Spieltach am 29. und 30.09. Derbydays

Dieses Thema im Forum "VfL - TALENTWERK" wurde erstellt von Herr Bert, 27. September 2018.

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    Nur ein Sieg für Talentwerk-Quartett

    Ausbaufähige Ergebnisse am vergangenen Wochenende für die Junioren-Teams des VfL Bochum 1848. Als einziges siegreich war am Sonntag die U16 von Slawo Freier beim TSV Marl-Hüls, wo sie mit 3:0 triumphierte. Parallel dazu holte David Siebers‘ U17 mit einer Nullnummer immerhin einen Zähler bei Arminia Bielefeld. Der Samstag war dagegen nicht nur in Profi-Hinsicht ein gebrauchter Tag. Die U19 von Dimitrios Grammozis musste sich bei Borussia Dortmund knapp mit 0:1 geschlagen geben, Simon Schuchert und die U15 des VfL behielten beim 1:1 gegen Bayer Leverkusen einen Punkt an der Hiltroper Straße.

    Grammozis: „Dortmund war einen Tick effektiver“

    Die erste Niederlage war verdaut, mit neuer Angriffslust ging es für die U19 mit Coach Dimitrios Grammozis in der A-Junioren Bundesliga West zum verlustpunktfreien Spitzenreiter Borussia Dortmund. Und die Mannen von Grammozis machten ihre Sache gut, verpassten aber vor der Pause, das Chancenplus in einer Partie auf Augenhöhe in eine Führung umzumünzen. „Wir haben Dortmund vor große Probleme gestellt, waren defensiv griffig, haben toll gearbeitet und drei klare Chancen erspielt. Da hätten wir eigentlich ein Tor machen müssen“, haderte der Coach. In Abschnitt zwei zollte der VfL dem hohen Aufwand etwas Tribut, stand defensiv aber weiter sicher. Aus dem Spiel kam der BVB nicht zu Chancen. Dann gab es jedoch die große Chance vom Punkt, als Armel Bella Kotchap bei einer Grätsche im Strafraum Ball und Gegner abräumte und der Schiedsrichter Elfmeter gab.

    Schlussmann Joshua Wehking war zur Stelle und hielt das 0:0 fest. Grammozis: „Das war nochmal ein Schub für uns, doch ein Standard hat dann das Spiel zu unseren Ungunsten entschieden.“ 20 Minuten vor dem Ende stach der BVB dann per Kopf zu, doch die Gäste gaben sich nicht geschlagen und erspielten sich noch eine Top-Chance fünf Minuten vor Schluss. Doch Enes Bilgin köpfte Michael Martins feine Hereingabe am langen Pfosten mutterseelenallein ans Außennetz. Der Trainer zog letztlich folgendes Fazit: „Das war heute der Unterschied, Dortmund war einen Tick effektiver. Es war aber eine gute Leistung, daher sind wir alle enttäuscht. Einen Punkt hätten wir zumindest verdient gehabt.“ Die nächste Chance für den weiterhin Drittplatzierten gibt es erst in zwei Wochen gegen Alemannia Aachen, in der Zwischenzeit steht am Samstag um 11 Uhr die DFB-Pokalpartie gegen den VfL Wolfsburg an.

    Siebers: „Der Lucky Punch hat gefehlt“

    Von der ersten Niederlage gut erholt zeigte sich in der Vorwoche die blau-weiße U17, die in der B-Junioren Bundesliga West gegen Rot-Weiss Essen mit einem 3:0 die passende Antwort gab. Anknüpfen an den Erfolg wollten David Siebers und seine Truppe bei Arminia Bielefeld, die mit zwei Siegen und fünf Niederlagen suboptimal gestartet sind. Die Anfangsphase verlief auch vielversprechend, Siebers‘ Jungs belohnten sich nur nicht mit dem Treffer. Siebers: „In den ersten 20 Minuten sind wir hervorragend reingekommen, waren dominant und hatten neun Ecken in diesem Zeitraum.“ Luis Hartwig hatte die zwei besten Einschussmöglichkeiten, scheiterte jedoch zunächst per Seitfallzieher am Innenpfosten und dann an sich selbst, als er den Torhüter schon umkurvt hatte und dann wegrutschte.

