veröffentlicht wurde, befand sich Jordi bereits gemeinsam mit seinen Mitspielern am trainingsfreien Nachmittag auf einer besonderen Tour.

    Starkes Statement
    „Wir tolerieren keine Form von Diskriminierung. Rassismus hat in unserem Spiel keinen Platz.“ Das ist die klare Botschaft, die aus Bochum, London und auch Weiler ausgesandt wurde. Noch am Morgen nach dem Spiel hatten sich die Verantwortlichen des VfL beraten und bereits ein erstes Statement verfasst, das via Sozialer Medien gestreut wurde. Tenor: Wir verurteilen Rassismus und Diskriminierung aufs Schärfste und verfolgen den Vorfall. Es folgten viele Telefonate zwischen der Ostschweiz, Englands Metropole und dem Allgäu, ehe zwischen dem VfL und Arsenal eine abgestimmte Mitteilung öffentlich die Runde machte. Hierin äußert sich zum ersten (und einzigen) Mal auch der Betroffene selbst: „Ich bin sehr enttäuscht, dass ich gestern Abend im Spiel rassistisch beleidigt worden bin. Niemand sollte jemals diskriminiert werden, und es ist wirklich schwer nachvollziehbar, wie sich ein Profi-Fußballkollege auf diese Weise respektlos verhalten kann. Arsenal und der VfL Bochum haben mich großartig unterstützt und ich hoffe, dass wir letztlich demonstrieren können, dass Rassismus im Fußball keinen Platz hat“, sagte Jordi Osei-Tutu.

    Pressekonferenz
    Die Medienvertreter vor Ort in Weiler, aber auch die ständig über den VfL berichtenden Reporter in der westfälischen Heimat wurden über den Stand der Entwicklungen in besagter Causa auf dem Laufenden gehalten. Eine spontan einberufene „Pressekonferenz“ nach der morgendlichen Trainingseinheit, an der sowohl die Geschäftsführer Ilja Kaenzig und Sebastian Schindzielorz sowie Cheftrainer Robin Dutt teilnahmen, brachte Aufklärung. Wo bis dahin nur gemutmaßt oder spekuliert werden konnte, wurden Fakten benannt und Schritte erklärt. Die unmittelbar Beteiligten Dutt und Schindzielorz berichteten, wie aufgewühlt Osei-Tutu gewesen sei. „Ich fand es ein starkes Zeichen, dass Jordi wieder zurück auf den Platz gegangen ist. Ich habe ihm gesagt, dass sein Gegenspieler vermutlich frustriert gewesen sei, weil er ihm immer weggelaufen ist. Aber auch die Reaktion der Mannschaftskollegen war vorbildlich, Toto Losilla, Tom Weilandt, Saulo Decarli und Simon Zoller haben sich sofort um Jordi gekümmert und auf ihn eingeredet. So muss man jemand, der einen nicht-tolerierbar beleidigt, begegnen: mit Stärke!“, fasste Robin Dutt seine Sicht der Dinge zusammen. Das Beispiel zeigt: Wir sind ein Team!

    Ab in die Schlucht
    Nun könnte man meinen, dass angesichts dieser positiven Reaktion aus dem Inneren der Mannschaft heraus das gar nicht gebraucht hätte, was denn am Mittwochnachmittag anstand. Ursprünglich war die Einheit um 15:30 Uhr gestrichen worden, um den Profis ein wenig Freizeit zu gönnen. Innerhalb des Teams hatte sich aber schnell der Wunsch herauskristallisiert, etwas gemeinsam zu unternehmen. Und diese Unternehmung hatte es in sich: Canyoning. Bedeutet: Es wird eine Schlucht von oben nach unten „durchwandert“, wobei das ein eher irreführender Begriff ist. In Ganzkörper-Neopren seilt man sich durch Wasserfälle ab und muss zum Teil auf allen Vieren über Stock und Stein klettern. Echt anstrengend, aber abenteuerlich. Bis auf die leicht angeschlagenen Spieler, die angesichts dieses Extremsports zur gleichen Zeit im Tannenhof ein Reha-Programm absolvierten, nahmen alle daran teil. Wir sind schließlich ein Team.

    Auswechslungen
    Rein personell gab es abseits des Platzes einige Veränderungen. Doc Bauer reiste am Mittwochmorgen ab und wurde am Nachmittag durch Doc Schilling ersetzt. Immerhin ein paar Minuten gemeinsam auf dem Platz hatten die Co-Trainer Matthias Lust und David Siebers. Während sich der U19-Coach nach der Vormittagseinheit in Richtung heimatliche Gefilde verabschiedete, kam der U17-Trainer am frühen Morgen an; gerade noch rechtzeitig, um den Abschluss der Einheit mitzubekommen. Und zu guter Letzt erreichten am Nachmittag auch noch die Fanbeauftragten Dirk „Moppel“ Michalowski und Marian Müller das Westallgäu, um sich vor Ort um Fanbelange zu kümmern. Einen Haken in Sachen Fan-Nähe konnte man noch ohne die beiden bereits am Vormittag machen: Wie schon im Vorjahr unterschrieben die Spieler und Trainer auf einem VfL-Fanwohnmobil, selbstverständlich nur diejenigen, die im vergangenen Jahr nicht dabei waren.
  5. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

  6. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Tag 6 in Weiler: Kapriolen

    Wolken über dem Westallgäu, dabei fing der Tag doch sonnig an. Ab Mittag fing es an zu tröpfeln, die Nachmittagseinheit wurde nieselig. Dennoch blieb Zeit, einem echten Himmelsstürmer bei der Arbeit zuzusehen. Am Abend dann ein vielfältiges Programm: Während sich die Fanbeauftragen nebst Geschäftsführung um gut ein halbes Dutzend blau-weiße Anhänger kümmerte, stand in der liebgewonnenen Bärenhütte Teil zwei des Autogrammshootings an. Zu später Stunde schaffte es sogar ein „Heimspieler“ ins Blitzlicht. Am Freitag steht das zweite Testspiel an, wieder wird live gestreamt.

