Talentwerk-Teams treten in der Ferne an

Dieses Thema im Forum "VfL - TALENTWERK" wurde erstellt von Herr Bert, 13. September 2019.

  1. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Ein pickepackevoller Samstag wartet auf die Nachwuchsteams des VfL Bochum 1848. Die Mannschaft von U19 bis U15 müssen allesamt auswärts antreten und das gegen starke und unangenehme Gegner. Die U19 muss zum Spitzenreiter nach Köln, die U17 und die U15 treten den Gang nach Aachen an, wo erfahrungsgemäß ein aggressiver Gegner wartet. Nicht ganz so weit muss die U16 reisen, die im Derby beim FC Schalke 04 antritt und dort den Auftaktsieg vergolden möchte.

    U19 @1. FC Köln
    Die Ausgangslage

    Am Samstag (12 Uhr) tritt die Mannschaft von Cheftrainer Matthias Lust, die nach zwei Siegen und zwei Niederlagen derzeit den siebten Rang belegt, den schweren Gang zum 1. FC Köln an – der einzigen Mannschaft der Liga, die in den ersten vier Spielen noch keinen Punkt abgeben musste. Doch der VfL hat die letzten Wochen genutzt, um in Schwung zu kommen und die Kölner im besten Fall erstmals ins Stolpern zu bringen. Ein 3:1 gegen den Wuppertaler SV, ein 5:1 im Pokal in Pirmasens und ein 5:0 im Testspiel gegen die Senioren des Westfalenligisten TuS Sinsen sorgen für reichlich Rückenwind vor dem Topspiel beim Effzeh.

    Das sagt der Trainer

    Matthias Lust: „Es ist immer eine schöne Aufgabe, beim Tabellenführer anzutreten. Wir haben in den vergangenen Wochen jedoch reichlich Selbstvertrauen tanken können und die Länderspielpause genutzt, um athletisch, taktisch und spielerisch weiter voranzukommen. Das wird ein sehr schweres Spiel, bei dem wir eine hochkonzentrierte Leistung abrufen müssen. Chancenlos sind wir aber natürlich nicht.“

    Der Gegner

    Wie erwähnt sind die Kölner das einzige Team der Liga, das die Maximalausbeute von zwölf Punkten einfahren konnte – und das nicht nur gegen Underdogs. Neben den Kellerkindern Münster und Aachen fielen auch Fortuna Düsseldorf (die den VfL mit 4:0 besiegten) und Borussia Dortmund dem starken Start des Effzeh zum Opfer. Doch im DFB-Pokal der Junioren zeigte sich, dass auch die Kölner schlagbar sind. Sie unterlagen dem 1. FSV Mainz 05 daheim mit 1:2.

    U17@Alemannia Aachen
    Die Ausgangslage

    Fünf Spiele, ein Sieg, zwei Remis und zwei Niederlagen – das ist eine Bilanz, die auf den ersten Blick natürlich nicht zufriedenstellend ist, auch wenn man die bisherigen Gegner nicht außer Acht lassen darf und es noch früh in der Saison ist. Nun geht es bei Alemannia Aachen gegen einen auf dem Papier machbaren Gegner, doch auch der muss erstmal besiegt werden (Sa. 13 Uhr). Dabei haben sich schon andere Schwergewichte der Liga schwergetan. Cheftrainer David Siebers behält zu einem so frühen Zeitpunkt der Saison verständlicherweise die Ruhe und wird sich auch für die Aachener einen Matchplan zurechtgelegt haben, der zum Erfolg führen soll. In der Länderspielpause gab es derweil einen 2:1-Erfolg über Rot-Weiß Oberhausen, um in Aachen zu bestehen, muss aber noch eine Schippe draufgelegt werden.

    Das sagt der Trainer

    David Siebers: „Da lauert ein aggressiver und kampfeslustiger Gegner auf uns, der, wie die bisherigen Ergebnisse zeigen, für alle Teams der Liga gefährlich werden kann und niemals ans Aufgeben denkt. Da erwarte ich von meinen Jungs, dass sie auch da eine Klasse besser sind als der Gegner und die nötige Mentalität zeigen. Wir dürfen uns auch nicht zurücklehnen, wenn es gut läuft oder wir in Führung gehen sollten. Wir werden intensiv arbeiten müssen, die gegnerische Fünferkette zu knacken. Dazu brauchen wir gutes Ballbesitzspiel, um das Spiel breit zu machen. Auf der anderen Seite müssen wir das hohe Tempo Aachens unter Kontrolle zu bekommen und ihre gefährlichen Spitzen gut markieren."