    Auch nach dem Seitenwechsel kam zunächst der VfL besser rein, kreierte aber kaum noch Torgefahr. Bielefeld schöpfte Mut und wurde offensiver, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem Tjark Ernst die Blau-Weißen einmal in höchster Not vor dem Rückstand bewahren musste. „Wir sind nicht ganz unzufrieden. Wichtig war, dass wir hier kein Gegentor kassieren, daher wollten wir am Ende auch kein allzu großes Risiko mehr eingehen. Das Remis am Ende in Ordnung, auch wenn wir wohl etwas stärker waren. Der Lucky Punch hat gefehlt, mit einer frühen Führung wäre es einfacher gewesen“, bilanzierte Siebers. Seine Elf bleibt Tabellenvierter und spielt als nächstes gegen den Zehnten MSV Duisburg (Sa. 11 Uhr, LA-Platz Vonovia Ruhrstadion).

    Freier: „Das war sehr ordentlich“

    Erstmals einen älteren Jahrgang schlagen. Das war die Devise von Slawo Freier vor dem Spiel seiner U16 beim TSV Marl-Hüls – die im dritten Anlauf auch klappte. Gerade vor der Pause wusste die Freier-Elf zu gefallen, erspielte sich diverse Tormöglichkeiten und legte eine starke Zweikampfführung an den Tag. „Das war sehr ordentlich, nur vor dem Tor waren wir nicht konsequent genug. Da hätten wir schon auf 2:0 stellen müssen“, ärgerte sich der Trainer nur über die Ausbeute. Fast sinnbildlich sorgte ein ganz frühes Eigentor (4.) dafür, dass es dennoch mit einer Führung in die Katakomben ging.

    Zu Beginn der zweiten 45 Minuten hatte der VfL dann leichte Probleme. Die Gastgeber kamen zusehends besser ins Spiel und dann auch noch einen Strafstoß zugesprochen, der aber vergeben wurde. Statt des Ausgleichs hatte nun Bochum die Partie wieder im Griff. Freier: „Das ging wie ein Ruck durch die Mannschaft, die danach wieder fokussiert aufgetreten ist.“ In der Schlussphase schraubten Luca Tersteeg per direktem Freistoß (70.) und Justs Das Gupta nach Ecke von Alessio Argenziano (78.) das Ergebnis noch in die Höhe. „Es ist nicht einfach, hier zu gewinnen, in Sachen Körperlichkeit haben wir hier einen Fortschritt gemacht. Doch es gibt noch einiges zu tun und Luft nach oben zum Beispiel in der Ballzirkulation, aber da müssen wir Geduld zeigen und uns von Woche zu Woche steigern“, denkt der Übungsleiter schon wieder weiter. Nun geht es am kommenden Sonntag zum FC Iserlohn 46/49 (11 Uhr), wo die Freier-Mannschaft als Dritter anreist.

    Schuchert: „Haben einen Punkt gewonnen“

    Angestachelt durch die bittere erste Niederlage in Dortmund ging die U15 von Simon Schuchert in die Begegnung mit dem nächsten Spitzenteam Bayer Leverkusen. Beinahe hätte es einen ganz frühen Rückstand gegeben, doch nach nicht einmal einer Minute ließ der Gast eine dicke Gelegenheit zur Führung ungenutzt. „Wir hatten Probleme mit Leverkusen, haben zu viele Räume offengelassen. Dadurch waren sie immer gefährlich“, monierte der Trainer. Dennoch gingen seine Farben in Front, als Tunahan Yardimci im Sechzehner von den Beinen geholt wurde und Nico Böll den fälligen Elfmeter im Tor unterbrachte (18.). Die Freude währte keine 60 Sekunden, da hatte die Werkself bereits nach einem Standard ausgeglichen (19.). „Das war vermeidbar und nicht eng genug verteidigt“, sagte Schuchert.

    Stark verbessert kam der VfL aus der Kabine, war nun viel präsenter und kam zu Chancen. Nick Kudinov setzte einen Ball an die Latte, Josue Santo traf zwar, wurde aber berechtigterweise wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen. Auch der Gast blieb stets bedrohlich, so dass Schuchert am Ende mit der Punkteteilung leben konnte: „An diesem Tag haben wir einen Punkt gewonnen, darum ist das Remis in Ordnung. Die Mannschaft hat sich reingebissen und gegen den nächsten guten Gegner bestanden. Jetzt haben wir die drei Top-Mannschaften hinter uns und sieben Punkte aus vier Spielen. Darauf lässt sich aufbauen.“ Zudem bleibt der VfL zuhause unbesiegt, ist nun Tabellensechster und reist am kommenden Wochenende zum nächsten Nachbarschaftsduell beim MSV Duisburg (Sa. 12 Uhr).

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