Rückkehr von Zuschauern: DFL veröffentlicht Leitfaden

Dieses Thema im Forum "Die Lage in den Ligen" wurde erstellt von Herr Bert, 15. Juli 2020.

  1. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Mit Blick auf eine mögliche Wiederzulassung von Zuschauern in den Stadien der 1. und 2. Bundesliga hat die DFL den Vereinen einen Leitfaden zugeschickt. Er soll als Orientierungshilfe für kommende Konzepte dienen.

    Wie die DFL am Mittwoch mitteilte, sei der 41 Seiten starke Leitfaden, den die Liga auch online zum Download veröffentlichte, vorab bereits dem Bundesgesundheitsministerium vorgelegt worden. Dieses habe betont, dass eine (Teil-) Zulassung von Zuschauern abhängig vom regionalen Infektionsgeschehen sowie den lokalen Konzepten der Vereine sein solle. Über eine Freigabe dieser Konzepte entscheiden die Gesundheitsbehörden vor Ort. Grundvoraussetzung sei in jedem Fall "die konsequente Einhaltung höchster Infektionsstandards".

    Das Ministerium selbst ließ über einen Sprecher verlauten: "Wichtig ist unter anderem die Reduktion der Zuschauerzahl, um den Mindestabstand von 1,50 Meter sicher einzuhalten, der Verzicht auf Stehplätze, Konzepte zur sicheren An- und Abreise sowie das Verbot von Alkohol im Stadion."

    Nach DFL-Angaben soll frühzeitig vor Saisonstart eine außerordentliche DFL-Mitgliederversammlung abgehalten werden. Dort soll unter anderem besprochen werden, ob es zu bestimmten Punkten wie beispielsweise den Ticket-Kontingenten für Gastvereine ein einheitliches Vorgehen aller 36 Klubs geben wird.

    Zuletzt hatte Union Berlin angekündigt, beim Start der neuen Bundesliga-Saison im September in einem voll besetzten Stadion spielen und alle Stadionbesucher vorab auf das Virus testen zu wollen.

    Quelle: Kicker.de

    Hier geht es zum kompletten Leitfaden der DFL.
  2. VfLDiaspora

    VfLDiaspora unserVfL.de User

    Ich halte Spiele mit Zuschauern vor Jahreswechsel nicht für sinnvoll.
    Mit VfL- Brille betrachtet, halte ich dies auch nicht für wünschenswert. Die fehlenden Zuschauereinnahmen fallen bei einem Schnitt von 40000 deutlich mehr ins Gewicht, als bei 19000. Somit könnte sich die finanzielle Kluft zu den Absteigern und Hanover/Hamburg ein wenig schliessen. :kopfball:
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  3. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Interessanter Gedanke. Wobei wir bei unserem Verein von deutlich weniger als 19.000 sprechen. ;zwincker;
  4. Kalimero69

    Kalimero69 unserVfL.de User

    Mit negativem Corona Test rein, finde ich okay. Etwaige Planungen mit begrenzten Zuschauerzahlen wo dann das Singen und Jubeln verboten sein soll sind völlig absurd.
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  5. VfLDiaspora

    VfLDiaspora unserVfL.de User

    Prinzipiell stimme ich zu. Wer trägt die Kosten für den Test (aktuell min. 50 Euro)?
  6. Kalimero69

    Kalimero69 unserVfL.de User

    Das würde ich als Fan gerne auf mich nehmen. Hauptsache ich komme wieder ins Stadion.:fussball10:
  7. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Union hatte angekündigt die Kosten zu übernehmen. Ich halte die Durchführung aber für fragwürdig.

    Wann soll dieser Test stattfinden, am Spieltag ? Das dürfte nicht machbar sein. Nehmen wir mal 20.000 Zuschauer an, da müsste ja der Einlass schon nachts um Drei beginnen. Die Auswertung dauert zwei oder drei Stunden. Die Test müssen zum Labor und wieder zurück, entsprechend zugewiesen werden, erst dann darf man ins Stadion.

    Wo sollen sich die Leute aufhalten bis die Ergebnisse vorliegen ? Worst Case: 20.000 Menschen stehen vorm Stadion, warten auf das Ergebnis, und plötzlich sind zwei oder drei positiv. Zack sind alle Tests für die Tonne.

    Dazu kommt die regionale Erreichbarkeit, und die Kapazitäten der Labore. Im Regelfall finden an einem Spieltag 3 - 9 Spiele pro Tag an.