    Der Gegner

    Wo die Alemannia spielt, ist gehörig was los. In keinen Spielen fallen so viele Tore, wie in denen, in denen Aachen beteiligt ist. Das spiegelt sich auch in der Tordifferenz wider. Die zehn geschossenen Tore überbieten nur die Top-Teams Dortmund, Köln und Leverkusen. Die Schattenseite: Die 15 Gegentore sind die meisten der Liga (mit dem WSV). Gerade nach Standards zeigte sich der TSV anfällig. Siebers: „Das ist eher untypisch für eine Mannschaft wie sie, aber auch das wollen wir natürlich ausnutzen.“ Doch die Aachener haben es bisher schon einigen Favoriten schwergemacht. Gladbach und Köln mussten einen Rückstand umbiegen, die SG Unterrath (3:3 nach 0:2) nd Bayer Leverkusen (3:6 nach 0:4) haben schon Bekanntschaft mit der Mentalität Aachens gemacht.

    U16 @FC Schalke 04
    Die Ausgangslage

    Der Start in die neue Saison ist der U16 geglückt, die harte Nuss SC Verl wurde zum Auftakt von Simon Schucherts Mannschaft mit 1:0 geknackt. Defensiv stand der VfL gut, in der Offensive bleibt etwas Luft nach oben. Dennoch: Nun kann es selbstbewusst zum Nachwuchs des FC Schalke 04 gehen (Sa. 13 Uhr), gegen den sich Schucherts Jungs schon in der Vorsaison als U15 in drei Partien (zwei in der Liga und das Halbfinale im Westfalenpokal) hervorragend aus der Affäre zogen. Die beiden Heimspiele wurden gewonnen, in Gelsenkirchen holte der VfL ein 2:2. Doch das ist Vergangenheit. Im Auftaktspiel bei den Sportfreunden Siegen holte die Knappenschmiede derweil beim torlosen Remis einen Zähler.

    Das sagt der Trainer

    Simon Schuchert: „Auch wenn wir letztes Jahr gut gegen sie ausgesehen haben, was wir gerne ausbauen wollen, kriegen wir dafür jetzt nichts mehr. Trotzdem gibt eine gute Leistung auch ein gutes Gefühl und damit gehen wir in das Spiel. Uns ist bewusst, dass das eine große Herausforderung wird. Gerade im Spiel auf Schalke gab es Phasen, in den Schalke die Kontrolle hatte. Das wollen wir ausgeglichen gestalten und dann das Pendel in entscheidenden Bereichen wie Zweikämpfen zu unseren Gunsten ausschlagen lassen. Wir werden uns nicht verstecken, denn wir wissen, dass wir gut sind und haben richtig Bock auf das Derby.“

    Der Gegner

    Schon im Vorjahressjahrgang waren die Schalker eine Macht, gewann 20 von 26 Spielen, schoss dabei 80 Tore und lief nur hinter noch stärken Dortmundern als Zweiter ins Ziel ein – den VfL konnte S04 jedoch nicht in die Knie zwingen. Eine zentrale Figur dieses Erfolgs, der ehemalige Bochumer Semin Kojic, ist jedoch nicht mehr dabei und nach seinen 36 Toren gleich in die U17 aufgerückt. Doch das birgt auch eine Gefahr, wie Schuchert festhält: „Man soll bloß nicht denken, dass da nun eine schlechte Mannschaft wartet, nur weil er weg ist. Das wird nach hinten losgehen und ist eine sehr gefährliche Denkweise.“ Auch das Auftaktremis sollte nicht zu hochgehängt werden. Es war schließlich der traditionell schwierige erste Spieltag.