    Regen und Sturm
    Dass es im Allgäu regnet, darf fast schon als Sensation gelten. Also zumindest, wenn der VfL da ist. Im vergangenen Jahr gab es exakt nur am Anreisetag Nasses von oben, in diesem Sommer war bislang der Sonntag die Ausnahme, als es sogar heftig krachte. Und während vormittags wie nachmittags am Offensivspiel gefeilt wurde, zog sich der Himmel über Weiler zu. Robin Dutt ließ stürmen, Petrus schickte Sprühregen. Die Zuschauer schauten von der Tribüne im Stadion des FV RW Weiler zu und spendeten Applaus, wenn Silvère Ganvoula, Tom Weilandt oder Baris Ekincier das Runde ins Eckige beförderten.

    Herz am Himmel
    Für noch mehr Erstaunen sorgte ein Kunstflieger, der am Vormittag im Himmel über Weiler seine Kreise zog. Und Spiralen. Und Loopings. Und mittels Kondensstreifen ein Herz an den Himmel malte. Der tollkühne Pilot (oder die tollkühne Pilotin) in seiner/ihrer fliegenden Kiste zog jedenfalls sämtliche Aufmerksamkeit auf sich. Da unterbrach selbst der Chefcoach seine Ansprache am Mittelkreis, gemeinsam schaute das Team ans Firmament, bis die Propellermaschine genug vom Kreiseln und Himmelsgraffiti hatte und im amtlichen Horizontalflug den heimatlichen Airport ansteuerte.

    Alpenbomber mit Saisonauftakt
    Vorgestern war er noch in Weiler, um seinem ehemaligen Verein beim Training zuzuschauen: VfL-Legende Uwe Wegmann, gebürtiger Allgäuer und Ex-Spielertrainer beim FV RW Weiler, stattete den Blau-Weißen einen Besuch ab und unterhielt sich angeregt mit Doc Bauer und Physio Jürgen Dolls. Der „Alpenbomber“, von 1985 bis 1987 und dann wieder von 1989 bis 1995 anne Castroper am Ball, ist bis heute Bochums Rekordschütze in der 1. und 2. Bundesliga. In 244 Spielen brachte es der heute 55-Jährige auf 74 Buden im VfL-Trikot. „Uns Uwe“ sieht zwar immer noch so aus, als könnte er jederzeit mitkicken, hat jedoch die Fußballschuhe seit über einem Jahrzehnt an den Nagel gehängt und arbeitet seitdem als Trainer. Am Donnerstagabend verlor er mit seinem neuen Club, dem FC Memmingen, in der Regionalliga Bayern zum Auftakt in die Saison 2019/20 mit 0:2 beim FV Illertissen. Ob das irgendwelche Auswirkungen auf seinen geplanten neuerlichen Besuch am Freitag in Weiler hat, steht zur Stunde noch nicht fest.

    „Butsche“ auf Stippvisite
    Ein anderer gebürtiger Allgäuer schaute am Donnerstagabend vorbei: Zu später Stunde rückte Heiko Butscher in den Tannenhof ein. Unser Co-Trainer, derzeit beim Fußballlehrerlehrgang (tolles Wort!) in der Hennes-Weisweiler-Akademie „verhaftet“, war direkt nach Unterrichtsende von Hennef nach Weiler gedüst. Gerade noch rechtzeitig, um beim Autogrammkartenshooting (noch ein tolles Wort!) mitzuwirken…

    Ab in die Bärenhütte!
    Am Montag gab es bekanntlich Teil 1 des Blitzlichtgewitters, am Donnerstagabend folgte Teil 2. Nachdem zu Wochenbeginn der Großteil der Spieler abgelichtet worden war, waren nun hauptsächlich Trainer und Staff dran. Einheitlich und topseriös ins graue VfL-Poloshirt gekleidet, wurden die Herren geknipst, damit auch sie am 21. Juli, zur großen Autogrammstunde beim Jubiläum „40 Jahre Ruhrstadion“, jede Menge Material zum Unterzeichnen haben.

    Fanbetreuung im wörtlichen Sinne
    Etwas mehr als 24 Stunden nach ihrer Ankunft machte unsere Fanbetreuung ihrem Namen alle Ehre: Dirk „Moppel“ Michalowski und Marian Müller gestalteten gemeinsam mit den Geschäftsführern Ilja Kaenzig und Sebastian Schindzielorz im hoteleigenen Restaurant einen blau-weißen Fan-Abend, um den mitgereisten VfL-Anhängern den Aufenthalt zu versüßen.

    Zuletzt bearbeitet: 11. Juli 2019
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