    Fazit: Der Plan ist schlichtweg nicht durchführbar.
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juli 2020
  8. MarWiBo

    MarWiBo Moderator

    Ich glaube, dass du das ein wenig falsch verstehst, Berti.
    Es soll ein negativer Test vorliegen, der maximal 24 Stunden alt ist. Bedeutet, man muss sich am Tag vor dem Spieltag zunächst auf eigene Kosten testen lassen und bekäme dann vom Klub bei Vorlage von Test und Eintrittskarte die entsprechenden Testkosten erstattet.
    Dass der Einlass aufwändig ist, steht aber sicher außer Frage. Inwieweit das ganze durchführbar ist oder auch nicht, wage ich nicht zu beurteilen.
  9. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Der ist dann genauso aktuell wie die Tageszeitung von gestern. Das ist ein heißes Eisen. Nicht das wir uns falsch verstehen, aber laß mal nur einmal ein Stadion zu einem s.g."Superspreader" werden. Ich denke dann gibt es ein ziemlich großes Theater rund um die Bundesliga. Ich finde auch nicht alles gut, was im Zusammenhang mit die Pandemie gemacht wurde, aber es war offensichtlich - im Europa - und Weltvergleich - vieles richtig was in Deutschland gemacht wurde. Deshalb sollte meiner Meinung nach das Verbot von Großveranstaltungen eingehalten werden. Erst nachdem dieses Verbot aufgehoben worden ist sollte man über Zuschauer nachdenken.

    Nachtrag, selbst wenn 20.000 Tests am Vortag durchgeführt werden. sind die nicht innerhalb von ein paar Stunden verfügbar. Das ist nicht machbar.
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juli 2020
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  10. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Anmerkung dazu:

    Corona-Test können fehlerhaft sein

    Im Moment sei das Vorhaben von Union Berlin, trotz der Corona-Krise alle Fans wieder ins Stadion strömen zu lassen, „unverantwortlich“, stellt der Virologe Ulf Dittmer gegenüber dieser Redaktion klar.

    „Es existieren zwei Probleme“, sagt der Virologe. Der Test könne fehlerhaft abgenommen worden sein. „Außerdem kann es sein, dass das Testergebnis zwar negativ ist, die Person aber eigentlich schon infiziert und einen Tag später im Stadion infektiös ist. Dies kann man nicht ausschließen.“

    Quelle und mehr: WAZ.de
  11. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Zuschauer-Comeback in Stadien: Sportminister für einheitliche Regeln

    Bei der Frage nach der Rückkehr von Zuschauern in die Stadien haben sich die Sportminister der Bundesländer für eine einheitliche Regelung ausgesprochen. Offen ist aber weiterhin, wann die Geisterspiele ein Ende haben.

    Damit wollen die zuständigen Minister der Bundesländer verhindern, dass in einigen Bundesländern Sportveranstaltungen wieder mit Zuschauern stattfinden können, während es in anderen noch verboten ist. "Für die sportlichen Wettbewerbe müssen wir von der föderalen wieder auf nationale Entscheidungsebene zurückkehren", sagte die Vorsitzende der Sportminister-Konferenz Anja Stahmann. "Mit einem Flickenteppich an Regelungen und Kleinstaaterei lässt sich ein geordneter Liga-Betrieb nicht wieder aufnehmen." Das Gremium befürworte daher "ein kontrolliertes, stufenweises Vorgehen zur vollumfänglichen Wiederaufnahme des Sportbetriebs". Die "Freigabe des Trainingsbetriebs" soll dabei möglichst frühzeitig angestrebt werden, um die "Chancengerechtigkeit" zu wahren.

    Dazu gehöre auch, dass "zu den Spielen, soweit das jeweilige Infektionsgeschehen das zulässt, auch Zuschauerinnen und Zuschauer wieder zugelassen werden." Der gefasste Beschluss wurde an die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder, das Kanzlerinnenamt, das Bundesministerium des Innern sowie den Deutschen Olympischen Sportbund übermittelt.

    Zuschauer ab September erlaubt?


    Weiter unklar bleibt, ab wann die Politik wieder Fans in den Sportstätten erlaubt. Ziel sei "idealerweise ab September 2020" ein geregelter, Ländergrenzen übergreifender Sportbetrieb "insbesondere der Ligen" sowie "die Wiederaufnahme von regionalen, nationalen und internationalen Wettbewerben", nicht zuletzt mit Blick auf die Olympischen und Paralympischen Spiele. Für internationale Wettbewerbe seien "Regelungen, die die Chancengerechtigkeit zumindest auf nationaler Ebene gewährleisten, unverzichtbar."