    U15 @Alemannia Aachen
    Die Ausgangslage

    Die Niederlage zum Auftakt war schmerzhaft, dem Selbstvertrauen von Benjamin Seiferts Mannschaft hat das 0:3 gegen abgeklärte Dortmunder aber keinen Abbruch getan. Einige Spieler, die zuletzt mit Blessuren zu kämpfen hatten, konnten zudem unter der Woche im gemischten Testspiel (mit der U14 zusammen) gegen die U14-Nationalmannschaft Luxemburgs, welches mit 6:2 gewonnen wurde, Wettkampfpraxis und Selbstbewusstsein sammeln. Nun wartet ein völlig anderes Spiel gegen Alemannia Aachen (Sa. 15 Uhr), in dem der VfL, anders als gegen den BVB, wohl vermehrt den Ball überlassen kriegt. Das sollte Seiferts Jungs liegen.

    Das sagt der Trainer

    Benjamin Seifert: „Die Jungs haben sehr gut trainiert und wollen unbedingt ihre ersten Regionalligapunkte sammeln. Aachen wird ganz anders auftreten, als es Dortmund tat, zu unterschätzen sind sie aber nicht. Das wird unangenehm, wir kümmern uns aber nur um uns selber. Wir brauchen eine gute Mischung aus Geduld und Zielstrebigkeit und rufen wir unsere Stärken ab, werden wir auch etwas auch Aachen mitbringen.“

    Der Gegner

    Aachen ist nicht das gleiche Kaliber wie Dortmund - ein Grund, die Alemannen zu unterschätzen, ist das wie von Seifert schon gesagt aber sicherlich nicht. Im Auftaktspiel hielten die Kaiserstädter gut beim 1 FC Köln mit, mussten sich aber letztlich mit 0:2 geschlagen geben – auch Aachen wird also mit aller Macht versuchen, eine zweite Niederlage zu Saisonbeginn zu vermeiden, tritt zudem auf heimischem Geläuf an und hat dementsprechend keine lange Anreise zu bewältigen.

    Weitere Spiele

    VfLU14 vs. SC Paderborn 07 (Sa. 15 Uhr)
    VfLU13 vs. SC Paderborn 07 (Sa. 13 Uhr)
    VfLU12 @ SC Paderborn 07 (Sa. 12:30 Uhr) und Turnier bei TuS Wickede/Ruhr (So. ab 09:30 Uhr)
    VfLU11 vs. Rot-Weiß Oberhauen (So. 13 Uhr)
    VfLU9 vs. TSC Eintracht Dortmund (So. 13 Uhr)
  2. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    U19 knöpft Spitzenreiter Köln einen Zähler ab

    Was für ein starker Fight! Die U19 des VfL Bochum 1848 bietet dem bis dato makellosen 1. FC Köln, der seine ersten vier Partien allesamt siegreich gestaltete, einen großartigen Kampf auf Augenhöhe und nimmt völlig verdient einen Zähler mit – nach dem Pausenrückstand besorgte Joker Dzenan Mucic, der nach einer Stunde für Neuzugang Bleart Dautaj kam, den Treffer zum 1:1, das bis zum Abpfiff Bestand hatte. Beide Seiten hatten ihre Chancen auf weitere Tore, letztlich geht die Punkteteilung daher in Ordnung.

    So lief das Spiel

    Drei Wochen sind seit dem letzten Ligaspiel gegen den Wuppertaler SV vergangen, in der Zwischenzeit holte der VfL sich im Pokal sowie einem Testspiel frisches Selbstvertrauen. Trainer Matthias Lust tüftelte zudem an einem Matchplan, um dem verlustpunktfreien Effzeh die ersten Punkte abzunehmen – was am Ende einer hochintensiven Partie auch gelang.

    14. In der Anfangsphase übernimmt der Gastgeber das Kommando, ohne dabei aber wirklich zu Paul Grave im VfL-Tor durchzustoßen. So hat der VfL die ersten nennenswerten Abschlüsse. Zunächst ist es Luis Hartwig, dessen Kopfball nach einer Ecke abgeblockt wurde, dann wird es auch aus den Gewühl heraus brenzlig. Die beste Phase der Blau-Weißen bis dahin.

    27. Jetzt auch mal die Kölner, die besser werden. Nach einem Fehler im Aufbau geht es flott, am Ende können Stelios Kokovas und Grave im Verbund bereinigen.

    29. Da hätte es beinahe in Graves Kasten gescheppert. Zunächst knallt die Kugel an den Pfosten, der Rebound landet bei einem Kölner Angreifer, der im zweiten Anlauf am überragenden VfL-Schlussmann scheitert

    31. Tor für den 1. FC Köln – 1:0. Da ist es passiert. Die bisher stärkste Phase der Kölner mündet im 1:0, doch da hat die Hintermannschaft des VfL durch zögerliches Abwehrverhalten kräftig mitgeholfen. Letztlich kann Mathias Olesen das Leder ins Netz bugsieren. Kurz daraf saust auch noch ein Schuss der Geißböcke knapp drüber. Durchatmen.

    35. Da lag der Ausgleich in der Luft. Die Blau-Weißen befreien sich wieder etwas und setzt sich vorne fest. Gleich zweimal ist es Moritz Römling, der nach Ecken in aussichtsreiche Position kommt. Doch einmal trifft er das Leder nicht voll, dann behindern Dautaj und er gegenseitig. Da war mehr drin.

    45. Wieder Aluminium der Hausherren. Kilian Heisterkamps Rückpass gerät zu kurz, ein Kölner Angreifer schnappt zu und nagelt den Ball ans Lattenkreuz. Das hätte so kurz vor der Pause wehgetan.

    Bis zur 30. Minute hatte der VfL die Offensivaktionen des Tabellenführers weitestgehend im Griff, dann wurde der Effzeh stärker und verdiente sich in einer hochintensiven Partie die Pausenführung. Doch auch der VfL strahlte gerade bei ruhenden Bällen immer wieder Gefahr aus. Zur Pause blieb es offen.

    60. Es wurde hektischer und auch etwas hitziger, kein Wunder. Tolga Özdemir sorgt mal wieder für Torgefahr und zieht von links in den Strafraum – in seinen Schuss aus zentraler Lage wirft sich jedoch ein Abwehrmann.

    67. Auch Köln meldet sich mal wieder vorne an, der Abschluss ist aber dankbar für Grave.

    76. TOR für den VfL – 1:1. Lusts erster Joker sticht. Nach einem langen Ball hat Dzenan Mucic etwas Platz, zieht das Tempo an und an seinem Gegenspieler vorbei – dann haut er drauf, das Spielgerät schlägt unten links ein.

    82. Ein weiterer Joker bekommt seine Chance. Ibrahim Kaba wird auf rechts geschickt, jagt die Kugel dann aber aus volle Lauf ein gutes Stück drüber.

    86. Köln war im zweiten Abschnitt größtenteils offensiv abgemeldet, kurz vor dem Ende bietet sich aber noch ein Hochkaräter. Bei einem Eckball steigt ein Kölner hoch, sein Aufsetzer geht knapp über den Querbalken. Puh.

    Fazit: Am Ende musste noch einmal gezittert werden, letzten Endes hat sich die Mannschaft von Lust den Punkt aufgrund einer kämpferischen Glanzleistung redlich verdient. Hinten war es zeitweise etwas wacklig, doch Laufbereitschaft und Einstellung waren überragend und auch vorn beschäftigte der VfL die Gastgeber immer wieder.

    Das sagt der Coach

    Matthias Lust: „Am Ende ist es ein sehr verdienter Punkt für uns. In der ersten Halbzeit hatten wir gute Möglichkeiten, gerade nach Standards. Durch eigene Fehler haben wir aber auch dem Gegner zu viele Möglichkeiten präsentiert, da hätten wir auch höher in Rückstand geraten können. Aufgrund der starken kämpferischen Leistung geht der Punkt voll in Ordnung. Und da können wir beim Tabellenführer auch gut leben.“

    Statistik

    VfLU19: Grave – Püschel, Römling, Kokovas, Özdemir (75. Minewitsch), Kyeremateng (75. Kree), Schmidt (80. Kaba), Hartwig, Heisterkamp, Cavar, Dautaj (60. Mucic)

    Tore: 1:0 Olesen (31.), 1:1 Mucic (76.)

    Nächstes Spiel: Samstag, 21. September vs. Borussia Mönchengladbach (11 Uhr)
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  3. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Die U17 gewinnt bei Alemania Aachen 3:1
    Hoffi65 gefällt das.

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