    Der DOSB reagierte mit großer Zufriedenheit auf die Mitteilung. "Mit dem heutigen Beschluss sehen wir eine wichtige Grundlage für einen bundesweiten verantwortungsvollen Wiedereinstieg in den Wettkampfsport, den die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder hoffentlich bestätigen", teilte der Verband mit. Für alle Beteiligten sei "dies eine wichtige, existenzsichernde Maßnahme".

    Quelle: Kicker.de
  12. Jannek

    Jannek unserVfL.de User

    Junge, Junge, da sind ja mal richtig lebensnahe und vor allem freudenspende Ideen im Unlauf. 1. Ich muss Alkohol trinken, singen und vor allem viel schreien, wenn ich zum VfL gehe. 2. Der ganze Mist mit Tests und Vorlage von Gesundheitsnachweisen eignet sich stimmungsmäßig wohl am ehesten für einen Gang zum Finanzamt....
  13. Kalimero69

    Kalimero69 unserVfL.de User

    Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, das die Leute, wenn sie im Stadion sind, nur still da sitzen werden.
  14. VfLDiaspora

    VfLDiaspora unserVfL.de User

    Ich setze darauf, dass Anfang 2021 die Impfung kommt und somit alles zu "alten" Normalität zurückfinden kann. Erst wenn dies nicht mehr mõglich erscheint, sollte man auf Basis der Winterinfektionszahlen die Situation neu bewerten.
  15. Slyer.

    Slyer. Fanclub-Mitglied

    So ist auch meine Hoffnung. Aber wenn man aktuellen Zahlen und Berichten glauben schenken darf, (Achtung, es folgen viele Fragezeichen), wenn, dann, kann zum Jahresbeginn ein Imfpstoff auf dem Markt sein, mit 100 Millionen Dosen.
    Bei über 700 Millionen Einwohner von Europa ist das nur ein Tropfen auf dem heissen Stein.

    Und bevor ich mir meine Impfe abhole um wieder ins Stadion zu gehen, sollte diese an wichtigere Menschen weitergegeben werden
  16. Charly Böttcher

    Charly Böttcher Fanclub-Mitglied

    Ich denke die Verantwortlichen sind Traumtänzer. Das sind Vorschläge die ich eher von Kabarettisten erwartet hätte.
    Selbst eine mögliche Registrierung aller Zuschauer halte ich für unmöglich.
    Und sollte es doch gelingen, dann wünsche ich denen die hinterher die Infektionsherde nachverfolgen müssen viel Spaß dabei. Die Zuschauer verteilen sich übers ganze Bundesgebiet.
    Da hätte man dann nicht große Hotspots wie Heinsberg, Gütersloh oder Ischgl sondern viele kleine.
    Ischgl hat es ja vorgemacht wie man am besten einen Virus in Europa verbreiten kann.
  17. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Die Registrierung dürfte das geringste Problem sein. Je nachdem wie viele Zuschauer zugelassen werden, ist die Kapazität ja fast schon durch die Dauerkarteninhaber erreicht. Im Stadion sind rund 18.000 Sitzplätze. Davon dann 1/3 fertig.

    Ansonsten halte ich die mediale Berichterstattung für eine Alibidebatte. Die Fans fühlen sich mitgenommen und sollten keine Zuschauer zugelassen werden, kann keiner Behaupten: " Ihr habt es ja gar nicht versucht." Im Zweifel sogar: Wir haben ein Konzept, aber es spielen nicht alle örtlichen Behörden mit. "
  18. Slyer.

    Slyer. Fanclub-Mitglied

    Wie sieht es eigentlich mit Thema Wettbewerbsverzerrung aus, wenn in Teilen der Republik mit Zuschauern, in anderen Ohne gespielt werden darf?
  19. Herr Bert

    Herr Bert Administrator

    Es kann nur heißen, Alle oder Keiner. Das kann durchaus zum Problem werden, weil für die Genehmigung der Spiele die kommunalen Behörden bzw. Gesundheitsämter zuständig sind. weder die Länder, noch der Bund kann diesbezüglich Vorgaben machen. Bund und Länder können lediglich Rahmenvorgaben machen. Da sehe ich das größte Problem.

    Da gab es ja schon Unterschiede während der Vorbereitung zum Liga Re-Start.

    Deshalb glaube ich 2020 nicht an Fans im Stadion.
  20. OKM

    OKM Moderator

    Versitzplatzen , Partnersitze erlauben , Maskenpflichr , moderate Ostkurvenpreise( auch West) ...Ultras werden schimpfen, aber 10000 glücklich sein - -xx—-xx—
    —xx—-xx—-xx

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